{"id":2024,"date":"2012-03-11T21:45:42","date_gmt":"2012-03-11T21:45:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/?p=2024"},"modified":"2012-03-12T11:17:09","modified_gmt":"2012-03-12T11:17:09","slug":"seminar-hypnotherapeutische-starkung-in-den-letzten-stunden-des-lebens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stefanhammel.de\/blog\/2012\/03\/11\/2024\/","title":{"rendered":"Seminar: Hypnotherapeutische St&#228;rkung in den letzten Stunden des Lebens"},"content":{"rendered":"<p>Bei der Jahrestagung der Milton-Erickson-Gesellschaft am 22. &#8211; 25. M&#228;rz in Bad Kissingen halte ich einen Workshop zum Thema &#8222;Wo keine Heilung m&#246;glich ist: Hypnotherapeutische St&#228;rkung in den letzten Stunden des Lebens&#8220;. In dem Workshop m&#246;chte ich gemeinsam mit den Teilnehmern dar&#252;ber nachdenken, was wir f&#252;r Sterbende in den letzten Stunden des Lebens tun k&#246;nnen. Meine Ber&#252;hrung mit dem Thema kommt ja eigentlich von einer ganz anderen Seite: Ich bin evangelischer Klinikpfarrer, arbeite unter anderem auf einer Intensivstation und werde nat&#252;rlich auch manchmal zu Sterbenden und deren Familien gerufen. Oft bete ich mit den Sterbenden und ihren Angeh&#246;rigen. Im Laufe der Zeit merkt man, wie viele Menschen auf das, was sie h&#246;ren, reagieren &#8211; auch in ihren letzten Lebensminuten, auch im Koma und unter Morphium. Und man findet heraus, dass manche Arten, die Menschen anzusprechen, ihnen anscheinend die Schmerzen lindern, das Atmen leichter machen und ihnen auch das Loslassen erleichtern. Oft erlebe ich, dass Menschen unmittelbar nach dem Gebet sterben.<\/p>\n<p>Fast f&#252;nfzig Teilnehmer haben sich zu dem Workshop angemeldet; es scheint ein gro&#223;es Interesse an dem Thema zu geben. So &#252;berlege ich, ob ich dazu einmal an anderer Stelle einmal ein Seminar halte. F&#252;r die, die zu dem Kongress gehen oder die sich fragen, wie wir Sterbenden den Abschied leichter machen k&#246;nnen, m&#246;chte ich hier den Ausschreibungstext wiedergeben.<\/p>\n<p>&#8222;Wo keine Heilung m&#246;glich ist: Hypnotherapeutische St&#228;rkung in den letzten Stunden des Lebens&#8220;<\/p>\n<p>Wie k&#246;nnen wir Sterbende und ihre Familien in den letzten Lebensstunden mit Mitteln der Hypnotherapie und Systemik palliativ, psychotherapeutisch und auch spirituell unterst&#252;tzen? Wie kann ein m&#246;glichst umfassender Beistand aussehen? Der Workshop bringt die Bilder- und Wertewelt unserer jahrtausendealten christlich-j&#252;dischen Tradition neu ins Gespr&#228;ch mit den M&#246;glichkeiten der Hypnotherapie, insbesondere Pacing- und Leading-Strategien, dem Gebrauch von Metaphern und Mehrebenenkommunikation sowie der Utilisation von Werten und &#220;berzeugungen des Sterbenden und seiner Angeh&#246;rigen. Der Workshop wendet sich ausdr&#252;cklich auch an klinisches Personal ohne feste religi&#246;se &#220;berzeugungen.<\/p>\n<p>Insbesondere\u00a0 befassen wir uns mit den Fragen:<\/p>\n<blockquote><p>Wie kommunizieren wir mit sterbenden Patienten, die sich verbal wenig oder nicht mehr &#228;u&#223;ern k&#246;nnen?<br \/>\nWie finden wir Worte und Themen, die f&#252;r sie von Bedeutung sein k&#246;nnen?<br \/>\nWie k&#246;nnen wir nonverbale Reaktionen von Patienten im Koma oder unter Morphiumeinfluss verstehen und gut darauf reagieren?<br \/>\nWie k&#246;nnen wir auf &#196;ngste, Groll, Sorgen und Bef&#252;rchtungen von Patienten eingehen?<br \/>\nWie k&#246;nnen wir ins Gespr&#228;ch hypnotherapeutische Interventionen zur Reduzierung von Schmerzen oder Atemproblemen integrieren?<br \/>\nWie k&#246;nnen wir Patienten in einem irreversiblen Stadium des Sterbens helfen, den Kampf zu beenden und \u201eloszulassen\u201c?<br \/>\nWie k&#246;nnen hypnotherapeutische Fertigkeiten und Traditionen wie Zuspruch von Vergebung, Gebet und Segen einander hilfreich sein?<br \/>\nWie k&#246;nnen religi&#246;se Bilder (der gute Hirte, das himmlische Festmahl) auch von religi&#246;s eher skeptischen Menschen bzw. f&#252;r sterbende Menschen ohne starke religi&#246;se &#220;berzeugung genutzt werden?<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Workshop zeigt mit vielen Fallbeispielen, wie hypnotherapeutische Unterst&#252;tzung und spirituelle Tradition verbunden werden k&#246;nnen, auch ohne sich religi&#246;s aus dem Fenster zu lehnen. Bei den Bildern vom himmlischen Fest, vom Heimkommen oder vom guten Hirten darf offen bleiben, ob sie eher als therapeutische &#220;bung, als wohltuende Traumbilder oder als geistliches Geschehen aufgefasst werden. Das werden die im Raum versammelten Menschen, also der Sterbnde, die verschiedenen Angeh&#246;rigen und die Mitglieder des klinischen Personals wohl dann auch ganz unterschiedlich sehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der Jahrestagung der Milton-Erickson-Gesellschaft am 22. &#8211; 25. M&#228;rz in Bad Kissingen halte ich einen Workshop zum Thema &#8222;Wo keine Heilung m&#246;glich ist: Hypnotherapeutische St&#228;rkung in den letzten Stunden des Lebens&#8220;. 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