{"id":63,"date":"2008-11-06T21:00:56","date_gmt":"2008-11-06T20:00:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/2007\/05\/03\/63\/"},"modified":"2008-11-08T00:21:20","modified_gmt":"2008-11-07T23:21:20","slug":"halte-deine-traume-fest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/2008\/11\/06\/63\/","title":{"rendered":"Aus der Tiefe des Sees&#8230;"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: Arial;\">&#8222;Woher haben Sie denn Ihre Geschichten&#8220;, hat mich letzte Woche bei einem Seminar auf der Burg F&#252;rsteneck eine Frau gefragt. &#8222;Aus der Tiefe des Sees&#8220;, hat eine andere geantwortet, noch ehe ich den Mund &#246;ffnen konnte. Ich glaube, die Fragerin konnte\u00a0diese Antwort nicht einordnen. Ich m&#246;chte aber hier erz&#228;hlen, worauf sich der Spruch bezieht. Gestattet mir daf&#252;r einen kleinen Umweg&#8230;<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: Arial;\">Ist es euch schon einmal passiert, dass ihr in einem Gespr&#228;ch versuchtet, euch an einen Namen zu erinnern? Er fiel und fiel euch nicht ein. Dann habt ihr euch etwas anderem zugewandt, dachtet nicht mehr daran, und pl&#246;tzlich \u2013 wie aus heiterem Himmel \u2013 wusstet ihr ihn. Offensichtlich hat euer Unbewusstes die Frage zielstrebig bis zur L&#246;sung weiterverfolgt, ohne dass ihr davon auch nur das Geringste bemerkt h&#228;tten. Als es die Antwort gefunden hatte, hat es sie \u201enach oben\u201c zum Bewusstsein gemeldet, um sie kommunizierbar zu machen. Es spricht viel daf&#252;r, dass auch die Bilderwelt der Tr&#228;ume bei Tag weiterwirkt, nur eben unterschwellig, so dass wir <em>bewusst<\/em> davon kaum etwas sehen und h&#246;ren. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: Arial;\">Es erfordert nur wenig &#220;bung, sich solche Traumbilder bewusst zu machen. Wenn wir w&#228;hrend Gespr&#228;chen darauf achten, welche inneren Bilder bei bestimmten markanten Worten oder auch ohne erkennbaren Anlass aus dem Unbewussten aufsteigen, er&#246;ffnet sich uns ein wahrer Reichtum. Diese Bilder fallen uns darum meist nicht auf, weil sie Sekundenbruchteile sp&#228;ter bereits von anderen Eindr&#252;cken &#252;berdeckt und dann vergessen werden. Wer solche innere Bilder f&#252;r die Therapie nutzbar machen will, muss lernen, sie einen Augenblick l&#228;nger in Gedanken festzuhalten und sie sich einzupr&#228;gen. Wie bei Tr&#228;umen sollte man das Bild selbst der Deutung des Bildes vorziehen. In der Therapie kann man dem Klienten etwa sagen: \u201eW&#228;hrend Sie geredet haben, sah ich vor mir dieses Bild\u2026 K&#246;nnen Sie damit etwas anfangen?\u201c Die Wirkung dieser einfachen Intervention ist oft verbl&#252;ffend.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: Arial;\">In eine Geschichte gefasst: <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial;\">\u201eWoher kommen denn deine Gedichte?\u201c, fragte man einen\u00a0Poeten. Er fragte zur&#252;ck: \u201eWoher kommen die Tr&#228;ume? Sie steigen auf wie Blasen aus einem tiefen See, dessen Grund ich nicht kenne. Und die ich entdecke, bevor sie auf dem Spiegel zerplatzen, sind mein.\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-family: Arial;\">(Die Geschichte stammt aus: S. Hammel, <a href=\"http:\/\/www.stefanhammel.de\/das-buch\">Der Grashalm in der W&#252;ste<\/a>)<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Woher haben Sie denn Ihre Geschichten&#8220;, hat mich letzte Woche bei einem Seminar auf der Burg F&#252;rsteneck eine Frau gefragt. &#8222;Aus der Tiefe des Sees&#8220;, hat eine andere geantwortet, noch ehe ich den Mund &#246;ffnen konnte. 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