{"id":5817,"date":"2026-07-10T08:00:00","date_gmt":"2026-07-10T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/?p=5817"},"modified":"2026-03-12T17:02:56","modified_gmt":"2026-03-12T17:02:56","slug":"die-strassenverkaeufer-von-phnom-penh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/2026\/07\/10\/5817\/","title":{"rendered":"Die Stra&#223;enverk&#228;ufer von Phnom Penh"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Einander wahrzunehmen und dem anderen zu zeigen, dass man ihn sieht, hat einen Wert. Die Geschichte kann erz&#228;hlt werden, um andere einzuladen, dem Unbehagen nicht auszuweichen, das wir in einem Gef&#228;lle von Macht und Ohnmacht erleben, sondern eine kraftvolle, w&#252;rdevolle Begegnung zu erm&#246;glichen, auch wenn diese nur einen Augenblick anh&#228;lt und die Unterschiede in den Handlungsm&#246;glichkeiten damit nicht aufgel&#246;st werden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wir gingen durch die Stra&#223;en von Phnom Penh. \u201eSir\u2026\u201c, \u201eM&#246;chten Sie\u2026?\u201c \u201eWollen Sie\u2026\u201c Einige boten eine F&#252;hrung an, andere eine von Blinden durchgef&#252;hrte Thai-Massage, einige wollten eine Spende f&#252;r Minenopfer mit amputierten Gliedma&#223;en, andere f&#252;r ein Kinderheim, wieder andere verkauften Souvenirs, Snacks, Getr&#228;nke, Regenschirme und Haushaltsgegenst&#228;nde. Bei vielen wussten wir gar nicht, was sie wollten&#8230; Manchmal waren es Erwachsene, &#246;fter Kinder, nicht selten zwanzig oder drei&#223;ig gleichzeitig: \u201eOnly one Dollar!\u201c Wir wichen den Blicken der Menschen aus. Wir schauten auf den Boden oder in die andere Richtung und sch&#252;ttelten den Kopf. \u201eNein, tut mir leid\u2026 Nein danke\u2026 nein, danke\u2026 nein, danke\u2026\u201c Doch die Menschen lie&#223;en nicht ab, sie folgten uns, fragten nochmals, fragten weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Irgendwann machte ich eine Entdeckung. Wenn ich den Kopf hob und dem Menschen in die Augen schaute, w&#228;hrend ich: \u201eNein, danke\u201c sagte, dann wurde ich nur einmal gefragt. Die Menschen anzuschauen, w&#228;hrend ich \u201eNein\u201c sagte, war etwas schmerzhaft. Aber sie schauten freundlich und ich tat es auch. F&#252;r einen Augenblick waren wir uns begegnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Geschichte stammt von mir aus dem Buch, von meinen Kollegen und Kollegin Katharina Lamprecht, Adrian H&#252;rzeler, Martin Niedermann und mir,:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Wie der Storch zuhause blieb. 120 Geschichten zu Heimat und Fremde.<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Storch1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"380\" height=\"604\" src=\"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Storch1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-5803\" style=\"width:238px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Storch1.png 380w, https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Storch1-189x300.png 189w\" sizes=\"auto, (max-width: 380px) 100vw, 380px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Ernst Reinhardt 2026. 139 Seiten.<br>(978-3-497-03344-7) kartoniert<br>\u20ac [D] 29,90 \/ \u20ac [A] 30,80<br>Gedrucktes Buch, ISBN 978-3-497-03344-7<br>Auch als E-book erh&#228;ltlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch mit weiteren Geschichten und Erkl&#228;rungen k&#246;nnt ihr ab sofort direkt in meinem<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">&#x1f517;&nbsp;<strong><a href=\"https:\/\/shop.stefanhammel.de\/startseite\/b%C3%BCcher-und-e-books\/#cc-m-product-20096596025\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Onlineshop<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>beziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Gr&#252;&#223;e,<\/p>\n\n\n\n<p>Stefan<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einander wahrzunehmen und dem anderen zu zeigen, dass man ihn sieht, hat einen Wert. 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