Die neue hsb-Broschüre ist da

Liebe Leserin, lieber Leser,

von einer Vollbremsung der Wirtschaft ist seit dem Beginn der Corona-Krise immer wieder die Rede. Das öffentliche Leben stehe fast still, der Kulturbetrieb sei praktisch eingestellt.
Das ist das eine. Ich beobachte aber noch etwas anderes. Ich beobachte, dass an einigen Orten befreiende Ruhe einkehrt, dass der Fluglärm und die Autobahngeräusche nachgelassen haben, dass die Luft sauberer ist, dass manche Menschen eine großartige neue Kreativität an den Tag legen, dass die digitale Kommunikation bunter und lebendiger wird, dass manche Menschen sich mehr als vorher nach einander erkundigen, dass mancherorts eine früher ungekannte Solidarität entsteht, dass manche Menschen wärmer, empathischer, authentischer miteinander reden, dass manche Menschen überlegen, wie sie nach dieser Krise anders miteinander und mit der Natur leben wollen…
Mich interessiert daher nicht, wie wir die Vollbremsung hinkriegen. Mich interessiert, wie wir in die Kurve gehen, ohne zu schleudern.

Einige Gedanken dazu aus meiner ganz persönlichen Perspektive. Seit Ende März biete ich alle Seminare als Online-Seminare an. Die ersten Erfahrungen damit sind sehr, sehr gut. Ich gebe zu, dass ich Lampenfieber hatte. Ich wusste nicht, ob es funktioniert, ob mein erstes Online-Seminar auch mein letztes sein könnte. Umso überraschter war ich, wie lebendig sich der Wechsel von Plenums- und Kleingruppensitzungen, von Theorie-Inputs, praktischen Übungen und Auswertungsgesprächen gestaltete. Die Ideensammlung am Whiteboard, Arbeitsergebnisse und Übungsblätter austeilen, Powerpoint, Pausengespräche, Diskussionen – es war einfach unkompliziert. Die Teilnehmer konnten eine individuelle Videodokumentation ihres Seminars einschließlich der Kleingruppenübungen machen und so die Inhalte später noch einmal nachschauen, nachhören und nacharbeiten. Vorher war ich skeptisch, jetzt bin ich es nicht mehr. Ich glaube, den Teilnehmern ging es ähnlich. Einige haben schriftliche Feedbacks gegeben, die ich veröffentlichen darf – hier könnt ihr sie nachlesen.

So geht nun die Kaiserslauterer Ausbildung nahtlos weiter, und soweit die auswärtigen Anbieter das möchten, werde ich die Auswärts-Seminare ebenfalls im Online-Format stattfinden lassen. Für die nächsten Seminare in Bad Liebenzell (IHL), München (SySt) und Innsbruck (mei) haben wir bereits besprochen, dass diese digital stattfinden können.

Auch die Therapien, Coachings und Supervisionen beim Institut für Hypno-Systemische Beratung sind auf Video- und Telefonberatung umgestellt. „Dann brauchen wir ja gar nicht mehr warten, bis mein Sohn aus Österreich kommt und mein Mann auch da ist!“, rief eine Frau am Telefon, als wir einen Termin für die Familientherapie suchten, bei dem tatsächlich alle können. Die neue Zeit kann, wenn wir die Kurve kriegen, auch Vorteile haben.

In diesem Sinne grüßt euch herzlich

Stefan Hammel

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