{"id":368,"date":"2007-12-02T12:37:43","date_gmt":"2007-12-02T11:37:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/2007\/12\/02\/368\/"},"modified":"2007-12-03T01:10:47","modified_gmt":"2007-12-03T00:10:47","slug":"buergerkrieg-und-buergerfrieden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/2007\/12\/02\/368\/","title":{"rendered":"B&#252;rgerkrieg und B&#252;rgerfrieden"},"content":{"rendered":"<p>Diese Geschichte erz&#228;hle ich vorwiegend in der Therapie bei Allergien, Entz&#252;ndungen und Autoimmunerkrankungen.<\/p>\n<p>In Pampelonien gab es einstmals einen B&#252;rgerkrieg. Und das kam so: Eines Abends h&#246;rten die W&#228;chter auf der k&#246;niglichen Burg Sch&#252;sse aus der Ferne. Am Horizont im Westen sahen sie eine Rauchs&#228;ule aufsteigen. \u201eRevolution!\u201c riefen sie. \u201eDas Land ist in Gefahr!\u201c Eine Einheit der k&#246;niglichen Armee bewaffnete sich, sattelte ihre Pferde und ritt los. Sie folgten der Richtung der Rauchs&#228;ule. Der Weg f&#252;hrte sie in einen gro&#223;en, tiefen Wald. Es war schon dunkel, als sie in der Gegend eintrafen, wo die Sch&#252;sse ert&#246;nt waren. Schlie&#223;lich sahen sie auf einer Waldlichtung<!--more--> den Schein eines Feuers. Was ihnen zun&#228;chst als ein brennendes Haus erschien, erwies sich nun als ein sehr gro&#223;es Lagerfeuer, um das sich eine gro&#223;e Zahl bewaffneter B&#252;rger versammelt hatte. \u201eRebellen\u201c, fl&#252;sterte der Kommandant. Leise umzingelten sie die Lichtung. Dann traten sie vor. Der Kommandant rief: \u201eErgebt euch! Wir sind in der &#220;berzahl.\u201c Die M&#228;nner auf der Lichtung schreckten auf. \u201eR&#228;uber!\u201c rief einer von ihnen und \u201eWilderer!\u201c ein anderer. Sie sprangen auf und er&#246;ffneten das Feuer. Zu sp&#228;t erkannten sie die Uniformen der k&#246;niglichen Armee. Die Soldaten begriffen nun zwar allm&#228;hlich, dass sie es mit einer Versammlung von J&#228;gern zu tun hatten, die nach einer Treibjagd bei Wein und einem guten Braten beisammen sa&#223;en. Doch schon waren sie in ein Gefecht verwickelt, und bald darauf kamen die Bewohner des nahe gelegenen Dorfes den J&#228;gern mit Sensen und Mistgabeln zu Hilfe, um mit ihnen die vermeintlichen R&#228;uber zu vernichten. Was sollte der Kommandant nun tun? \u201eDas Feuer einstellen!\u201c rief er. Er lie&#223; zum R&#252;ckzug blasen und zog seine Soldaten von jener Lichtung ab. Um einen kontrollierten R&#252;ckzug seiner Truppe zu erm&#246;glichen, lie&#223; er zun&#228;chst die H&#228;lfte der Soldaten gehen und die andere H&#228;lfte das Gel&#228;nde sichern. Er wartete, bis die Gegenseite begriffen hatte, dass sie abziehen wollten und mit dem Schie&#223;en nachlie&#223;en. Von der verbliebenen H&#228;lfte lie&#223; er nun nochmals die H&#228;lfte gehen und die andere das Gel&#228;nde sichern. Er wartete, bis die der Klang der Sch&#252;sse noch weiter verebbte und wiederholte den Vorgang mehrmals, bis nur er selbst &#252;brig blieb. Als letzter von allen ging er selber. Zuhause angekommen, gab er dem K&#246;nig Meldung &#252;ber das Vorgefallene. Der K&#246;nig, der ein guter K&#246;nig war, befahl, dass sie noch einmal dort hingehen sollten, jedoch bei Tag und ohne Waffen. Er selbst begleitete die Einheit. Sie kamen an den Ort ihres n&#228;chtlichen Zusammentreffens. Der K&#246;nig lie&#223; die Dorfbewohner und die J&#228;ger jener Gegend zusammenkommen und erkl&#228;rte, wie sich f&#228;lschlicherweise Freunde f&#252;r Feinde gehalten hatten. Der K&#246;nig hob hervor, dass er erkenne, wie sie aus bester Absicht gehandelt hatten, nur leider in anf&#228;nglicher Verkennung des wahren Sachverhalts. Ein solches Missverst&#228;ndnis sei dazu da, um aufgekl&#228;rt zu werden. Es m&#246;ge, wenn jeder das Wohl des Landes wolle, an diesem Ort noch zur Vers&#246;hnung kommen. Nun lobte der K&#246;nig die Dorfbewohner, dass sie die J&#228;ger gegen ihre Angreifer verteidigt hatten. Er lobte die J&#228;ger, dass sie den Wald gegen R&#228;uber und Wilderer verteidigt hatten. Er lobte die Armee, dass sie das Land gegen Rebellen verteidigt hatte. Am allermeisten aber lobte der K&#246;nig den Kommandanten seiner Armee, dass er die Dorfbewohner, die J&#228;ger und seine Armee gesch&#252;tzt hatte, indem er so umsichtig den R&#252;ckzug angetreten hatte. Nach dieser Rede des K&#246;nigs baten die J&#228;ger, Dorfbewohner und Soldaten einander um Verzeihung. Sie gelobten, f&#252;r alle Zeiten einander beizustehen und miteinander einzustehen f&#252;r Recht und Frieden im Lande. Als Zeichen f&#252;r diesen Bund l&#246;schten sie gemeinsam das Feuer.<\/p>\n<p>Aus: S.Hammel, <a href=\"http:\/\/www.stefanhammel.de\/das-buch.html\">Der Grashalm in der W&#252;ste<\/a>, S. 54f. Weitere Interventionen bei Allergien <a href=\"http:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/category\/allergie\">findet ihr hier.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Geschichte erz&#228;hle ich vorwiegend in der Therapie bei Allergien, Entz&#252;ndungen und Autoimmunerkrankungen. In Pampelonien gab es einstmals einen B&#252;rgerkrieg. Und das kam so: Eines Abends h&#246;rten die W&#228;chter auf der k&#246;niglichen Burg Sch&#252;sse aus der Ferne. 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