Gratis Online-Kongress Psychosomatik

Aufgrund der überragenden Nachfrage – bisher wurden die Aufnahmen des Online-Kongresses Psychosomatik ca. 100 000 Mal angeschaut – findet der kostenlose Online-Kongress zu Psychosomatik ab heute nochmals statt. Es gibt also bis zum 03.05.2020 noch einmal die Möglichkeit, die Workshops und Vorträge bekannter Referentinnen und Referenten zum Thema anzuschauen und anzuhören. Ein Beitrag von mir ist auch dabei, der Workshop „Wie Wirkliches unwirklich und Unwirkliches wirklich wird – Therapeutisches Modellieren als Arbeit an den Grenzen des Möglichen“. Normalerweise wäre es recht teuer, sich alle diese Vortrags- und Workshop-Videos zu erwerben; hier gibt es es sie gratis. Der Veranstalter finanziert die Aktion, indem er anschließend den Teilnehmern anbietet, die Beiträge, die sie gerne auf Dauer haben möchten, zu kaufen. Den Link, um an dem Online-Kongress Teilzunehmen, findet ihr unten.

Wenn ihr Fragen habt, ruft gerne an oder schickt mir eine Mail!
Ich antworte gern!

Viele Grüße,
Stefan Hammel

Und hier nochmals anbei die Details:

Vom 29. April bis 03. Mai 2020 zeigt Auditorium Netzwerke 47 Aufnahmen von 33 hochkarätigen Referentinnen und Referenten.

Mit dabei sind:

Stephen Porges: Neurophysiologie und Gesundheit / Bessel van der Kolk: Körperzentrierte Traumatherapie / Stefan Hammel: Wie Wirkliches unwirklich und Unwirkliches wirklich wird / Christian Schubert: Psychoneuroimmunologie / Peter Levine: Autoimmunerkrankungen / Rüdiger Dahlke: Deutung von Krankheitsbildern / Verena Kast: Psychodynamik und Gesundheit / Joachim Galuska: Seelen-Heil-Kunst / Michaela Huber: Trauma und Sucht / Uwe Gieler: Psychosomatik der Haut / Wolf Büntig: Psychosomatik v. Krebserkrankungen / Virginia Satir: Veränderungen durch Familienstellen / Viktor Frankl: Logotherapie und Psychosomatik / Gunther Schmidt: Hypnotherapeutische Konzepte bei Somatopsychik / Gerald Hüther: Neurobiologie und Krankheit / Patricia Gruber: Psychosomatik und Gewalt / Michael Ermann: Psychosomatik des Herzens / Hanne Seemann: Migräne / Martin v. Wachter & Askan Hendrischke: Die Seele schweigt – der Körper spricht / Daniela Blickhan: Aufblühen statt Ausbrennen / Fred Gallo: Energiepsychologie und Psychosomatik / Bert Hellinger: Was Familienstellen enthüllt / Nossrat Peseschkian: Positive Psychotherapie / Wolfgang Wöller & Johannes Kruse: Psychosomatik erkennen / Stefan Junker: Einführung in die Hypnosystemische Psychosomatik / Woltemade Hartman: Mentale Stärken / Julia Onken: Frauengesundheit / Luise Reddemann: Ego-State-Konzepte / Cornelia Singer: Körperwissen / Jochen Peichl: Opfer zum Leben / Friederike von Tiedemann: Wenn die Seele ruhig wird / Anselm Grün: Wege zur Herzensruhe / Dalai Lama: Das Leben meistern / Dagmar Ingwersen: Der innere Saboteur / Bettina Alberti: Seelische Trümmer / Gary Bruno Schmid: Krankheit als Massen-Phänomen / Alfred Längle: Das eingefleischte Selbst

Hier erhalten Sie weitere Informationen und können sich einschreiben. https://shop.auditorium-netzwerk.de/custom/index/sCustom/280

Die neue hsb-Broschüre ist da

Liebe Leserin, lieber Leser,

von einer Vollbremsung der Wirtschaft ist seit dem Beginn der Corona-Krise immer wieder die Rede. Das öffentliche Leben stehe fast still, der Kulturbetrieb sei praktisch eingestellt.
Das ist das eine. Ich beobachte aber noch etwas anderes. Ich beobachte, dass an einigen Orten befreiende Ruhe einkehrt, dass der Fluglärm und die Autobahngeräusche nachgelassen haben, dass die Luft sauberer ist, dass manche Menschen eine großartige neue Kreativität an den Tag legen, dass die digitale Kommunikation bunter und lebendiger wird, dass manche Menschen sich mehr als vorher nach einander erkundigen, dass mancherorts eine früher ungekannte Solidarität entsteht, dass manche Menschen wärmer, empathischer, authentischer miteinander reden, dass manche Menschen überlegen, wie sie nach dieser Krise anders miteinander und mit der Natur leben wollen…
Mich interessiert daher nicht, wie wir die Vollbremsung hinkriegen. Mich interessiert, wie wir in die Kurve gehen, ohne zu schleudern.

Einige Gedanken dazu aus meiner ganz persönlichen Perspektive. Seit Ende März biete ich alle Seminare als Online-Seminare an. Die ersten Erfahrungen damit sind sehr, sehr gut. Ich gebe zu, dass ich Lampenfieber hatte. Ich wusste nicht, ob es funktioniert, ob mein erstes Online-Seminar auch mein letztes sein könnte. Umso überraschter war ich, wie lebendig sich der Wechsel von Plenums- und Kleingruppensitzungen, von Theorie-Inputs, praktischen Übungen und Auswertungsgesprächen gestaltete. Die Ideensammlung am Whiteboard, Arbeitsergebnisse und Übungsblätter austeilen, Powerpoint, Pausengespräche, Diskussionen – es war einfach unkompliziert. Die Teilnehmer konnten eine individuelle Videodokumentation ihres Seminars einschließlich der Kleingruppenübungen machen und so die Inhalte später noch einmal nachschauen, nachhören und nacharbeiten. Vorher war ich skeptisch, jetzt bin ich es nicht mehr. Ich glaube, den Teilnehmern ging es ähnlich. Einige haben schriftliche Feedbacks gegeben, die ich veröffentlichen darf – hier könnt ihr sie nachlesen.

So geht nun die Kaiserslauterer Ausbildung nahtlos weiter, und soweit die auswärtigen Anbieter das möchten, werde ich die Auswärts-Seminare ebenfalls im Online-Format stattfinden lassen. Für die nächsten Seminare in Bad Liebenzell (IHL), München (SySt) und Innsbruck (mei) haben wir bereits besprochen, dass diese digital stattfinden können.

Auch die Therapien, Coachings und Supervisionen beim Institut für Hypno-Systemische Beratung sind auf Video- und Telefonberatung umgestellt. „Dann brauchen wir ja gar nicht mehr warten, bis mein Sohn aus Österreich kommt und mein Mann auch da ist!“, rief eine Frau am Telefon, als wir einen Termin für die Familientherapie suchten, bei dem tatsächlich alle können. Die neue Zeit kann, wenn wir die Kurve kriegen, auch Vorteile haben.

In diesem Sinne grüßt euch herzlich

Stefan Hammel

Mit Geschichten durch die Krise, Teil 15: Von Bienen und Blumen

Einer Frau, etwas über 30 Jahre alt, die Kinder haben möchte, aber den passenden Partner dafür nicht gefunden hat, oder noch nicht, habe ich etwas über Bienen und Blumen erzählt:

„Ein israelisches Forscherteam fragte sich: Die Blumen kostet es doch viel Energie, zuckerhaltigen Nektar für die Bienen zu produzieren. Machen die das die ganze Zeit? Wäre es nicht sinnvoller, wenn sie den Zucker dann produzieren, wenn auch Bienen da sind? Man hat dann einer großen Zahl Nachtkerzen Tonaufnahmen von Bienen vorgespielt. Eine Blumen-Vergleichsgruppe hat elektrische Töne mit Bienensummfrequenz vorgespielt bekommen, eine dritte Gruppe einen hohen Ton. Die Blumen, die Bienenaufnahmen tiefe Töne vorgespielt bekamen, haben sofort angefangen, mehr Zucker zu produzieren. Die Forscher haben auch herausgefunden, wie die Blumen hören. Ihre Blütenblätter gehen mit dem Summton in Resonanz und geben seine Schwingung an den Blütenkelch weiter, der die Information verarbeitet. Die Blütenblätter dienen als Schalltrichter, genau wie ein Ohr…“

„Ich weiß nicht, ob das irgendetwas für Sie bedeutet“, habe ich zu der Frau gesagt. Es fiel mir nur so ein.“ „Ich werde einmal darüber nachdenken“, sagte die Frau…

Oder, wer es gern als Gutenachtgeschichte möchte…

Die Geschichte gehört… wie mir scheint… in das Buch „Wie der Tiger lieben lernte“… oder so ähnlich… Erscheinungsdatum vermutlich… nächstes Jahr… oder so…

Mit Geschichten durch die Krise, Teil 14: Das Licht der Welt

„Ihr seid das Licht der Welt“ hat der berühmte Rabbi aus Nazareth einmal zu seinen Freunden gesagt. Wen meinte er damit? Was meinte er? Vielleicht kann diese Geschichte das ja erhellen. Sie kommt gleichwohl von einer ganz anderen Seite…

Der Text der Geschichte stammt aus dem „Handbuch des Therapeutischen Erzählens“ (Klett-Cotta 2009), S. 160.

Mit Geschichten durch die Krise, Teil 12: Vom Aussterben der Drachentöter

Wie es kam, dass das Land von der Plage des Drachen befreit wurde, obwohl sich keiner fand, der dem Untier den Garaus machen konnte…

Diese Geschichte habe ich, glaube ich, bisher nur hier im Blog veröffentlicht.

Mit Geschichten durch die Krise, Teil 11: Der Mantarochen

Was hat der Flossenschlag des Mantarochens mit uns zu tun, mit unserer Art, zu leben, zu fühlen, zu atmen? Wer genau hinhört, wird in dieser Geschichte vielleicht die Antwort finden…

Die Geschichte vom Mantarochen findet sich im „Handbuch des Therapeutischen Erzählens“ (Klett-Cotta 2009) auf S. 50.

Mit Geschichten durch die Krise, Teil 10: Adlerflug

Woher weiß der Adler, dass er fliegen kann? Und was machen die Adler bei Gewitter? Fragen, die ihr euch vielleicht noch nicht gestellt habt. Sind sie deswegen aber ohne Bedeutung? Wer mag, findet hier – Antworten…

Die Originaltexte zu der Erzählung finden sich im Buch „Der Grashalm in der Wüste“ (impress, Mainz 2006, S. 20) und im „Handbuch des Therapeutischen Erzählens“ (Klett-Cotta 2009, S. 52).

Die Zwerge und der Schneider von Isenfluh

Hier eine Geschichte von Martin Niedermann und Noldy aus Bern. Martin – und natürlich auch Noldi – sind zum 3. Internationalen Festival des Therapeutischen Erzählens am 15.-18. Oktober 2020 in Otterberg in der Pfalz eingeladen. Dort reden sie fein säuberlich hochdeutsch, hier aber, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Wenn ihr eure Ohren sehr gut spitzt, erfahrt ihr, was vor vielen Jahren dem Schneider von Isenfluh begegnet ist…