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Archiv der Kategorie ‘Verzeihen‘

Ich gehe eine Straße entlang

Samstag, den 30. Januar 2010

Heute ist er mir wieder begegnet. Diesen Text liebe ich sehr. Ich gehe eine Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch. Ich falle hinein. Ich bin verloren. Ich bin ohne Hoffnung. Es ist nicht meine Schuld. Es dauert endlos, wieder hinauszukommen. Ich gehe dieselbe Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch. Ich falle wieder hinein. [...]

Streichelpädagogik

Samstag, den 3. Oktober 2009

Beim Weitergehen finde ich ein Schild mit der Aufschrift: “Man kann in ein Kind nichts hineinprügeln, aber vieles herausstreicheln.” (Astrid Lindgren) So viele Türen mit so vielen Botschaften… Sehr gerne möchte ich mich unterhalten mit den Menschen, die dahinter wohnen. Nun frage ich euch: Welche Botschaft könnte an eurer Tür zu lesen sein…?

Das Zölibat

Montag, den 20. Juli 2009

Die Geschichte vom Zölibat habe ich gestern im Zusammenhang eines Mannes erwähnt, der eine längere Zeit der Depression durchlitten hatte und sich davon in relativ kurzer Zeit erholt hatte. Ich habe die Geschichte zuerst im “Handbuch des therapeutischen Erzählens” aufgeschrieben. Als Anwendung für die Geschichten habe ich dort notiert: Die Therapie von Zwangshandlungen oder Wahnvorstellungen, [...]

Wertvolle Beratung: Vergebung

Sonntag, den 26. April 2009

Nach einer Pause, bedingt durch meinen Umzug, melde ich mich wieder zurück. Und mache da weiter, wo ich aufgehört habe., bei Wertbegriffen, die für die Beratung und Therapie wichtig sind, obwohl es auf den ersten Blick gar nicht so scheinen mag. Vergebung ist ein altes Wort, das nicht mehr oft verwendet wird. Auch in der [...]

Die kleine Torte

Mittwoch, den 11. März 2009

Gestern habe ich in der Klinik eine Frau getroffen, die zeigte mir nach der Begrüßung einen Butterkeks auf ihrem Nachttisch. “Das ist meine Torte. Ich habe eine Torte bestellt und habe das hier bekommen. Jetzt habe ich beschlossen: Das ist meine Torte.” Ich war von diesen Sätzen merkwürdig berührt. Mir gefiel die Torte der Frau. Vor meinem inneren [...]

Blick in den Garten

Sonntag, den 1. März 2009

„Was für wunderschöne Blumen wir haben“, sagte Frau Hinze. „Es ist schrecklich! Das Unkraut erstickt alles“, sagte ihr Mann. Sie sprachen von demselben Garten.

Schaufensterkino

Montag, den 10. November 2008

Die folgende Geschichte erzähle ich manchmal Jugendlichen, die zwar klug sind, aber sehr auf sich fixiert und darum nicht so sehr sozial orientiert. Nächste Woche möchte ich sie einmal bei einem sechzehnjährigen autistischen Jungen ausprobieren. Mal sehen, was passiert… Es regnete. Keine Schule heute. Wie jeden Samstagvormittag stand sie hinter der Glastheke, in der die [...]

Grammophon

Samstag, den 11. Oktober 2008

Zuhause habe ich ein Grammophon. Darauf spiele ich zum Beispiel “Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn”. Zarah Leander singt das mit ihrer tiefen Stimme – wunderbar! Ich höre die Rabenstimme von Louis Armstrong, und ich empfinde es als eine Begegnung mit ihm selber, mit ihm ganz persönlich. Ich höre auch Enrico Caruso, mit [...]

Das Vermächtnis

Samstag, den 27. September 2008

Zum Schmerz der Trauer gehört es, dass Vergangenes verloren erscheint, und dass es nicht mehr möglich scheint, dem Verstorbenen etwas an Liebe zurückzuschenken. Der bis dahin stetig sich fortsetzende Kreis von Geben und Nehmen ist unterbrochen; die Hinterbliebenen bleiben gewissermaßen auf ihrer Liebe (und auf ihren Versäumnissen) sitzen und können das empfangene Gute, wie es [...]

Vertane Zeit

Mittwoch, den 2. Juli 2008

“Ich habe so viel falsch gemacht. Jahre meines Lebens habe ich sinnlos vertan”, seufzte sie. Mit diesen Worten vertat sie weitere Jahre ihres Lebens sinnlos.