Geklappt und gekippt

Quelle: Pixabay

Was soll ich mit meiner Pflegetochter machen? Ich könnte Melanie an die Wand klatschen, aber das reicht nicht. Am liebsten möchte ich sie zurückgeben. Sie lügt und lächelt dabei, sie beklaut uns und wars nicht, sie spielt sich auf: Was uns einfällt, ihr solche schlimmen Sachen zu unterstellen, und wenn sie überführt ist, macht sie uns eine Szene, heult, schimpft und knallt die Türen – oder geht aus dem Haus und sagt, sie bringt sich um. Abends kommt sie dann heim und tut, als wäre nichts gewesen. Nachts frisst sie den Kühlschrank leer und tags weiß sie nicht, warum das Essen weg ist. Und wenn wir mal einen richtig schönen Tag haben, dann macht sie abends alles kaputt. Eine Riesenszene aus rein gar nichts. Ich bin es so satt!”

“Kennen Sie das, wenn man ein Fenster versehentlich gleichzeitig klappt und kippt? Das hängt dann windschief im Raum und schlackert herum Kennen Sie das, wie schwierig es ist, es dann wieder in die richtige Position zu bringen?

Vielleicht verhält sie sich so, als ob Melanie auf eine Situation von jetzt und auf eine von früher reagiert. Einzeln ergibt jedes einen Sinn, gleichzeitig aber nicht: Weder wird sie den Gefahren von früher noch den Herausforderungen von jetzt gerecht. Etwas ist aus dem Lot, und doch ist die Absicht gut. Erlauben Sie mir, das zu erklären:

Ich stelle mir zum Beispiel vor, vor langer Zeit, als Melanie noch bei ihren Eltern war, haben die ihr eine gescheuert, wenn sie die Wahrheit gesagt hat und auch, wenn sie beim Lügen nicht überzeugt genug aussah. Vielleicht gab es aber auch nichts zum Essen, wenn sie es nicht geklaut hat – und aussah, als habe sie nichts mit der Sache zu tun.

Ich stelle mir vor, lieb und harmlos zu erscheinen oder eine gigantische Szene veranstalten, waren vielleicht die Dinge, die ihr Schläge und Strafen erspart haben.

Ich stelle mir vor, vielleicht haben die Eltern, wenn sie quietschvergnügt war und vor Freude schrie, ihr eine gepfeffert – und sie hat es starr und ohnmächtig erlitten. Und vielleicht hat sie herausgefunden, dass sie im Handeln und Gestalten bleibt, wenn sie die schönen Zeiten kaputt macht, bevor es jemand anderes tut – dann ist sie nicht mehr starr, sondern beweglich und nicht mehr ohnmächtig, sondern mächtig.

Stellen Sie sich vor, wie Sie das Fenster zuklappen, erst in die eine Richtung, mit der Würdigung, dass Melanie nicht im Jetzt, aber im Damals Gründe hatte, sich so zu verhalten, und dann in die andere Richtung, mit der Würdigung, dass Sie im Jetzt das Recht haben, verletzt und wütend und traurig zu sein. Und doch ist es gut, wenn Sie wissen, dass Melanies Verhalten nichts, aber auch gar nichts, mit Ihnen zu tun hat. Können Sie damit etwas anfangen?”

Die Klientin konnte etwas damit anfangen. Wenn wir uns vergegenwärtigen, wie die Ursprungssituation ausgesehen haben mag, in der das unmögliche Verhalten eines uns nahestehenden Menschen einmal einen Sinn ergab, kann das Verletzungen reduzieren und helfen und trotz Komplikationen in einer guten Beziehung zu bleiben.

Diese Geschichte stammt von Stefan Hammel und ist in dem Buch „Wie der Tiger lieben lernte. 120 Geschichten bei psychischem Trauma“ zu finden. Die Geschichte gehört zum Kapitel „Ein neuer Blick auf scheinbar schlechte Reaktionen„. .

Die Fernseh-aus-App

Quelle: Pixabay

„Ich habe eine neue App auf meinem Handy“, erklärte mir ein Freund. „Wenn du auf einen Knopf drückst, macht sie alle Fernseher in der Umgebung aus. In Gaststätten zum Beispiel ist das ungeheuer praktisch.“ „Toll“, staunte ich. „Was es heutzutage nicht alles gibt.“ Einige Tage später erzählte mir eine Frau in der Therapie, in ihr laufe immer wieder ein Film ab von den schrecklichen Dingen, die sie erlebt habe. Jemand brauche nur ein bestimmtes Stichwort sagen, dann schalte sich das automatisch ein, und sie könne nichts dagegen tun. Ich erzählte ihr von der App auf dem Handy meines Freundes. „Sage deinem Gehirn einen schönen Gruß, es soll genauso eine App installieren. Es soll sie so programmieren, dass die erste Millisekunde deines Films den Knopf auslöst, der den Film abschaltet. Und wenn es mehrere solcher Filme gibt, sag deinem Gehirn eben, dass es eine App mit mehreren Knöpfen installiert.“

Die Metapher ist hilfreich, um das Unbewusste traumatisierter Menschen zu stimulieren, den Beginn intensiver Erinnerungen, die wie ein Geschehen im Jetzt erlebt werden, als Auslöser zu nehmen, um diese sofort wieder zu beenden.

Diese Geschichte stammt von Stefan Hammel und ist in dem Buch „Wie der Tiger lieben lernte. 120 Geschichten bei psychischem Trauma“ zu finden. Die Geschichte gehört zum Kapitel „Geduld und Zuversicht im Überwinden„.

Hypnosystemische Therapie. Das Handbuch für die Praxis

Jetzt isses raus! Seit einigen Tagen ist das Handbuch „Hypnosystemische Therapie“ offiziell im Handel (und natürlich auch bei mir im Shop) erhältlich. Es ist das erste zusammenhängende Grundlagenwerk zur Hypnosystemischen Therapie – immerhin 40 Jahre, nachdem der Begriff „Hypnosystemische Therapie“ von Gunther Schmidt geprägt wurde. Das jetzt erschienene Buch umfasst auf 322 Seiten einen Überblick über Ursprünge, Grundannahmen und Grundhaltungen der Hypnosystemischen Therapie (aus meiner Warte), einen hypnosystemischen Blick auf die Entstehung und Lösung von Belastungen, eine systematische und praxisbezogene Beschreibung hypnosystemischer Anamnese- und Therapiemöglichkeiten sowie Register zu therapeutischen Interventionen, zu Personen, Sachthemen, Ausbildungsmöglichkeiten und Literatur.

Die bisherigen Rückmeldungen von Kolleginnen und Kollegen sagen mir, dass das Buch gelungen ist und sehr gut aufgenommen wird – was mich natürlich freut!

Und natürlich freue ich mich auch, wenn ihr das Buch erwerbt und mir (oder dem Internet) eine Rückmeldung dazu schreibt, wie ihr es findet!

Eine Leseprobe findet ihr übrigens hier…

Und zum Abschluss noch einmal die bibliographischen (und einige andere) Daten:

Stefan Hammel:

Hypnosystemische Therapie – Das Handbuch für die Praxis

Stuttgart, Klett-Cotta 2022

ISBN 978-3-608-89198-0

322 Seiten, 35 € in Deutschland

Wenn ein Stein ins Wasser fällt…

Quelle: Pixabay

“Hört das denn jemals auf?”, fragte sie mich. Immer wieder wurde sie von furchtbaren Erinnerungen überschwemmt. Als ob es just in diesem Augenblick passierte, erlebte sie noch einmal die furchtbare Gewalt, die ihr widerfahren war. “Stell dir vor, jemand wirft einen Stein ins Wasser.  Von dem Ort aus, wo er aufgeschlagen ist, breiten sich Wellen aus, erst sehr hohe, dann hohe, dann mittelhohe, dann etwas weniger hohe, dann noch weniger hohe, dann immer flachere. Wie lange dauert es, bis keine Wellen mehr da sind?” “Das ist eigentlich nie, die Wellen werden ja nur immer kleiner.” “Und was siehst du von den Wellen, wenn du eine Stunde später auf das Wasser schaust?” “Dann sehe ich keine Wellen.” “Ich glaube, so ist es mit dem Schmerz. Man kann vielleicht nicht sagen, dass er zu einer bestimmten Zeit aufhört. Aber mit jeder Welle verbraucht sich etwas von seiner Kraft. So wird er wird immer weniger und immer weniger…”

Im Rahmen einer Therapie können immer mehr traumatische Erinnerungen so verarbeitet werden, so dass sie immer weniger Starre, Betäubung, Angst oder Körpersymptome erzeugen. Manchmal kann dieser Prozess recht schnell gehen, gelegentlich zieht er sich aber auch über eine lange Zeit, so dass man nicht von einem bestimmten Zeitpunkt sprechen möchte, ab dem der Prozess als abgeschlossen gelten kann. Auch Trauerprozesse haben die Neigung, schier endlos zu sein – aber die Intensität des Erlebens schwächt sich immer mehr ab und nach einer gewissen Zeit kann das Mutmachende und Helle zunehmend in den Vordergrund treten. Die Geschichte kann eingesetzt werden, um anzuerkennen, dass manche dieser Prozesse lange dauern – und die Belastung sich dennoch so abschwächt, dass viel Grund zur Hoffnung besteht.

Diese Geschichte stammt von Stefan Hammel und ist in dem Buch „Wie der Tiger lieben lernte. 120 Geschichten bei psychischem Trauma“ zu finden. Die Geschichte gehört zum Kapitel „Geduld und Zuversicht im Überwinden“.

Ausbildung Hypnosystemische Therapie, Physisch & Digital

Das Institut für Hypnosystemische Beratung (hsb) in Kaiserslautern startet im Juni mit dem nächsten Modul der Hypnosystemische Therapieausbildung inklusive der Erickson’schen Hypnotherapie:

Therapeutisches Modellieren – Arbeit mit personifizierten Lebensoptionen

Hybride Ausbildungsform: physisch vor Ort in Kaiserslautern und digital

24.-26.6.2022 Seminar 1: Subtraktion, Addition & Transformation von Lebensmöglichkeiten
15.-17.7.2022 Seminar 2: Dramaturgie, Formung und Stabilisieren von Zielerleben
5.-7.8.2022 Seminar 3: Integration des Therapeutischen Erzählens, Arbeit mit Symbolfiguren
16.-18.9.2022 Seminar 4: Paar- und Familientherapie, Arbeit mit Teams und Gruppen

Die Kaiserslauterer Seminare finden auch in Zeiten des Corona-Virus weiter statt. Eine Teilnahme ist physisch vor Ort in Kaiserslautern und auch digital möglich.

Die Seminarreihe in Stichworten
Ort: hsb, Kieferberg 25, 67659 Kaiserslautern (alternativ: Teilnahme per Zoom)
Umfang: 1 bis 12 WE / 3-36 Tage pro Jahr, WE je 24 x 45 min, Fr 14 h – So 14 h
Zeit: Beginn im Oktober, Februar oder Juni
Dauer: 12 Seminare in 1-3 Jahren
Leitung: Stefan Hammel
Kosten: 390 Euro für Seminare bis Sept 2022, danach 420 Euro

Rabatte für Vorauszahlung | mehrerer Seminare auf Anfrage
Zertifizierung: Institut für Hypno-Systemische Beratung in Kaiserslautern
Anmeldung: stefan.hammel@hsb-westpfalz.de
Unterkunft: ÜF im Institut für bis zu 5 Personen oder Hotelübernachtung in unmittelbarer Nähe

Informationen zur Ausbildung: Hypnotherapie nach den Verfahren von Milton Erickson

Zu den Terminen und Inhalten der Ausbildung…

Zu den Konditionen und Informationen der Ausbildung…

Zu den schriftlichen Rückmeldungen früherer Teilnehmerinnen und Teilnehmer…

Kontaktaufnahme: Für weitere Information oder zur Anmeldung klicken Sie hier!

Therapeutisches Modellieren mit Stefan Hammel

Zum YouTube Interview: Therapeutisches Modellieren mit Stefan Hammel

Das Gift wegbringen

Quelle: Pixabay

Mein Vater war immer stolz auf sein schönes Obst. Im Frühjahr war er mit der Spritzpumpe im Garten unterwegs und sprühte Insektizide, Herbizide, Fungizide und Pestizide auf die Bäume und Blumen. Der Säuregehalt des Bodens wurde mit Lackmus getestet, und die empfohlene Menge Düngemittel in den richtigen Proportionen abgemischt. Schneckenkorn, Ratten- und Wühlmausgift rundeten das Programm ab. Wir waren mehr als skeptisch, ob das so gut war, aber er war überzeugt, dass es so sein müsse, und wir konnten ihn nicht davon abbringen. Viele Jahre später war es an uns, die Garage auszuräumen und all die Gifte, Sack für Sack, Kanister für Kanister, Packung für Packung, fachgerecht zu entsorgen. Manche Packungen waren undicht, andere nicht mehr zu entziffern, und eine gefüllte Spritzpumpe ließ sich gar nicht mehr öffnen. Für uns war es keine angenehme Aufgabe. Zuletzt aber, als wir die Chemikalien beim Wertstoffhof abgegeben hatten und die sauber aufgeräumte Garage betrachteten, war es uns, als ob nicht nur wir, sondern auch die Pflanzen und Tiere des Gartens tief durchatmeten.

Wenn wir uns mit früheren Verletzungen der Klienten befassen, ist es mir wichtig, das so zu tun, dass diese nicht noch einmal den Schmerz von damals zu durchleben brauchen. Es geht darum, etwas loszuwerden, nicht darum, es noch einmal zu erleben. Mit der Geschichte von der Entsorgung der Gartengifte kann gleichzeitig Verständnis für das Unbehagen der Klienten geäußert werden, sich mit ihren Belastungen zu befassen und die Notwendigkeit verdeutlicht werden, etwas zu tun, damit diese keinen Schaden mehr anrichten.

Diese Geschichte stammt von Stefan Hammel und ist in dem Buch „Wie der Tiger lieben lernte. 120 Geschichten bei psychischem Trauma“ zu finden. Die Geschichte gehört zum Kapitel „Geduld und Zuversicht im Überwinden.“

Eiterpickel

Quelle: Pixabay

Sie kennen das wahrscheinlich; den meisten Menschen ist es vertraut. Als wir jünger waren, hatten wir manchmal so widerliche Pickel. Wenn man draufdrückte, kam der ganze Eiter raus. Offiziell hieß es immer, man sollte das nicht machen, aber meine Erfahrung war: Wenn man so einen reifen Pickel einmal gut ausdrückt, ihn desinfiziert und dann in Ruhe lässt, heilt er schneller.

Manchmal müssen wir die Psyche von toxischen Bildern und Worten reinigen, die sie in sich aufgenommen hat und die sich dann entzündet haben. Die Geschichte kann unter anderem eingesetzt werden, wo Menschen Erinnerungen haben, die mit einem Gefühl von Ekel verbunden sind. Menschen, die mit diesem Erleben kämpfen, kann man erklären: Ekel ist die Angst der Körperöffnungen, und Übelkeit gehört dazu, wenn man Gift oder schädliche Bakterien in sich trägt, die der Körper entsorgen will. Manchmal wird auch der Seele schlecht, und wenn man das Giftige aus ihr herausgeholt hat, dann wird sie ruhig und kann wieder tief und frei atmen. Das Gift aus der Seele herausholen, das geht tatsächlich. Es geht zum Beispiel mit inneren Filmen, die die Erinnerungsfilme korrigieren oder zu einem guten Ende bringen.

Diese Geschichte stammt von Stefan Hammel und ist in dem Buch „Wie der Tiger lieben lernte. 120 Geschichten bei psychischem Trauma“ zu finden. Die Geschichte gehört zum Kapitel „Geduld und Zuversicht im Überwinden„.

Online Vortrag 02.05.2022: Die Insel der Liebe

Wie Paartherapie aus Versehen ganz leicht wird

Ich lade euch herzlich zu meinem Vortrag in der HYPNOSYSTEMISCHE KOMPETENZ WERKSTATT EICHSTÄTT ein.

Datum: 02. Mai 2022
Seminarzeit: 19:00-20:30 Uhr, 2 UE Unterrichtseinheiten.
Zielgruppe: Psychotherapeutinnen, Beraterinnen, Paar- und Familientherapeut*innen, …
Referent: Stefan Hammel, HSB-Kaiserslautern, www.stefanhammel.de
Veranstalter: HypnoSystemische Kompetenz Werkstatt Eichstätt, 85072 Eichstätt
Seminarort: Dieser Vortrag wird ONLINE angeboten (0-G)
Sie erhalten zeitnah vor dem Seminar einen Zoom-Link.

Anmeldung: Schriftliche Anmeldung an:
Mail: Psychoprax-stimpfle@t-online.de
Fax: 0 84 21 / 9 00 37 47
Seminarkosten: 25 €
Preise für Studierende und Auszubildende auf Anfrage
Fortbildungspunkte sind bei der Bayerischen Psychotherapeutenkammer beantragt.
Der Veranstalter ist akkreditierter Supervisor, Selbsterfahrungsleiter und Dozent der Bayerischen
Psychotherapeutenkammer. Die Fortbildung ist eine Kooperationsveranstaltung.

Ich freue mich auf eure Teilnahme.

Stefan

Entrümpeln

Quelle: pixabay

Stell dir einmal vor, wie du wohl aussehen würdest, wenn du ein Haus wärest. Und was da drin wäre, in dem Haus. Vielleicht gibt es da alte Sachen, die gar nicht zu dir passen: Möbel von deinen Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern, die irgendjemand vor etlichen Jahren da abgestellt hat, ohne dich zu fragen. Oder Sachen aus deiner Kindheit, die du nicht mehr brauchen kannst: Spielzeug, das du längst nicht mehr benutzt, ein Gitterbett oder Laufstall, damit du nicht wegläufst, ein Hochstuhl mit Gurt zum Festbinden, in den du, selbst wenn du es probieren wolltest, gar nicht mehr reinpassen würdest. Sachen, die im Laufe der Jahre kaputtgegangen sind oder die man dir gekauft hat, die dir aber nie gefallen haben. Jetzt ist es Zeit zum Entrümpeln! Stell dir vor, wie das aussieht, wenn du mit ein paar Freunden alles auf die Straße trägst, was du nicht mehr brauchst. Einige Sachen kannst du vielleicht auf einem Straßenflohmarkt loswerden, andere sind Sperrmüll, einiges gehört auf den Wertstoffhof. Vielleicht verkaufen deine Freunde manche Sachen auch noch auf Internetportalen. Vielleicht gibt es auch Sachen, die du ihnen schenkst, wenn sie sie wollen. Manches kannst du kurzerhand deinen Eltern zurück geben. Ein Freund erklärt sich bereit und fährt das Zeug hin. Oder machst du das lieber selbst? Und schließlich – gibt es bestimmt auch Sachen, die du behalten willst. Was meinst du, welche Gegenstände werden zum Abholen auf die Straße getragen? Welche gehen zurück zu deinen Eltern? Was verschenkst du? Und was sind die Sachen, die du behalten willst?

Die Geschichte hilft dabei, unwillkürlich zu sortieren, welche Aspekte der Identität, welche Lebenshaltungen und Gewohnheiten bei der Weiterentwicklung der Persönlichkeit vor Veränderung geschätzt werden und welche aufgegeben bzw. in etwas Neues transformiert werden können.

Diese Geschichte stammt von Stefan Hammel und ist in dem Buch „Wie der Tiger lieben lernte. 120 Geschichten bei psychischem Trauma“ zu finden. Die Geschichte gehört zum Kapitel „Geduld und Zuversicht im Überwinden“.