Mit Geschichten durch die Krise, Teil 12: Vom Aussterben der Drachentöter

Wie es kam, dass das Land von der Plage des Drachen befreit wurde, obwohl sich keiner fand, der dem Untier den Garaus machen konnte…

Diese Geschichte habe ich, glaube ich, bisher nur hier im Blog veröffentlicht.

Mit Geschichten durch die Krise, Teil 11: Der Mantarochen

Was hat der Flossenschlag des Mantarochens mit uns zu tun, mit unserer Art, zu leben, zu fühlen, zu atmen? Wer genau hinhört, wird in dieser Geschichte vielleicht die Antwort finden…

Die Geschichte vom Mantarochen findet sich im „Handbuch des Therapeutischen Erzählens“ (Klett-Cotta 2009) auf S. 50.

Mit Geschichten durch die Krise, Teil 10: Adlerflug

Woher weiß der Adler, dass er fliegen kann? Und was machen die Adler bei Gewitter? Fragen, die ihr euch vielleicht noch nicht gestellt habt. Sind sie deswegen aber ohne Bedeutung? Wer mag, findet hier – Antworten…

Die Originaltexte zu der Erzählung finden sich im Buch „Der Grashalm in der Wüste“ (impress, Mainz 2006, S. 20) und im „Handbuch des Therapeutischen Erzählens“ (Klett-Cotta 2009, S. 52).

Mit Geschichten durch die Krise – Teil 7: Grenzüberschreitung

Mangel an Klopapier gab es schon früher. Eine Geschichte über den Umgang damit – und was man besser nicht tun sollte…

Die Geschichte findet sich in dem Buch „Wie das Krokodil zum Fliegen kam“ (Reinhardt 2016) von Katharina Lamprecht, Adrian Hürzeler, Martin Niedermann und Stefan Hammel auf S. 110.

Mit Geschichten durch die Krise – Teil 6: Der Osterhasenengel

Wie lernt man loslassen? Ehrlich gesagt, das Loslassen geht oftmals ganz von selbst. Allerdings damit umzugehen, dass man etwas losgelassen hat oder loslassen musste, darin liegt die Kunst…

Die Geschichte vom Osterhasenengel findet ihr in dem Buch „Loslassen und leben – Befreiende Geschichten“ (impress, Mainz) von Stefan Hammel, auf S. 41.

Mit Geschichten durch die Krise – Teil 4: Ein neuer Morgen

Für die, denen es allmählich langt, und für alle, die nach Ostern gerne wieder aus der Krise auftauchen möchten…

Die Geschichte findet ihr in dem Buch „Wie das Krokodil zum Fliegen kam“ (Reinhardt 2016), von Katharina Lamprecht, Adrian Hürzeler, Martin Niedermann und mir, auf S. 90.

Mit Geschichten durch die Krise – Teil 3: Ostereier

Wie findet man Ostereier? Und warum suchen manche Menschen und finden nicht? Hier gibt es Antworten…

Die Geschichte stammt aus dem Buch von Stefan Hammel „Der Grashalm in der Wüste“ (impress, Mainz). Sie steht dort auf S. 64.

Krasse Welt

Dieser Beitrag hat mich berührt. Er stammt von meiner geschätzten Kollegin Angelika Berning aus Hannover. Ich habe sie gefragt, ob ich ihn veröffentlichen darf und bin dankbar, dass sie „Ja“ gesagt hat…

Vor einiger Zeit habe ich einen Ort aufgesucht, der mich sehr beeindruckt hat. Was ich an diesem Ort erlebt habe möchte ich im Folgenden gerne teilen.

Nehmen Sie sich einige Minuten Zeit dieses Bild anzuschauen, bevor Sie den nachfolgenden Text lesen.

Unvorstellbar

Äußerlich bin ich ganz ruhig, aber tief in mir spüre ich Anspannung, als ich an diesem grauen Herbsttag den kleinen Kellerraum betrete. Schon lange hatte ich vorgehabt hierher zu kommen und registriere nun, dass ich mir den Raum viel größer vorgestellt hatte. Er misst etwa drei Schritte von Wand zu Wand und sechs vom Fenster bis zu der Stelle, wo nach späterer Rekonstruktion die vordere Wand gewesen sein muss; vielleicht sind es 18 qm. Eine weiße Kerze steht auf einer Art rostigem Eisenbalken, der als Kerzenständer dient. Ein kleines Holzkreuz liegt auf der Kerze. Auf dem Boden direkt daneben steht ein erloschenes, rotes Grablicht und eine wie achtlos daneben hingeworfene Plastikrose.

Ansonsten ist der Raum leer. Gar nichts Besonderes hier: unspektakulär, schlicht, karg und einfach, wie viele Kellerräume in irgendwelchen Häusern. Steine, Mörtel, Wände, die Decke nicht sehr hoch, ein vergittertes Fenster mit Milchglasscheiben, die Tageslicht hereinlassen. Ohne Wissen könnte man von diesem Raum in seiner ausstrahlenden Harmlosigkeit keinerlei Rückschlüsse auf das ziehen, was hier früher einmal stattgefunden hat. Und doch war er eine Zeit lang eine Stätte unvorstellbaren Grauens. Sobald man ihn damals betreten hatte, musste buchstäblich die Hölle begonnen haben.

Genau an diesem Ort auf Schloss Sonnenstein in Pirna/Sachsen sind von 1940 bis 1941 fast 14.000 Menschen vergast worden. Dabei war die Heilanstalt Sonnenstein in den ersten einhundert Jahren ihres Bestehens eine im In- und Ausland hoch angesehene, psychiatrische Anstalt gewesen, wo beachtliche Heilerfolge erzielt worden waren. Bis dahin hatte in diesen Kliniken die Verwahrung der Patienten an erster Stelle gestanden. Nun wollte man mit einem neuen Konzept angemessene und vor allem humane Behandlungsmöglichkeiten zum Wohle der Patienten anwenden. Man ermöglichte ihnen Beschäftigung, eine offene Fürsorge und verzichtete auf einschränkende Maßnahmen im Sinne von Zwang, Isolierung und Bestrafung.

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