Stefan Hammel
Autor - Systemischer Berater - Coach

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Spielanleitung zur paartherapeutischen Landkarte

Die Karte der "Insel der Liebe" ist für paartherapeutische Gespräche konzipiert. Mit Hilfe direkter oder zirkulärer Fragen werden die Partner gebeten, sich selbst oder einander auf der Insel zu verorten, gemeinsame und getrennte Wege zu überlegen, etc. Die Klientinnen und Klienten können angeregt werden, ihre eigene "Insel der Liebe" zu zeichnen, einzeln, gemeinsam oder erst einzeln und dann gemeinsam.
Die "Insel der Liebe" ist geeignet, um aus Konfliktgesprächen mit Paaren das Erbitterte und die Härte herauszunehmen und auf einer anderen Ebene ins Gespräch zu kommen.


Man fragt die beiden Partner jeweils nach Zielen und Wünschen in ihrer Partnerschaft bzw. in einer bestimmten Situation und lässt sie ein Hauptziel mittels Spielfigur auf der Karte verorten. Zusätzlich kann man auch die momentane reale Verortung markieren. Man spricht darüber als den Ort, wo die Partner stehen. Dann schaut man, wie nah oder weit die Ziele auseinander liegen, diskutiert über die Berechtigung der Ziele und überlegt, wie beide Ziele erreicht werden können: Einzeln, gemeinsam? Abwechselnd? Welches zuerst, welches dafür öfter oder länger?
Man kann nach Felsbrocken fragen, die weggeräumt  werden müssen, nach sumpfigen Stellen, nach nötigen Straßenbauprojekten oder Telefonleitungen.
Man kann zirkulär fragen, also etwa den Mann zu einer Streitsituation befragen, wo ("wenn ich Ihre Frau fragen würde...") seine Frau sich verorten würde, und dasselbe  umgekehrt, und dann auflösen, was die Partner wirklich dazu denken.
Man kann die Stärke von Vulkanausbrüchen, Wind und Wellen skalieren lassen und nachdenken, warum ein Vulkanausbruch der Stärke 10 von 12 für den einen Partner nach Meinung des anderen Partners nur die Stärke 2 hatte.


Man kann bemerken, wie verschieden "Liebe" aussieht und dass das Verhalten beider Partner "Liebe" sein kann, auch wenn es sich verschieden äußert. Beides ist kostbar.
Man kann diskutieren, warum es nicht möglich ist, gleichzeitig auf dem Gipfel der Erregung bzw. am Strand der Verliebtheit zu sein und an den sanften Hängen dees Vertrauten auf dem Hügel der Heimat. Und wieder überlegen, wie man möglichst vielfältige "Liebe" ins Leben integrieren kann, ohne zu viel anderes zu verlieren.
Man kann die Möglichkeit von Rundfahrten, Abreise, Schiffbruch, etc. diskutieren, ohne  konkret zu sprechen und dabei durch Drohungen das Gespräch zu lähmen. Der Dialog wird dadurch offener, weil die Chancen und Risiken in Metaphern ausgedrückt werden.
Man kann dem Paar die Hausaufgabe erteilen, zuhause ihre eigene "Insel der Liebe" zu malen, aber erst einzeln, ohne sich mit dem anderen abzusprechen und die Karten danach vergleichen. Viel Spaß beim Ausprobieren!     Das Spiel bestellen!