Video: Warum Zeit keine Rolle spielt…

Im November habe ich bei einer TEDx Veranstaltung in Magdeburg einen Vortrag darüber gehalten, warum Zeit im Leben gar keine so große Rolle zu spielen braucht, wie gemeinhin angenommen wird und warum es nie zu spät ist für eine glückliche Kindheit. Darin habe ich ein kleines Experiment integriert, das jeder, der es möchte, mitvollziehen kann.Viel Spaß beim Anschauen!

Fernsehbeitrag zur Therapie einer Brückenphobie

Vor über einem Jahr habe ich hier im Blog nach einem Klienten oder einer Klientin gesucht, wer gerne eine kostenlose Therapie für eine Brückenphobie haben möchte. Der Hintergrund war, dass das SWR-Fernsehen gerne die Schlussphase der Therapie filmen wollte – und zwar auf der Geierlaybrücke, der längsten Fußgängerhängebrücke Europas, 350 Meter lang und zum Teil über 100 Meter über dem Boden. Aufgehängt an Drahtseilen und mit Holzplanken zwischen denen man hindurchsehen kann. Hier kann man die Brücke schon einmal sehen…

Es hat sich dann eine sehr geeignete Klientin gefunden, eigentümlicherweise eine Seminarteilnehmerin, die um Unterstützung bat, weil es sie störte, dass sie eine andere, viel kleinere Hängebrücke nicht überqueren konnte.

Die Therapie und der Film sind tatsächlich zustande gekommen. Im vergangenen Oktober bin ich mit der Frau über die schwindelerregend Brücke gegangen und habe mit ihr währenddessen Übungen zur Verfeinerung der erreichten Ergebnisse gemacht. Ein Fernsehteam des SWR hat uns sehr einfühlsam begleitet. Der Kameramann lief freihändig Rückwärts mit dem Gerät auf der Schulter vor uns über die Brücke… eine eine andere Fernsehkollegin meinte: „Wenn ich da drüber laufen müsste, würde ich ja eine Brückenphobie KRIEGEN…“

Die Fernsehleute sagen (und das war auch mein Gefühl), der Dreh sei sehr schön geworden. Am 2. November um 20.15 Uhr ist er im SWR-Fernsehen zu sehen, als erste Episode in der Sendung „Brückengeschichten im Südwesten“.

Das SWR schreibt dazu: Brücken sind mehr als nur Übergänge. In der SWR Dokumentation „Brückengeschichten“ erzählen zwölf Menschen von ihren ganz persönlichen Erlebnissen rund um diese faszinierenden Bauwerke. Das Liebespaar etwa; oder die Frau mit der Angstphobie, die sich endlich über eine Brücke traut, der Ingenieur, der sich seinen Brückentraum verwirklicht, der alte Mann, der sich an den Krieg erinnert, ein Graffiti-Künstler ebenso wie ein adeliger Junge – zwölf Menschen und zwölf Brücken des Südwestens. In „Brückengeschichten im Südwesten“ werden berührende Episodengeschichten gezeigt: die erste an der Geierlay-Hängebrücke, eine zweite an der alten Brücke in Heidelberg, an der Roten Brücke im Fürstenpark zu Sayn oder an der unbekannten Nesenbachtalbrücke in Stuttgart. Sabine Siegl und Rolf Stephan erzählen die Geschichten aus einer besonderen Perspektive – einer persönlichen – und damit sehr emotionalen Sicht auf Brücken im Südwesten.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Zuschauen!

Vierzehn Engel

Habe ich euch schon mal von den Einschlafengeln erzählt?

Wenn ich abends nicht einschlafen kann oder nachts wachliege, spiele ich „Vierzehn Engel“. Das Spiel geht so. Zuerst fühle ich in mich hinein und erforsche, was mich vom Schlafen abhält. Vielleicht ist es eine Unruhe in den Beinen. So stelle ich mir vor, wie derjenige Stefan, der unruhige Beine hat, meinen Körper verlässt und sich links neben mein Bett stellt. Ich schaue mir kurz an, wie er mit den Beinen zappelt, sage ihm, er soll da bitte auf mich aufpassen, während ich schlafe. Dann schaue, horche und fühle ich wieder in mich, ob es noch etwas gibt, was mich vom schlafen abhält. Da gibt es vielleicht einen Stefan, der grübelt und nicht glücklich ist. Den stelle ich auch ans Bett, neben den ersten und bitte auch ihn, das, was er tut, gut zu tun und über mich zu wachen. Dann entdecke ich in mir vielleicht einen, der Pläne macht. Der darf am Fußende seinen Gedanken nachgehen und sicherstellen, dass er an alles Wichtige denkt, während ich schlafe. Dann ist da vielleicht einer, den bestimmte Geräusche stören. Der darf neben den vorigen. Wenn ich auf diese Weise vierzehn Engel aus mir herausstellen kann, die über mich wachen, bevor ich selbst einschlafe, habe ich gewonnen. Meistens aber schaffe ich nur wenige, und spätestens beim sechsten Engel ist Schluss.

Der Name des Spiels verweist übrigens auf den Abendsegen aus Engelbert Humperdincks Kinderoper „Hänsel und Gretel“:

„Abends, wenn ich schlafen geh,
Vierzehn Engel um mich stehn:
Zwei zu meinen Häupten,
Zwei zu meinen Füßen,
Zwei zu meiner Rechten,
Zwei zu meiner Linken,
Zweie, die mich decken,
Zweie, die mich wecken,
Zweie, die mich weisen,
Zu Himmels Paradeisen.“

Umgang mit Tieren & Menschen in Panik

Auch dieses Video ist bei einem der therapeutischen Ausbildungsseminare in Kaiserslautern entstanden. Es geht darum, wie wir mit Tieren und Menschen in exremen Angst- und Erregungszuständen umgehen können und was wir daraus für andere menschliche Situationen lernen können. Vielen Dank an Peter (Kamera), Jan (Musik), Manuela (Schnitt) und Marius (Vor- und Nachspann)! Und euch allen viel Spaß beim Zuschauen und Zuhören!

Seminarvideo: Reduktion von Angst

Wenn die Angst in unserem Leben zu einem auffälligen Phänomen wird, dann ist davon mehr vorhanden, als wir zu unserem Schutz bräuchten. Sie ist sozusagen überdosiert. Was kann man im Rahmen einer Therapie tun, um das Angsterleben neu zu regulieren? Im folgenden Video erkläre ich, wie Belastungen durch Angst reduziert werden können. Das Video entstand im Januar 2016 in einem Seminar zu Utilisation, also zur gezielten Nutzung von Elementen der therapeutischen Ausgangssituation zum Erreichen der Zielsituation in der Ausbildung „Hypnosystemische Therapie“ in Kaiserslautern.

Festival des Therapeutischen Erzählens am 14.-16.10.

Das Internationale Festival des Therapeutischen Erzählens in Kaiserslautern (Otterberg) am 14.-16.10. naht heran. Hier gibt es einige Neuigkeiten:

Es war uns möglich, den renommierten Neurowissenschaftler Peter Schneider aus Heidelberg (www.musicandbrain.de) für einen Vortrag auf dem Festival zu gewinnen. Peter Schneider hat mit Entdeckungen im Bereich der Gehörforschung weltweit Aufsehen erregt. Bei uns präsentiert er neue Ergebnisse zur Erforschung von Hörwahrnehmung und Musikalität und deren Auswirkungen auf die Arbeit in der Musikpädagogik sowie mit Tinnitus, Geräuschempfindlichkeit, ADS / ADHS, Lern- und Entwicklungsstörungen.

Ulrich und Reinhilde Freund mussten leider aus persönlichen Gründen absagen.

Neu im Programm: Marie-Jeanne Bremer vom Milton-Erickson-Institut Luxembourg hält mit mir (Stefan Hammel) im Dialog einen Vortrag „Wie kommt das Erzählen in die Therapie?“

Dieter Schmid-Hermann wird therapeutische Märchen und Geschichten vortragen.

Der letzte Frühbuchertermin liegt nun auf dem 30. August. Wer sich bis dahin anmeldet, spart noch 15,00 € gegenüber dem Endpreis von 360,00 €. Infos, Flyer und Anmeldung über www.stefanhammel.de/festival oder  festival@hsb-westpfalz.de! Oder anrufen: 0631-3702093.

Ich freue mich darauf, viele von euch dort zu treffen!

Festival des Therapeutischen Erzählens – Das Programm

Hier möchte ich euch gerne das Tagungsprogramm für das Internationale Festival des Therapeutischen Erzählens am 14.-16. Oktober in Otterberg bei Kaiserslautern vorstellen. Bei der Gelegenheit will ich auch an den vergünstigten Tarif von 330 statt 360 Euro erinnern, den es im Juni letztmalig noch gibt.

Der Ablauf des Festivals ist so vorgesehen… Weiterlesen

Radiointerview zum „Stühlespiel“

Heute abend, am 23. März, um kurz nach 19.00 Uhr gestaltet Wolfgang Grün von Radio Dreyeckland ein Interview mit mir zum Therapeutischen Modellieren, auch bekannt als „Stühlespiel“. Anlass für das Gespräch ist das Erscheinen des Buches „Das Stühlespiel“ beim Klett-Verlag im Vergangenen Jahr. Wer Lust hat, das Interview zu hören, findet es (außer im Radio) als Livestream unter auf der Seite von Radio Dreyeckland. Wer es zu dieser Zeit nicht hören kann, findet es in den nächsten Tagen auf der Webseite des Senders bzw. später in deren Archiv.

Viel Spaß allen Mithörern!

Internationales Festival des Therapeutischen Erzählens: Frühbuchertarif bis 15.10.15 verlängert

Zusammen mit dem Milton-Erickson-Institut Luxembourg veranstaltet das Institut für Hypno-Systemische Beratung am 14.10.-16.10.2016 in Otterberg bei Kaiserslautern das Internationale Festival des Therapeutischen Erzählens. Wir erwarten Erzählerinnen und Erzähler aus Belgien, Frankreich, Italien, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und natürlich Deutschland.

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Consuela Casula

Unter den Referenten ist unter anderem Consuela Casula aus Mailand, deren Bücher zur therapeutischen Arbeit mit Metaphern in mehrere Sprachen übersetzt worden sind. Consuela Casula ist Präsidentin der European Society of Hypnosis (ESH), sowie Vorstandsmitglied der International Society of Hypnosis (ISH), die die Welt-Hypnose-Kongress in Paris ausgerichtet hat.

Aus Deutschland kommen unter anderem Daniel Wilk, der mit hypnotherapeutisch orientierten Traumreisen bekannt geworden ist und Katharina Lamprecht, die das Therapeutische Erzählen mit Energetischer Psychologie kombiniert, und Sonja Wessel, die „Digital Storytelling“ betreibt.

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Katharina Lamprecht

Aus Österreich hoffen wir Charlotte Wirl begrüßen zu können.

Aus der Schweiz kommt unter anderem Martin Niedermann, der demonstriert, wie er  mit austistisch diagnostizierten Jugendlichen Comics zeichnet und wie man diese Methode auch in anderen Arbeitsfeldern einsetzen kann, sowie Adrian Hürzeler, der zeigt, wie man aus dem Stegreif Geschichten entwickelt.

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Martin Niedermann

Aus Belgien kommt neben Anne Decocq, die etwas zu Therapeutischen Verschreibungen einbringt, auch Yves Doutrelugne, mit dem Thema: „Darf man als Therapeut in der Beratung von sich  erzählen?“

Als zwei der Organisatoren  sind natürlich auch Marie-Jeanne Bremer aus Luxembourg und ich mit von der Partie.

Hier weitere Vortrags- und Workshopthemen:

Arbeit mit Marionetten in der Therapie mit trauernden Menschen – Geschichten gegen den Hass – Klangschalen und Therapeutisches Erzählen – Abschied metaphorisch und therapeutisch erleben – Mit dem Körper sprechen lernen – Lebensgeschichten spielen und sie transformieren…

Alle Referenten und Themen, die Teilnahmekonditionen und den jeweils aktuellen Planungsstand erseht ihr auf www.stefanhammel.de/das-festival.

Ein wichtiger Hinweis: Dort stehen auch die Frühbucher-Konditionen. Wer sich den aktuell günstigsten Tarif sichern möchte – das sind 240 Euro statt 360 Euro: Wir haben die Frist für den Frühbuchertarif vom 30.9. auf den 15.10. verlängert, damit diejenigen, die den diesen Blog lesen, eine Chance haben, die Festival-Teilnahme noch zum Septembertarif zu bekommen. Danach kostet die Tagung mit jedem neuen Quartal 30 Euro mehr.

Wer sich gerne zu der Tagung anmelden möchte, kann das beigefügte Formular ausfüllen und mir zufaxen unter der Nummer 0631-3702094, oder die Daten per E-mail schicken an festival@hsb-westpfalz.de.