Gefangener Vogel

Vor vielen Jahren besuchte ich mit einer Reisegruppe das Konzentrationslager Auschwitz. Es war eine organisierte Busfahrt. Ich kannte die anderen Reisenden nicht. So war ich allein auf dem Gelände unterwegs. Kurz vor der vereinbarten Zeit für die Rückfahrt – ich musste eigentlich schon zurückkehren – beschloss ich, noch einen Abstecher zu einem Wachtturm am hinteren Ende des Geländes zu unternehmen. Es war ein Stück Weg bis dorthin und ich beeilte mich, zügig hinzukommen. Die Tür zum Turm stand offen. Ich ging hinauf, um von oben auf das Gelände zu schauen. Vielleicht war es der Versuch, zu erahnen, was ein Aufseher von dort gesehen, gedacht und gefühlt haben mag.

Oben angekommen erwartete mich eine Überraschung. In dem überdachten und verglasten Raum auf der Plattform suchte ein Vogel den Weg nach draußen. Wieder und wieder flog er gegen die Scheiben. Wie war er dort hineingekommen? Ich schaute mich um und fand in einer der Scheiben ein faustgroßes Loch. Ich war mir nicht sicher, ob der Fahrer auf dem Parkplatz meine Abwesenheit bemerken und auf mich warten würde. Ich musste zum Bus. Andererseits war hier der Vogel, gefangen im Überwachungsraum auf dem Turm. Ich konnte nichts gegen das große Elend von damals tun, aber musste ich nicht etwas gegen das Elend von heute tun, auch wenn es viel kleiner erschien? Mich jammerte das Tier in seiner Angst. Und gleichzeitig – war das abergläubisch? – schien es, als hätte sich in ihm eine Seele verkörpert, die den Weg in die Freiheit nicht fand.

„Du musst zum Bus!“, sagte eine Stimme in mir. „Der Vogel wird das Loch schon irgendwann finden.“ „Du kannst nicht weg, wenn der Vogel hier drinnen ist!“, sagte eine andere Stimme in mir. „Wenn du jetzt weggehst, bist du einer von denen, die wegschauen, die nichts lernen, die nichts zum Besseren wenden!“ Ich versuchte, den Vogel zu fangen. Seine Angst wurde größer. Immer hektischer flog er gegen die Fenster. Schließlich ließ er sich nach unten fallen und versteckte sich hinter einer Holzvertäfelung, einer Art doppelten Wand. Vielleicht war der Raum früher isoliert gewesen, um ihn im Winter beheizen zu können. Ich fasste hinter die Vertäfelung. Es gelang mir, den Vogel in eine Ecke zu drängen. Ich griff nach ihm und hielt ihn in meinen hohlen Händen. Langsam zog ich ihn heraus. Ich hielt die Hände vor das Loch. Vorsichtig öffnete ich sie. Der Vogel flog heraus. Er war frei.

Ich machte mich auf den Rückweg. Vor meinem inneren Auge sah ich Berge von Schuhen, Berge von Brillen, einen Berg von Asche. Vor allem aber sah ich einen Vogel, der seinem Gefängnis entronnen war. Er hatte mein Herz berührt.

 

Pflügt aufs Neue…

Im November und Dezember bin ich krank gewesen und konnte teilweise gar nicht, teils nur eingeschränkt arbeiten. Darum auch keine Blogs… Nun bin ich zurück und wünsche euch allen ein möglichst gutes und vor allem gesundes Jahr, in dem ihr alles, was euch am Leben hindern will, zum Guten wendet! Auf dass himmlischer Segen, irdisches Leben und Weisheit, die beides vereint, sich in eurem Leben verbindet!

Vielleicht darf ich mit euch meine Gedanken teilen, die ich in der Klinik beim Gottesdienst zum neuen Jahr weitergegeben habe? Das bezog sich auf einen Satz des Propheten Jeremia, der gesagt hat: „Pflügt aufs Neue und sät nicht unter die Dornen!“

Ein neues Jahr liegt vor uns wie ein Acker. Ungepflügt und unbestellt darauf wartet es darauf, beackert zu werden. Unsere Aufgabe wird es sein, die vor uns liegende Zeit zu bestellen wie ein Feld, so dass sie Früchte trägt – Früchte des Erfolgs, des Glücks, der Liebe, Früchte einer erfüllten Zeit bzw. eines gelingenden Lebens. Unsere Aufgabe wird es also sein, die Scholle zu wenden, unsere Saat zu säen und die Ernte einzubringen. Es gibt wohl viele ganz verschiedenen Stile, so einen Acker zu bestellen. Man kann ihn tiefer oder flacher pflügen, im Herbst oder Winter oder Frühjahr, mit vielen oder wenigen Pflugscharen darüber fahren oder ihn mit ganz anders geformten modernen Gerätschaften bearbeiten. Wer den Fortschritt ablehnt, muss einen Ochsen anschirren oder gar sich selber vorspannen, wobei entsprechend leichtes Gerät zu empfehlen wäre. Man kann natürlich auch hingehen und sagen: Das letzte Jahr hat’s mir den Raps und die Gerste verhagelt. Wer weiß, ob sich die Arbeit lohnt. Vielleicht hagelt es ja wieder, oder es verregnet mir die Ernte. Ich pflüge dies’ Jahr einmal nicht. Ich säe die Frucht gleich in die Disteln und Dornen und was dann aufgeht, das ernte ich dann eben.
Würden Sie das so machen? Aber nein, bestimmt nicht. Wer würde denn so etwas tun? „Pflüget ein Neues und säet nicht in die Dornen“ lautet ein Rat aus der Bibel, aus dem Prophetenbuch Jeremia. Aber sagen Sie mir, wer wäre denn so doof, ein Feld zu bestellen und nicht zu pflügen und die Saat gleich auf die Disteln und Quecken zu streuen? Man weiß es nie. Menschen nehmen auch anderes Unkraut ins neue Jahr und säen Neues darüber, ohne das alte erst einmal umzupflügen. Den Streit und die Verletzungen vom letzten Jahr  lassen sie wachsen, denn das noch einmal umzupflügen ist harte Arbeit, und wer weiß, ob es sich lohnt. So säen sie all ihre Bemühungen um Gerechtigkeit und Liebe und liebevolles Miteinander auf eine verletzte Beziehung, in den Schmerz und die Kränkung hinein. Immerhin, sie fahren die Saat noch aus. Es gibt auch Menschen, die einen solchen Acker, der sie einmal enttäuscht hat, überhaupt nicht mehr bestellen. Das Unkraut des Schweigens und Nicht-mehr-grüßens wuchert immer über einer Beziehung, und je höher es wuchert, desto unwirtschaftlicher scheint es, darauf noch einmal etwas zu säen. Mit einem Acker geht man kaum so um, aber mit anderen Menschen verfahren viele so. Man lässt das alte Unkraut wuchern, so dass nichts Neues wachsen kann. Klar scheint mir: Um zu gedeihen, braucht Liebe einen vorbereiteten Boden. Kränkungen müssen aufgehoben und im Gespräch zum Guten gewendet werden. Harte Positionen müssen gelockert werden. All das Schmollen und den Trotz muss man selber umwenden, damit auf seiner Rückseite etwas Neues gedeihen kann. Das kann weh tun, noch einmal spürt man die Verletzung. Aber Das Schweigen muss aufgebrochen werden. Wer Recht hat oder Unrecht ist ja gar keine Frage, im Verhältnis zu dem Leiden, was das stolze oder gekränkte Schweigen anrichtet. Was zählt ist, was heilt. Also geht es doch darum, ob man sich in die Position des anderen hineinversetzen kann, und ob man es schafft, das in irgendwelche geeignete Worte zu fassen. Worte des Bedauerns stehen nicht am Anfang, es ist schon gut, wenn sie am Ende möglich werden. Zum Bereiten eines guten Bodens gehört sicher auch, dass man sich im Stillen mit sich selbst auseinandersetzt. Was war gelungen, was ist mir missraten in der vergangenen Zeit? Wie kann es beim nächsten Mal besser werden?
Diese Art von Arbeit ist hart, und der Ertrag ist so unsicher wie jede Ernte. Und trotzdem: Wer seine Liebe auf fruchtbaren Boden fallen lassen will, muss den harten Boden vergangener Enttäuschungen neu um brechen und von neuem seine Saat ausstreuen. Also: „Pflügt aufs Neue, und sät nicht unter die Dornen!“

 

Vipassana – Meditationsübungen in einem indischen Knast

Lane hat mir vor einigen Jahren diesen Film gezeigt. Ich weiß gar nicht, wie alt Lane ist. Vor vielen, vielen, vielen Jahren, als junge Rechtsstudentin in New York hat sie jeden Sonntag mit Albert Einstein Kaffee getrunken. Als Rechtsreferendarin war sie bei den Nürnberger Prozessen dabei. Später hat sie für die Vereinten Nationen und für NGOs Friedensverhandlungen geführt – manchmal in Konflikten, bei denen selbst die Tätigkeit als Mediator so gefährlich war, dass man sonst keine Vermittler finden konnte. Als Unterhändlerin bei Friedensgesprächen hat sie zwischen verfeindeten Stämmen, Banden, Familienclans und ganzen Staaten Frieden vermittelt.

Diesen Film über ein Projekt in einem Hochsicherheitsgefängnis in Indien verdanke ich Lane. Er erzählt eine Geschichte über dieses Gefängnis, über seine Häftlinge und eine neue Gefängnisdirektorin, die die Idee hatte, man müsste etwas für die Menschen, die hier so viele Jahre leben, tun. Eines Tages sagte ein Gefängnisangestellter ihr, es gäbe einen Mann, der da vielleicht helfen könne, einen Meister der Meditation. Sie lud ihn ein, und so begann das Projekt, sogenannte Schwerverbrecher in die Kunst des Meditierens einzuweisen.
Vipassana – ein Projekt, das das Leben dieser Häftlinge radikal verändert hat und das später in Gefängnissen in anderen Teilen der Welt erprobt wurde. Ich wünsche euch gute Anregung und viel Spaß beim Zuschauen!

Das Stanford-Experiment

Wie kann die Welt friedlicher, lebenswerter, liebenswerter werden?

Ich möchte in den nächsten Tagen und Wochen einige Geschichten und Videos darüber veröffentlichen, wie die Gesellschaft und die Einzelnen von Gewalt geheilt werden können – es geht mir um Versöhnung, um innere Heilung (und dabei ist mir die Heilung der sogenannten „Täter“ so lieb wie die der sogenannten „Opfer“), es geht mir um wertschätzende Kommunikation, um Mediation, um Therapie, aber auch um eine Gesellschaftliche Dimension: Wie erreichen wir es, dass unsere Gesellschaft sich selbst deeskaliert.

Dazu möchte ich als erstes eine kurze Dokumentation zum berühmten Stanford-Experiment zeigen. In diesem Experiment aus dem Jahr 1971 wurden (ähnlich dem Milgram-Experiment von 1946)  beliebige, möglichst „normale“ Versuchspersonen im Rahmen eines Rollenspiels an der psychologischen Abteilung einer Universität in „Wärter“ und „Gefangene“ unterteilt, um deren Interaktion zu studieren. Ähnlich wie im Film „die Welle“ wurden sie mit einfachen Attributen unterschieden. Die Einteilung in Täter und Opfer war beliebig.

Nach sechs Tagen musste das Experiment abgebrochen werden, weil die Rollenspiel-Wärter immer grausamer und die Rollenspiel-Gefangenen zunehmend traumatisiert wurden.

In der nächsten Zeit möchte ich Videos und Geschichten präsentieren, die sich unter anderem den Fragen widmen, wie Abhängigkeitsbeziehungen menschlich gestaltet werden können, wie destruktive Handlungsmuster und Teufelskreise in sozialen Beziehungen beendet werden können.

Einen Engel für den Weg

Im vorletzten Jahrhundert lebte in unserer Gegend ein Mann, der bekannt wurde, weil in seiner Umgebung oft Wunder geschehen sind. Menschen, die man für unheilbar krank erklärt hatte, wurden gesund, nachdem er für sie gebetet hatte. Dieser Mann hatte einen besonderen Brauch. Wenn er sich von jemandem verabschiedete, sagte er oft: „Ich gebe dir einen Engel mit auf den Weg.“ Darüber waren viele Leute verwundert. Zum einen gab es schon damals viele, die nicht an Engel glaubten. Und von den anderen mögen viele gesagt haben: „Wie kann er über die Engel bestimmen? Engel hören doch nur auf Gott.“ Ich weiß nicht, ob das stimmen kann. Ich bezweifle sogar, ob Leute, die so etwas sagen, überhaupt irgendetwas von Engeln verstehen. Ich weiß aber, dass viele Leute, die ihn besuchten, einen tiefen Frieden mit nach Hause nahmen und von da an wussten, dass sie behütet sind. Darum ist es mir auch egal, was andere denken, wenn ich jetzt zu dir sage: Ich gebe dir einen Engel mit auf den Weg.

Die goldenen Eselsohren

Diese Geschichte stammt von meinem Kollegen Martin Niedermann, der als Geschichtenerzähler, Coach und Heilpädagoge in Bern lebt und arbeitet. Ich freue mich sehr, dass ich sie euch weitergeben darf!

St. Nikolaus ist mit dem Esel unterwegs. Heute geht’s zu den Kindern und der Samichlaus soll nach alter Sitte Braves loben und Böses tadeln. „Das sollte kein Problem sein“, denkt der Samichlaus, „steht alles im goldenen Buch und am Schluss gibt es die Bescherung“.
Bei den Kindern angekommen war es doch nicht mehr so einfach, das goldene Buch war nicht dabei. „Schon wieder etwas vergessen! Es ist zum Bartausraufen“ dachte der Samichlaus. „Ich bin halt alt, vergesslich und zu nichts mehr nütze“.
Das blieb den Kindern nicht verborgen. „Der Samichlaus ist ein Depro!“ meint ein Kind zu den andern, „was hat der uns schon zu sagen.“ „Ein Depro, ein Depro! “ Alle Kinder sangen und tanzten um den Samichlaus.

„Ich werde wohl nie mehr Kinder besuchen, ich bin kein Vorbild, ich bin eine Gefahr und kann ihnen nicht mehr helfen, Gutes und Schlechtes zu unterscheiden, ich geh am besten nach Hause.“

Ja, die trüben Gedanken fanden allmählich den Weg zum Herzen und er tat einen tiefen Seufzer vor lauter Kummer. Gedankenverloren streichelte der Samichlaus seinen lieben Esel. „Was meinst du, treten wir ab und gehen  still und leise nach Hause?“ fragte Samichlaus seinen Esel. Er war so in sein Selbstgespräch versunken, dass er nicht wahrnahm, wie die Kinder stille wurden, und den alten Mann und seinen Esel umringten und ihm bei seinem Gespräch zuhörten.
„Was machst du da“  fragte endlich ein Kind, „du redest mit deinem Esel? Kann der den antworten? “
„Das weiss ich nicht so genau“ erwiderte der Samichlaus nachdenklich, „aber er kann zuhören! Und wie er das kann!!! Schaut doch mal seine grossen Ohren. Ich glaube, er kennt das goldene Buch in – und auswendig! So oft hat er schon hören müssen! Er weiss alles, was ich mühsam aufschreiben muss, um es den Kindern zu erzählen. Probiert’s nur aus: Macht es so wie ich: erzählt, was euch schwerfällt und was euch freut, was ihr gerne anders hättet und mit was ihr zufrieden seid. Ich bin sicher, der Esel versteht euch und lässt es in sein grosses Herz. Ihr könnt sicher sein, der Esel wird schweigen“.
Es bildete sich eine längere Warteschlange vor dem Esel und sie flüsterten ihm leise etwas in die Ohren. Und, so bestätigten hinterher alle Kinder, der Esel hat’s begriffen.
Einige meinten sogar, der Esel habe auch das verstanden, was sie nicht sagen wollten und konnten.
„Ich glaube, so eine schöne Feier habe ich noch nie erlebt. Und, das nächste mal wird das Buch sowieso zuhause blieben“ sinnierte der Samichlaus. „Nur der Esel muss unbedingt mitkommen,“ meinten die Kinder.
„Seltsam,“ dachte der Samichlaus beim Nachhauseweg, „kann es sein, dass die Ohren von meinem Esel ein klein wenig golden schimmern?“

Samichlaus = St. Nikolaus

Der neugierige Maori

Die folgende Geschichte hat meine Kollegin Katharina Lamprecht verfasst. Die Erzählung hat mir gut gefallen, für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ebenso wie als Beitrag im Gespräch mit Eltern, Lehrern und anderen erziehenden Personen. Ich freue mich, dass ich sie hier veröffentlichen darf…

Wie ihr vielleicht wisst, leben in Neuseeland auch heute noch die Maori – die Ureinwohner. Und sie versuchen, ihre alten Traditionen mit dem modernen Leben zu verknüpfen. Darin sind sie recht erfolgreich. Manchmal aber kommt es zu ungewöhnlichen Situationen und von einer solchen möchte ich euch erzählen.

Auf einem Campingplatz auf der Südinsel, der von den Maori verwaltet wird, gibt es einen Hangi, den alle Gäste des Campingplatzes benutzen dürfen. Ein Hangi  ist ein maorischer Herd und sieht in etwa so aus: in die Erde wird ein rechteckiges Loch gegraben und dann nach oben mit einer Mauer umgeben. In dieses gemauerte Rechteck werden Grillroste eingelassen, auf denen dann Fleisch, Gemüse und Kartoffeln in schönster Eintracht gemeinsam in einem Topf liegen und wunderbarer Weise auch alle zusammen gleichzeitig in dem heißen Dampf, der aus der Erde aufsteigt, gar werden. Und zwar immer genau richtig, nie zu weich oder hart. Bevor man also auf eine Wanderung aufbricht, packt man sein Abendessen in den Hangi und egal, wann man wiederkommt, das Essen ist fertig.

Eine Familie auf dem Campingplatz hatte einen 10 jährigen Sohn, der sehr wissbegierig war und schon zu Hause alles, was ihm unter die Finger gekommen war, über Neuseeland gelesen hatte. Besonders die Maoris hatten es ihm angetan.
Und nun hatte er sich mit der Maorifamilie, die den Campingplatz leitete, angefreundet und diese hatte ihm versprochen, ihn einmal wie einen echten kleinen Maori-Jungen zu kleiden und zu bemalen. Und die Körperbemalung ist bei den  Maories besonders eindrucksvoll.

An dem besagten Verkleidungstag nun wollten seine Eltern einen Ausflug auf das Meer machen, auf den sich der Junge schon lange gefreut hatte. Als sie aufbrechen wollten, konnten sie ihren Sohn aber nicht entdecken. Sie suchten ihn überall und waren schon recht besorgt und auch verärgert. In der Campingküche erfuhren sie, dass der Bengel sich – ohne ein Wort zu sagen – zu der Maori Familie gestohlen hatte. Da beschossen sie, den Ausflug alleine zu unternehmen und ihren Sohn, der sehr enttäuscht darüber sein würde, die Wale und Delfine nicht gesehen zu haben, i n der Obhut der Maoris zu lassen. Er würde schon sehen, was er davon habe.

Als sie abends zurückkamen und am Hangi vorbeigingen, um nach ihrem Essen zu sehen, saß da ein kleiner, einsamer Maori Junge vor dem Ofen. Bei genauerem Hinsehen erkannten sie in ihm ihren Sohn und gingen, ihr Ärger war inzwischen verraucht, mit dem Gedanken, ihn wegen des verpassten Ausflugs trösten zu müssen, zu ihm.
Der kleine Maori blickte auf und ein Strahlen ging über sein Gesicht. „Mama“, rief er, „Papa. Wie gut, dass ihr endlich da seid“.
Seine Mutter wollte ihn tröstend in die Arme schließen aber der Junge war viel zu aufgeregt. „Wo wart ihr denn die ganze Zeit?  Ich habe so viele tolle Sachen erlebt und wollt sie euch erzählen, aber ich habe euch nicht gefunden.  Ich habe ein echtes  Maori Gesicht, seht doch mal,  und war bei den Maories in ihrem großen Gemeindehaus und habe mit ihnen getanzt und ganz komische Lieder gesungen.  Und jetzt sitze ich hier schon eine Weile und schaue dem Hangi beim Arbeiten zu. Das ist echt spannend“.
Kurz versank der kleine Maori wieder in seine Ofenbetrachtungen, dann fragt er seine Eltern nebenbei , „wo wart ihr denn?“

„Ach“, sagten diese, „wir sind nur ein bisschen auf dem Wasser herumgepaddelt“. Über die Wale und Delfine, die sie gesehen hatten, erzählten sich nichts, denn sie fühlten, dass ihr Sohn einen ganz eigenen, wunderbaren Tag erlebt hatte.

Herzstillstand

Auf dem Flur der Psychiatrie sprach mich vor einiger Zeit ein junger Mann an:

„Sind Sie Pfarrer?“
„Ja.“
„Meinen Sie, dass Gott vergibt?“
„Ich meine das schon. Warum fragen Sie?“
„Ich denke, dass Gott mich bald sterben lässt. Meinen Sie, Gott kann mein Herz anhalten?“
„Was meinen Sie denn dazu?“
„Ich habe Angst, dass Gott mein Herz anhält.“
Ich hatte wenig Zeit und vereinbarte ein Gespräch für den übernächsten Tag. Seine Fragen und Aussagen im zweiten Gespräch waren dieselben wie beim ersten Mal, und auch sonst wirkte er auf mich unverändert. Auf meine Nachfragen hin erklärte er:
„Ich habe einen Deal mit Gott, dass ich mit den Drogen aufhöre und er mich dafür leben lässt. Aber ich weiß nicht, ob Gott sich daran hält.“
Ich brachte in Erfahrung, er habe Amphetamine gespritzt und gekifft, und mindestens einmal sei er in einem kritischen Zustand in eine Klinik eingeliefert worden. Seine Freunde seien alle drogenabhängig, von seinen Familienangehörigen erwarte er sich keine Hilfe.
Er erklärte, er sei in eine „große Sache hineingeraten“, in der „Gott eine wichtige Rolle“ spiele. Sein Hauptinteresse bestand darin, zu erfahren, ob Gott ihm vergebe und ihn leben lasse. Mit einem jenseitigen Leben rechnete er nicht, sondern: „Mit dem Tod ist alles aus“.
Ich versuchte, ihn darauf anzusprechen, welche Einflussmöglichkeiten er im Rahmen des Deals habe, doch wir landeten sogleich wieder bei Gottes unergründlichen Plänen. Ob Gott ihm vergibt? Ich erzählte ihm die Geschichte vom verlorenen und wiedergefundenen Sohn, und dass Jesus damit gesagt habe, dass Gott gerade Leuten wie ihm vergibt und ein neues Leben ermöglicht. Er hörte interessiert zu und kehrte dann sofort wieder zu seinem Thema zurück:
„Sterben müssen wir alle, nicht wahr?“
„Ja.“
„Kommt es oft vor, dass Gott bei Leuten in meinem Alter das Herz stehen lässt? Kennen Sie Leute in Ihrem Alter, bei denen das Herz stehen geblieben ist?“
„Nein.“
„Sie kennen niemanden? Kommt das bei jungen Leuten selten vor?“
„Ja.“
„Wie alt sind Sie?“
„Ich bin 42. Wie alt sind Sie eigentlich?“
„23.“
„23 Jahre… Stellen Sie sich die 23 einmal vor, wie eine Zahl auf einer Leinwand. Welche Farbe hat die Zahl?“
„Blau.“
„Hell- oder dunkelblau?“
„Hellblau.“
„Schön. Stellen Sie sich die hellblaue 23 einmal auf einem Grabstein vor. Welche Farbe hat der Stein.“
„Braun.“
„Schön. Eine hellblaue 23 auf einem braunen Grabstein. Stellen Sie sich einmal vor, wie die Zahlen 2 und 3 auf dem Grabstein umeinander kreisen, und schließlich bleiben sie stehen, mit der 3 vorne. Welche Zahl steht auf dem Grabstein?“
„Eine 32.“
„Wollen Sie lieber den Grabstein mit der 23 oder den mit der 32?“
„32 ist besser!“
„O.k. Jetzt lassen Sie die 3 mal vorne rund zusammenwachsen, so dass das obere und untere Ende eine Kurve nach innen machen und sich bei dem mittleren Arm treffen. Welche Zahl haben Sie jetzt?“
„82.“
„Genau. Ist das noch besser?“
„Viel besser.“
„Jetzt haben Sie einen Grabstein, da steht drauf „82“. Vielleicht schreiben wir noch Ihren Namen drauf. Wie heißen Sie?“
„Thorsten.“
„O.k. Auf dem Grabstein steht: ‘82 – Thorsten’. Vielleicht können wir noch drauf schreiben: ‘Gestorben an Herztod’. Was meinen Sie?“
„Das ist gut.“
„82 – Thorsten – gestorben an Herztod. Oder: Wir trauern um Thorsten, 82, gestorben an Herztod. Vielleicht sollen wir noch schreiben ‘Gott ist gnädig’ – oder ‘Wir danken Gott’?“
„‘Wir danken Gott’ ist gut.“
„Also, auf dem Grabstein steht in hellblau: „82 – Thorsten – Gestorben an Herztod – Wir danken Gott. Möchten Sie Blumen auf dem Grab?“
„Ja.“
„Welche Farbe?“
„Das ist egal.“
„Also, es ist ein brauner Grabstein, und darauf steht in hellblau: ‘82 – Thorsten – Gestorben an Herztod – Wir danken Gott’, und auf dem Grab sind Blumen. Ist das gut so?“
„Ja, das ist gut.“
„In Ordnung. Sie brauchen das Grab später noch. Bis dahin können Sie auf dem Friedhof spazieren gehen, oder auch außerhalb. Ist das für Sie in Ordnung?“
„Ja. Macht es Ihnen etwas aus, wenn ich jetzt eine rauchen gehe?“
„Das ist in Ordnung.“
„Vielen Dank für das Gespräch!“

Auf dem Weg zur Hölle

Ich möchte heute gerne eine Geschichte erzählen, die ich mit einem Patienten erlebt habe. Die Namen und andere Einzelheiten sind, wie üblich, geändert.

„Guten Tag Herr Bayer. Was bewegt sie denn zur Zeit?“ fragte ich. „Ich komme in die Hölle“, antwortete er ganz ernst. „Warum kommen Sie denn in die Hölle?“ „Ich habe viel falsch gemacht.“ „Was haben Sie denn zum Beispiel falsch gemacht, wenn ich fragen darf?“ „Ich war faul in der Schule. Ich habe nichts gelernt. Ich habe nichts aus meinem Leben gemacht. Darum komme ich in die Hölle.“

„Ah… und wie ist es dort in der Hölle?“ „Heiß. Da ist Feuer.“ „Mit dem Feuer ist das ja so: In derMitte ist die Glut. Da ist es am heißesten. Drumherum sind die Flammen. Die sind weniger heiß als die Glut, aber auch sehr heiß. Wenn man neben dem Feuer steht, ist es weniger heiß. Man kann einen Meter neben dem Feuer stehen oder zehn Meter oder hundert Meter. Das ist eine Entscheidung, ob man nah am Feuer oder weiter weg stehen möchte. Wo möchten Sie denn stehen?“ „Ich stehe immer da, wo es ganz heiß ist.“

„Woher wissen Sie eigentlich, dass Sie in die Hölle kommen?“ „In Rodalben gab es eine Konferenz von denen aus der anderen Welt, aus dem Jenseits. Da war ich dabei.“ Wann war das denn?“ „Vor 20 Jahren.“ „Und was haben die aus dem Jenseits Ihnen da mitgeteilt?“ „Das war schwer zu verstehen. Die haben ganz undeutlich gesprochen.“ „Wenn die ganz undeutlich gesprochen haben, die aus dem Jenseits, da haben Sie ja ein echtes Problem… das ist ja ganz schwierig für Sie, wenn die sich nicht klar und verständlich ausgedrückt haben. Da könnte es zum Beispiel sein, dass die über einen Herrn Meyer gesprochen haben, und Sie haben ‚Herr Beyer‘ verstanden. Die sagten zum Beispiel ‚Herr Meyer geht in die Hölle!‘ und Sie haben verstanden ‚Herr Beyer geht in die Hölle. Und da laufen Sie seit zwanzig Jahren herum, und vielleicht ab jetzt noch dreißig oder vierzig Jahre, und denken, die müssen zur Hölle und dabei geht in Wirklichkeit nicht Herr Beyer, sondern Herr Meyer zur Hölle! Und Sie machen sich all die Jahre lang die ganzen Sorgen ganz umsonst! Ich finde das nicht richtig, dass die nicht deutlich reden! Sie haben doch einen Anspruch darauf, zu wissen, was aus Ihnen wird! Sonst haben Sie ja den ganzen Kummer für nichts und wieder nichts, bloß weil die Sie nicht richtig informieren!“ Herr Bayer sagte nichts, schaute mich aber die ganze Zeit interessiert an. Es sah so aus, als ob er über etwas Schwieriges nachdächte und noch zu keinem Schluss käme. So fuhr ich fort.“Wissen Sie, wenn mir ein Rechtsanwalt oder Staatsanwalt eine Vorladung zum Gericht schicken würde und das Papier wäre so verschmiert, dass ich nichts lesen könnte, dann bräuchte ich auch nicht zur Verhandlung zu gehen. Da wird jeder Richter  sagen: Diese Art der Vorladung genügt der juristischen Formpflicht nicht. Wer so unklar angeschrieben wird, braucht auch nicht zu kommen.  Oder wenn jemand vom Gericht mich anruft und sagt: „Schuschalalawawa“ und meint,ich müsste so ein undeutliches Gerede verstehen, und das soll eine Vorladung sein, da brauche ich nicht zu erscheinen. Genaus ist das mit dem jüngsten Gericht: Wenn die wollen, das Sie zur Hölle gehen, dann müssen sich deutlich ausdrücken und Sie klar informieren. Sonst brauchen Sie da nicht hin. Wenn Sie nicht einmal sicher wissen können, ob die Beyer oder Meyer oder Dreyer gesagt haben, dann gilt das nicht und Sie brauchen dann auch nicht zur Hölle. Ist das für Sie nachvollziehbar?“

„Wie komme ich denn da jetzt raus?“ fragte der Mann.“Wo raus?“ „Aus dem negativen Denken.“ „Ah. Sie möchten raus aus dem negativen Denken. Die meisten Leute werden Ihnen sagen: Indem Sie positiv denken. Aber durch positives Denken kommen Sie da nicht raus, sondern durch positive Träume. Stellen Sie sich zum Beispiel vor,in Ihrem Leben sieht es so aus wie in einem Bergdorf, wo ein Fluss über die Ufer getreten ist und ganz viel Schlamm und Geröll mit sich gebracht hat. Nach diesem Unglück trifft sich der Gemeinderat mit en Dorfbewohnern, der Feuerwehr und dem Katastrophenschutz und Sie besprechen, was zu tun ist. Als erstes kommen Leute mit Baggern, Raupen und Lastwagen, um das grobe Geröll wegzuschaffen. Können Sie sich das vorstellen?“ „Ja.“ „Genau. Sie können sehen, wie die das alles wegschaffen. Danach kommen Leute mit Schläuchen und Besen. Die schaffen all den Schlamm und Sand aus dem Dorf, den ganzen Dreck, der da von weiter hinten reingekommen ist. Sie können Sehen, wie die das alles ins Tal hinunter spülen. Danach kommt ein Team von Handwerkern. Da kommen Maurer, Gipser, Maler, vielleicht auch Elektriker, Installateure, Stukkateure, Restaurateure… Was stellen Sie sich vor, machen die?“ „Die können Decken einziehen und Zwischenwände mauern.“ „Genau. Was noch?“  „Teppichboden legen. Leitungen verlegen. Vorhangschienen anbringen…“ „Genau. Nach den Handwerkern kommen die Gärtner. Die legen den Park und die Grärten wieder an. Vielleicht kommt noch ein Dorfbrunnen oder eine Dorflinde dazu, um das Dorf noch schöner zu machen, als es vorher war. Und ein Gedenkstein. Kann man sich das vorstellen?“ „Nicht so gut…“ „Na, Sie brauchen sich das noch nicht vorstellen können. Sagen Sie ihrer Seele einen schönen Gruß, dass sie das für Sie macht, so dass Sie sich darum gar nicht zu kümmern brauchen. Danach kommen ganz wichtigen Leute. Das ist das Präventionsteam. Die sorgen dafür, das so etwas nicht mehr wieder vorkommt. Die können zum Beispiel oberhalb des Dorfes den Hang bepflanzen, damit die Wurzeln der Bäume das Erdreich festhalten. Sie können da Mauern und Zäune im Stil von Lawinenzäunen hinbauen. Sie können dem Bach ein tieferes Bett graben, können Staustufen und Rückhaltebecken bauen oder sogar eine Umleitung für das überschüssige Bachwasser konstruieren.“

„Ich glaube, mein Vater hat mich zu sehr geschlagen“, sagte der Mann plötzlich. „Er hat mit mir das Einmaleins gelernt und hat gesagt: ‚Wenn du das jetzt nicht weißt, bekommst du noch mehr Schläge!‘ Ich konnte so nicht lernen.“ „Dann waren Sie vielleicht gar nicht faul. Sie haben nur das Lernen vermieden, um nicht an die Schläge zu denken“, sagte ich. „Ich habe mir in meinem Leben alles kaputt gemacht“, sagte er. Er erzählte, dass es ihm Angst mache, wenn sich jemand über ihn freue oder etwas Gutes zu ihm sage. Ich sagte: „Vielleicht ist das, weil Sie Freundlichkeit und Gewalt früher wie ein Gemisch erlebt haben. Das kam fast gleichzeitig. Und wenn Sie jetzt freundliche Menschen erleben, bekommen Sie Angst vor der Gewalt. Sagen Sie Ihrer Seele bitte einen schönen Gruß, dass Sie nur noch genau diejenigen Menschen zu fürchten brauchen, die Ihnen Gewalt angetan haben, und auch das nur noch in Situationen, die genauso sind wie damals, als das Schlimme passiert ist. Alles andere, können Sie Ihrer Seele sagen, ist zuviel gelernt. “ Dann erzählte ich ihm die Geschichte von einem verfallenen Schloss, das lange vernachlässigt worden war, durch dessen Dach der Regen tropfte und in dem Vandalen ihr Unwesen getrieben hatten – was nichts mit dem Wert des Schlosses zu tun habe, das von Anfang an schön konzipiert gewesen war. Und nun werde das Schloss renoviert. Später erzählte ich ihm von einer verfahrenstechnischen Anlage, mit der man etwa ein Gemisch von Erdbeerquark und Jauche bis zum letzten Molekül vollständig trennen könnte. Ich bat ihn, er möge seiner Seele auszurichten, sie solle mit dem Gemisch von Liebe und Gewalt, das er erfahren habe, dasselbe tun, dann die Gewalt dorthin zurückgeben, wo sie herkam und die Liebe behalten. So fuhr ich fort, auf alles, was er sagte, mit Geschichten zu antworten, die wie Träume seine bisherigen Belastungen und Möglichkeiten, diese loszulassen, in Bilder fasste.

„Der Weg von der Hölle zum Himmel ist weit“, sagte er plötzlich. „Sie haben schon ein gutes Stück zurückgelegt“, erwiderte ich. „Noch nicht so viel.“ „Sie gehen in die richtige Richtung. Der Rest ist eine Frage der Zeit.“ Der Mann erzählte mir daraufhin, wenn er unter Menschen sei, breche zu viel über ihn herein. “ „Kennen Sie diese Sonnenbrillen, die sich automatisch verdunkeln, wenn es zu hell wird?“ fragte ich. „Ja, so eine hatte ich einmal.“ „Wenn Sie unter Leuten sind, stellen Sie sich vor, eine Glaskugel um sich zu haben, die sich so verdunkelt, wenn die Menschen zu freundlich oder auf andere Art anstrengend für Sie sind.“ Er überlegte einen Augenblick. „Ich brauche viel Vertrauen.“

Hämorrhoiden

Auch das hier könnte zur Tranceinduktion durch Verwirrung geeignet sein, zur Amnesie, vielleicht auch zur hypnotischen Anästhesie – ich schlage vor, sie etwa bei einer Hypnotherapie gegen Migräne einzusetzen, wenn man den Kopfschmerz überwinden möchte, indem man den Klienten eine kleinere, aber immer noch ausreichend lästige Symptomatik aufschwätzt und damit diejenigen Persönlichkeitsanteile anspricht, die meinen,  die Schmerzen seien notwendig und unüberwindlich. Die Geschichte wurde mir von einem Meisenheimer Arzt erzählt und soll einem seiner Kollegen in der Nordpfalz passiert sein.

Ein Pfälzer Landarzt besuchte den Dorfladen im Einzugsbereich seiner Praxis. Während der Ladenbesitzer ihn bediente, fiel dem Arzt auf, dass er sich unablässig am Hintern kratzte. „Haben Sie Hämorrhoiden?“, fragte er. Der Gefragte schaute ihn überrascht an. „Moment mal“, sagte er und ging ins Hinterzimmer. „Martha, da will einer wissen, ob wir Hämorrhoiden haben. Ich weiß nicht, was das ist. Was soll ich dem Mann sagen?“ Martha antwortete: „Sag ihm, wir haben diese Woche keine da, und wir bekommen sie wahrscheinlich nächste Woche wieder rein.“