{"id":3243,"date":"2017-12-10T16:15:14","date_gmt":"2017-12-10T16:15:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/?p=3243"},"modified":"2020-04-20T16:24:54","modified_gmt":"2020-04-20T16:24:54","slug":"vom-aussterben-der-drachentoeter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/2017\/12\/10\/3243\/","title":{"rendered":"Vom Aussterben der Drachent&#246;ter"},"content":{"rendered":"<p>Es war einmal ein Drachen, der lebte in einer H&#246;hle und passte auf seinen Schatz auf.<br \/>\nWas ihn aber sehr nervte, war, dass alle Naslang Ritter vorbeikamen, die ihn t&#246;ten und ihm seinen Schatz rauben wollten. Er musste sie alle umbringen Das war ihm l&#228;stig und hinderte ihn oftmals am schlafen. Die Leute des Landes wiederum litten darunter, dass er in den warmen Sommermonaten gerne gerne ausgedehnte Spazierg&#228;nge unternahm. Manchmal, wenn er einen Insektenschwarm in die Nase bekam, musste er niesen, und immer wieder kam es vor, dass er den Bauern mit seinem Feueratem die Ernte anz&#252;ndete. Der K&#246;nig des Landes hatte daher demjenigen den Schatz des Drachens versprochen, dem es gel&#228;nge, das Untier zu t&#246;ten. Immer wieder kamen mutige M&#228;nner vor den K&#246;nig, die versprachen, dem Drachen den Garaus zu machen. Der eine zog mit einer Lanze los, der andere mit dem Schwert, der dritte mit Feuer. Doch keiner von ihnen kehrte je zur&#252;ck.<br \/>\nAls schlie&#223;lich alle Mutigen im Land vom Drachen vernichtet worden waren und nichts sich zum Besseren gewendet hatte, fiel eine Schwermut auf den K&#246;nig. Noch einmal schickte er seine Herolde aus mit der Frage: &#8222;Hat denn keiner im Land eine Idee, wie wir dem &#220;bel aus der Drachenh&#246;hle beikommen k&#246;nnen?&#8220;<br \/>\nDie Hoffnung hatte ihn beinahe g&#228;nzlich verlassen, da trat vor den K&#246;nig ein Junge, der sagte: &#8222;Ich gehe in die H&#246;hle des Drachen!&#8220;<br \/>\nDer K&#246;nig z&#246;gerte. Was konnte dieser Junge schon ausrichten? Er war ja, wie es schien, noch nicht einmal bewaffnet. Konnte man es verantworten, ihn ziehen zu lassen, um wie die anderen vom Drachen vertilgt zu werden? Der Junge bat aber sehr darum, gehen zu d&#252;rfen, und da der K&#246;nig keinen Rat wusste, was er sonst tun sollte, lie&#223; er ihn ziehen.<br \/>\nAn der H&#246;hle angekommen, rief der Junge in die H&#246;hle hinein: &#8222;Drache, ich muss dich etwas fragen!&#8220; &#8222;Was willst du mich denn fragen?&#8220; donnerte der Drache zur&#252;ck. &#8222;Warum verbrennst du unsere Felder, so dass wir hungern m&#252;ssen und t&#246;test alle unsere mutigen Ritter?&#8220; &#8222;Sind das eure Felder? Das hatte ich gar nicht bemerkt. Das tut mir leid. Aber die Ritter muss ich t&#246;ten, weil sie mich bel&#228;stigen und am Schlafen hindern.&#8220; &#8222;Wir k&#246;nnten es so machen: K&#246;nntest du vielleicht aufpassen, dass du unsere Ernte nicht anz&#252;ndest, und ich sorge daf&#252;r, dass dich keine Ritter mehr beim Schlafen st&#246;ren?&#8220; &#8222;Kein Problem, ich kann ja auch woanders spazieren gehen. W&#252;rdest du mir daf&#252;r tats&#228;chlich die Ritter vom Leib halten?&#8220; &#8222;Das w&#252;rde ich f&#252;r dich tun.&#8220; &#8222;Dann k&#246;nnte ich endlich einmal wieder durchschlafen. Das ist ja traumhaft! Wie kann ich dir das danken?&#8220; &#8222;K&#246;nnte ich vielleicht von deinem Schatz etwas abhaben?&#8220; &#8222;Klar doch, ich hab ja genug. Wir k&#246;nnen ihn uns teilen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war einmal ein Drachen, der lebte in einer H&#246;hle und passte auf seinen Schatz auf. Was ihn aber sehr nervte, war, dass alle Naslang Ritter vorbeikamen, die ihn t&#246;ten und ihm seinen Schatz rauben wollten. 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