{"id":4683,"date":"2023-10-22T08:00:00","date_gmt":"2023-10-22T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/?p=4683"},"modified":"2023-01-12T12:48:00","modified_gmt":"2023-01-12T12:48:00","slug":"schoene-gruesse-aus-dem-himmel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/2023\/10\/22\/4683\/","title":{"rendered":"Sch&#246;ne Gr&#252;&#223;e aus dem Himmel"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/mountains-g59202c17c_1920.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"678\" src=\"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/mountains-g59202c17c_1920-1024x678.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4684\" srcset=\"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/mountains-g59202c17c_1920-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/mountains-g59202c17c_1920-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/mountains-g59202c17c_1920-768x509.jpg 768w, https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/mountains-g59202c17c_1920-1536x1018.jpg 1536w, https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/mountains-g59202c17c_1920-453x300.jpg 453w, https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/mountains-g59202c17c_1920.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Quelle: Pixabay (https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/berge-feld-wolken-sonnenlicht-3048299\/)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>\u201cIch habe etwas Seltsames erlebt\u201d, erz&#228;hlte ein Therapeut bei einem Treffen mit Kollegen. \u201cEine Familie hat mich aufgesucht \u2013 Vater, Mutter und eine Jugendliche. Sie haben erz&#228;hlt, dass sie st&#228;ndig Streit haben, weil die Eltern meinen, dass die Tochter keine Schulaufgaben macht, wenn sie sie nicht st&#228;ndig ermahnen und die Tochter sagt, das st&#228;ndige Ermahnen nervt so, dass sie keine Lust mehr darauf hat \u2013 ohne diese Aufforderungen w&#252;rde sie sie viel eher machen. Ich habe ihnen gesagt: \u201cNehmt euch eine 1-Euro-M&#252;nze und werft sie jeden Morgen zusammen. Wenn der Adler f&#228;llt, d&#252;rfen die Eltern die Tochter nicht ermahnen und die Tochter kann beweisen, dass sie die Schulaufgaben trotzdem und noch viel besser macht, wenn die Eltern nichts sagen. Wenn die Zahl f&#228;llt, d&#252;rfen die Eltern so viel ermahnen, wie sie wollen und die Tochter darf sich nicht dar&#252;ber beklagen und soll m&#246;glichst so reagieren, als ob ihr die Ermahnungen gar nichts ausmachen.\u201d Eine Woche sp&#228;ter kamen sie wieder. \u201cWir hatten eine gro&#223;artige Woche. &#220;berhaupt kein Streit!\u201d, berichteten die Eltern. \u201cAber es ist ja auch siebenmal der Adler gefallen\u201d, warf die Tochter ein. Ich schaute sie &#252;berrascht an. \u201cDie Wahrscheinlichkeit, dass so etwas passiert, ist \u2013 lasst mich rechnen \u2013 1:128, kleiner als ein Prozent. Das ist sicher nicht zuf&#228;llig so gekommen. Wie hast du das gemacht?\u201d Die Tochter l&#228;chelte mich an und sagte: \u2018Ich habe jedesmal, bevor ich die M&#252;nze geworfen habe, mit meiner gestorbenen Oma geredet und ihr gesagt: \u2018Lass den Adler fallen!\u2019\u2019 \u2018Jetzt, wo deine Eltern deinen Trick kennen, k&#246;nnen sie ja auch mit deiner Oma sprechen. Wer wei&#223;, was sie dann macht&#8230; Obwohl, so wie ich Omas kenne, h&#246;rt sie wahrscheinlich mehr auf ihre Enkelin als auf ihren Sohn&#8230;\u2019 \u2018Es ist schon komisch mit meiner Mutter\u201d, warf der Vater der Familie pl&#246;tzlich ein. \u2018Ein paar Tage nach der Beerdigung stand ich nochmal abends an ihrem Grab. Es war ein sonnenloser, tr&#252;ber, verhangener Tag. \u2018Gib mir ein Zeichen, wenn du irgendwo bist\u2019, habe ich laut gesagt. \u2018 In diesem Moment ist ein kleines Wolkenfenster aufgerissen, genau da, wo die Sonne war. Die Strahlen haben mich und das Grab f&#252;r ein, zwei Sekunden hell beleuchtet. Dann ging das Wolkenfenster zu. Verwundert und verwirrt bin ich zum Auto gegangen.\u201d\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cMir ist etwas &#196;hnliches passiert\u201d, ergriff ein Kollege das Wort. \u201cEine Frau kam zu mir, weil sie ein Coaching-Business er&#246;ffnen wollte, aber es kam nicht in die G&#228;nge. In unserem Gespr&#228;ch hat sie mir von ihrem Cousin erz&#228;hlt, ein Tausendsassa, der alles konnte, dem alles leichtfiel, immer gut gelaunt, von allen hoch gelobt, der Liebling der Erwachsenen. \u201cIch stand in seinem Schatten. Ich war so froh, als er mit zw&#246;lf von einem Lastwagen &#252;berfahren wurde.\u201d \u201cRespekt\u201d, habe ich gedacht. \u201cDie Frau ist ehrlich.\u201d Laut habe ich gesagt: \u201cWenn Sie sich Ihren Cousin jetzt vorstellen, irgendwo im Himmel oder wo er auch ist, wie sieht er aus?\u201d \u201cDer sitzt auf einer Palmeninsel, schlenkert mit den Beinen, ist l&#228;ssig drauf und l&#228;sst sich\u2019s gut gehen.\u201d \u201cIhr Cousin ist doch so begabt. K&#246;nnten Sie den nicht vielleicht mal fragen, ob der Ihnen ein paar Auftr&#228;ge an Land zieht?\u201d \u201cJa, warum nicht. Der hilft bestimmt gern&#8230;\u201d&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Woche darauf hat sie mich angerufen: \u201cIch kann leider nicht kommen. Der Neckermann-Konzern hat eine Serie von Sitzungen f&#252;r ihre Mitarbeiter gebucht, und dann wollen eine Anzahl Bekannte und Kollegen von fr&#252;her Coachings haben. Au&#223;erdem hat der WDR angefragt, ob sie n&#228;chste Woche ein Radio-Feature mit mir machen k&#246;nnen. Da muss ich mich vorbereiten.\u201d&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cIch war abends nach den Therapien ein bisschen m&#252;de und hab mich in den Garten gesetzt und den Sternenhimmel angeschaut\u201d, sagte der dritte Kollege.\u201d Dabei habe ich an meinen verstorbenen Gro&#223;vater gedacht. \u2018Hallo Gro&#223;papa\u2019, habe ich gesagt. Ich hatte noch keine Viertelsekunde ausgeredet, da ist ein Meteor &#252;ber den Himmel gesaust. \u2018Das ist komisch\u2019, habe ich gesagt. \u2018Als h&#228;ttest du geantwortet. Ich nehme es als einen Gru&#223; vom Himmel.\u2019 Seltsam ber&#252;hrt habe ich nochmal gesagt: \u2018Hallo Gro&#223;papa!\u2019 Und nochmal \u2013 keine Viertelsekunde sp&#228;ter kam aus derselben Richtung ein Meteor &#252;ber den Himmel geschossen. Ein drittes Mal habe ich es versucht. Vielleicht fand der Himmel dann, es langt jetzt mal. Jedenfalls blieb er dunkel.\u201d&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Diese Geschichten haben sich so ereignet bzw. wurden so von Klienten berichtet. Sie k&#246;nnen eingesetzt werden, um Klienten einzuladen, in Krisen ihre spirituelle Seite wiederzuentdecken und mit M&#246;glichem zu rechnen, welches den Bereich des Wahrscheinlichen &#252;berschreitet. Sie k&#246;nnen auch erz&#228;hlt werden, um trauernden Menschen die Sichtweise nahezubringen: \u201cDer Tag, an dem dein Partner (Vater, Mutter, Kind, etc.) gestorben ist, ist der erste Tag eurer unsichtbaren Beziehung.\u201d<\/em>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Geschichte stammt von Stefan Hammel und ist in dem Buch <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/shop.stefanhammel.de\/startseite\/buecher-und-e-books\/\" target=\"_blank\">&#8222;<\/a><a href=\"https:\/\/shop.stefanhammel.de\/startseite\/neuheiten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wie das Nashorn Freiheit fand. 120 Geschichten zu Krise und Entwicklung<\/a>.\u201c zu finden. Die Geschichte geh&#246;rt zum Kapitel &#8220; II Die Gruppe: Krisenbew&#228;ltigung und gemeinsame Entwicklung in Partnerschaft und Familie, Schule, Beruf und Freizeit\u00a0\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201cIch habe etwas Seltsames erlebt\u201d, erz&#228;hlte ein Therapeut bei einem Treffen mit Kollegen. \u201cEine Familie hat mich aufgesucht \u2013 Vater, Mutter und eine Jugendliche. 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