🎥 Vorträge und Workshops der Internationalen Festivals 2018, Teil 6

Heute zeige ich euch im Monat Februar 2026 in Kooperation mit dem Verlag, Auditorium Netzwerk, kostenfrei den Workshop von meinem Freund und Kollegen aus Deutschland, Peter Schneider.

Ich zeige euch jeden Monat einen Vortrag oder Workshop, der im Rahmen des 1. Internationalen Festival des Therapeutischen Erzählens am 14.-16. Oktober 2016 und dem 2. Internationalen Festivals des Therapeutischen Erzählens, 05. – 07. Oktober 2018 in Otterberg (Pfalz) aufgenommen wurden.

Forschungsgeschichten vom Gehirn und vom Hören

von Peter Schneider.

Der Vortrag spannt einen Bogen zwischen außergewöhnlichen Hörfähigkeiten (absolutes Gehör, Obertonwahrnehmung, Synästhesie) und entwicklungs-, lern- und stressbedingten Hörschwierigkeiten (Beeinträchtigung des phonologischen Bewusstseins, Geräuschempfindungen, Tinnitus).

Dabei veranschaulicht Peter Schneider die Zusammenänge bei der Verarbeitung dessen, was wir hören, im Gehirn.
In aktuellen Verlaufsstudien mit musizierenden Kindern und Jugendlichen, Musikstudenten und Profimusikern zeigte sich sowohl auf der Ebene des Gehirns als auch des Verhaltens eine deutlich schnellere Entwicklung und bessere Lernfähigkeit als im Vergleich zu Nichtmusikern. Kinder, die ein Instrument lernen, können besser zuhören, sind aufmerksamer und haben weniger Probleme, ihre Hyperaktivität und Impulsivität zu kontrollieren. Darüber schneiden sie in Lese- und Rechtschreibetests besser ab. Außerdem zeigt sich, dass die Motivation, ein Musikinstrument zu lernen oder zu singen nicht nur von der Unterstützung des sozialen Umfelds, sondern auch von der Veranlagung im Gehirn abhängt. Wer für eine bestimmte Fähigkeit günstige Voraussetzungen mitbringt, wird leichter und mit mehr Begeisterung lernen. Die aktuellen vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter gemessenen Quer- und Längsschnittstudien geben darüber Auskunft, wie veranlagte, reifebedingte und neuroplastische Eigenschaften des Gehirns das musikalische Lernen, musikalische Fähigkeiten (absolutes oder relatives Gehör) und Hörschwierigkeiten (Tinnitus, Geräuschempfindlichkeit) beeinflussen. Die Identifizierung des eigenen Hörertyps liefert Schlüsselinformationen, die dazu beitragen können, den musikalischen Reifungsprozess mit geeigneten pädagogischen Maßnahmen zu begleiten und die Wahl geeigneter Musikinstrumente zu berücksichtigen. Für entwicklungs- oder lernauffällige Kinder mit ADHS, ADS oder Leserechtschreibschwäche können aus diesen Erkenntnissen adäquate Lernstrategien und neurologisch basierte Diagnosemöglichkeiten abgeleitet werden.

Die Aufnahme ist auch als DVD erhältlich, ca. 54 Min.

Zu beziehen ist der Vortrag bei 🔗 Auditorium Netzwerk oder in meinem 🔗 Onlineshop.

Viel Freude mit Peter,

euer Stefan.