Die Karre, der Dreck und ich

Als ich die Karre in den Dreck steuerte, sagte ich: „Jetzt ist sowieso nichts mehr zu machen.“ Ich wartete ab, was nun passieren würde. Als ich die Karre in den Dreck gefahren hatte, sagte ich: „Jetzt ist sowieso nichts mehr zu machen.“ Ich wartete ab, was nun passieren würde. Als die Karre mit mir im Dreck versank, sagte ich: „Jetzt ist sowieso nichts mehr zu machen.“ Ich wartete ab, was nun passieren würde. Als die Karre mit mir im Dreck verschwunden war, wusste ich, was ich schon immer gewusst hatte.

Verzeihen annehmbar machen

Ein Freund musste mich vorhin mit Blick auf einen Termin versetzen und entschuldigte sich mehrmals dafür. Es sei in Ordnung, versicherte ich mehrfach, aber das überzeugte ihn nicht. So sagte ich: „Du sprichst mehr mit deinem schlechten Gewissen, als mit mir.“ „Der Satz ist gut“, antwortete er. Und das Entschuldigen hatte ein Ende. Wir haben uns verabschiedet. „Wenn ich in Versuchung wäre, mich zu ärgern – was ich nicht bin -„, so sagte ich, „dann würde ich mir sagen: ‚Jetzt habe ich einmal einen Fehler gut‘ und würde mich an der gewonnenen Freiheit freuen“. „Du hast jetzt einen gut“, sagte er, und wir beide haben uns gefreut.

Gedanken über Angst XI

Jeder Mensch hat in seiner Vergangenheit Schönes und Schlimmes erfahren. Konstruiere ich meine Zukunftserwartung aus der schlimmen Vergangenheit, entsteht Angst vor der Zukunft. Konstruiere ich sie aus der schönen Vergangenheit, entsteht Gelassenheit. Unterscheide ich nun schöne und schlimme Erinnerungen, wie die schwarzen und weißen Felder eines Schachbretts unterschieden sind (oder auch die hellen und dunklen Flicken eines Fußballs), dann bekommt das Unbewusste ein Kriterium, aus welcher Vergangenheit es seine Zukunftserwartung bauen will. Ich gebe meinem Unbewussten nun die Anweisung: Konstruiere die Erwartungen von nun an vorwiegend aus den hellen Feldern der Vergangenheit (es seien viele oder wenige)! So entsteht Mut für eine gute Zukunft. So entsteht auch eine andere Zukunft.

Webtipp: Mediamill

Ich habe mir Websites von Therapeuten und Ärzten angeschaut und fand die meisten Seiten nicht sehr ansprechend. Vielleicht liegt es an meiner Wahrnehmung – ich glaube aber eher, es liegt an der Scheu vieler Helfer, sich selbst positiv darzustellen. Wissenschaftlich nüchtern und uneigennützig zu sein gilt unter den Heilkundigen als positiver Zug. Im Vergleich zu den Seiten anderer Branchen wirken die Websites der Heiler und Helfer aber nun emotionslos und freudlos. Gleichzeitig sind sie überladen mit Details, die uneinheitlich und unübersichtlich präsentiert werden. Durcheinander gewürfelt und unharmonisch stehen allerlei Informationen nebeneinander – vielleicht das Spiegelbild eines hektischen Alltags. Lustlos und lieblos wirken viele Seiten, als fehlte ihnen die Liebe zu sich selbst, vielleicht auch die Liebe zu der Öffentlichkeit, die sie lesen soll. Wirklich gut fand ich ich nur private Kurkliniken, und einige Seiten im Ausland.

Eine Seite für Print- und Webdesign, mit Schwerpunkt im Bereich Beratung und Therapie, ist die von Mediamill. Diese Designer machen auch Seiten für Künstler und Fotografen und ihre Arbeiten sind meiner Ansicht nach wirklich ansprechend. Ich arbeite mit den Leuten gerne zusammen und finde ihre Seiten einen ästhetischen Genuss. Schön anzuschauen! Finanzierbar sind sie auch. Falls jemand von den Kolleginnen und Kollegen eine neue, schöne Website will – ich mache gern ein bisschen Werbung: www.mediamill.de.

Ziele

Ziele bestehen darin, dass wir darum kämpfen, etwas zu erreichen. Wir mögen aber den Kampf oft nicht; wir mögen den Sieg. So möchten wir siegen, ohne zu kämpfen. Wir mögen aber im Rückblick auch nicht einen Sieg, ohne gekämpft zu haben; ein solcher Sieg gilt uns nichts. Manchmal wollen wir für ein Ziel wenig leisten, doch viel geleistet haben.

Ohne Ziele kann kein Mensch leben. Wer kein Ziel hat, verfällt.

Gedanken über Angst X

Verändere den Film! Nicht du bist im Kerker der Angst, sondern der Kerker der Angst ist in dir. Es ist dein Film, du hast ihn gedreht. Du bist der Regisseur jedes deiner Filme. Du kannst jeden Kerker, von dem du in dir dachtest, du seiest in ihm, neu erfinden.

Woraus bestehen die Mauern? Woraus sollen sie zukünftig sein?

Wie dick sind die Gitterstäbe? Wie dick sollen sie von nun an sein?

Wer hat die Schlüssel? Wer soll sie ab jetzt haben?

Die Bilder, die du dir von deiner Welt machst, sind deine Bilder. Male deine Bilder neu, und du veränderst deine Welt!