Das Müllhalden-Philharmonieorchester

Manchmal bezeichnen Menschen in der Therapie sich selbst, ihr Leben oder einander als kaputt, als Müll, als Schrott… und manchmal nennen sie sich zwar nicht so, aber behandeln sich selbst und einander wie Schrott. Manche verletzen sich selbst, manche versuchen sich, das Leben zu nehmen. All das womöglich, weil sie die Dinge, die in ihrem Leben als wertvoll angesehen werden können, nicht mehr als Wert erkennen.

Ich glaube, dass alles im Leben wertvoll werden und als Wert genutzt werden kann. Alles, auch das Allerunnützeste kann für ein wertvolles Leben genutzt werden. Das heißt nicht, dass es immer leicht wäre, das so zu sehen – im Gegenteil! – „aus Scheiße Rosen machen“ (Virginia Satir) ist höchste Lebenskunst und anspruchsvoll!

Dieser Film erzählt eine Geschichte dazu, was aus Müll – und aus „Müllmenschen“ – werden kann. Ich wünsche euch einen schönen Tag!


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Die Sache mit dem Daumen

Vor einigen Tagen traf ich in einem Café einen jungen Mann wieder, der zu mir sagte: „Ich bin jetzt vier Wochen ohne Drogen. Ich weiß nicht, was Sie neulich mit mir gemacht haben, aber das hat mir viel gebracht. Ich weiß nicht, was Sie sind. Sie sind ein spezieller Pfarrer…“ „Das weiß ich auch nicht. Aber vergessen Sie nicht Ihr Geheimzeichen!“ sagte ich mit einem Augenzwinkern. Ich stützte den Kopf nachdenklich auf meine locker geschlossene Hand. Er lachte. „Darf ich Ihnen etwas zu trinken bringen… einen Saft, ein Wasser?“

Ein paar Wochen vorher hatte ich ihn auf einem Psychiatrieflur getroffen. Ich war ihm im Jahr davor schon einmal begegnet. Da hatte er mitten in einer drogeninduzierten Psychose gesteckt und ganz seltsame Dinge von sich gegeben. Das damalige Gespräch findet sich hier im Blog unter dem Titel „Herzstillstand“. Jetzt erzählte er mir: „Ich bin von selbst hier her gekommen, weil ich kurz davor war, wieder Drogen zu nehmen. Ich möchte keine Drogen mehr nehmen. Meinen Sie, dass ich das schaffe?“ „Ich denke schon, dass Sie das schaffen können, sagte ich. „Wann haben Sie denn angefangen, Drogen zu nehmen?“ Weiterlesen

Ja und Nein

Eine Freundin litt an Torticollis. So sehr schmerzte ihr Hals bei jeder Bewegung, dass sie vor Qualen schrie und sich kaum mehr bewegen konnte. Nach sukzessiver Anwendung verschiedener Behandlungsmethoden – mit hypnotischen Suggestionen, klassischen Schmerzmitteln, Bachs Notfalltropfen und einem spannungslösenden Mittel aus der Hildegardmedizin, verbesserte sich die Symptomatik. „Komisch“, sagte sie. „Ich kann jetzt den Kopf schütteln, aber das Nicken tut immer noch sehr weh. Meinst du, das hat etwas mit meinem Verhältnis zum ‚Ja‘ und ‚Nein‘ sagen zu tun?“ „Das denke ich eher nicht. Aber wir können es leicht testen. Stell dir mal vor, du bist eine Griechin. Dort schütteln sie den Kopf um ‚Ja‘ zu sagen und nicken, um ‚Nein‘ auszudrücken…“ „Tatsächlich? Ich war in der Türkei. Dort machen sie es genauso!“ „Dann stell dir vor, du bist eine Türkin… Jetzt schüttle mal den Kopf… und dann nicke…“ „Das ist sehr komisch“, sagte sie. „Jetzt tut das Kopfschütteln weh, und das Nicken geht gut…“

Video: Luise und Käptn (nochmals optimiert)

Einige Blogleser und -leserinnen hatten Schwierigkeiten, das Video von Luise und Käptn zu öffnen. Nun habe ich es nochmal in einem anderen Format und etwas geringerer Auflösung ins Netz gestellt, so dass es nun für alle funktionieren sollte. Hier ist das Video…


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Video: Die Inselblume

Hier ist ein Video, das mein Freund und Kollege Peter Stimpfle bei der Jahrestagung der Milton-Erickson-Gesellschaft 2013 in Bad Kissingen mit mir gemacht hat. Es ist ein Ausschnitt aus dem Workshop „Häng die Angst da an die Garderobe – Befreiende hypnotherapeutische Interventionen in den letzten Stunden des Lebens“. Ich erzähle da die Geschichte von der Inselblume, die ihr vielleicht schon kennt. Als Text habe ich sie in diesem Blog schon einmal am 14.Oktober 2007 veröffentlicht, außerdem findet sie sich in dem Buch „Der Grashalm in der Wüste“ und neuerdings gibt es sie auch als Geschichten-Postkarte. Die Geschichte ist aus meiner Sicht besonders geeignet für Menschen, die mit Trauer, Abschied, Sterben und mit anderen einschneidenden Lebensveränderungen zu kämpfen haben. Wenn ihr Lust habt, hört sie euch einmal an!


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Video: Luise & Käptn

Hier ein Video, das ich recht lustig finde. Es erzählt ohne Worte eine Geschichte von der Freundschaft zwischen meiner Nichte Luise und ihrem Vogel Käptn und über die Liebe zur Musik.

Therapeutisch kann man sie – als Video oder kleine blumige Erzählung – nutzen, um Paaren, Geschwistern oder auch Eltern und Kindern zu illustrieren, dass Interessenskonflikte zu einer Beziehung dazugehören, dass sie die Liebe nicht zu hindern brauchen und die Harmonie nicht nachhaltig beeinträchtigen müssen. Einen Augenblick Geduld könntet ihr brauchen… aber wenn ihr ganz still und leise seid, kommt Käptn bestimmt aus seinem Versteck…


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Videos zu Hypnosystemischer Therapie

Zwei Videos, die meine hypnotherapeutische Ausbildung sowie die therapeutische Arbeit in Kaiserslautern darstellt, habe ich eben ins Netz gestellt. Darin erkläre ich den narrativ-hypnosystemischen Ansatz, und es werden Szenen aus der Ausbildungs- und Therapiearbeit gezeigt. Ich wünsche euch viel Spaß beim Anschauen.

Das erste Video gibt einen Überblick über den therapeutischen Denkansatz und wie dieser sich in die psychotherapeutische Arbeit und die Ausbildung übersetzt. Der Kern ist ein Interview, das ich zum Thema der hypnosystemischen Arbeit gegeben habe.


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Das zweite Video befasst sich näher mit der Hypnotherapeutischen Ausbildung in Kaiserslautern einschließlich dem Therapeutischen Erzählen. Hier stehen neben verschiedenen Seminarausschnitten (wie auch im anderen Video vor allem fünf Teilnehmer-Interviews im Mittelpunkt. Daneben werden die verschiedenen Räumlichkeiten des Seminarortes gezeigt, und ich erkläre das Ausbildungskonzept.


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Sehr, sehr herzlich möchte ich mich bei Marius Bradler bedanken, der die Videos konzipiert, gedreht und geschnitten hat sowie bei allen Mitwirkenden, die mit ihren Äußerungen und der Erlaubnis zur Veröffentlichung zu den Videos beigetragen haben!

Schneckenrennen II

Die Schnecken veranstalten ein Wettrennen. Und ein paar Vögeln bleibt der Mund offen stehen, vielmehr ihr Schnabel, wie lange diese feuchten Wesen brauchen, um voranzukommen, und wie langsam sich der Schleim von ihnen löst, wenn sie den Grund befeuchten, auf dem sie gleiten. Sie kommen voran, aber es dauert lange Zeit, bis sie am Ziel sind. Dabei ist so ein Schneckenrennen für die, die sich die Zeit nehmen, eine schöne und lustige Sache. Es gibt viel zu sehen: Wie sie sich recken, um nach vorne zu kommen! Wie sie die glatten, festen Fühler aufrichten, wie sie sie ausstrecken zum Ziel! Wie sich ihre Seiten wellenartig bewegen, um sie voran zu schieben! Jemand sagte, wenn wir die Langsamkeit erspüren lernten, würden wir sehen, wie sich die Schnecken in die Kurven legen! Und es ist wahr: Wer sich die Schnecken schneller wünscht, Weiterlesen

Jetzt als ebook: Handbuch des therapeutischen Erzählens

Mein „Handbuch des therapeutischen Erzählens“ ist seit neuestem auch als ebook erhältlich – bisher schon bei Klett-Cotta und Libri, demnächst auch bei Amazon. Nach dem Utilisationshandbuch und dem englischen und deutschen Grashalm-Buch ist nun also auch das Buch zu den Techniken des therapeutischen Erzählens und ihrer praktischen Anwendung in digitaler Form zu haben. Wer Lust hat, sich das Buch für seinen e-book-reader zu erwerben oder wer einfach einmal einen Blick in das Buch tun möchte, findet es hier…