In einem Hochsicherheits-Gefängnis in Kapstadt…

… arbeitet Johanna. Sie hat den Auftrag, Versöhnungsarbeit zwischen den Gangmitgliedern zu machen und, wenn möglich, einen Beitrag zur Resozialisierung von Gewalttätern zu leisten. Die meisten Häftlinge dort gehören Gangs an, die mit Nummern bezeichnet werden, wie Gang 26 oder 28. Die meisten Insassen sind wegen Mord, Vergewaltigung und anderer Gewaltverbrechen hier. Manche haben schon sehr viele Menschen ermordet, sowohl außerhalb als auch innerhalb des Gefängnisses. Auch das Gefängnis-Personal fällt immer wieder Messerattacken zum Opfer. Johanna soll versuchen, Versöhnung zwischen Gang-Mitgliedern zu erreichen. Der 9 1/2 Minuten Filmabschnitt (Teil 2 von 5 Abschnitten) zeigt, wie Johanna dabei vorgeht. Wer alle fünf Teile anschauen möchte, beginnt am besten mit Teil 1, wo diese Gang-Welt eindrucksvoll dokumentiert wird. Eventuell wird ein YouTube-Unblocker (z.B. Prox-Tube) benötigt.

 


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Vipassana – Meditationsübungen in einem indischen Knast

Lane hat mir vor einigen Jahren diesen Film gezeigt. Ich weiß gar nicht, wie alt Lane ist. Vor vielen, vielen, vielen Jahren, als junge Rechtsstudentin in New York hat sie jeden Sonntag mit Albert Einstein Kaffee getrunken. Als Rechtsreferendarin war sie bei den Nürnberger Prozessen dabei. Später hat sie für die Vereinten Nationen und für NGOs Friedensverhandlungen geführt – manchmal in Konflikten, bei denen selbst die Tätigkeit als Mediator so gefährlich war, dass man sonst keine Vermittler finden konnte. Als Unterhändlerin bei Friedensgesprächen hat sie zwischen verfeindeten Stämmen, Banden, Familienclans und ganzen Staaten Frieden vermittelt.

Diesen Film über ein Projekt in einem Hochsicherheitsgefängnis in Indien verdanke ich Lane. Er erzählt eine Geschichte über dieses Gefängnis, über seine Häftlinge und eine neue Gefängnisdirektorin, die die Idee hatte, man müsste etwas für die Menschen, die hier so viele Jahre leben, tun. Eines Tages sagte ein Gefängnisangestellter ihr, es gäbe einen Mann, der da vielleicht helfen könne, einen Meister der Meditation. Sie lud ihn ein, und so begann das Projekt, sogenannte Schwerverbrecher in die Kunst des Meditierens einzuweisen.
Vipassana – ein Projekt, das das Leben dieser Häftlinge radikal verändert hat und das später in Gefängnissen in anderen Teilen der Welt erprobt wurde. Ich wünsche euch gute Anregung und viel Spaß beim Zuschauen!


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Romeo und Julia in der Mediation

Vor drei Wochen war ich auf dem Festival für Gewaltfreie Kommunikation in Bialobrzegy bei Warschau. Dort habe ich unter anderem Ike Lasater kennengelernt, einen bekannten Trainer für Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg aus den USA.
Ike hat einmal eine Mediation zwischen Romeo und Julia sowie ihren jeweiligen Familien durchgeführt – das Video seiner sehenswerten Vermittlungstätigkeit könnt ihr hier sehen…
Viel Spaß beim Zuschauen!


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Das Stanford-Experiment

Wie kann die Welt friedlicher, lebenswerter, liebenswerter werden?

Ich möchte in den nächsten Tagen und Wochen einige Geschichten und Videos darüber veröffentlichen, wie die Gesellschaft und die Einzelnen von Gewalt geheilt werden können – es geht mir um Versöhnung, um innere Heilung (und dabei ist mir die Heilung der sogenannten „Täter“ so lieb wie die der sogenannten „Opfer“), es geht mir um wertschätzende Kommunikation, um Mediation, um Therapie, aber auch um eine Gesellschaftliche Dimension: Wie erreichen wir es, dass unsere Gesellschaft sich selbst deeskaliert.

Dazu möchte ich als erstes eine kurze Dokumentation zum berühmten Stanford-Experiment zeigen. In diesem Experiment aus dem Jahr 1971 wurden (ähnlich dem Milgram-Experiment von 1946)  beliebige, möglichst „normale“ Versuchspersonen im Rahmen eines Rollenspiels an der psychologischen Abteilung einer Universität in „Wärter“ und „Gefangene“ unterteilt, um deren Interaktion zu studieren. Ähnlich wie im Film „die Welle“ wurden sie mit einfachen Attributen unterschieden. Die Einteilung in Täter und Opfer war beliebig.

Nach sechs Tagen musste das Experiment abgebrochen werden, weil die Rollenspiel-Wärter immer grausamer und die Rollenspiel-Gefangenen zunehmend traumatisiert wurden.

In der nächsten Zeit möchte ich Videos und Geschichten präsentieren, die sich unter anderem den Fragen widmen, wie Abhängigkeitsbeziehungen menschlich gestaltet werden können, wie destruktive Handlungsmuster und Teufelskreise in sozialen Beziehungen beendet werden können.


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Das Müllhalden-Philharmonieorchester

Manchmal bezeichnen Menschen in der Therapie sich selbst, ihr Leben oder einander als kaputt, als Müll, als Schrott… und manchmal nennen sie sich zwar nicht so, aber behandeln sich selbst und einander wie Schrott. Manche verletzen sich selbst, manche versuchen sich, das Leben zu nehmen. All das womöglich, weil sie die Dinge, die in ihrem Leben als wertvoll angesehen werden können, nicht mehr als Wert erkennen.

Ich glaube, dass alles im Leben wertvoll werden und als Wert genutzt werden kann. Alles, auch das Allerunnützeste kann für ein wertvolles Leben genutzt werden. Das heißt nicht, dass es immer leicht wäre, das so zu sehen – im Gegenteil! – „aus Scheiße Rosen machen“ (Virginia Satir) ist höchste Lebenskunst und anspruchsvoll!

Dieser Film erzählt eine Geschichte dazu, was aus Müll – und aus „Müllmenschen“ – werden kann. Ich wünsche euch einen schönen Tag!


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Die Sache mit dem Daumen

Vor einigen Tagen traf ich in einem Café einen jungen Mann wieder, der zu mir sagte: „Ich bin jetzt vier Wochen ohne Drogen. Ich weiß nicht, was Sie neulich mit mir gemacht haben, aber das hat mir viel gebracht. Ich weiß nicht, was Sie sind. Sie sind ein spezieller Pfarrer…“ „Das weiß ich auch nicht. Aber vergessen Sie nicht Ihr Geheimzeichen!“ sagte ich mit einem Augenzwinkern. Ich stützte den Kopf nachdenklich auf meine locker geschlossene Hand. Er lachte. „Darf ich Ihnen etwas zu trinken bringen… einen Saft, ein Wasser?“

Ein paar Wochen vorher hatte ich ihn auf einem Psychiatrieflur getroffen. Ich war ihm im Jahr davor schon einmal begegnet. Da hatte er mitten in einer drogeninduzierten Psychose gesteckt und ganz seltsame Dinge von sich gegeben. Das damalige Gespräch findet sich hier im Blog unter dem Titel „Herzstillstand“. Jetzt erzählte er mir: „Ich bin von selbst hier her gekommen, weil ich kurz davor war, wieder Drogen zu nehmen. Ich möchte keine Drogen mehr nehmen. Meinen Sie, dass ich das schaffe?“ „Ich denke schon, dass Sie das schaffen können, sagte ich. „Wann haben Sie denn angefangen, Drogen zu nehmen?“ Weiterlesen

Ja und Nein

Eine Freundin litt an Torticollis. So sehr schmerzte ihr Hals bei jeder Bewegung, dass sie vor Qualen schrie und sich kaum mehr bewegen konnte. Nach sukzessiver Anwendung verschiedener Behandlungsmethoden – mit hypnotischen Suggestionen, klassischen Schmerzmitteln, Bachs Notfalltropfen und einem spannungslösenden Mittel aus der Hildegardmedizin, verbesserte sich die Symptomatik. „Komisch“, sagte sie. „Ich kann jetzt den Kopf schütteln, aber das Nicken tut immer noch sehr weh. Meinst du, das hat etwas mit meinem Verhältnis zum ‚Ja‘ und ‚Nein‘ sagen zu tun?“ „Das denke ich eher nicht. Aber wir können es leicht testen. Stell dir mal vor, du bist eine Griechin. Dort schütteln sie den Kopf um ‚Ja‘ zu sagen und nicken, um ‚Nein‘ auszudrücken…“ „Tatsächlich? Ich war in der Türkei. Dort machen sie es genauso!“ „Dann stell dir vor, du bist eine Türkin… Jetzt schüttle mal den Kopf… und dann nicke…“ „Das ist sehr komisch“, sagte sie. „Jetzt tut das Kopfschütteln weh, und das Nicken geht gut…“

Video: Luise und Käptn (nochmals optimiert)

Einige Blogleser und -leserinnen hatten Schwierigkeiten, das Video von Luise und Käptn zu öffnen. Nun habe ich es nochmal in einem anderen Format und etwas geringerer Auflösung ins Netz gestellt, so dass es nun für alle funktionieren sollte. Hier ist das Video…


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Video: Die Inselblume

Hier ist ein Video, das mein Freund und Kollege Peter Stimpfle bei der Jahrestagung der Milton-Erickson-Gesellschaft 2013 in Bad Kissingen mit mir gemacht hat. Es ist ein Ausschnitt aus dem Workshop „Häng die Angst da an die Garderobe – Befreiende hypnotherapeutische Interventionen in den letzten Stunden des Lebens“. Ich erzähle da die Geschichte von der Inselblume, die ihr vielleicht schon kennt. Als Text habe ich sie in diesem Blog schon einmal am 14.Oktober 2007 veröffentlicht, außerdem findet sie sich in dem Buch „Der Grashalm in der Wüste“ und neuerdings gibt es sie auch als Geschichten-Postkarte. Die Geschichte ist aus meiner Sicht besonders geeignet für Menschen, die mit Trauer, Abschied, Sterben und mit anderen einschneidenden Lebensveränderungen zu kämpfen haben. Wenn ihr Lust habt, hört sie euch einmal an!


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Video: Luise & Käptn

Hier ein Video, das ich recht lustig finde. Es erzählt ohne Worte eine Geschichte von der Freundschaft zwischen meiner Nichte Luise und ihrem Vogel Käptn und über die Liebe zur Musik.

Therapeutisch kann man sie – als Video oder kleine blumige Erzählung – nutzen, um Paaren, Geschwistern oder auch Eltern und Kindern zu illustrieren, dass Interessenskonflikte zu einer Beziehung dazugehören, dass sie die Liebe nicht zu hindern brauchen und die Harmonie nicht nachhaltig beeinträchtigen müssen. Einen Augenblick Geduld könntet ihr brauchen… aber wenn ihr ganz still und leise seid, kommt Käptn bestimmt aus seinem Versteck…


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