Der Umzug

Diese Geschichte zeigt, wie zerrissen man sich fühlen kann, wenn man sich an mehreren Orten heimisch fühlt. Das Wissen darum, an all diesen Orten einen eigenen Platz zu haben, hilft, mit diesem Gefühl positiv umzugehen

Meine Freundin wohnt mir gegenüber. Bald zieht sie um. 600 Kilometer weit weg an die Ostsee, da kommt sie her und da leben ihre Geschwister. „Ich will meine Heimat nicht aufgeben,“ sagte sie neulich zu mir, „kann ich das Bett in deinem Gästezimmer mieten?“

Diese Geschichte stammt von mir aus dem Buch, von meinen Kollegen und Kollegin Katharina Lamprecht, Adrian Hürzeler, Martin Niedermann und mir,:

Wie der Storch zuhause blieb. 120 Geschichten zu Heimat und Fremde.

Ernst Reinhardt 2026. 139 Seiten.
(978-3-497-03344-7) kartoniert
€ [D] 29,90 / € [A] 30,80
Gedrucktes Buch, ISBN 978-3-497-03344-7
Auch als E-book erhältlich.

Das Buch mit weiteren Geschichten und Erklärungen könnt ihr ab sofort direkt in meinem

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beziehen.

Liebe Grüße,

Stefan

Das Territorium markieren

Die Geschichte kann eingesetzt werden, um Konflikte über Orte, in denen man sich beheimatet oder zuständig fühlt, mit etwas verfremdetem Blick zu betrachten ihnen so die Schärfe zu nehmen und ein Gespräch über die Bedürfnisse beider bzw. Aller Seiten zu ermöglichen.

In der Schule haben wir gelernt, dass Tiere ihr Territorium markieren. Hunde pissen an Laternenpfähle und bellen am Grundstückszaun, Katzen kratzen an Bäumen und reiben sich an Beinen, um ihre Menschen mit ihrem Geruch zu markieren, und Vögel singen oder schimpfen von Bäumen und Dächern herab. Akustisch, optisch und geruchlich, das sind die wichtigsten Formen der Reviermarkierung.

Neulich habe ich gelernt, dass auch Menschen ihre Territorien markieren. Manche markieren den Duschabfluss mit ihren Haaren, andere den öffentlichen Raum mit Kaugummis. Die Wohnung des neuen Partners kann mit einem Lippenstift auf der Badezimmerkonsole oder mit einer Kondompackung in der Nachttischschublade markiert werden, und in einer längerfristigen Partnerschaft markiert meist der eine sein Revier, indem er Kleidungsstücke und diverse Gegenstände herumliegen lässt und der andere durch Wegräumen. Weil es unpraktisch ist, wenn jeder die Markierungen des anderen auslöscht, kommt es schon auch mal zu Revierkämpfen (Samy Molcho, Körpersprache, 189ff.). Das ist normal.

Diese Geschichte stammt von mir aus dem Buch, von meinen Kollegen und Kollegin Katharina Lamprecht, Adrian Hürzeler, Martin Niedermann und mir,:

Wie der Storch zuhause blieb. 120 Geschichten zu Heimat und Fremde.

Ernst Reinhardt 2026. 139 Seiten.
(978-3-497-03344-7) kartoniert
€ [D] 29,90 / € [A] 30,80
Gedrucktes Buch, ISBN 978-3-497-03344-7
Auch als E-book erhältlich.

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Liebe Grüße,

Stefan

Ausländer

Die Geschichte kann eingesetzt werden, um Menschen einzuladen, aus dem Pauschalisieren von Aussagen über vermeintlich „fremde“ Menschen ins Spezifizieren zu kommen. Sie kann auch dazu dienen, so genannte Ausländer daran zu erinnern, aus welchen starken und stolzen Nationen sie stammen.

Das muss um 1990 gewesen sein, ich lebte damals in Leipzig. Es gab Ossis und Wessis, der Rest waren Ausländer. „Hau ab, du Ausländer!“ sagte irgendwo in der Stadt einer zu einem dunkelhäutigen Menschen. „Ich bin kein Ausländer!“ erwiderte der. „Was bist du dann?“ „Ich bin Nigerianer.“

Diese Geschichte stammt von mir aus dem Buch, von meinen Kollegen und Kollegin Katharina Lamprecht, Adrian Hürzeler, Martin Niedermann und mir,:

Wie der Storch zuhause blieb. 120 Geschichten zu Heimat und Fremde.

Ernst Reinhardt 2026. 139 Seiten.
(978-3-497-03344-7) kartoniert
€ [D] 29,90 / € [A] 30,80
Gedrucktes Buch, ISBN 978-3-497-03344-7
Auch als E-book erhältlich.

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Liebe Grüße,

Stefan

Amselküken

Die Geschichte kann helfen, Vorurteile aufgrund äusserlicher Unterschiede zu reflektieren. Es existieren trotz Unterschiede immer auch gemeinsame Ziele und Bedürfnisse.

Kennen Sie dieses Bild? Die jungen Amseln sind schon flügge, hüpfen aber auf dem Rasen herum und sperren die Schnäbel auf, damit die Großen ihnen Würmer geben. Am Anfang machen die das auch noch. Meine Mutter sagte einmal: „Eltern sind dazu da, um sich überflüssig zu machen.“

Diese Geschichte stammt von mir aus dem Buch, von meinen Kollegen und Kollegin Katharina Lamprecht, Adrian Hürzeler, Martin Niedermann und mir,:

Wie der Storch zuhause blieb. 120 Geschichten zu Heimat und Fremde.

Ernst Reinhardt 2026. 139 Seiten.
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Liebe Grüße,

Stefan