Dschinne

Wenn es uns nicht gelingt, Menschen aus anderen Erdteilen in der Logik ihrer Kultur anzusprechen, vertieft sich oft die Kluft, die mit dem Ausdruck „fremd sein“ umschrieben wird. Umgekehrt gesagt, wenn es gelingt, eine gemeinsame Sprache zu finden, kann es zu einer Begegnung kommen, aus der beide Seiten beschenkt hervorgehen. Die Geschichte kann dazu dienen, nicht auf einem bestimmten Weltbild zu beharren, sondern sich auf die Deutung des anderen einzulassen und unterschiedliche Perspektiven auf eine Situation zu ermöglichen.

In meiner Arbeit als Klinikseelsorger wurde ich einmal in die Psychiatrie gerufen. Ein Mann wollte mich gerne sprechen. Kam er aus Syrien, Jordanien, Ägypten? Ich kann es nicht mehr sicher sagen. „Ich habe ein Problem“, sagte der Mann, als wir uns trafen. „Ich bin von Dschinnen umgeben. Einige sind freundlich, aber andere sind hässlich und bedrängen mich. Die Leute hier meinen, ich bin schizophren und brauche Medikamente. Aber ich bin nicht schizophren und brauche auch keine Medikamente. Ich habe nur ein Problem mit Dschinnen. Können Sie mir helfen? Ich fragte ihn, wo denn die Dschinne seien und schlug ihm vor, sie zu verschieben, auf mehr Abstand zu bringen. Vielleicht könnte er einen Anteil von sich wie einen Leibwächter neben sich stellen…? „Nein, bitte! Kommen Sie mir nicht mit Therapie! Ich brauche keine Therapie, ich habe Dschinne, die mich belasten!“ „Entschuldigen Sie, dass ich Sie nicht richtig verstanden habe. Ich denke, Sie sind Moslem und ich bin Christ, aber wir haben den gleichen Gott. Es gibt nur einen Gott. Erlauben Sie, dass ich für Sie bete und einen Segen spreche?“ Der Mann erlaubte es. So betete ich darum, Gott möge einen Bannkreis um den Mann ziehen, wie einen unsichtbaren Schutzwall, so dass alle Dschinne einen Kilometer Abstand von dem Mann zu halten hätten und ihm nicht näherkommen können. Ich sprach einen Segen, dass der Mann aller Dschinne ledig sein solle. Jesus solle ihn bewachen und Engel ihn beschützen. Der Mann bedankte sich freundlich und ich verabschiedete mich. Eine Ruhe erfüllte den Raum.

Diese Geschichte stammt von mir aus dem Buch, von meinen Kollegen und Kollegin Katharina Lamprecht, Adrian Hürzeler, Martin Niedermann und mir,:

Wie der Storch zuhause blieb. 120 Geschichten zu Heimat und Fremde.

Ernst Reinhardt 2026. 139 Seiten.
(978-3-497-03344-7) kartoniert
€ [D] 29,90 / € [A] 30,80
Gedrucktes Buch, ISBN 978-3-497-03344-7
Auch als E-book erhältlich.

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Liebe Grüße,

Stefan

Ventimiglia

Die Geschichte erzähle ich Flüchtlingen, die mit dem Gedanken spielen, einmal wieder in ihre frühere Heimat zurückzukehren und die von der Hoffnung erzählen, dass ihr Land einst wieder aufgebaut werden wird. Natürlich ist das Bild der wiederhergestellten Gärten nicht nur stellvertretend für die Instandsetzung äußerer Räume, sondern noch mehr als Sinnbild der Wiederherstellung eines verletzten Inneren zu sehen. So ist die Erzählung von der Restaurierung der Hanbury Gardens am Ende vor allem als Symbol für die Heilung traumatischer Verletzungen zu verstehen.

Waren Sie schon einmal in Ventimiglia? In der Nähe dieser kleinen Stadt, da, wo die äußersten Ausläufer der Alpen nach Süden hin zum Meer abfallen, befindet sich ein berühmter botanischer Garten. Am oberen Ende des Gartens kann man die alpine Flora bestaunen, unten am Meer die mediterrane. Dazwischen gibt es eine große Vielfalt wunderbarer Gewächse aus aller Welt. Einst war der Garten der Stolz einer englischen Familie, die sich liebevoll um ihn kümmerte.  Dann sind zwei Weltkriege über ihn hinweggezogen. Italienische und deutsche Truppen haben den Park verwüstet. Er wurde geplündert, aufs Schwerste bombardiert und schließlich der völligen Verwahrlosung preisgegeben. Nach dem Krieg kehrte Lady Dorothy, der das Land gehörte, wieder an den Ort zurück. Sie fand dort nichts mehr als Gestrüpp und wild wucherndes Unkraut.

“Alles verloren”, dachte sie. Aber… wer weiß? Vielleicht waren unter dem Gebüsch noch Reste von dem, was dort vorher gewachsen war? Vielleicht hatten sich einige Pflanzen ausgesät, vielleicht war in manchen Wurzeln noch Leben, vielleicht war im Schatten des Gesträuchs noch etwas von der alten Bepflanzung erhalten geblieben? Zusammen mit zwanzig Botanikern ging sie nochmals an den Ort. Gemeinsam rupften und rodeten sie, was nicht zum ursprünglichen Bewuchs gehörte. Tatsächlich entdeckten sie eine große Zahl von Pflanzen, die, versteckt im Schatten des Wildwuchses, die Zeit überdauert hatten. Nun konnten sie auch erkennen, was fehlte. Mit Spenden und Helfern aus aller Welt brachten sie tausende von Bäumen, Sträuchern, Kräutern und Gräsern wieder an den Ort, wo sie einst gediehen waren. Und doch zeigte es sich, dass die Aufgabe so groß war, dass sie ihre Kräfte und Mittel überstieg. Sie verkauften das Gelände an den italienischen Staat, und als man dort wiederum erkannte, dass die Aufgabe größer war als alles, was man aus eigenen Mitteln bewältigen konnte, beauftragte man die Unversität Genua mit der Betreuung der Gärten. Die Hanbury Gardens sind einer der schönsten botanischen Gärten der Welt. Ich glaube, sie sind wieder so schön wie in der Zeit, als sie zuerst angelegt wurden. Oder vielleicht noch schöner?

Diese Geschichte stammt von mir aus dem Buch, von meinen Kollegen und Kollegin Katharina Lamprecht, Adrian Hürzeler, Martin Niedermann und mir,:

Wie der Storch zuhause blieb. 120 Geschichten zu Heimat und Fremde.

Ernst Reinhardt 2026. 139 Seiten.
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Stefan

Die Überfahrt

Eine von Millionen deutschen Fluchtgeschichten des 20. Jahrhunderts. Das war nach dem ersten Weltkrieg; mein Großvater hat mir die Geschichte erzählt. Vor dem zweiten Weltkrieg sind dann Juden und andere Verfolgte aus Deutschland geflohen, nach dem Weltkrieg dann Naziverbrecher. Im Krieg waren es deutsche Soldaten, die vor den Alliierten geflohen sind oder als Deserteure vor der eigenen Armee. Zivilisten sind vor der näher rückenden Front und vor den Fliegerbomben geflohen und nach dem Krieg zu Hunderttausenden vor der russischen Vertreibung. Später sind Menschen aus Ostdeutschland nach Westdeutschland geflohen. Die eigene Geschichte wird meist vergessen, wenn hoch emotionalisiert oder ganz emotionslos über Migration gesprochen wird. Ich erzähle diese Geschichte, um Menschen anzuregen, die Fluchtgeschichten ihrer eigenen Familie zu erzählen und so eine neue Perspektive auf Flucht und Migration zu gewinnen.

1923. Die linksrheinischen Gebiete Deutschlands waren französisch besetzt. Im Rahmen der Reparationsleistungen wurden gewaltige Mengen an Industriegütern, Kohle und anderen Bodenschätzen mit Güterzügen aus Deutschland nach Frankreich gebracht. Erich studierte in Tübingen, rechts des Rheines. In den Semesterferien besuchte er seine Eltern in der pfälzischen Heimat auf der linken Rheinseite. Als er zurückfahren wollte, stellte er fest, dass alle Brücken und Fähren von französischen Soldaten kontrolliert wurden. Jemand hatte Bahngleise gesprengt, um gegen die Besatzung zu protestieren. Sie suchten nach Verdächtigen. Wie lange die Maßnahme andauern solle? Bis der Schuldige gefunden sei, lautete die Antwort.

Damit hatte Erich nicht gerechnet. Den Pass hatte er in Tübingen gelassen. Am Montag begann das neue Semester. Wie sollte er nun weiter studieren?

Es war eine dunkle, mondlose Nacht. Zwei Männer saßen im Boot. Die Gesichter und Hände schwarz eingefärbt. Sie mussten vorsichtig sein, um beim Rudern kein Geräusch zu hinterlassen. Es herrschte Kriegsrecht. Hätten die Franzosen sie bemerkt, sie wären gewiss erschossen worden. Zudem stellte sich heraus, dass ein Leck im Boot war. Während also der andere ruderte, schöpfte Erich unablässig Wasser, um das Boot vor dem Sinken zu bewahren.

Auf der anderen Seite angekommen, schlichen sie sich in ein Haus. Ein Hund bellte und biss Erich ins Hosenbein. Nichts Schlimmeres, zum Glück. “Draußen ist ein Brunnen. Da kannst du dich waschen!” Sie gaben Erich heißen Tee und neue Kleidung. Er bedankte sich herzlich und bezahlte das “Fährgeld”. Noch vor dem Morgengrauen machte er sich auf den Weg. Auf nach Tübingen!

Diese Geschichte stammt von mir aus dem Buch, von meinen Kollegen und Kollegin Katharina Lamprecht, Adrian Hürzeler, Martin Niedermann und mir,:

Wie der Storch zuhause blieb. 120 Geschichten zu Heimat und Fremde.

Ernst Reinhardt 2026. 139 Seiten.
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Stefan

Die Straßenverkäufer von Phnom Penh

Einander wahrzunehmen und dem anderen zu zeigen, dass man ihn sieht, hat einen Wert. Die Geschichte kann erzählt werden, um andere einzuladen, dem Unbehagen nicht auszuweichen, das wir in einem Gefälle von Macht und Ohnmacht erleben, sondern eine kraftvolle, würdevolle Begegnung zu ermöglichen, auch wenn diese nur einen Augenblick anhält und die Unterschiede in den Handlungsmöglichkeiten damit nicht aufgelöst werden.

Wir gingen durch die Straßen von Phnom Penh. „Sir…“, „Möchten Sie…?“ „Wollen Sie…“ Einige boten eine Führung an, andere eine von Blinden durchgeführte Thai-Massage, einige wollten eine Spende für Minenopfer mit amputierten Gliedmaßen, andere für ein Kinderheim, wieder andere verkauften Souvenirs, Snacks, Getränke, Regenschirme und Haushaltsgegenstände. Bei vielen wussten wir gar nicht, was sie wollten… Manchmal waren es Erwachsene, öfter Kinder, nicht selten zwanzig oder dreißig gleichzeitig: „Only one Dollar!“ Wir wichen den Blicken der Menschen aus. Wir schauten auf den Boden oder in die andere Richtung und schüttelten den Kopf. „Nein, tut mir leid… Nein danke… nein, danke… nein, danke…“ Doch die Menschen ließen nicht ab, sie folgten uns, fragten nochmals, fragten weiter.

Irgendwann machte ich eine Entdeckung. Wenn ich den Kopf hob und dem Menschen in die Augen schaute, während ich: „Nein, danke“ sagte, dann wurde ich nur einmal gefragt. Die Menschen anzuschauen, während ich „Nein“ sagte, war etwas schmerzhaft. Aber sie schauten freundlich und ich tat es auch. Für einen Augenblick waren wir uns begegnet.

Diese Geschichte stammt von mir aus dem Buch, von meinen Kollegen und Kollegin Katharina Lamprecht, Adrian Hürzeler, Martin Niedermann und mir,:

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Stefan

Die Langsamkeit der Grottenolme

Die Geschichte kann als Metapher eingesetzt werden, um zu verdeutlichen, dass ein seltsamer, “fremder” Lebensraum auch Schutz bedeuten und Chancen bieten kann und dass es unter bestimmten Umständen normal sein kann, wenn alles langsam vorangeht. Sie kann Menschen ermutigen, nachsichtig mit sich selbst und anderen zu sein und gleichzeitig auf ihr Potential für Anpassung und Entwicklung zu vertrauen.

Im kühlen Dunkel einer Höhle geht alles ein bisschen langsamer. Das heißt nicht, dass nichts geht. Es hat nur einen anderen Rhythmus. Die Grottenolme beispielsweise, die leben länger als jedes andere Amphib. 70 Jahre, hundert Jahre, ganz genau weiß das keiner. Geschlechtsreif werden sie erst mit etwa 16 Jahren, und auch dann vermehren sie sich, soweit man weiß, nur etwa einmal alle Dutzend Jahre. Die Grottenolme haben Zeit. Trotzdem gibt es sie, schon lange, Millionen Jahre. Grottenolme mögen eine beständige Umgebung: Die gleiche Temperatur, die gleiche Feuchtigkeit, die gleiche Dunkelheit, die gleichen Höhlengänge immerzu. Dennoch sind sie sehr anpassungsfähig – wenn man ihnen Zeit gibt.  Sie können lernen, am Licht zu leben und, wenn sie das Licht in jungen Jahren kennenlernen, auch ihre Augen nutzen, die sich in den dunklen Grotten normalerweise zurückbilden. Es gibt auch ein paar Grottenolme, die außerhalb von Höhlen leben. So können sie wandern und andere Höhlen erreichen, die ihnen ausgezeichneten Schutz vor allen möglichen Verfolgern bieten.

Diese Geschichte stammt von mir aus dem Buch, von meinen Kollegen und Kollegin Katharina Lamprecht, Adrian Hürzeler, Martin Niedermann und mir,:

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Stefan

Deutsch geworden

Die Geschichte kann erzählt werden, um zu verdeutlichen, dass es einen Punkt gibt, wo die frühere Fremde zur Heimat und die frühere Heimat zur Fremde geworden ist. Sie kann Menschen mit Migrationshintergrund erzählt werden, die sich am neuen Ort noch nicht zuhause fühlen und sich vielleicht nach ihrer alten Heimat sehnen oder Menschen, die leichtfertig meinen, Menschen, die seit Jahrzehnten hier (oder an einem anderen Ort) wohnen, könnten ohne weiteres an ihren Herkunftsort zurückkehren.

„Würdest du nach Amerika zurückgehen, wenn Papa etwas zustoßen würde?“, fragten wir als erwachsene Kinder unsere Mutter. „Ich bin ja Deutsche“, sagte sie. „Ich wohne jetzt seit dreißig Jahren hier. Da drüben ist nichts mehr, wie es war. Alles dort ist fremd für mich. Was soll ich da?“

Diese Geschichte stammt von mir aus dem Buch, von meinen Kollegen und Kollegin Katharina Lamprecht, Adrian Hürzeler, Martin Niedermann und mir,:

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Stefan

Der Umzug

Diese Geschichte zeigt, wie zerrissen man sich fühlen kann, wenn man sich an mehreren Orten heimisch fühlt. Das Wissen darum, an all diesen Orten einen eigenen Platz zu haben, hilft, mit diesem Gefühl positiv umzugehen

Meine Freundin wohnt mir gegenüber. Bald zieht sie um. 600 Kilometer weit weg an die Ostsee, da kommt sie her und da leben ihre Geschwister. „Ich will meine Heimat nicht aufgeben,“ sagte sie neulich zu mir, „kann ich das Bett in deinem Gästezimmer mieten?“

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Das Territorium markieren

Die Geschichte kann eingesetzt werden, um Konflikte über Orte, in denen man sich beheimatet oder zuständig fühlt, mit etwas verfremdetem Blick zu betrachten ihnen so die Schärfe zu nehmen und ein Gespräch über die Bedürfnisse beider bzw. Aller Seiten zu ermöglichen.

In der Schule haben wir gelernt, dass Tiere ihr Territorium markieren. Hunde pissen an Laternenpfähle und bellen am Grundstückszaun, Katzen kratzen an Bäumen und reiben sich an Beinen, um ihre Menschen mit ihrem Geruch zu markieren, und Vögel singen oder schimpfen von Bäumen und Dächern herab. Akustisch, optisch und geruchlich, das sind die wichtigsten Formen der Reviermarkierung.

Neulich habe ich gelernt, dass auch Menschen ihre Territorien markieren. Manche markieren den Duschabfluss mit ihren Haaren, andere den öffentlichen Raum mit Kaugummis. Die Wohnung des neuen Partners kann mit einem Lippenstift auf der Badezimmerkonsole oder mit einer Kondompackung in der Nachttischschublade markiert werden, und in einer längerfristigen Partnerschaft markiert meist der eine sein Revier, indem er Kleidungsstücke und diverse Gegenstände herumliegen lässt und der andere durch Wegräumen. Weil es unpraktisch ist, wenn jeder die Markierungen des anderen auslöscht, kommt es schon auch mal zu Revierkämpfen (Samy Molcho, Körpersprache, 189ff.). Das ist normal.

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Stefan

Ausländer

Die Geschichte kann eingesetzt werden, um Menschen einzuladen, aus dem Pauschalisieren von Aussagen über vermeintlich „fremde“ Menschen ins Spezifizieren zu kommen. Sie kann auch dazu dienen, so genannte Ausländer daran zu erinnern, aus welchen starken und stolzen Nationen sie stammen.

Das muss um 1990 gewesen sein, ich lebte damals in Leipzig. Es gab Ossis und Wessis, der Rest waren Ausländer. „Hau ab, du Ausländer!“ sagte irgendwo in der Stadt einer zu einem dunkelhäutigen Menschen. „Ich bin kein Ausländer!“ erwiderte der. „Was bist du dann?“ „Ich bin Nigerianer.“

Diese Geschichte stammt von mir aus dem Buch, von meinen Kollegen und Kollegin Katharina Lamprecht, Adrian Hürzeler, Martin Niedermann und mir,:

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Stefan

Amselküken

Die Geschichte kann helfen, Vorurteile aufgrund äusserlicher Unterschiede zu reflektieren. Es existieren trotz Unterschiede immer auch gemeinsame Ziele und Bedürfnisse.

Kennen Sie dieses Bild? Die jungen Amseln sind schon flügge, hüpfen aber auf dem Rasen herum und sperren die Schnäbel auf, damit die Großen ihnen Würmer geben. Am Anfang machen die das auch noch. Meine Mutter sagte einmal: „Eltern sind dazu da, um sich überflüssig zu machen.“

Diese Geschichte stammt von mir aus dem Buch, von meinen Kollegen und Kollegin Katharina Lamprecht, Adrian Hürzeler, Martin Niedermann und mir,:

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Stefan