{"id":5815,"date":"2026-06-19T08:00:00","date_gmt":"2026-06-19T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/?p=5815"},"modified":"2026-03-12T17:03:06","modified_gmt":"2026-03-12T17:03:06","slug":"die-langsamkeit-der-grottenolme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/2026\/06\/19\/5815\/","title":{"rendered":"Die Langsamkeit der Grottenolme"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Die Geschichte kann als Metapher eingesetzt werden, um zu verdeutlichen, dass ein seltsamer, \u201cfremder\u201d Lebensraum auch Schutz bedeuten und Chancen bieten kann und dass es unter bestimmten Umst&#228;nden normal sein kann, wenn alles langsam vorangeht. Sie kann Menschen ermutigen, nachsichtig mit sich selbst und anderen zu sein und gleichzeitig auf ihr Potential f&#252;r Anpassung und Entwicklung zu vertrauen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Im k&#252;hlen Dunkel einer H&#246;hle geht alles ein bisschen langsamer. Das hei&#223;t nicht, dass nichts geht. Es hat nur einen anderen Rhythmus. Die Grottenolme beispielsweise, die leben l&#228;nger als jedes andere Amphib. 70 Jahre, hundert Jahre, ganz genau wei&#223; das keiner. Geschlechtsreif werden sie erst mit etwa 16 Jahren, und auch dann vermehren sie sich, soweit man wei&#223;, nur etwa einmal alle Dutzend Jahre. Die Grottenolme haben Zeit. Trotzdem gibt es sie, schon lange, Millionen Jahre. Grottenolme m&#246;gen eine best&#228;ndige Umgebung: Die gleiche Temperatur, die gleiche Feuchtigkeit, die gleiche Dunkelheit, die gleichen H&#246;hleng&#228;nge immerzu. Dennoch sind sie sehr anpassungsf&#228;hig &#8211; wenn man ihnen Zeit gibt.&nbsp; Sie k&#246;nnen lernen, am Licht zu leben und, wenn sie das Licht in jungen Jahren kennenlernen, auch ihre Augen nutzen, die sich in den dunklen Grotten normalerweise zur&#252;ckbilden. Es gibt auch ein paar Grottenolme, die au&#223;erhalb von H&#246;hlen leben. So k&#246;nnen sie wandern und andere H&#246;hlen erreichen, die ihnen ausgezeichneten Schutz vor allen m&#246;glichen Verfolgern bieten.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Geschichte stammt von mir aus dem Buch, von meinen Kollegen und Kollegin Katharina Lamprecht, Adrian H&#252;rzeler, Martin Niedermann und mir,:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Wie der Storch zuhause blieb. 120 Geschichten zu Heimat und Fremde.<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Storch1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"380\" height=\"604\" src=\"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Storch1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-5803\" style=\"width:250px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Storch1.png 380w, https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Storch1-189x300.png 189w\" sizes=\"auto, (max-width: 380px) 100vw, 380px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Ernst Reinhardt 2026. 139 Seiten.<br>(978-3-497-03344-7) kartoniert<br>\u20ac [D] 29,90 \/ \u20ac [A] 30,80<br>Gedrucktes Buch, ISBN 978-3-497-03344-7<br>Auch als E-book erh&#228;ltlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch mit weiteren Geschichten und Erkl&#228;rungen k&#246;nnt ihr ab sofort direkt in meinem<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">&#x1f517;&nbsp;<strong><a href=\"https:\/\/shop.stefanhammel.de\/startseite\/b%C3%BCcher-und-e-books\/#cc-m-product-20096596025\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Onlineshop<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>beziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Gr&#252;&#223;e,<\/p>\n\n\n\n<p>Stefan<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte kann als Metapher eingesetzt werden, um zu verdeutlichen, dass ein seltsamer, \u201cfremder\u201d Lebensraum auch Schutz bedeuten und Chancen bieten kann und dass es unter bestimmten Umst&#228;nden normal sein kann, wenn alles langsam vorangeht. 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