{"id":2728,"date":"2015-02-03T09:42:46","date_gmt":"2015-02-03T09:42:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/?p=2728"},"modified":"2015-04-21T17:26:55","modified_gmt":"2015-04-21T17:26:55","slug":"eier-oder-ist-das-wirklich-so","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/2015\/02\/03\/2728\/","title":{"rendered":"Eier, oder ist das wirklich so?"},"content":{"rendered":"<p>Am 20. Februar beginnt in Kaiserslautern die Ausbildung &#8222;Therapeutisches Erz&#228;hlen&#8220;. Die vier Seminare der Reihe werden von dem <a title=\"Zu Auditorium Netzwerk\" href=\"http:\/\/www.auditorium-netzwerk.de\/AutorInnen\/G-H-I\/Hammel-Stefan:::4_5450_8418.html\" target=\"_blank\">Filmverlag Auditorium Netzwerk<\/a> dokumentiert, so dass diejenigen, die Interesse haben, die Ausbildung zuhause verfolgen k&#246;nnen oder Seminare, die sie gesehen haben, noch einmal im Detail auszuwerten. Ein Kollege und Ausbildungsteilnehmer hat die folgende Geschichte verfasst&#8230;<\/p>\n<p>Es ist ein paar Jahre her, als wir Verwandte in Wien besuchten. Beim Fr&#252;hst&#252;ck beobachten wir, dass die Ehefrau, wie jeden Morgen, pflichtbewusst Eier kochte. Uns sagte sie im Vertrauen, dass sie Eier hasse, aber sie wisse ganz sicher, dass ihr Mann Eier f&#252;r sein Leben gern esse.<\/p>\n<p>\u201eIst das so?\u201c fragte ich. Wenn sie die Eier einmal vergesse, werde er &#228;rgerlich. Sie erkenne es schon an seinem grimmigen Blick morgens, wenn er den Tisch mustere, ob ein Ei da sei.<\/p>\n<p>\u201eIst das wirklich so?\u201c fragte ich. Schlimmer, denn er w&#252;nsche ein &#252;ppiges Fr&#252;hst&#252;ck mit Toast, Schinken, K&#228;se, Obst, usw. Sie kenne sich mit den Wienern, wie ihr Mann einer sei, aus. Die seien so und k&#246;nnten sich auch nicht &#228;ndern, das wisse man \u2013 au&#223;er nat&#252;rlich die Deutschen, die h&#228;tten keine Ahnung. Gut, jetzt hatten wir es auch gelernt, wie es wirklich ist. Aber wir d&#252;rften ihm das nicht sagen, sonst gebe es Krach und sicher gehe die Ehe auseinander. Mir fiel auf, dass sie die Eier nicht mit einer Eieruhr kochte. Sie erkl&#228;rte, sie habe das im Gef&#252;hl.<\/p>\n<p>Der Ehemann erkl&#228;rte uns im Vertrauen, dass er keine Eier m&#246;ge und diese nur ihr zuliebe esse, denn er sehe, wie sie sich abm&#252;he und wolle sie nicht entt&#228;uschen. Auch das gro&#223;e Fr&#252;hst&#252;ck m&#246;ge er nicht, es liege ihm im Magen, er wolle morgens einfach in Ruhe Kaffee trinken und die Zeitung lesen, so wie man es in Wien mache, nur die Deutschen w&#252;ssten nicht das man das so mache. \u201eAuf diese Weise lieben sie ihre Frau?\u201c fragte ich und er antwortete, anders gehe es ja wohl auch nicht.<\/p>\n<p>\u201eWirklich?\u201c sagte ich. Er sei sich sicher, dass es gro&#223;en Streit gebe, wenn er ihr widerspreche. Man m&#252;sse \u201eimmer\u201c ihrer Meinung sein, denn sie k&#246;nne ihre Wut nicht beherrschen, sie komme aus der Steiermark, da seien die Leute \u201eimmer&#8220; unbeherrscht. Wegen der harten Eier und um dem Streit mit ihr aus dem Wege zu gehen, habe er sich einen Hund angeschafft, mit dem er rausgehe.<\/p>\n<p>Irgendwie erinnerte ich mich an Loriots Szenen einer Ehe. Auch uns hatte die Frau harte Eier serviert, und sie wusste, dass wir undankbar seien (so sind die Deutschen eben). Warum mir der Satz aus dem M&#228;rchen einf&#228;llt \u201e&#8230; und wenn sie nicht gestorben sind &#8230;\u201c kochen sie immer noch Eier und essen diese &#8230; ?<\/p>\n<p>Peter, Sybille und Carlotta Stimpfle, Eichst&#228;tt 2015<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 20. Februar beginnt in Kaiserslautern die Ausbildung &#8222;Therapeutisches Erz&#228;hlen&#8220;. 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