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	<description>Hypno-Systemischer Blog von Stefan Hammel</description>
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		<title>Kommentar zum RTL-Allergietherapie-Video</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 08:49:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In dem Video-Beitrag aus RTL Punkt 12 ist vor allem von Therapeutischem Erz&#228;hlen die Rede. Genaugenommen ist es aber nicht nur ein Film zu Therapeutischem Erz&#228;hlen und wie man damit Allergien reduzieren oder aufl&#246;sen kann, sondern mehr noch ein Beitrag &#252;ber Utilisation. Das hei&#223;t, es geht darum, genau das, was die Klientin glaubt, wei&#223;, liebt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In dem <a title="Zum Video &#252;ber Therapeutisches Erz&#228;hlen bei Allergie" href="http://www.youtube.com/watch?v=ipcesu8VkX0" target="_blank">Video-Beitrag aus RTL Punkt 12</a> ist vor allem von Therapeutischem Erz&#228;hlen die Rede. Genaugenommen ist es aber nicht nur ein Film zu Therapeutischem Erz&#228;hlen und wie man damit Allergien reduzieren oder aufl&#246;sen kann, sondern mehr noch ein Beitrag &#252;ber Utilisation. Das hei&#223;t, es geht darum, genau das, was die Klientin glaubt, wei&#223;, liebt, hasst oder was sonstwie in ihrem Leben individuell wirkt, zu nutzen f&#252;r dass, was momentan noch nicht funktioniert &#8211; aber funktionieren soll.</p>
<p>In vielen F&#228;llen, so wie hier, hei&#223;t Utilisation also, dass das, was ver&#228;ndert werden soll (das &#8220;Problem&#8221;) so intensiv verkn&#252;pft wird mit etwas, was im Leben der Klientin als sicher vorausgesetzt werden kann, dass die Wahrnehmungen und Reaktionen im Bereich des Sicheren (bereits bekannten, geglaubten oder funktionierenden) unwillk&#252;rlich auch im Bereich des zu L&#246;senden (wo sie scheinbar gar nicht hingeh&#246;ren) angewendet werden.</p>
<p>Im Filmbeispiel wird darauf eingegangen, dass die Klientin &#246;fter Segelurlaub gemacht hat und diese Erfahrung liebt. Auf See gibt es keine Pollen und &#252;berhaupt gedeihen im Seeklima Allergien nicht gut. Also bitte ich den K&#246;rper der Klientin, die Pollen mit Gischt zu identifizieren. Bei einem anderen Mann habe ich erfahren, dass er gerne taucht. Seinen K&#246;rper habe ich habe ich gebeten, die Situation mit den Pollen mit der Situation unter Wasser zu verkn&#252;pfen. Eine Jugendliche, die fr&#252;her in den Alpen gewohnt hat, habe ich in ein hochalpines Klima versetzt. Eine Klientin, die im Winter mit ihrem Mann im Schwarzwald war, habe ich im Schnee spazieren lassen. Es gibt gen&#252;gend Situationen, in denen Allergien keinen Platz haben. Um die besten Ergebnisse zu erreichen, nimmt man diejenigen, die den Klienten vertraut sind.</p>
<p>Mit der anderen Klientin, die im Film zu Wort kommt, habe ich ganz anders gearbeitet. Ich habe sie gebeten, mir eine Metapher daf&#252;r zu geben, wie Allergie funktioniert. Dann habe ich ihr Bild mit ihr von einer Problemmetapher in eine L&#246;sungsmetapher umgestaltet. Ein Klient sagte zu mir: Das ist f&#252;r mich, als ob eine Legion r&#246;mische Soldaten durch eine sch&#246;ne bl&#252;hende Wiese stampft und alles platttritt. Dann &#252;berlegte ich, welche Anweisungen er seiner Legion geben soll, damit sie sich so verh&#228;lt, wie es f&#252;r die Wiese gut ist. Nachdem sie erst in  Zweier-Reihen liefen und sp&#228;ter gar keine Panzer, Schilde und Waffen mehr brauchten, reduzierte sich auch die Allergie weitgehend und verschwand schlie&#223;lich ganz.</p>
<p>Wie man mit solchen Techniken arbeitet, zeige ich in dem <a title="Zum Seminar &quot;Therapeutisches Erz&#228;hlen beim m.e.i. Heidelberg" href="http://meihei.de/dateien/seminare/a4_Hammel.html" target="_blank">Seminar beim Milton-Erickson-Institut Heidelberg</a> am Pfingstsamstag und -sonntag sowie in den <a title="Zu Stefan Hammels Seminaren" href="http://www.stefanhammel.de/die-seminare" target="_blank">anderen Seminaren zu Therapeutischem Erz&#228;hlen und Utilisation</a>. Und wer es ganz genau wissen will, kann in Kaiserslautern auch eine <a title="Zur Hypnotherapie-Ausbildung nach Erickson" href="http://www.stefanhammel.de/die-ausbildung.html" target="_blank">Ausbildung zu Hypnotherapie nach Milton Erickson</a> machen.</p>
<p>Wer das Vorgehen gerne lesenderweise kennenlernen m&#246;chte, dem seien <a title="Zu den therapeutischen Handb&#252;chern" href="http://www.klett-cotta.de/autor/Stefan_Hammel/818" target="_blank">das &#8220;Handbuch des Therapeutischen Erz&#228;hlens&#8221; und das &#8220;Handbuch der Therapeutischen Utilisation&#8221;</a> ans Herz gelegt &#8211; und Einsteiger, Urlaubsleser und Geschichten-Genie&#223;er <a title="Zum Buch &quot;Der Grashalm in der W&#252;ste&quot;" href="http://www.stefanhammel.de/das-halmbuch.html" target="_blank">das Buch &#8220;Der Grashalm in der W&#252;ste&#8221;</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Seminar zu Therapeutischem Erz&#228;hlen in Heidelberg</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 20:37:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
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		<description><![CDATA[Beim Milton-Erickson-Institut in Heidelberg halte ich am Pfingstsamstag und -sonntag ein Seminar zu Therapeutischem Erz&#228;hlen. Das Seminar &#8220;Die Kraft der Geschichten&#8230;&#8221; beginnt am 26. Mai um 14 Uhr und endet am 27. Mai um etwa 17 Uhr. Vermittelt werden Erz&#228;hl- und Utilisationstechniken, um die Lebensgeschichten und Metaphern der Klienten zu nutzen und Problemmetaphern in L&#246;sungsmetaphern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Milton-Erickson-Institut in Heidelberg halte ich am Pfingstsamstag und -sonntag ein Seminar zu Therapeutischem Erz&#228;hlen. Das Seminar &#8220;Die Kraft der Geschichten&#8230;&#8221; beginnt am 26. Mai um 14 Uhr und endet am 27. Mai um etwa 17 Uhr. Vermittelt werden Erz&#228;hl- und Utilisationstechniken, um die Lebensgeschichten und Metaphern der Klienten zu nutzen und Problemmetaphern in L&#246;sungsmetaphern umzuwandeln, die dann unwillk&#252;rlich (also &#8220;wie von selbst&#8221;) das Handeln und Erleben der Klienten auf konstruktiv und zielf&#252;hrend ver&#228;ndern.</p>
<p>Im Ausschreibungstext des Seminars hei&#223;t es:</p>
<p>Therapeutisches Erz&#228;hlen ist seit jeher ein zentraler Bestandteil von Hypnotherapie, Systemik und vielen anderen Beratungsformen. Der Einsatz von Metaphern- und Beispielgeschichten ist aus dem alten Orient bekannt und ist bis heute eine der wirksamsten Beratungsformen. Die Geschichten werden vom Berater erz&#228;hlt oder vom Klienten eingebracht und vom Berater reframed, oder sie werden von den Gespr&#228;chspartnern gemeinsam entwickelt. Nur, wie entdecke ich eine n&#252;tzliche Geschichte und wie erz&#228;hle ich sie? Per Musenku&#223;? Das Seminar vermittelt die Techniken, um individuelle Geschichten in der Beratung spontan zu entwickeln und sie therapeutisch wirksam zu erz&#228;hlen.</p>
<p>Ziel des Seminars ist es unter anderem, zu lernen, wie man…</p>
<p>-   therapeutische Geschichten f&#252;r Klientinnen und Klienten findet<br />
-   Beispielgeschichten f&#252;r einzigartige Lebenssituationen erfindet<br />
-   Erz&#228;hlungen wirksam formuliert und ins Gespr&#228;ch einbettet<br />
-   Problemmetaphern von Klienten in L&#246;sungsmetaphern transformiert<br />
-   Such- und Lernhaltungen aktivierende Geschichten aufbaut.</p>
<p>F&#252;r Kurzentschlossene sind noch Pl&#228;tze frei! N&#228;here <a title="Informationen zum Seminar &quot;Therapeutisches Erz&#228;hlen&quot;" href="http://meihei.de/dateien/seminare/a4_Hammel.html" target="_blank">Informationen findet ihr hier</a>, und <a title="Anmeldung zum Seminar &quot;Therapeutisches Erz&#228;hlen&quot; in Heidelberg" href="http://meihei.de/dateien/start1.html" target="_blank">eine Anmeldem&#246;glichkeit gibt es hier</a>.</p>
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		<title>Video: Heuschnupfenbehandlung mit Therapeutischen Geschichten</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 10:59:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allergie]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Reise & Verkehr]]></category>
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		<description><![CDATA[Vergangenen Freitag ist bei RTL Punkt 12 ein Magazinbeitrag gelaufen, in dem ich gezeigt habe, wie man mit Therapeutischem Erz&#228;hlen Allergien reduzieren oder aufl&#246;sen kann. In dem 5 1/2-min&#252;tigen Magazinbeitrag werden verschiedene Erz&#228;hltechniken vorgef&#252;hrt und erkl&#228;rt. Demonstriert wird das Verfahren mit einer Klientin, die eine Gr&#228;ser- und Birkenpollenallergie hat. Ihr findet den Beitrag hier. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vergangenen Freitag ist bei RTL Punkt 12 ein Magazinbeitrag gelaufen, in dem ich gezeigt habe, wie man mit Therapeutischem Erz&#228;hlen Allergien reduzieren oder aufl&#246;sen kann. In dem 5 1/2-min&#252;tigen Magazinbeitrag werden verschiedene Erz&#228;hltechniken vorgef&#252;hrt und erkl&#228;rt. Demonstriert wird das Verfahren mit einer Klientin, die eine Gr&#228;ser- und Birkenpollenallergie hat.<a title="Zum Beitrag &#252;ber Allergietherapie mit Therapeutischen Geschichten" href="http://youtu.be/ipcesu8VkX0"> Ihr findet den Beitrag hier</a>. Ich w&#252;nsche euch viel Spa&#223; beim Anschauen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Hypnotherapeutische St&#228;rkung in den letzten Stunden des Lebens</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2012/03/22/2075/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 09:32:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ambivalenz]]></category>
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		<description><![CDATA[Zuletzt habe ich den Blog &#8220;Loslassen&#8221; &#252;ber die Begegnung mit einem sterbenden Menschen ver&#246;ffentlicht. Dass ich mich damit gerade verst&#228;rkt befasse, hat einen besonderen Grund. &#8220;Wo keine Heilung m&#246;glich ist &#8211; Hypnotherapeutische St&#228;rkung in den letzten Stunden des Lebens&#8221; &#8211; unter diesem Titel halte ich n&#228;mlich am Samstag Vormittag auf der Jahrestagung der Milton-Erickson-Gesellschaft in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zuletzt habe ich den Blog &#8220;Loslassen&#8221; &#252;ber die Begegnung mit einem sterbenden Menschen ver&#246;ffentlicht. Dass ich mich damit gerade verst&#228;rkt befasse, hat einen besonderen Grund.</p>
<p>&#8220;Wo keine Heilung m&#246;glich ist &#8211; Hypnotherapeutische St&#228;rkung in den letzten Stunden des Lebens&#8221; &#8211; unter diesem Titel halte ich n&#228;mlich am Samstag Vormittag auf der Jahrestagung der Milton-Erickson-Gesellschaft in Bad Kissingen einen Workshop. Dabei flie&#223;en die Erfahrungen als Klinikpfarrer, als systemischer Therapeut und als Hypnotherapeut zusammen.</p>
<p>Wie k&#246;nnen wir Sterbenden in den letzten Stunden ihres Lebens hilfreich zur Seite stehen? Wie k&#246;nnen wir &#8211; au&#223;er mit Medikamenten und Apparaten &#8211; Schmerzen reduzieren, das Atmen erleichtern, vor allem aber auch helfen, Kummer und Angst abzulegen, den Kampf &#8211; wo es denn n&#246;tig ist &#8211; zu beenden und loszulassen?</p>
<p>Der Workshop geht aus von Erfahrungen, die ich beiGebeten an Sterbebetten gemacht habe: Dass fast alle Sterbenden &#8211; wenngleich ohne Worte &#8211; auf das Gesagte (und offensichtlich Geh&#246;rte) reagieren, so dass Trost, Ermutigung, aber auch hypnotherapeutische Interventionen zur Verbesserung des Befindens bis zu den letzten Atemz&#252;gen eines Menschen ankommen und umgesetzt werden k&#246;nnen.</p>
<p>Es ist ein Thema, vor dem viele von uns Scheu haben &#8211; und auch ich empfinde diese Unsicherheit. Es stellen sich verschiedene ethische (oder einfach zwischenmenschliche) Fragen, die nicht vollst&#228;ndig l&#246;sbar sind: Was will der Sterbende selbst? Kann man bedenkenlos als heilig empfundene Handlungen wie Gebet und Segen mit therapeutischen Techniken verkn&#252;pfen? Wenn ein Sterbender bei einer solchen Andacht  unter gro&#223;er Anspannung steht (seinem Herzschlag und Atem nach zu urteilen) und danach fast sofort verstirbt &#8211; ist das ein gutes &#8220;Loslassen&#8221; oder eine Zumutung?</p>
<p>In dem Workshop werden wir diese und andere Fragen diskutieren, Erfahrungen austauschen und verschiedene Herangehensweisen, die zur Reduzierung von Angst, Kummer, Schmerzen und Atemnot f&#252;hren, ganz praktisch ausprobieren.</p>
<p>Ich freue mich auf die gemeinsame Erfahrung!</p>
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		<title>Loslassen</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2012/03/15/2022/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Mar 2012 21:42:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst und Zwang]]></category>
		<category><![CDATA[Asthma / Atem]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Sterben]]></category>

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		<description><![CDATA[Einmal, als ich ins Krankenhaus zu einem Sterbenden gerufen wurde, war die ganze Familie  um den Mann versammelt: Seine Frau, seine Kinder und Schwiegerkinder, Geschwister und Enkel. Einige der Angeh&#246;rigen weinten sehr heftig. Der Mann atmete sto&#223;artig, mit langen Pausen. Er sah aus, als ob er schliefe. Wahrscheinlich bekam er Morphium wie viele sterbende Patienten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einmal, als ich ins Krankenhaus zu einem Sterbenden gerufen wurde, war die ganze Familie  um den Mann versammelt: Seine Frau, seine Kinder und Schwiegerkinder, Geschwister und Enkel. Einige der Angeh&#246;rigen weinten sehr heftig. Der Mann atmete sto&#223;artig, mit langen Pausen. Er sah aus, als ob er schliefe. Wahrscheinlich bekam er Morphium wie viele sterbende Patienten. Was er wohl verstehen mochte, von dem, was da um ihn vorging? In seinem Gesicht konnte ich keine Reaktion erkennen. In das Gebet am Sterbebett f&#252;gte ich die Bitte ein, Gott m&#246;ge dem Sterbenden oder seiner Familie die F&#228;higkeit schenken, einander loszulassen und Abschied zu nehmen im Wissen um all das Gute, das bleiben wird. Ich sprach einen Segen f&#252;r den Sterbenden und die Umstehenden. “Loslassen ist so schwer”, ergriff die Tochter des Mannes nach einer kurzen Stille das Wort. “Ich habe geh&#246;rt, wenn man losl&#228;sst, was man liebt, erst dann geh&#246;rt es einem wirklich”, f&#252;gte sie hinzu. Dann schaute sie hin&#252;ber zu ihrem Vater und sagte: “Er atmet nicht mehr.”</p>
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		<title>Hypnotherapieausbildung nach Erickson</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2012/03/13/2039/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 10:52:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gerade habe ich die aktuellen Informationen zur Hypnotherapieausbildung nach den Verfahren Milton Ericksons in Kaiserslautern ins Netz gestellt. Die 24-t&#228;gige Ausbildung findet in diesem Jahr zum 5. Mal statt. Der erste der etwa monatlich stattfindenden Blocks ist am 28.-30. September. Die weiteren Ausbildungstermine findet ihr hier. Die acht dreit&#228;gigen Seminare sind f&#252;r &#196;rzte, Psychologen, Heilpraktiker [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade habe ich die aktuellen Informationen zur <a title="Zur Hypnotherapieausbildung in Kaiserslautern" href="http://www.stefanhammel.de/die-ausbildung.html" target="_blank">Hypnotherapieausbildung nach den Verfahren Milton Ericksons in Kaiserslautern</a> ins Netz gestellt. Die 24-t&#228;gige Ausbildung findet in diesem Jahr zum 5. Mal statt. Der erste der etwa monatlich stattfindenden Blocks ist am 28.-30. September. <a title="Zu den Terminen der Hypnotherapieausbildung nach Erickson" href="http://www.stefanhammel.de/die-ausbildung/termine.html" target="_blank">Die weiteren Ausbildungstermine findet ihr hier.</a> Die acht dreit&#228;gigen Seminare sind f&#252;r &#196;rzte, Psychologen, Heilpraktiker und andere Angeh&#246;rige gesundheitlicher, sozialer und beratender Berufe gedacht. F&#252;r &#196;rzte sind sie von der Bezirks&#228;rztekammer Pfalz mit jeweils 24 Punkten zertifiziert.</p>
<p>Die <a title="Zu den Teilnehmerfeedbacks zur Ausbildung &quot;Hypnotherapie nach den Verfahren Ericksons&quot;" href="http://www.stefanhammel.de/die-ausbildung/feedbacks-1.html" target="_blank">Feedbacks der Teilnehmer</a> sind bisher sehr positiv ausgefallen  und k&#246;nnen im Internet eingesehen werden.</p>
<p>Die hauseigenen G&#228;stezimmer haben wir im letzten Jahr fertig renoviert und im Winter von einer Pariser K&#252;nstlerin ausgestalten lassen. Neu ist, dass die G&#228;stezimmer (3-5 Betten) von denjenigen G&#228;sten, die sich als erste anmelden (und bezahlen), w&#228;hrend der ganzen Seminarreihe kostenlos genutzt werden k&#246;nnen. Das bedeutet (bei einem Preis von 50 Euro pro Nacht f&#252;r ein Hotelzimmer) eine Ersparnis von 800 Euro. Dieses Angebot ist als Anreiz gedacht, um sich fr&#252;hzeitig zu melden, was mir die Planung erleichtert.</p>
<p>Je nach dem Zeitpunkt der Bezahlung sind 5% &#8211; 15 % Preisnachlass m&#246;glich. Das hei&#223;t, statt der &#252;blichen 2400 Euro f&#252;r 24 Tage zahlen diejenigen, die sich beispielsweise bis zum 30. April anmelden, nur 2040 Euro. <a title="Zu den Konditionen der Fortbildung in Erickson'scher Hypnotherapie" href="http://www.stefanhammel.de/die-ausbildung/konditionen.html" target="_blank">Weiteres zu den Ausbildungskonditionen findet ihr hier. </a></p>
<p>Wer gerne weitere Informationen haben m&#246;chte, ruft mich am besten an unter 0631-3702093 oder <a title="E-Mail an Stefan Hammel" href="http://www.stefanhammel.de/kontakt.html" target="_blank">schickt mir eine E-Mail</a>. Und nat&#252;rlich verschicke ich auf Wunsch auch schriftliche Informationen.</p>
<p>Und wer gerne einmal f&#252;r einen halben oder ganzen Tag in ein Seminar der aktuellen Reihe hereinschnuppern m&#246;chte, um sich selbst ein Bild von der Ausbildung zu machen, kann das am Wochenende vom 16.-18. M&#228;rz oder vom 13.-15. April gerne tun!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wie nutzt man Metaphern in der Therapie?</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2012/03/12/2029/</link>
		<comments>http://www.stefanhammel.de/blog/2012/03/12/2029/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 11:13:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
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		<description><![CDATA[Gerade eben ist beim Carl-Auer-Verlag das &#8220;Lexikon des Systemischen Arbeitens&#8221; erschienen, von dem ich im Blog am 28. Februar erz&#228;hlt habe. Es ist sch&#246;n geworden; heute habe ich das erste Exemplar in den H&#228;nden gehalten. 141 Schlagworter sind auf 507 Seiten von &#252;ber 90 Autoren bearbeitet worden. Neben dem neulich zitierten Artikel &#252;ber &#8220;Utilisation&#8221; habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade eben ist beim Carl-Auer-Verlag das &#8220;<a title="Zum &quot;Lexikon des systemischen Arbeitens&quot;" href="http://www.carl-auer.de/programm/978-3-89670-827-4" target="_blank">Lexikon des Systemischen Arbeitens</a>&#8221; erschienen, von dem ich im Blog am 28. Februar erz&#228;hlt habe. Es ist sch&#246;n geworden; heute habe ich das erste Exemplar in den H&#228;nden gehalten. 141 Schlagworter sind auf 507 Seiten von &#252;ber 90 Autoren bearbeitet worden. Neben dem neulich zitierten Artikel &#252;ber &#8220;Utilisation&#8221; habe ich auch die Erkl&#228;rung des Begriffs &#8220;Metapher&#8221; beigetragen. Ich m&#246;chte hier &#8211; in gek&#252;rzter und vereinfachter Form etwas von dem Artikel wiedergeben. Vielleicht macht es dem einen oder anderen Appetit, sich das Buch anzuschauen oder auch anzuschaffen.</p>
<p title="Zum Buch &quot;Der Grashalm in der W&#252;ste&quot;">Das Wort &#8220;Metapher&#8221; stammt aus der antiken Rhetorik und bezeichnet den Gebrauch eines Begriffs  f&#252;r einen Sachverhalt aus einem anderen als dem w&#246;rtlich damit benannten Kontext. Zwischen den Strukturen der angesprochenen Situation und des herangezogenen Begriffs eines anderen Erfahrungsbereichs wird eine Analogie hergestellt, ohne dass die &#252;bereinstimmenden Elemente genau benannt w&#252;rden.<br />
In der systemischen Beratung wird Metapher oft in einem weiteren Sinn gebraucht f&#252;r komplexe Sprachbilder wie Gleichnisse und Fabeln und f&#252;r ganze Begriffsfelder („metaphorische Konzepte“). Die klassische Abgrenzung zwischen Metaphern und Begriffen wie „Symbol“,  „Allegorie“, „Metonymie“ und „Parabel“ wird hier vielfach aufgegeben. Der therapeutische Gebrauch von Metapher ist beeinflusst durch die Auseinandersetzung mit Paul Watzlawick, Milton Erickson (rezipiert v. a. in Hypnosystemik, Hypnotherapie und NLP), orientalisch-weisheitlicher Erz&#228;hlkunst und M&#228;rchen.<br />
Methodisch ist zu unterscheiden zwischen der Nutzung von Metaphern, die die Klienten einbringen und der Entwicklung von Metaphern durch die Beratenden.<br />
Ressourcenorientierte Metaphern der Klienten k&#246;nnen durch systemische Fragen bearbeitet werden: „Wie weit ist denn Ihr ‚Licht am Ende des Tunnels‘ noch entfernt? Wie n&#228;hern Sie sich ihm? Wann k&#246;nnten Sie dort sein?“ Problem-Metaphern (defizitorientierte Bilder) werden nach Regel-, Ausnahme- oder Trickfilmlogik zu L&#246;sungs-Metaphern (ressourcenorientierten Bildern) umgedeutet. Diese Umdeutung erfolgt auf der Bildebene, innerhalb der w&#246;rtlich genommenen Metapher. Nach Regellogik werden die fest vorauszusetzenden Ressourcen des vom Klienten angebotenen Bildes ausgelotet: „Sie sind ‚gefangen‘, sagen Sie. Was meinen Sie, wie lange m&#252;ssen Sie noch sitzen, bei guter F&#252;hrung? Was k&#246;nnte zu einem Freispruch oder einer Haftumwandlung f&#252;hren?“ Nach Ausnahmelogik werden innerhalb des Bildes n&#252;tzliche Sonderf&#228;lle gesucht: „In unserem Gef&#228;ngnis sind einmal zwei ausgebrochen, mit Loch in der Mauer und Bettlaken. Die hat man nie wieder gefunden.“ Nach Trickfilmlogik kann das Bild frei ver&#228;ndert werden: „Genau genommen sind nicht Sie in einem Gef&#228;ngnis, sondern das Gef&#228;ngnis ist ein Film in Ihrem Kopf. Das hei&#223;t, Ihr innerer Regisseur kann den Film auch &#228;ndern. Woraus sind bisher die Mauern und woraus h&#228;tten Sie sie gerne? Wo m&#246;chten Sie die Schl&#252;ssel haben?“ Das ver&#228;nderte Bild schafft ein ver&#228;ndertes Erleben und Verhalten in der Situation, die die Metapher kommentiert. Die auf der Bildebene neu erm&#246;glichte Haltung gegen&#252;ber der erlebten Realit&#228;t wird durch zirkul&#228;res Fragen gefestigt: „Wenn Sie sich jetzt drau&#223;en vor der Haftanstalt sehen, welchen Unterschied macht das f&#252;r Ihr Erleben?“<br />
Im Vergleich zu Beispielgeschichten (wie Berichten von L&#246;sungen anderer Klienten) erfordern metaphorische Sprachbilder beim Klienten eine gr&#246;&#223;ere Transferleistung, da ein komplexes Geflecht sinnbildlich dargestellter Problem- und L&#246;sungsaspekte mit den Gegebenheiten des real erlebten „Problems“ und seiner unentdeckten L&#246;sungspotentiale abzugleichen ist. Das hei&#223;t, „die Beziehung zwischen Utilisation und Metapher [ist] grundlegend: Eine wirksame therapeutische Metapher muss aus der Vielfalt an Informationen und Verhaltensweisen herausgearbeitet werden, die [der Klient] bewusst und unbewusst anbietet“ (<a title="Zum Buch &quot;Therapeutische Metaphern&quot;" href="http://www.carl-auer.de/programm/978-3-89670-804-5" target="_blank">Mills, Crowley 1998, Therapeutische Metaphern</a>, S. 66, vgl. <a title="Zum &quot;Handbuch der therapeutischen Utilisation&quot;" href="http://www.klett-cotta.de/buch/Systemische_Therapie/Handbuch_der_therapeutischen_Utilisation/14065" target="_blank">Hammel 2011, Handbuch der therapeutischen Utilisation</a>, S. 259f.).  Metaphorische Geschichten k&#246;nnen als inszenierte Tr&#228;ume verstanden werden, in denen Ressourcen versinnbildlicht entdeckt und entwickelt werden. Der Transfer in die Lebenswelt des Klienten erfolgt gro&#223;enteils unbewusst. Umgangen werden Unterbrechungen des kreativen Suchprozesses durch Restriktionen im bewussten Denken (Skepsis, gedankliche Tabus, „Ja-aber“-Haltung). Die L&#246;sungsfindung findet „einen Schritt versetzt“ vom Problem statt (<a title="Zum Buch &quot;Die Weisheit des Unbewussten&quot;" href="http://www.amazon.de/Weisheit-Unbewu%C3%9Ften-Hypnotherapeutische-Lektionen-Erickson/dp/3927809438" target="_blank">Zeig, 1995, Die Weisheit des Unbewussten</a>, S. 89, vgl. <a title="Zum &quot;Handbook of Hyponotic Suggestions and Metaphors&quot;" href="http://www.amazon.de/Handbook-Hypnotic-Suggestions-Metaphors-Corydon/dp/039370095X" target="_blank">Hammond 1990, Handbook</a>, S. 36ff., ), in einem stressfrei erlebten Bereich, der als Modell des vom Klienten geschilderten Problems fungiert.<br />
Zu unterscheiden sind metaphorische Sprachbilder mit Handlung (Geschichten, Parabeln) und ohne Handlung (Beschreibungen, Aufz&#228;hlungen). Bei ersteren sind drei Grundformen zu unterscheiden:  Positiv-, Negativ- und Suchmodelle. Positivmodelle sind Geschichten mit einem guten Ausgang, die den Weg vom Problem zur L&#246;sung versinnbildlichen. Zu beachten ist, dass dem Klienten gen&#252;gend Raum f&#252;r den Transfer bleibt, so dass die Geschichte nicht belehrend wirkt. Negativmodelle sind Modelle mit katastrophalem Ausgang. Zu vermeiden ist, dass die implizierte Warnung Abwehrstrategien des Klienten verst&#228;rkt und so das Ausgangsproblem verschlimmert. Suchmodelle sind vom Moment des R&#228;tselhaften dominiert. Sie erzeugen im besonderen Ma&#223; eine Fragehaltung, so dass der Klient sich vermehrt der Suche nach wirksamen L&#246;sungsans&#228;tzen widmet (<a title="Zum Buch &quot;Der Grashalm in der W&#252;ste&quot;" href="http://www.stefanhammel.de/das-halmbuch.html" target="_blank">Hammel 2006, Der Grashalm in der W&#252;ste</a>, <a title="Zum &quot;Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens&quot;" href="http://www.klett-cotta.de/buch/Kinder-_und_Jugendliche/Handbuch_des_therapeutischen_Erzaehlens/5767" target="_blank">Hammel 2009, Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens</a>).</p>
<p title="Zum Buch &quot;Der Grashalm in der W&#252;ste&quot;">So viel zum Artikel &#8220;Metapher&#8221;! Ich habe mit viel Spa&#223; begonnen, im neu erschienenen Lexikon zu st&#246;bern und kann das Buch mit gutem Gewissen allen systemisch interessierten Lesern empfehlen!</p>
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		<title>Seminar: Hypnotherapeutische St&#228;rkung in den letzten Stunden des Lebens</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Mar 2012 21:45:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ambivalenz]]></category>
		<category><![CDATA[Anästhesie]]></category>
		<category><![CDATA[Angst und Zwang]]></category>
		<category><![CDATA[Asthma / Atem]]></category>
		<category><![CDATA[Für Helfer]]></category>
		<category><![CDATA[Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Ritual]]></category>
		<category><![CDATA[Sterben]]></category>
		<category><![CDATA[Suggestive Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der Jahrestagung der Milton-Erickson-Gesellschaft am 22. &#8211; 25. M&#228;rz in Bad Kissingen halte ich einen Workshop zum Thema &#8220;Wo keine Heilung m&#246;glich ist: Hypnotherapeutische St&#228;rkung in den letzten Stunden des Lebens&#8221;. In dem Workshop m&#246;chte ich gemeinsam mit den Teilnehmern dar&#252;ber nachdenken, was wir f&#252;r Sterbende in den letzten Stunden des Lebens tun k&#246;nnen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Jahrestagung der Milton-Erickson-Gesellschaft am 22. &#8211; 25. M&#228;rz in Bad Kissingen halte ich einen Workshop zum Thema &#8220;Wo keine Heilung m&#246;glich ist: Hypnotherapeutische St&#228;rkung in den letzten Stunden des Lebens&#8221;. In dem Workshop m&#246;chte ich gemeinsam mit den Teilnehmern dar&#252;ber nachdenken, was wir f&#252;r Sterbende in den letzten Stunden des Lebens tun k&#246;nnen. Meine Ber&#252;hrung mit dem Thema kommt ja eigentlich von einer ganz anderen Seite: Ich bin evangelischer Klinikpfarrer, arbeite unter anderem auf einer Intensivstation und werde nat&#252;rlich auch manchmal zu Sterbenden und deren Familien gerufen. Oft bete ich mit den Sterbenden und ihren Angeh&#246;rigen. Im Laufe der Zeit merkt man, wie viele Menschen auf das, was sie h&#246;ren, reagieren &#8211; auch in ihren letzten Lebensminuten, auch im Koma und unter Morphium. Und man findet heraus, dass manche Arten, die Menschen anzusprechen, ihnen anscheinend die Schmerzen lindern, das Atmen leichter machen und ihnen auch das Loslassen erleichtern. Oft erlebe ich, dass Menschen unmittelbar nach dem Gebet sterben.</p>
<p>Fast f&#252;nfzig Teilnehmer haben sich zu dem Workshop angemeldet; es scheint ein gro&#223;es Interesse an dem Thema zu geben. So &#252;berlege ich, ob ich dazu einmal an anderer Stelle einmal ein Seminar halte. F&#252;r die, die zu dem Kongress gehen oder die sich fragen, wie wir Sterbenden den Abschied leichter machen k&#246;nnen, m&#246;chte ich hier den Ausschreibungstext wiedergeben.</p>
<p>&#8220;Wo keine Heilung m&#246;glich ist: Hypnotherapeutische St&#228;rkung in den letzten Stunden des Lebens&#8221;</p>
<p>Wie k&#246;nnen wir Sterbende und ihre Familien in den letzten Lebensstunden mit Mitteln der Hypnotherapie und Systemik palliativ, psychotherapeutisch und auch spirituell unterst&#252;tzen? Wie kann ein m&#246;glichst umfassender Beistand aussehen? Der Workshop bringt die Bilder- und Wertewelt unserer jahrtausendealten christlich-j&#252;dischen Tradition neu ins Gespr&#228;ch mit den M&#246;glichkeiten der Hypnotherapie, insbesondere Pacing- und Leading-Strategien, dem Gebrauch von Metaphern und Mehrebenenkommunikation sowie der Utilisation von Werten und &#220;berzeugungen des Sterbenden und seiner Angeh&#246;rigen. Der Workshop wendet sich ausdr&#252;cklich auch an klinisches Personal ohne feste religi&#246;se &#220;berzeugungen.</p>
<p>Insbesondere  befassen wir uns mit den Fragen:</p>
<blockquote><p>Wie kommunizieren wir mit sterbenden Patienten, die sich verbal wenig oder nicht mehr &#228;u&#223;ern k&#246;nnen?<br />
Wie finden wir Worte und Themen, die f&#252;r sie von Bedeutung sein k&#246;nnen?<br />
Wie k&#246;nnen wir nonverbale Reaktionen von Patienten im Koma oder unter Morphiumeinfluss verstehen und gut darauf reagieren?<br />
Wie k&#246;nnen wir auf &#196;ngste, Groll, Sorgen und Bef&#252;rchtungen von Patienten eingehen?<br />
Wie k&#246;nnen wir ins Gespr&#228;ch hypnotherapeutische Interventionen zur Reduzierung von Schmerzen oder Atemproblemen integrieren?<br />
Wie k&#246;nnen wir Patienten in einem irreversiblen Stadium des Sterbens helfen, den Kampf zu beenden und „loszulassen“?<br />
Wie k&#246;nnen hypnotherapeutische Fertigkeiten und Traditionen wie Zuspruch von Vergebung, Gebet und Segen einander hilfreich sein?<br />
Wie k&#246;nnen religi&#246;se Bilder (der gute Hirte, das himmlische Festmahl) auch von religi&#246;s eher skeptischen Menschen bzw. f&#252;r sterbende Menschen ohne starke religi&#246;se &#220;berzeugung genutzt werden?</p></blockquote>
<p>Der Workshop zeigt mit vielen Fallbeispielen, wie hypnotherapeutische Unterst&#252;tzung und spirituelle Tradition verbunden werden k&#246;nnen, auch ohne sich religi&#246;s aus dem Fenster zu lehnen. Bei den Bildern vom himmlischen Fest, vom Heimkommen oder vom guten Hirten darf offen bleiben, ob sie eher als therapeutische &#220;bung, als wohltuende Traumbilder oder als geistliches Geschehen aufgefasst werden. Das werden die im Raum versammelten Menschen, also der Sterbnde, die verschiedenen Angeh&#246;rigen und die Mitglieder des klinischen Personals wohl dann auch ganz unterschiedlich sehen.</p>
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		<title>Die Klinke &#246;len</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2012/03/10/2019/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Mar 2012 21:40:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anästhesie]]></category>
		<category><![CDATA[Arteriosklerose]]></category>
		<category><![CDATA[Älter werden]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Homöopathie]]></category>
		<category><![CDATA[Placeboeffekt]]></category>
		<category><![CDATA[Positives Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Stottern]]></category>
		<category><![CDATA[Suggestive Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Zirkularität]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Arzt erz&#228;hlte mir: „Ich hatte eine Frau in Behandlung, die Arthrose in den Daumen hatte. Nach einer Behandlung mit einem pflanzlichen Arzneimittel aus Teufelskralle war der eine Daumen schon viel besser, der andere aber war noch ziemlich unbeweglich und schmerzte bei jedem Bewegungsversuch. Ich gab ihr noch eine hom&#246;opathische Spritze und ging mit zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Arzt erz&#228;hlte mir:</p>
<p>„Ich hatte eine Frau in Behandlung, die Arthrose in den Daumen hatte. Nach einer Behandlung mit einem pflanzlichen Arzneimittel aus Teufelskralle war der eine Daumen schon viel besser, der andere aber war noch ziemlich unbeweglich und schmerzte bei jedem Bewegungsversuch. Ich gab ihr noch eine hom&#246;opathische Spritze und ging mit zur T&#252;r, um die Frau zu verabschieden. Die T&#252;rklinke quietschte schrecklich. Das tat sie schon lange, aber diesmal st&#246;rte es mich aus irgendeinem Grund. W&#228;hrend wir noch im Gespr&#228;ch waren, holte ich einen Spray f&#252;r die T&#252;r. Ich spr&#252;hte das Gelenk der Klinke ein und bewegte die Klinke mehrmals hin und her. W&#228;hrend ich das tat, fiel mir auf, dass die Frau ihren Daumen gleichzeitig ebenfalls hin und her bewegte. Das hat mich fasziniert. ‘Gucken Sie mal, Ihr Daumen ist genau wie die T&#252;rklinke’, habe ich gesagt. Dann habe ich die Klinke noch einmal bewegt und gesagt: ‘Jetzt quietscht es nicht mehr.’ ‘Ja, und es tut auch nicht mehr weh’, sagte die Frau und bewegte ihren Daumen hin und her.”</p>
<p>(Aus: <a title="Zum Handbuch der therapeutischen utilisation" href="http://www.klett-cotta.de/buch/Systemische_Therapie/Handbuch_der_therapeutischen_Utilisation/14065" target="_blank">Stefan Hammel, Handbuch der therapeutischen Utilisation</a>)</p>
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		<title>Buchtipp: Lexikon des systemischen Arbeitens</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2012/02/28/2012/</link>
		<comments>http://www.stefanhammel.de/blog/2012/02/28/2012/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 13:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Für Helfer]]></category>
		<category><![CDATA[Grundbegriffe]]></category>
		<category><![CDATA[Systemisches]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesem Fr&#252;hjahr erscheint beim Carl-Auer-Systeme-Verlag das &#8220;Lexikon des systemischen Arbeitens&#8221;. Auf &#252;ber 500 Seiten nimmt dieses Grundlagenwerk die Grundbegriffe und das Selbstverst&#228;ndnis systemischer Beratungs- und Therapiearbeit einschlie&#223;lich hypno-systemischer Arbeitsformen unter die Lupe. Die vollst&#228;ndigen biographischen Daten des Buches lauten: Jan V. Wirth, H. Kleve (Hrsgg.): Lexikon des systemischen Arbeitens. Grundbegriffe der systemischen Praxis, Methodik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">In diesem Fr&#252;hjahr erscheint beim Carl-Auer-Systeme-Verlag das &#8220;Lexikon des systemischen Arbeitens&#8221;. Auf &#252;ber 500 Seiten nimmt dieses Grundlagenwerk die Grundbegriffe und das Selbstverst&#228;ndnis systemischer Beratungs- und Therapiearbeit einschlie&#223;lich hypno-systemischer Arbeitsformen unter die Lupe.</p>
<p style="text-align: justify;">Die vollst&#228;ndigen biographischen Daten des Buches lauten:</p>
<p style="text-align: justify;"><a title="Zur Verlagsbeschreibung des &quot;Lexikon des systemischen Arbeitens&quot;" href="http://www.carl-auer.de/programm/978-3-89670-827-4" target="_blank">Jan V. Wirth, H. Kleve (Hrsgg.): Lexikon des systemischen Arbeitens. Grundbegriffe der systemischen Praxis, Methodik und Theorie. Carl-Auer-Systeme, Heidelberg 2012</a></p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe zwei Artikel zu dem Lexikon beigetragen, den Artikel &#8220;Metapher&#8221; und den Artikel &#8220;Utilisation&#8221;. Allen, die sich aus fachlichem und pers&#246;nlichem Interesse mit systemischer und hypnosystemischer Arbeit befassen, m&#246;chte ich gerne Appetit auf dieses Buch machen. Zu diesem Zweck m&#246;chte ich hier auszugsweise und leicht gek&#252;rzt den Artikel zum Begriff &#8220;Utilisation&#8221; wiedergeben. Was ist also Utilisation?</p>
<p style="text-align: justify;">Anders als das „Nutzen“ (lat. utor, engl. use im Unterschied zu utilize) einer Sache im &#252;blichen Sinne wird beim Utilisieren etwas augenscheinlich Nutzloses, Belangloses oder Sch&#228;dliches in einer Weise neu betrachtet, gestaltet oder gebraucht, dass ein vorher nicht vorhandener Nutzen f&#252;r den Klienten entsteht. Milton Erickson gebraucht den Begriff zun&#228;chst, um einen Grundsatz erfolgreicher Intervention bei der Arbeit mit Hypnose und in der Psychotherapie insgesamt zu beschreiben: „Diese Methoden beruhen darauf, die eigenen Einstellungen, Empfindungen, Denk- und Verhaltensweisen der Versuchsperson zu nutzen; des weiteren wurden Aspekte der realen Situation &#8230; in verschiedenster Weise verwendet.“ Daraus ergibt sich: „Utilisation ist die Haltung, jeder Eigenart des Klienten und seiner Lebenssituation mit Wertsch&#228;tzung zu begegnen und das jeweils Einzigartige daran f&#252;r die therapeutischen Ziele zu nutzen“ (<a title="Zum Handbuch der therapeutischen Utilisation" href="http://www.klett-cotta.de/buch/Systemische_Therapie/Handbuch_der_therapeutischen_Utilisation/14065">Hammel 2011, Handbuch der therapeutischen Utilisation</a>, S. 17).<br />
Das Konzept der Utilisation beinhaltet, dass zentrale, markante, typische oder bisher wenig beachtete Elemente des Ausgangserlebens (h&#228;ufig Symptome, Problem- und Zielbeschreibungen im Klientensystem) vom Beratenden verbal oder nonverbal aufgegriffen und zu Ankn&#252;pfungspunkten f&#252;r den Aufbau eines Zielerlebens (etwa eines neuen Verhaltens) gemacht werden. Dahinter steht der Gedanke, dass auch ein als „Problem“ beschriebenes Verhalten und Erleben von Pers&#246;nlichkeitsanteilen bzw. Tendenzen im System erzeugt wird, die „n&#252;tzliche“ (also f&#252;r den Klienten oder das Klientensystem wertvolle) Intentionen verfolgen, auch wenn das Ergebnis als belastend erlebt wird. „Paradoxerweise kann Akzeptanz als bezwingende Kraft f&#252;r die Ver&#228;nderung genutzt werden… Anstatt die Patienten einer Konfrontation auszusetzen, indem ihnen gesagt wird, dass sie fehlerhafte Aspekte ihrer selbst ver&#228;ndern m&#252;ssen, versucht man mehr und mehr zu evozieren, wer sie sind und was sie tun. Wenn man Patienten dazu einl&#228;dt, in &#220;bereinstimmung mit ihrer eigenen Konstitution zu handeln, … verringert sich nicht nur der Widerstand gegen die Therapie, sondern… der Ort der Ver&#228;nderung wird dorthin platziert, wo er hingeh&#246;rt, … in den Patienten.“ (Short, Weinspach, Hoffnung und Resilienz, S. 242f.).<br />
Viele klassische systemische Techniken sind Utilisationstechniken. Grundformen der Utilisation sind:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">-    Einfache Bindung und Doppelbindung (Einfache und Doppelte Kopplung), also das Verkn&#252;pfen von einem bzw. mehreren Elementen der Ausgangssituation (oder der Ziele des Klienten) mit positiven oder negativen Werten des Klienten, um eine Suche nach Neubewertungen seiner Denk- und Handlungsoptionen zu initiieren und innerhalb seines Wertesystems neue L&#246;sungen attraktiv zu machen<br />
-    Realistische oder irreale (also absurde oder trickfilmartig visualisierte) Umdeutung (Reframing), etwa das Aufgreifen und W&#246;rtlich-nehmen von Metaphern des Klienten f&#252;r sein Problem und das Entdecken der darin implizierten Ressourcen f&#252;r die reale Situation<br />
-    Paradoxe Intervention, etwa in Form von Unterst&#252;tzung f&#252;r das Beibehalten des Symptoms, f&#252;r Symptomverst&#228;rkung, zeitliche, r&#228;umliche oder kontextuelle Symptomverschiebung, Ritualisierung, Rhythmisierung oder Ablaufs-Umkehrung von Symptomen oder Wetten gegen den Verlust von Symptomen<br />
-    auf dem Gemeinschaftserleben (Rapport) von Therapeut und Klient basierende Methoden wie Spiegeltechniken, das Mitvollziehen und Ver&#228;ndern (Pacing und Leading) von Elementen des Ausgangserlebens sowie Strategien der Delegation, also etwa das Besetzen der Rolle des Symptomtr&#228;gers durch den Therapeuten,<br />
-    Externalisierung, Visualisierung und bildhafte Umgestaltung von Problemaspekten und Ressourcen<br />
-    Gebrauch von Landschaftselementen, Gegenst&#228;nden und zuf&#228;lligen Ereignissen zur Zeit der Beratung. Diese dienen als metaphorische Angebote zur Deutung der Ausgangs- oder Zielsituation des Klienten (als Symbol, Omen oder Beispiel f&#252;r L&#246;sungsm&#246;glichkeiten), als Musterunterbrechung (zur Defokussierung vom Problemverhalten und zum Erzeugen einer Suchhaltung) oder als Anker (vereinbarter Ausl&#246;ser zur Reaktualisierung eines Zielerlebens im Kontext des „Problems“).</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Utilisation bedeutet vor allem, positive und negative Werte des Klienten f&#252;r dessen Ziele zu nutzen: „Finde heraus, wo der Patient &#252;ber Ressourcen verf&#252;gt. Erkenne, was er mag und was er &#252;berhaupt nicht sch&#228;tzt. Entfalte die Ressource, indem du die Werte des Patienten nutzt. Verbinde die entfaltete Ressource mit dem Problem. [Das geschieht…] entweder direkt oder indirekt, in kleinen Schritten, und zwar, indem man Vertrauen schafft, eine Beziehung herstellt, Motivation aufbaut und die Reaktionsbereitschaft steuert. [… Lass den] Patienten etwas tun. Therapeutische Handlungen m&#252;ssen f&#252;r den Patienten und dessen Werte von Bedeutung sein. Jedes Verhalten, selbst Widerstand, kann akzeptiert und therapeutisch genutzt werden. Und jeder Aspekt des Kontextes kann akzeptiert und therapeutisch nutzbar gemacht werden. Dramatische Inszenierungen k&#246;nnen helfen, die Reaktionsbereitschaft auf Anweisungen zu steigern. Wenn man Ideen s&#228;t, bevor man sie direkt pr&#228;sentiert, werden sie eher akzeptiert und umgesetzt. Das Timing ist von zentraler Wichtigkeit. Zum Therapieproze&#223; geh&#246;ren Pacing, Musterunterbrechung und das Aufbauen von Mustern. Widerstand entsteht oft dann, wenn man auf diese Prozesse nicht gen&#252;gend Sorgfalt verwendet. Der Therapeut (und der Patient) muss eine Erwartungshaltung haben. F&#252;hre die Intervention konsequent durch und kontrolliere den Erfolg“ (Zeig 1995, Die Weisheit des Unbewussten, S. 62, gek&#252;rzt).</p>
<p style="text-align: justify;">
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