Die Geschichte kann erzählt werden, um zu verdeutlichen, dass es einen Punkt gibt, wo die frühere Fremde zur Heimat und die frühere Heimat zur Fremde geworden ist. Sie kann Menschen mit Migrationshintergrund erzählt werden, die sich am neuen Ort noch nicht zuhause fühlen und sich vielleicht nach ihrer alten Heimat sehnen oder Menschen, die leichtfertig meinen, Menschen, die seit Jahrzehnten hier (oder an einem anderen Ort) wohnen, könnten ohne weiteres an ihren Herkunftsort zurückkehren.
„Würdest du nach Amerika zurückgehen, wenn Papa etwas zustoßen würde?“, fragten wir als erwachsene Kinder unsere Mutter. „Ich bin ja Deutsche“, sagte sie. „Ich wohne jetzt seit dreißig Jahren hier. Da drüben ist nichts mehr, wie es war. Alles dort ist fremd für mich. Was soll ich da?“
Diese Geschichte stammt von mir aus dem Buch, von meinen Kollegen und Kollegin Katharina Lamprecht, Adrian Hürzeler, Martin Niedermann und mir,:
Wie der Storch zuhause blieb. 120 Geschichten zu Heimat und Fremde.
Ernst Reinhardt 2026. 139 Seiten.
(978-3-497-03344-7) kartoniert
€ [D] 29,90 / € [A] 30,80
Gedrucktes Buch, ISBN 978-3-497-03344-7
Auch als E-book erhältlich.
Das Buch mit weiteren Geschichten und Erklärungen könnt ihr ab sofort direkt in meinem
beziehen.
Liebe Grüße,
Stefan
