Die Sache mit dem Pendel

Animation hypno testVor Jahren hatte ich den Plan, mit einer Kollegin in Liechtenstein eine Ausbildung aufzubauen. Aus der Kooperation wurde nichts – die Ausbildung hat nie begonnen. Geblieben ist von den damaligen Plänen aber ein wunderschönes Souvenir. Ich hatte damals die Idee, ein animiertes Bild mit einem Pendel als Werbung zu erstellen Die Grafikerin Nanari Keller und ein in Programmierdingen begabter Student (damals noch Schüler) namens Sebastian Schwank haben dieses Bild für uns erstellt. „Funktioniert nicht? Lernen Sie’s richtig…“ lautete der Slogan. Wir waren überzeugt, es würde so nicht funktionieren. Beim Betrachten der unseres Werks fiel uns aber auf, dass der Spruch unter dem Bild gar nicht stimmt. Es funktioniert nämlich doch. Probiert’s einmal aus! Schaut drei Minuten auf das Pendel – und wenn ihr wollt, schreibt mir eure Erfahrung damit!

 

14 Gedanken zu „Die Sache mit dem Pendel

  1. Hallo, lieber Stefan Hammel,

    bei mir hat es leider nicht funktioniert. Außer etwas angestrengten Augen und sehr leichtem Schwindelgefühl habe ich nichts bemerkt. Oder sind das schon das beginnende Zeichen der Trance – kommt auf die Definition von „funktionieren“ an?
    Da ich selbst Hypnoseausbildungen nach Erickson gebe, hätte ich hier sehr gerne ein einfaches Werkzeug gehabt, schade! Ich werde das Bild aber im nächsten Kurs vorstellen – vielen Dank für den Hinweis!
    Und natürlich gebe ich Rückmeldung, wie es den Teilnehmern ergangen ist.
    Vielen Dank auch für die immer interessanten Beiträge und Anregungen!
    Ganz herzliche Grüße aus München
    Gertrud Plagge

  2. Liebe Gertrud Plagge,
    vielen Dank!
    Ich bin sehr gespannt auf Ihren Test mit den Teilnehmern!
    Es würde mich nicht wundern, wenn’s von vielen individuellen Faktoren abhängt, was das Bild mit einem macht.
    Falls es für Sie von Interesse ist: Eine MP3-Kurzhypnose, die nach den Rückmeldungen der Hörer offenbar sehr gut funktioniert (und nebenbei in Trancephänomene einführt), finden Sie unter http://www.stefanhammel.de/die-downloads/was-ist-hypnose.
    Neugierige Grüße,
    Stefan Hammel

  3. Lieber Stefan Hammel,
    als ich hiervon auf der Liste las musste ich es sofort ausprobieren. Meine These war: warum sollte es nicht funktionieren, schliesslich geht es im Wesentlichen um die Fokussierung auf einen monotonen Reiz.
    Im Selbsttest erlebte ich beides:
    Es funktioniert nicht mit dem Blick auf das gesamte Bild, da es sehr unruhig ist, viele Details und vom Pendel wegführende Linienführungen hat. Da es 2D ist – im Gegensatz zu einer realen Pendelsituation – wandern die Augen leichter – im 3dimensionalen Raum fokussieren die Augen auf eine Ebene und der Rest verschwimmt.
    Und – es funktioniert: Da ich es am Smartfon ausprobiert habe – kleines Bild – habe ich das pendel so gross gezoomt dass es in der Bewegung beide Bildkanten berührte und habe es mah vor mein gesicht gehalten. Irgendwann nervte mich das wuselige Umfeld des Pendels und ich wünschte mir das Bild eines Pendels im leeren Raum oder auf einer hellen neutralen Bühne …
    Voilá …
    Danke fürs Experiment! (und für das auch sonst so reiche Füllhorn hier)
    Beste Grüße
    Kerstin Weiberg

  4. Lieber Stefan,
    ich habe es gleich ausprobiert und folgendes festgestellt:
    Ich gehe üblicherweise über Blickfixation in Trance. Ich mag das für mich, weil es mir leicht fällt, fast von selbst funktioniert. Insofern war es mit dem Bild leicht für mich. Ich fand es lustig, wie sich das Bild – quasi hinter dem fixierten Pendel – veränderte, wie dann da zwei Köpfe waren und dergleichen Phänomene. Diese Phänomene – die ich eben auch sonst kenne – begannen mich anzustrengen und zu nerven. Das führte – wir mir auch sonst bekannt – dazu, dass ich die Augen schloss. Also alles genau das, was ich sonst auch kenne.
    Ich vermute, dass meine Erfahrungen mit dem Bild eben genau darauf zurückzuführen sind, dass ich a) willig war in Trance zu gehen b) Vertrauen in Trancephänomene habe und mich dem deswegen auch gern überlasse c) es gewohnt bin über Blickfixation in Trance zu gehen und es somit relativ egal ist, was ich fixiere.
    Es war eine nette Erfahrung und wenn es sich anbietet, werde ich es mit anderen probieren und gebe dann nochmal eine Rückmeldung, wie diese Leute es erlebt haben.
    Danke für Deine Idee und das Teilen. Danke für allen Input, den Du so bringst. Ich profitiere immer wieder davon.
    Viele Grüße Ulrike

  5. . . . bei mir ist es so, dsas Pendel dreht sich mal rechtsrum und dann auch wieder linksrum, manchmal hin und her oder vor und zurück. Also funktioniert es, nicht wahr? Frage mich gerade, was man sonst noch so alles damit machen kann.

    Viele Grüße und danke, Gabriele

  6. Lieber Stefan Hammel,

    – wenn ich drei Minuten dem Pendel hinterherschaue => zunächst bei mir zum umfokussieren auf das Pendel.

    – wenn ich bezüglich eines Themas einen ungewünschten und einen Ressourcen-Aspekt- kognitiv / emotional einbeziehe, und dabei -als Anwendung- dem Pendel hinterherschaue, bewirkt das bei mir eine Art bifokale Stimulation, mit entsprechender Körpersensation, als würde ich -wie beim EMDR- der raschen Bewegung einer Hand / Zeigefinger vor den Augen mit dem Blick folgen.

    sonst wähle ich gerne Wege in Trancen über individuell angenehme „Orte der Ruhe“; oder auch über einen „Blick ins Leere“ oder in die Ferne oder intuitiv gewählte Blick-Punkte, wie sie ja auch beim gazespotting im Brainspotting genutzt werden; oder auch über die Sprache der Möglichkeiten…möglichst offen halt

    vielen Dank für die Anregung und
    herzliche Grüße
    Birgitta Hosse

  7. Gerne doch!
    Ich habe auch festgestellt, dass es besser funktioniert, wenn ich nur einen weißen Hintergrund anstelle des Blogs mit der Schrift nebendran habe. Eigentlich wollte ich es großformatig zeigen, aber die Bildauflösung ist nicht so groß. Viele Grüße! SH

  8. Ich denke auch, dass die Erwartungshaltung, mit der man dran geht, eine große Rolle spielt. Ich freue mich, wenn du mir erzählst, wie es anderen damit ergangen ist! Und danke für den Dank…

  9. Schöne Anwendung, das für eine EMDR-Selbsthypnose zu verwenden…
    Ich stelle mir vor, für eine Eigentherapie könnte es nützlich sein, als Rahmensuggestion mit der eigenen Seele vorher zu vereinbaren: „Was immer passiert, wohin auch immer ich gehe, meine Gefühle sin d immer wohlreguliert. Nichts nimmt überhand, ich bin in guter Balance.“ Oder so ähnlich. 🙂

  10. Wow… ich habe nicht mal ganze 3 Minuten mitgemacht… bin danach innerlich beruhigt.. kann das sein? oder bilde ich es mir jetzt ein? 😀

    Liebe Grüße

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