Ausbildung Hypnose-Coaching

Eine Ausbildung „Hypnose-Coaching und Grundlagen der Hypnotherapie“ beabsichtigen wir ab dem kommenden Jahr in Liechtenstein anzubieten – und wahrscheinlich auch in Bern. Die Ausbildung erstreckt sich auf acht Seminare in 2 Jahren. Das Konzept und die Inhalte der Ausbildung habe ich jetzt auf der Seite von hsb Westpfalz veröffentlicht. Weitere Informationen, etwa zur Preisgestaltung, folgen in den nächsten Wochen. Wer neugierig ist, kann sich das Konzept hier schon einmal ansehen, und natürlich könnt ihr mir per E-mail jederzeit Fragen zu der Ausbildung schicken!

Sprechende Namen

Viele Menschen, die einen sprechenden Nachnamen haben, machen aus dem Namen ein Lebenskonzept. Das geschieht wohl oft unbewusst. In der Beratung kann es Sinn machen, zu überlegen, wie man einen Namen ressourcenorientiert deutet, wie man seine Chancen nutzt bzw. naheliegende Risiken seiner Deutung vermeidet. (Ich heiße zum Beispiel Hammel und hielt mich früher für ungeschickt.)

Um das Phänomen zu illustrieren: Meine Tante namens Hammel hat einen Mann namens Schäfer geheiratet. Eine Frau namens Nagel hat einen Mann namens Hammer geheiratet. Des weiteren stieß ich auf folgende Personen, die ihren Namen in ihre Biographie verwoben haben:

Brillen Brill, Buchhandlung Bücher, Bestattungsinstitut Drangsal, Schuhhaus Schug, zahlreiche Fachgeschäfte der Familie Profit, die Zahnärzte Dr. Bohr, Dr. Fleischer, Dr. Weh und Dr. Reißer, die Gynäkologen Dr. Rohr, Dr. Bitsch, Dr. Decker und Dr. Stierle, den Urologen Dr. Rüssel, die Chirurgen Weiterlesen

Was ist Mehrebenenkommunikation?

Alles Mehrdeutige ist suggestiv: Bewusst reagieren kann der Hörer meist nur auf einer Ebene, die andere wird unbewusst mit angenommen (oder ggf. mit abgelehnt). Mehrere Ebenen gibt es immer beim Gebrauch von Symbolen, Metaphern, Geschichten, und ebenso beim Gebrauch kontextabhängiger Sätze. Bewusst wird verstanden und akzeptiert, was in den Kontext passt. Unbewusst wird eine ander Bedeutung mit angenommen, die in den Beratungskontext passt. In ein Mentaltraining für Gewichtheber könnte man zum Beispiel eine kleine Erzählung über Elefanten einfügen:

Elefanten sind nützlich. Sie sind stark und tragen selbst große Gewichte mit Leichtigkeit. Darum werden die Elefanten in Indien seit Jahrtausenden als Arbeitstiere geschätzt.

Analoges Markieren nennt man übrigens die Technik, solche zentrale Botschaften nonverbal hervorzuheben. Dies geschieht meist durch eine leichte Veränderung der Stimme, Tonhöhe, Sprechgeschwindigkeit, Sprechrichtung, durch eine Sprechpause oder ein optisch wahrnehmbares Signal.

Webtipp: M.E.G.a.phon online

M.E.G.a.phon, die Zeitschrift der Milton-Erickson-Gesellschaft für Klinische Hypnose hat in ihrer aktuellen Ausgabe auf Seite 5 die Internetseite www.stefanhammel.de vorgestellt. Vielen Dank an den Herausgeber Christian Kinzel für den Hinweis auf die Webseite!

Die Zeitschrift M.E.G.a.phon kann hier bestellt und hier online heruntergeladen werden. Sie erscheint in einer Auflage von 12.000 Exemplaren. In der aktuellen Ausgabe finden sich neben Infos über Hypnoseausbildungen und neuer Hypnoseliteratur unter anderem Informationen zu Hypnose bei

  • Nikotinentwöhnung
  • Reizdarmsyndrom
  • Kinderwunsch
  • Schmerzen
  • u.a.m.

Einander verstehen

Ich hatte heute eine Paartherapie. Ein Techniker und eine Versicherungsangestellte wollten gerne, dass ich ihnen helfe, einander zu verstehen. Ich erklärte ihnen, dass Menschen einander nicht verstehen können, schon gar nicht Männer und Frauen. „Ich verstehe“, sagte der Techniker. Wir brauchen einen Converter von meiner Sprache in die Sprache meiner Frau. „Sie illustrieren das, was ich sagen will, sehr anschaulich“, habe ich erwidert, „was ist ein Converter?“

Versuchsbericht zu Hypnose bei Tinnitus

Ein Mitglied der Deutschen Tinnitus-Liga bat mich letzte Woche, ihm einen zusammenfassenden Bericht zuzusenden zum Stand unseres Pilotversuchs zur hypnotischen Beeinflussbarkeit von Tinnitus. Ich habe das Dokument heute fertiggestellt und habe eine leicht gekürzte Fassung des Berichts auf der Seite von hsb ins Netz gestellt. Viel Spaß beim Nachlesen!

Der Taschenspieler

 

Hypnotherapie – und wahrscheinlich jede Therapie – ist Lenkung der Aufmerksamkeit. Das ist, als ob ich eine Kamera so lenke und einstelle (und den Film nachher so bearbeite und schneide), dass der Zuschauer (respektive Klient) etwas wahrnimmt, was er so noch nicht gesehen hatte und was einen Sinn ergibt. Wobei Sinn nicht immer bedeuten muss, Weiterlesen

Der Sieg

Der Zielpunkt jedes Lebens ist – zumindest zeitlich – der Tod. Wenn bei uns ein Mensch an diesem Punkt ankommt, so sagen die anderen oft, er habe sein Leben verloren. Wenn bei den ersten Christen ein Mensch gestorben war, so sagten sie umgekehrt: Er hat sein Leben gewonnen! Er hat gesiegt! Und sie flochten diesem Menschen einen Siegerkranz, um mit ihm zu feiern! Einen Siegerkranz, so wie ihn die Sieger von Wettkämpfen damals erhielten! Die Sitte, einem Menschen einen Kranz mit ans Grab zu geben, ist geblieben. Vergessen ist die Botschaft dieses Kranzes. Sie heißt: Du bist ein Sieger!

Der Goldmacher

Jetzt erzähle ich mal wieder eine Geschichte. Ich verwende sie, um Menschen anzuregen, in scheinbar aussichtslosen Situationen nach einer Sichtweise zu suchen, die aus der Bedrohung eine Chance und aus der Not eine Tugend macht. Therapeutisch gesprochen hilft die Geschichte, belastende Lebenssituationen zu reframen (neu zu deuten) und Problemstrukturen aktiv zum Gestalten von Lösungen zu utilisieren.

In den alten Zeiten lebte bei uns ein Mann vom Stande derer, die sich Alchimisten nennen, der brüstete sich, er habe eine Weise gefunden, wie er Gold herstelle. Da das der König Weiterlesen

Wie baue ich eine Geschichte auf?

Ich habe jemanden getroffen, die meinte, sie könnte keine Geschichten erzählen. Jeder kann Geschichten erzählen! Wir tun es jeden Tag! Es gibt viele Arten, eine Geschichte aufzubauen. Ein Aufbau, der vielen bekannten Geschichten zugrunde liegt, ist zum Beispiel dieser:

1. Den realen oder fiktiven Protagonisten und seine Welt skizzieren

2. Das Problem des Protagonisten darstellen

3. Misslingende Lösungsversuche oder Irrfahrten benennen

4. Frust, Ratlosigkeit, Traurigkeit!

5. Ein äußerer oder innerer Ratgeber hat die Idee zur Lösung

6. Den Erfolg feiern – oder alles offen lassen zum weiter denken

Real erlebte Geschichten lassen sich auf diese Art ebenso aufbauen, wie erfundene. Prägt euch diese Abfolge doch einmal ein, und dann probiert es einmal aus! Viel Spaß dabei!