{"id":3984,"date":"2021-01-09T15:00:00","date_gmt":"2021-01-09T15:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/?p=3984"},"modified":"2021-01-05T13:36:55","modified_gmt":"2021-01-05T13:36:55","slug":"eine-gute-nacht-geschichte-schaefchen-zaehlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/2021\/01\/09\/3984\/","title":{"rendered":"Eine Gute-Nacht-Geschichte: &#8222;Sch&#228;fchen z&#228;hlen&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p>Hier ist eine sehr sch&#246;ne Trance-Geschichte, um Kinder in den Schlaf zu begleiten. <\/p>\n\n\n\n<p>(Vielleicht auch Erwachsene? Oder uns selbst?) Sehr cool, finde ich. Vielleicht probiert ihr die Geschichte einmal bei euren Kindern oder Eltern oder auch beim Partner bzw. der Partnerin aus. <\/p>\n\n\n\n<p>In ganz normalem Tonfall und normaler Sprechgeschwindigkeit anfangen und dann zunehmend langsamer und pausenreicher sprechen, gern so ein bisschen in M&#228;rchenonkel- oder M&#228;rchentanten-Stimme . Und schauen, was passiert! <\/p>\n\n\n\n<p>Verfasst hat die Geschichte meine Kollegin Livia Sold.<\/p>\n\n\n\n<p>Lieben Gru&#223; und Gute Nacht \ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\n<p>Stefan Hammel<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"543\" src=\"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/sheep-1305432_1920-1024x543.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3985\" srcset=\"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/sheep-1305432_1920-1024x543.jpg 1024w, https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/sheep-1305432_1920-300x159.jpg 300w, https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/sheep-1305432_1920-768x407.jpg 768w, https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/sheep-1305432_1920-1536x814.jpg 1536w, https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/sheep-1305432_1920-500x265.jpg 500w, https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/sheep-1305432_1920.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>pixabay<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Dein kleiner Hund\u2026 ein kleiner Hund, genau wie dieser, der lernte und lebte bei einem Sch&#228;fer. Und an einem Abend kletterte der kleine Hund nach einem langen Tag auf der gro&#223;en Wiese in sein K&#246;rbchen. Er war sehr m&#252;de, aber noch viel zu aufgeregt zum Einschlafen. Er h&#252;pfte immer noch im K&#246;rbchen herum, so wie es die kleinen Sch&#228;fchen immer auf der Wiese machen. Der kleine Hund, der mag die kleinen Sch&#228;fchen n&#228;mlich sehr, weil die so lustig sind.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Und er erinnerte sich daran, wie der Sch&#228;fer einmal gesagt hatte: Komm, wir wollen doch mal sehen, wieviele Schafe unsere Herde eigentlich hat. Heute Abend schlafen alle mal im Stall und beim Reingehen z&#228;hle ich sie.<\/p>\n\n\n\n<p>Die vielen Schafe auf der Wiese fanden es gar nicht so schlecht, mal im Stall schlafen zu d&#252;rfen. Sch&#246;n warm, im frischen Stroh, ein bisschen Heu zum anknabbern hier und da, ged&#228;mpftes Licht, kuschelig\u2026 und so waren sie einverstanden, in den Stall zu gehen, als es Abend wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten Schafe machten sich auf den Weg, und als sie durch die T&#252;r gingen, machte der<br>Sch&#228;fer Striche auf eine Liste, auf ein Blatt Papier, mit dem Bleistift, so\u2026 eins, zwei, drei, vier, f&#252;nf, sechs, sieben\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Nur die kleinen Schafe, die wollten lieber noch drau&#223;en spielen. Eins war besonders munter und sagte zu den anderen: Kommt, wir bleiben ganz hinten, dann k&#246;nnen wir am l&#228;ngsten drau&#223;en sein. Und sie versteckten sich ein bisschen zwischen den vielen Schafen und wanderten so langsam ganz nach hinten\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Und an der Stallt&#252;r gingen weiter Schafe in den Stall und der Sch&#228;fer z&#228;hlte: 26, 27, 28, 29, 30, 31\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Und im Stall wurde es langsam gem&#252;tlich. Die Schafe kuschelten sich in das sch&#246;ne Heu und aneinander, und es war warm und behaglich, so sch&#246;n aneinandergekuschelt, und hier und da m&#228;&#228;hhte nochmal eins, und die ersten machten schon die Augen zu, so sch&#246;n, war es da.<\/p>\n\n\n\n<p>Und der Sch&#228;fer z&#228;hlte: 56, 57, 58\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Und immer mehr Schafe gingen in den Stall und wurde immer voller und kuschliger und<br>gem&#252;tlicher, mit den ganzen weichen, warmen, wuschlig-wolligen Schafen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Drau&#223;en wurde das erste der kleinen Schafe so m&#252;de, dass es irgendwann zu den anderen sagte: \u201eAch Leute, ich geh schonmal rein. Bis sp&#228;ter!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Und bevor irgendeins von den anderen kleinen Schafen noch irgendwas sagen konnte, war es zwischen die gro&#223;en Schafe geschl&#252;pft und als es in den Stall kam, suchte es sich die sch&#246;nste Kuschelecke &#252;berhaupt aus und da waren ja auch schon so viele andere Schafe zum ankuscheln und so strampelte es ein bisschen, bis es ganz im warmen weichen Stroh vergraben war und so am R&#252;cken kuschelte es sich an ein gro&#223;es Schaf und machte die Augen zu und h&#246;rte zu, wie die anderen Schafe atmeten\u2026 und manchmal machte irgendwo eins ganz leise M&#228;&#228;&#228;&#228;h\u2026 vielleicht schon im Traum\u2026 und es war ganz froh, dass es schon drin war und es so gem&#252;tlich hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Und der Sch&#228;fer z&#228;hlte: 72, 73, 74, 75\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Und die Schafe gingen in den Stall, eins nach dem anderen. Und es wurden immer weniger<br>Schafe drau&#223;en. Da sagten die kleinen Schafe zu dem muntersten von allen, das noch immer nicht hinein wollte: Wir gehen jetzt auch rein. Da drin ist es sch&#246;n warm und hier wird es dunkel und alle gehen rein, wir wollen auch in das warme Stroh und mit den anderen kuscheln.<\/p>\n\n\n\n<p>Und so gingen sie mit den anderen Schafen auch zum Stall.<\/p>\n\n\n\n<p>Und der Sch&#228;fer z&#228;hlte: 89, 90, 91\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Und drau&#223;en stand immer noch das kleine Schaf. Die anderen Schafe waren schon fast am Stall. Alleine war\u2019s auch gar nicht mehr so lustig. Ganz viele von den anderen Schafen waren schon im Stall, die anderen waren unterwegs da hin\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Und da sp&#252;rte das kleine Schaf, dass es doch auch schon sehr m&#252;de war. Und es dachte an das warme weiche Stroh und die gro&#223;en, warmen, wuschlig-weichen Schafe\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Und so schaute es zum Stall und ging los, und obwohl es schon nur noch ganz langsam gehen konnte, holte die letzten Schafe noch ein und stellte sich schnell noch mit an und die letzten Schafe gingen durch die T&#252;r und der Sch&#228;fer z&#228;hlte, auch das kleine Sch&#228;fchen z&#228;hlte er nat&#252;rlich: 98, 99, 100.<\/p>\n\n\n\n<p>Hundert Schafe hatte der Sch&#228;fer also. Das kleine Sch&#228;fchen fand gleich seine Freunde und einen kuschligen Schlafplatz. Und der kleine Hund hatte die ganze Zeit zugeschaut, wie die Schafe in den Stall gingen und der Sch&#228;fer z&#228;hlte und Striche machte. Hundert Schafe. So viele. Und der Sch&#228;fer legte Liste und Stift in die Schublade des kleinen Tischchens am Stalleingang, machte das Licht noch ein kleines bisschen d&#228;mmriger, schloss die Stallt&#252;r, und ging mit dem kleinen Hund ins Wohnhaus, wo schon das Abendessen wartete.<\/p>\n\n\n\n<p>Da merkte auch der kleine Hund, wie m&#252;de er war. Und er kuschelte sich in sein K&#246;rbchen, so wie die Schafe im Stall aneinander, und es war warm und weich und mollig, und er h&#246;rte den Sch&#228;fer in der K&#252;che noch ein wenig herumklappern\u2026 aber das interessierte ihn schon gar nicht mehr so, denn er hatte schon l&#228;ngst die Augen zugemacht und tr&#228;umte\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Und Du jetzt auch. Gute Nacht \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier ist eine sehr sch&#246;ne Trance-Geschichte, um Kinder in den Schlaf zu begleiten. (Vielleicht auch Erwachsene? Oder uns selbst?) Sehr cool, finde ich. 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