{"id":2171,"date":"2012-09-08T09:14:30","date_gmt":"2012-09-08T09:14:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/?p=2171"},"modified":"2012-09-08T09:34:25","modified_gmt":"2012-09-08T09:34:25","slug":"das-leben-entquirlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/2012\/09\/08\/2171\/","title":{"rendered":"Das Leben entquirlen"},"content":{"rendered":"<p>Die Situation, die ich neulich mit Bezug auf den &#8222;Mann in der H&#246;lle&#8220; erz&#228;hlt habe, enth&#228;lt eine Intervention, die ich &#8222;das Leben entquirlen&#8220; nenne. Ich erinnere mich, dass ichdieses Vorgehen zuerst angewandt hatte bei einer Frau, die in sehr verwickelten Familienverh&#228;ltnissen ausfewachsen war, seit ihrer Kindheit offenbar st&#228;ndig latent suizidal war und die immer wieder einem Gemisch von Gewalt und Liebe ausgesetzt gewesen war.<\/p>\n<p>Ich sagte zu ihr, wenn man Erdbeerquark und Jauche mische, werde daraus niemals ein Dessert, auch kein halbes. Das ganze Gemisch sei ungenie&#223;bar, auch wenn rechnerisch die H&#228;lfte davon ein Genuss sein m&#252;sste. Ebenso verhalte es sich mit einer Mischung aus Liebe und Gewalt. Nun z&#246;gen einige daraus den Schluss, dass sie Gewalt in ihrem Leben nicht brauchen und lehnten alles, was sie empfangen haben, einschlie&#223;lich der Liebe, ab. Andere stellen fest, dass sie ohne Liebe nicht leben k&#246;nnen, verharmlosen die Gewalt und tun sich dabei selbst Gewalt an. Vor die Wahl gestellt, das Gemisch zu trinken oder zu verhungern, entscheiden sich die Menschen unterschiedlich. Doch gibt es eine dritte M&#246;glichkeit, die oft &#252;bersehen wird.<\/p>\n<p>\u201eSie k&#246;nnen\u201c, so sagte ich der Klientin, \u201eIhrer Seele Folgendes mitteilen: Eltern und elterliche Personen sind daf&#252;r da, die Kinder zu lieben. Das ist ihre Aufgabe, und nichts anderes. Wann immer sie die Kinder lieben, tun sie, was ihre Bestimmung ist. So hat Gott oder die Natur das vorgesehen, und alle Liebe zu den Kindern geschieht zu Recht. Wenn die Eltern und elterlichen Personen Dinge tun, die nicht \u201eLiebe\u201c sind, wird das von den Kindern oft missverstanden, als h&#228;tte das mit ihnen zu tun. Es hat mit ihnen nichts zu tun, sondern damit, dass die Erwachsenen mit anderen Erwachsenen verstrickt sind: Sie sind verwirrt in Bezug auf den Ehepartner und den Liebhaber und dessen Frau, oder sie sind durcheinander in Bezug auf ihr Verh&#228;ltnis zu ihren Eltern und anderen Leuten aus dieser Generation. Richten Sie also bitte Ihrem Unbewussten bitte einen sch&#246;nen Gru&#223; von mir aus und teilen Sie ihm mit, dass alles, was Ihre Eltern und deren Generation Ihnen an Liebe gegeben haben, mit Ihnen zu tun hat, f&#252;r Sie bestimmt ist und bei Ihnen bleiben darf \u2013 und alles, was nicht liebevoll war und was Ihnen nicht gut getan hat, hat nichts mit Ihnen zu tun, sondern mit der Verwirrung, die die Erwachsenen untereinander hatten, in ihrer eigenen Generation und vielleicht mit der Generation von deren Eltern.<br \/>\nTeilen Sie Ihrem Unbewussten bitte mit, dass es die F&#228;higkeit hat, immer feiner und genauer alles zu untersuchen, was Sie erlebt haben und sorgf&#228;ltig seine n&#228;hrenden und seine sch&#228;dlichen Bestandteile zu unterscheiden. Ihr Unbewusstes kann sich alle Zeit nehmen, die es braucht. Es kann Erdbeerquark und Jauche vollst&#228;ndig entquirlen.<br \/>\nDabei wird es immer wieder auf Erlebnisse sto&#223;en, wo Ihnen Erwachsene etwas gegeben haben, was nicht \u201aLiebe\u2019 ist, also auch nicht zu Ihnen, sondern zu denen geh&#246;rt, von denen es ausging. Ihr Unbewusstes kann diesen Menschen das alles jeweils zur&#252;ckgeben. Sie k&#246;nnen sich bildlich vorstellen, wie sie diesen Menschen das &#252;berreichen. Vielleicht werden Sie sagen: \u201aAber die haben es doch auch nicht verdient, sondern haben es selbst durch ein Missverst&#228;ndnis erhalten.\u2019 Dann geben Sie es Ihren Eltern und anderen Personen das ungute Verhalten denen zur&#252;ck, von denen Sie es bekommen haben, mit der Bitte, es wiederum denen weiter zu geben, von denen sie es erhalten haben, und die k&#246;nnen es wieder weiter geben, bis alles an die Orte verteilt ist, von denen es jeweils urspr&#252;nglich ausgegangen ist.<br \/>\nIhr Unbewusstes kann in Ihrem Inneren alles weitergeben an die Orte, von denen es kam und kann es von dort weiterreichen lassen an die Orte, wo es vorher war. Wir tragen viele Abbilder von vielen Menschen in uns. Wir tragen in uns die Bilder unserer Familienangeh&#246;rigen und der Menschen, die uns und unseren Familienmitgliedern nahe stehen. Und das einzige, was das Unbewusste zu tun braucht, ist, dass alle Kinder, die Sie in sich entdecken, jeweils alle Liebe annehmen und alles, was der Liebe nicht entspricht, zur&#252;ckreichen durch die Generationen bis in die Vorzeit.\u201c<\/p>\n<p>Ich bat die Frau, mir in einer Woche mitzuteilen, wie es ihr gehe. Sie schrieb, es gehe ihr &#8222;sehr, sehr gut&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Situation, die ich neulich mit Bezug auf den &#8222;Mann in der H&#246;lle&#8220; erz&#228;hlt habe, enth&#228;lt eine Intervention, die ich &#8222;das Leben entquirlen&#8220; nenne. 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