{"id":4652,"date":"2023-06-04T08:00:00","date_gmt":"2023-06-04T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/?p=4652"},"modified":"2023-01-12T10:26:56","modified_gmt":"2023-01-12T10:26:56","slug":"roland-in-der-wueste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/2023\/06\/04\/4652\/","title":{"rendered":"Roland in der W&#252;ste"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/road-g0df117794_1920.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/road-g0df117794_1920-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4653\" srcset=\"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/road-g0df117794_1920-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/road-g0df117794_1920-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/road-g0df117794_1920-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/road-g0df117794_1920-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/road-g0df117794_1920-450x300.jpg 450w, https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/road-g0df117794_1920.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Quelle: Pixabay (https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/stra%c3%9fe-sandstein-sonnenuntergang-1303617\/)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Vor vielen Jahren fuhr ein Freund von mir durch eine sehr entlegene Gegend im Westen Australiens. Er durchquerte mit seinem Auto ein Aborigine-Reservat, eine Gegend, wo man nur durchfahren, aber keinesfalls anhalten und schon gar keinen Kontakt mit den Ureinwohnern aufnehmen durfte \u2013 zu deren Schutz wie auch zur eigenen Sicherheit. Dort, in der sengenden Sonne der australischen W&#252;ste hatte er eine Autopanne. Zuerst versuchte er sein Auto zu reparieren, dann wartete er, ob irgendwann ein Autofahrer vorbeik&#228;me, und als das &#252;ber viele Stunden hinweg nicht geschah, machte er sich zu Fu&#223; auf den Weg. Wenn er einige Stunden liefe, so war sein Gedanke, k&#246;nnte er eine Tankstelle erreichen, wo er Hilfe finden w&#252;rde. Soweit kam er aber nicht, denn eine Gruppe bewaffneter Krieger umstellte ihn und f&#252;hrte ihn zu ihrem H&#228;uptling. Er versuchte, seine Situation zu erkl&#228;ren, scheiterte aber an der Sprachbarriere. Viele Wochen lang wurde er dort als Gefangener gehalten und musste f&#252;r den Stamm Arbeiten verrichten, die man ihm zeigte. Einmal war er allein bei der Arbeit, als er ein Motorenger&#228;usch h&#246;rte. Ein Flugzeug! Er zog sein Hemd aus, band es als Fahne an einen Stecken und winkte und winkte&#8230; Das Flugzeug kreiste ein paar Mal um ihn und verschwand wieder. Am n&#228;chsten Tag erschien ein Hubschrauber und landete direkt neben dem Lager. Einige M&#228;nner sprangen heraus, er lief ihnen entgegen, sie schoben ihn in den Helikopter, schlossen die T&#252;r und hoben ab.\u202f\u202f\u00a0 \u00a0<br>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>\u201c<em>Ich habe die Schule nicht so gerne gemocht, dass ich sie noch ein Jahr l&#228;nger besuchen wollte\u201d, sage ich manchmal zu Sch&#252;lern, die zu mir geschickt werden, weil ihre Versetzung gef&#228;hrdet ist. \u201cWenn das f&#252;r dich auch so ist, dann lass uns sehen, was wir daf&#252;r tun k&#246;nnen, dass du so kurz wie m&#246;glich da bist.\u201d Dann entwickeln wir miteinander eine Reihe von Spielen, mit denen sie aus Spa&#223; und Interesse anstatt f&#252;r Noten lernen k&#246;nnen.<\/em>\u202f&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Diese Geschichte habe ich einem 16j&#228;hrigen M&#228;dchen erz&#228;hlt, die erz&#228;hlte, sie habe Schwierigkeiten, zu lernen, wenn der Unterricht kein Dialog ist und ihr nur Fakten zum Auswendiglernen vorgesetzt werden, aber keine Geschichten mit Relevanz f&#252;r ihr Leben, und wenn alles gleich pr&#228;sentiert wird und wenn sie nicht kreativ sein kann und etwas Eigenes damit machen&#8230;<\/em>\u202f\u00a0\u00a0\u00a0<em>Die Geschichte anerkennt, dass die Situation des Klienten schwierig ist, ohne daraus zu schlie&#223;en, dass sie unl&#246;sbar sei. Sie kann eingesetzt werden, um Mut zu machen, dass es selbst aus der aussichtslosesten Situation Rettung geben kann \u2013 vor allem, wenn die Betroffenen den Blick f&#252;r Chancen, die sich bieten, offenhalten. So sch&#228;rft sie den Blick f&#252;r Auswege, ohne eine bestimmte, konkrete L&#246;sung zu verhei&#223;en, was sonst in ein \u201eJa, aber\u2026\u201c des Klienten oder in eine Entt&#228;uschung m&#252;nden k&#246;nnte, wenn sich nicht genau die angek&#252;ndigten Chancen er&#246;ffnen.\u00a0<\/em><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Diese Geschichte stammt von Stefan Hammel und ist in dem Buch <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/shop.stefanhammel.de\/startseite\/buecher-und-e-books\/\" target=\"_blank\">&#8222;<\/a><a href=\"https:\/\/shop.stefanhammel.de\/startseite\/neuheiten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wie das Nashorn Freiheit fand. 120 Geschichten zu Krise und Entwicklung.<\/a>\u201c zu finden. Die Geschichte geh&#246;rt zum Kapitel &#8220; I Der Einzelne: Bew&#228;ltigung individueller Krisen und Entwicklung der Pers&#246;nlichkeit\u201c.<\/h1>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor vielen Jahren fuhr ein Freund von mir durch eine sehr entlegene Gegend im Westen Australiens. 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