{"id":4758,"date":"2023-04-03T10:59:00","date_gmt":"2023-04-03T10:59:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/?p=4758"},"modified":"2023-01-17T11:29:20","modified_gmt":"2023-01-17T11:29:20","slug":"buchtipp-april","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/2023\/04\/03\/4758\/","title":{"rendered":"Buchtipp April"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Buchtipp im Monat April wurde von meinem Kollegen Peter Stimpfle, Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut (approb.), verfasst. Er schreibt zu dem Buch von <strong>Lamprecht \/ Hammel \/ H&#252;rzeler \/ Niedermann<\/strong> (2021), <\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;<strong>Wie der Tiger lieben lernte. 120 Geschichten zum Umgang mit psychischen Trauma.<\/strong>&#8222;:<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Tiger-Buch.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"270\" height=\"429\" src=\"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Tiger-Buch.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4759\" srcset=\"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Tiger-Buch.jpg 270w, https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Tiger-Buch-189x300.jpg 189w\" sizes=\"auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px\" \/><\/a><figcaption>Quelle: Ernst Reinhardt Verlag. 1. Auflage 2021. 180 Seiten.<br>\u00a0<br>(978-3-497-03017-0) kt<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Ein Tiger der lieben lernt? Beim Lesen dieses Titels k&#246;nnte man vermuten, dass es sich um ein Kinderbuch handelt. Jedoch zeigen die Autorinnen, wie Geschichten und Metaphern psychotherapeutisch so eingesetzt werden k&#246;nnen, dass abgespaltene traumatische Erfahrungen und dahinter verborgene Blockaden aufgel&#246;st werden k&#246;nnen. Der Tiger symbolisiert dabei die durch traumatische Erfahrungen unterdr&#252;ckte Lebenskraft im Sinne der Somatic Experiencing Traumatherapie, welche bereits 1969 von Levine entwickelt wurde. Ziel ist es dabei, die Lebenskraft durch heilsame Impulse zu reaktivieren. Insgesamt 120 Geschichten werden mit Anregungen f&#252;r den therapeutischen Einsatz dargestellt. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch beginnt bei der Traumapr&#228;vention, sei es ganz simpel mit der Affirmation \u201eselber atmen\u201c bis hin zur Illustration, wie das Erlernen eines Selbstbehauptungstrainings einer Betroffenen half rechtzeitig und deutlich Einhalt zu gebieten. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Zusammenhang mit traumatischen Erfahrungen kommt es h&#228;ufig zu Erstarrungen (Freeze-Reflex), f&#252;r deren Behandlung ebenfalls Geschichten und Metaphern angeboten werden, wie etwa die Geschichte &#252;ber das Auftauen von &#214;tzi, die darstellt, wie eingefrorene Gef&#252;hle wie Angst, Ekel, Scham und Schmerz auftauchen und abflie&#223;en k&#246;nnen. Traumabehandlung erfordert \u201eGeduld und Zuversicht im &#220;berwinden\u201c. Das wird anhand von Metaphern wie dem Bau eines Domes und der Suche nach Minen dargestellt. <\/p>\n\n\n\n<p>Im vierten Kapitel wird ein \u201eneuer Blick auf scheinbar schlechte Reaktionen\u201c im Sinne eines Reframings er&#246;ffnet, so dass die Krise zur Chance werden kann. \u201eZugeh&#246;rigkeit erleben lassen\u201c erm&#246;glicht es Sicherheit und Halt durch neue Gemeinschaft zu entwickeln. Dies kann verbunden sein mit Trauer und Flucht, wie die Geschichte \u201eNektar des Lebens\u201c zeigt: Zuversicht nach schweren Verlusten wieder aufzubauen erscheint schwierig und wird anhand des Aufbl&#252;hens und Verfallens von Bl&#252;ten sowie der n&#228;chstj&#228;hrlichen Wiederkehr illustriert. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Kapitel \u201eBeziehungen entlasten\u201c wird dargestellt wie \u201eFamilienbande\u201c genutzt werden k&#246;nnen, um Traumata zu bew&#228;ltigen. Weiterhin wird beschrieben, wie die Nachkonditionierung von traumatischen Reaktionen dabei unterst&#252;tzt, wieder eine aktiv gestaltende Rolle im Leben einzunehmen. Abschlie&#223;end darf es nicht an \u201eAuss&#246;hnung, G&#252;te, Selbstvers&#246;hnung\u201c fehlen, um zu einem guten Abschluss der Traumatherapie zu kommen. Auch zu dieser Entwicklungsphase geben die Autorinnen viele anregende Geschichten an die Hand.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch empfiehlt sich gerade auf Grund der vielen konkreten Anregungen und ist sehr hilfreich f&#252;r den Einsatz in der psychotherapeutischen Praxis.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielen Dank f&#252;r deine wertvolle Rezension lieber Peter. Wenn ihr Lust bekommen habt, direkt im Buch weiterzu lesen besucht gerne meinen <strong><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/shop.stefanhammel.de\/startseite\/buecher-und-e-books\/\" target=\"_blank\">Onlineshop<\/a><\/strong> und der Tiger kommt zu euch nach Hause.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Buchtipp im Monat April wurde von meinem Kollegen Peter Stimpfle, Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut (approb.), verfasst. 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