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	<title>HYPS &#187; Verzeihen</title>
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		<title>Eine Geschichte vom Himmel</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Apr 2011 14:21:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Frohe Ostern euch allen! Also, diese Geschichte habe ich mir weder ausgedacht, noch hab ich sie erlebt. Ein Freund hat sie mir geschickt. Sie stammt von einem Autor namens Tilman Haberer. Ich mag diese Geschichte sehr, und ich dachte mir, weil heute Ostern ist, &#8230; oder vielleicht auch einfach sowieso &#8230; egal, ich m&#246;chte diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frohe Ostern euch allen! Also, diese Geschichte habe ich mir weder ausgedacht, noch hab ich sie erlebt. Ein Freund hat sie mir geschickt. Sie stammt von einem Autor namens Tilman Haberer. Ich mag diese Geschichte sehr, und ich dachte mir, weil heute Ostern ist, &#8230; oder vielleicht auch einfach sowieso &#8230; egal, ich m&#246;chte diese Geschichte gerne mit euch teilen. Also&#8230;</p>
<p>Ich stell&#8217; mir vor, ich bin gestorben, und ich stehe vor der T&#252;r des Himmels. Die ist, so nehme ich an, eine ganz normale T&#252;r an einem ganz normalen Haus. Aber ich wei&#223;, hinter der T&#252;r wohnt Gott. Ich habe ein ganz sch&#246;n mulmiges Gef&#252;hl im Bauch, schlie&#223;lich habe ich ja Gott noch nie von Angesicht zu Angesicht gegen&#252;bergestanden. Trotzdem fasse ich mir ein Herz und dr&#252;cke auf die Klinke.<br />
Ich brauche nicht lange zu warten, da geht die T&#252;r auf. Ich bin als erstes sehr &#252;berrascht, denn Gott sieht anders aus als ich erwartet habe. Er ist noch recht jung, noch keine 30, er ist ganz normal gekleidet, nicht anders als ich. Als er mich sieht, strahlt er mich an und sagt: &#8220;Mensch, Tilman, sch&#246;n, dass du da bist! Komm rein!&#8221; In demselben Moment, in dem ich Gott sehe, ist mein mulmiges Gef&#252;hl fort.<br />
Gott sieht sehr sympathisch aus, und ich merke sofort, dass er mich mag. Ich folge ihm in die Wohnung. Sie ist ziemlich einfach eingerichtet, aber sehr gem&#252;tlich. Sofort f&#252;hle ich mich wohl. Ich f&#252;hle mich zu Hause. Hier geh&#246;re ich hin. Gott bietet mir einen Platz an, dann stellt er zwei Weingl&#228;ser auf den Tisch und macht einen guten Frankenwein auf. Meine urspr&#252;ngliche Spannung und Nervosit&#228;t ist wie weggeblasen, und dann fangen wir an zu reden.<br />
Wir reden &#252;ber mein ganzes Leben, &#252;ber die guten und sch&#246;nen Erfahrungen, die ich gemacht habe, aber auch &#252;ber das, was nicht gut war, wo ich etwas falsch gemacht habe, wo mich andere falsch behandelt haben, wo ich gelitten habe und anderen Leid zugef&#252;gt habe. Aber aus der Art und Weise, wie Gott mit mir dar&#252;ber redet, merke ich: Das alles steht nicht zwischen uns, es trennt mich nicht mehr von Gott; ja, ich erkenne, was f&#252;r ein miserables Leben ich teilweise gef&#252;hrt habe. Aber ich wei&#223;: Gott tr&#228;gt mir das nicht nach. Gott nimmt mich einfach so, wie ich bin. Diese Erkenntnis tut gut, sie tut aber auch sehr weh. Gott hat mich einfach gern mit all dem, was ich verbockt habe, und das tut wirklich weh.</p>
<p>Ja, und dann sagt Gott zu mir: &#8220;So, jetzt gehen wir zu den anderen.&#8221; Und er steht auf und &#246;ffnet eine T&#252;r. Da steht eine gro&#223;e Festtafel, und da sitzen alle, die mir in meinem Leben lieb waren: meine Eltern, meine Freunde, und auch die, die mir nicht lieb waren. Aber ich sp&#252;re: Auch von denen trennt mich nichts mehr. Noch einmal rei&#223;t mich ein Schmerz fast in St&#252;cke. Ich sehe die Menschen, mit denen ich zusammen war. Und mir wird klar, wie viel Dummheit und Gemeinheit und Bosheit zwischen uns lag. Aber der Schmerz vergeht, und wir k&#246;nnen uns in die Augen sehen. Und dann beginnt das Fest. Und das ist der Himmel.</p>
<p>(Quelle: Andreas Ebert, Auf Schatzsuche. 12 Expeditionen ins Innere des Christentums, Claudius Verlag 1993, S. 14f.)</p>
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		<title>Gespr&#228;che am Sterbebett</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 09:43:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie spricht man mit Menschen im Koma? Und was kann man zu einem sterbenden Menschen sagen? Grunds&#228;tzlich Dinge, deren positive Ausrichtung sofort sp&#252;rbar ist und die zugleich ehrlich sind. Grunds&#228;tzlich Dinge, die den Sterbenden als Lebenden respektieren. Grunds&#228;tzlich m&#246;chte ich weder so tun, als g&#228;be es kein Sterben, noch so, als w&#228;re der andere schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie spricht man mit Menschen im Koma? Und was kann man zu einem sterbenden Menschen sagen? Grunds&#228;tzlich Dinge, deren positive Ausrichtung sofort sp&#252;rbar ist und die zugleich ehrlich sind. Grunds&#228;tzlich Dinge, die den Sterbenden als Lebenden respektieren. Grunds&#228;tzlich m&#246;chte ich weder so tun, als g&#228;be es kein Sterben, noch so, als w&#228;re der andere schon nicht mehr da. Grunds&#228;tzlich m&#246;chte ich so reden, dass es das Mitdenken nicht schwerf&#228;llt: Ganz anschaulich, in Bildern, in Tagtr&#228;umen, und m&#246;glichst in Worten, die dem anderen Menschen schon l&#228;ngst etwas bedeuten. Einige Gedanken aus meiner Arbeit als Pfarrer m&#246;chte ich hier anf&#252;gen.</p>
<p>Vor kurzem wurde ich ins Krankenhaus gerufen, zu einem schwer kranken Mann. Die &#196;rzte sagten, dass er in den n&#228;chsten Tagen oder Wochen sterben werde. Seine Frau, die sehr gl&#228;ubig war, hatte mich gebeten, zu kommen. Als ich mit den beiden sprach, wurde bald deutlich: Er wollte kein Gebet, das Abschied bedeuten k&#246;nnte. Er wollte leben. „Verstehen Sie“, sagte er, „Beten ist gut, aber jetzt geht es nicht. Jetzt ist nicht die Zeit. Vielleicht sp&#228;ter“, sagte er. Ob ich aus der Ferne um Leben, um ein Wunder f&#252;r ihn beten sollte, fragte ich. „Das ist gut“, antwortete er.<br />
Am anderen Tag lag er im Koma. Es atmete in kurzen St&#246;&#223;en, und es war zu sehen, dass er im Sterben lag. Ich las ihm den Psalm vom guten Hirten vor, sprach ein Gebet, das Vaterunser und einen Segen. Wenn ich den Eindruck hatte, dass ihm eine Zeile des Psalms gut tat, las ich die Zeile zweimal oder dreimal. Ich las die Zeilen ruhig und mit Pausen vor, und wir hatten den Eindruck, dass dar&#252;ber auch sein Atem immer ruhiger wurde. Sein Atem folgte meinem, und wenn ich sehr langsam sprach, setzte der Atem manchmal f&#252;r eine Weile aus, um danach doch wieder ruhig weiterzuflie&#223;en. Alles, was ihm Kummer oder Angst machen k&#246;nnte, m&#246;ge er ablegen, so bat ich ihn, wie an einer Garderobe Gottes. Was mit Schuld oder Vorw&#252;rfen zu tun h&#228;tte, alle Gedanken, die was ihm nicht gut t&#228;ten und alles, was er nicht braucht, m&#246;ge er wie Kleider ablegen bei Gott. Nach diesen Worten von meiner Seite sprach auch seine Frau mit ihm &#252;ber das Loslassen: Davon, dass Sie ihn nicht festhalte, dass er loslassen d&#252;rfe und davon, dass er seine Liebe zu ihr auch von der anderen Seite aus ausdr&#252;cken kann. Es scheint mir ganz deutlich so, dass er das h&#246;ren und f&#252;r sich annehmen konnte. Etwa eine viertel Stunde sp&#228;ter starb er ruhig, ohne Kampf.</p>
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		<title>Aus dem Maul des Krokodils</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Jan 2011 08:41:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Geschichte verwende ich bei einigen Gruppenkonflikten, bei widerspr&#252;chlicher Kommunikation (Doppelbotschaften), im Zusammenhang mit Borderlinest&#246;rungen und komplizierten Ambivalenzen in Beziehungen und bei einer widerspr&#252;chlichen und teilweise destruktiven Autokommunikation der Klienten. Man kann solche Geschichten sehr unterschiedlich verwenden, je nachdem, ob man alle Protagonisten als Teile eines &#8220;inneren Teams&#8221; im Klienten sieht (also als verschiedene Pers&#246;nlichkeitsanteile), [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Geschichte verwende ich bei einigen Gruppenkonflikten, bei widerspr&#252;chlicher Kommunikation (Doppelbotschaften), im Zusammenhang mit Borderlinest&#246;rungen und komplizierten Ambivalenzen in Beziehungen und bei einer widerspr&#252;chlichen und teilweise destruktiven Autokommunikation der Klienten. Man kann solche Geschichten sehr unterschiedlich verwenden, je nachdem, ob man alle Protagonisten als Teile eines &#8220;inneren Teams&#8221; im Klienten sieht (also als verschiedene Pers&#246;nlichkeitsanteile), ob man sie alle als &#228;u&#223;ere Figuren sieht (Konflikt zwischen Familien- oder Teammitgliedern, Konflikt zwischen verschiedenen Teams oder Teilen einer Gesellschaft) oder ob man sie teils als innere und Teils als &#228;u&#223;ere Figuren sieht (Doppelbindungs-Kommunikation).</p>
<p>„Guten Morgen, liebes Zebra!“ Der kleine Vogel sa&#223; in Alis aufgesperrtem Rachen und pickte die Essensreste aus den Krokodilsz&#228;hnen. Freundlich begr&#252;&#223;te er den alten Freund. Doch das Zebra starrte ihn aus gro&#223;en Augen an, tat einen Satz zur&#252;ck und nahm Rei&#223;aus. „Aber Zebra, du brauchst doch keine Angst vor mir zu haben. Wir haben uns doch immer…“ Der Vogel schaute nach dem Krokodil. „Was hat er nur? Verstehst du das?“ Ali sch&#252;ttelte den Kopf. „Zebras sind komisch. Keine Ahnung.“</p>
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		<title>Der Grashalm in der W&#252;ste</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2010 15:30:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern war ich in der Kinderpsychiatrie und habe den Kindern eine Geschichte erz&#228;hlt. Wir vergessen so oft, dass Menschen, die sich selbst und anderen M&#252;he bereiten, nicht nur aus ihren Problemen bestehen, sondern auch aus dem, was heil ist.Und wenn wir das Gesunde, Kraftvolle, Gl&#252;ckspendende im Leben der Kinder oder auch von uns selber pflegen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern war ich in der Kinderpsychiatrie und habe den Kindern eine Geschichte erz&#228;hlt. Wir vergessen so oft, dass Menschen, die sich selbst und anderen M&#252;he bereiten, nicht nur aus ihren Problemen bestehen, sondern auch aus dem, was heil ist.Und wenn wir das Gesunde, Kraftvolle, Gl&#252;ckspendende im Leben der Kinder oder auch von uns selber pflegen, k&#246;nnte es sein, dass wir mehr erreichen, als wenn wir immer mehr Zeit auf die Behandlung des St&#246;renden verwenden. Nat&#252;rlich muss man zuweilen bei dem, was st&#246;rt, ankn&#252;pfen. Wenn man allerdings bei der Behandlung der St&#246;rung h&#228;ngen bleibt, ist man wahrscheinlich schon selbst ein Teil der St&#246;rung geworden. Denn wer sagt uns, dass die Reaktionen der Menschen auf das Problem nicht zu dem Problem ma&#223;geblich beitragen? Vielleicht kommen wir schneller zum Ziel, wenn wir das Unauff&#228;llige, Gesunde, Normale in den Vordergrund unserer Betrachtung stellen. Ich habe jedenfalls den Kindern die folgende Geschichte erz&#228;hlt.</p>
<p>Ein Mann durchquerte eine W&#252;ste. Rings um ihn her gab es nur Sand, Steine und Felsen, den leuchtend blauen Himmel und &#252;ber ihm die gl&#252;hend hei&#223;e Sonne. Auf der H&#228;lfte seines Weges geschah es, dass er Rast machen wollte und sich nach einem geeigneten Platz umsah.<span id="more-1610"></span> Etwas abseits des Weges fand er einen &#252;berh&#228;ngenden Felsen, der ihm Schatten bieten konnte f&#252;r die Zeit seiner Rast. Der Mann ging dorthin. Als er ankam, sah er etwas Ungew&#246;hnliches: Im Schatten dieses Felsens wuchs tats&#228;chlich ein Grashalm. „Nanu, wo kommst du denn her?“ fragte der Mann, und dann lachte er &#252;ber sich selbst: „In meiner Einsamkeit rede ich schon mit dem Gras. Es wird besser sein, ich untersuche einmal, wo der Grashalm herkommt.“ Er scharrte das Pfl&#228;nzchen aus dem Sand und legte es behutsam zur Seite. Dann grub er tiefer und tiefer. Auch wenn er nicht gerade auf eine sprudelnde Quelle traf, so war die Erde hier tats&#228;chlich etwas feucht. Als der Mann sich wieder auf den Weg machte, verga&#223; er nicht, den Grashalm wieder auf die feuchte Erde zu setzen. Mit ein paar Steinen baute er eine kleine Mauer davor, um die Pflanze vor dem Austrocknen durch den hei&#223;en W&#252;stenwind zu sch&#252;tzen. Dann setzte er seine Reise fort. Auf seinem R&#252;ckweg kam er wieder an der Stelle vorbei. Nat&#252;rlich schaute er nach, ob sein Pfl&#228;nzchen noch lebte. Er war sehr erfreut: Aus dem Grashalm war ein richtiges kleines Grasb&#252;schel geworden. Der Mann grub noch etwas tiefer in die Erde und drang in noch feuchteres Erdreich vor. Mit einem Tuch, zwei Pf&#228;hlen und ein paar Schn&#252;ren, die er f&#252;r die R&#252;ckreise mitgenommen hatte, verbesserte er den Windschutz f&#252;r seine Pflanze. Viele Jahre sp&#228;ter musste ein Freund dieses Mannes dieselbe W&#252;ste durchqueren. Da bat er den Freund: „Schau’ doch einmal nach, was aus meiner Pflanze geworden ist – ob sie noch da ist!“ Der Freund versprach es ihm. Als er von der Reise zur&#252;ckkehrte, berichtete er: „Aus deinem Grasb&#252;schel ist ein kleines St&#252;ck Wiese geworden. Andere Reisende haben die Stelle entdeckt. Sie haben die Mauer vergr&#246;&#223;ert und noch mehr Pf&#228;hle mit T&#252;chern dort aufgestellt. Jemand hat dort einen Brunnen gegraben und mit einem St&#252;ck Leder abgedeckt. Neben dem Brunnen w&#228;chst ein sch&#246;ner Feigenbaum. In seinen Bl&#228;ttern zirpte eine Grille.</p>
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		<title>Recycling II</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Oct 2010 16:03:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das erinnert mich an eine Beobachtung in verschiedenen St&#228;dten in Kambodscha. Ich denke zum Beispiel an Phnom Penh. Wir gehen durch eine Einkaufsstra&#223;e. „Wick-wack, wick-wack.“ Eine Hupe, die wie eine Gummi-Badeente klingt, k&#252;ndigt eine M&#252;llsammlerin an, mit ihrem Handwagen durch die Stra&#223;e zieht. Manche dieser Sammlerinnen sind auf Glas- und Plasikflaschen spezialisiert, manche nehmen jede [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das erinnert mich an eine Beobachtung in verschiedenen St&#228;dten in Kambodscha. Ich denke zum Beispiel an Phnom Penh.</p>
<p>Wir gehen durch eine Einkaufsstra&#223;e.<br />
„Wick-wack, wick-wack.“<br />
Eine Hupe, die wie eine Gummi-Badeente klingt, k&#252;ndigt eine M&#252;llsammlerin an, mit ihrem Handwagen durch die Stra&#223;e zieht. Manche dieser Sammlerinnen sind auf Glas- und Plasikflaschen spezialisiert, manche nehmen jede Art von M&#252;ll, einige suchen Reis- und Baustoffs&#228;cke oder Dosen.<br />
Glasflaschen werden an Moped-Tankstellen verkauft, die am Stra&#223;enrand Benzin verkaufen, Plastikflaschen k&#246;nnen als Wasserbeh&#228;lter dienen oder verfeuert werden, Baustoffs&#228;cke k&#246;nnen mit Beton gef&#252;llt als formbare Mauersteine Verwendung finden und Nahrungsmittels&#228;cke mit sch&#246;nen Motiven k&#246;nnen in Taschen f&#252;r Touristen verwandelt werden. Aus Blechdosen kann man Spielzeug machen, das ebenfalls von Touristen gekauft wird.<br />
Phnom Penh hat keine geregelte M&#252;llabfuhr. Die Stra&#223;en sind weitgehend abfallfrei.</p>
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		<title>Recycling I</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Oct 2010 16:03:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wenn Leute mir von ihrem &#8220;kaputten&#8221; Leben erz&#228;hlen, von &#8220;M&#252;ll&#8221;, der sich in ihrer Ehe angesammelt hat oder davon, dass alles, was sie machen, irgendwie &#8220;Schrott&#8221; ist, dann rede ich mit ihnen &#252;ber Recycling.  Ich erz&#228;hle ihnen von Abfallsortierung, von Wertstoffh&#246;fen, von der Biotonne und vom Kompost im Garten. In den n&#228;chsten Tagen m&#246;chte ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Leute mir von ihrem &#8220;kaputten&#8221; Leben erz&#228;hlen, von &#8220;M&#252;ll&#8221;, der sich in ihrer Ehe angesammelt hat oder davon, dass alles, was sie machen, irgendwie &#8220;Schrott&#8221; ist, dann rede ich mit ihnen &#252;ber Recycling.  Ich erz&#228;hle ihnen von Abfallsortierung, von Wertstoffh&#246;fen, von der Biotonne und vom Kompost im Garten. In den n&#228;chsten Tagen m&#246;chte ich dazu ein paar Gedanken ver&#246;ffentlichen. Auch die folgende Erinnerung handelt von Recycling.</p>
<p>Kampot in Kambodscha. Wir sitzen vor einer Bambush&#252;tte.<br />
„Au!“<br />
„Moskito oder Ameise?“<br />
„Ameise.“<br />
Die Insekten sind das einzig Unangenehme an diesem Ort. Wir betrachten die Muscheln und Schnecken, die wir am Strand gesammelt haben.<br />
„Wenn wir die mitnehmen, stinken sie uns die Koffer voll, auf der ganzen Reise bis nach Hause.“<br />
Um eine geruchsfreie Nacht zu verleben, lassen wir die &#220;berreste der Schalentiere  vor der T&#252;r.<br />
Als wir am anderen Morgen vor die T&#252;r treten, sind die Schalen &#252;bers&#228;t von Ameisen.<br />
Als wir am &#252;bern&#228;chsten Morgen vor die T&#252;r treten, sind keine Ameisen mehr da.<br />
Als wir am Morgen darauf aufbrechen, nehmen wir die Schalen mit. Kein Hauch eines Geruchs geht von ihnen aus.</p>
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		<title>Ich gehe eine Stra&#223;e entlang</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 21:48:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute ist er mir wieder begegnet. Diesen Text liebe ich sehr. Ich gehe eine Stra&#223;e entlang. Da ist ein tiefes Loch. Ich falle hinein. Ich bin verloren. Ich bin ohne Hoffnung. Es ist nicht meine Schuld. Es dauert endlos, wieder hinauszukommen. Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang. Da ist ein tiefes Loch. Ich falle wieder hinein. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist er mir wieder begegnet. Diesen Text liebe ich sehr.</p>
<p>Ich gehe eine Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich falle hinein.<br />
Ich bin verloren.<br />
Ich bin ohne Hoffnung.<br />
Es ist nicht meine Schuld.<br />
Es dauert endlos, wieder hinauszukommen.</p>
<p>Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich falle wieder hinein.<br />
Ich kann nicht glauben,<br />
schon wieder am gleichen Ort zu sein.<br />
Aber es ist nicht meine Schuld.<br />
Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.</p>
<p>Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich falle schon wieder hinein&#8230;<br />
aus Gewohnheit.<br />
Meine Augen sind offen.<br />
Ich wei&#223;, wo ich bin.<br />
Es ist meine Schuld.<br />
Ich komme auch sofort wieder heraus.</p>
<p>Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich gehe darum herum.</p>
<p>Ich gehe eine andere Stra&#223;e.</p>
<p>(Sogyal Rinpoche)</p>
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		<title>Streichelp&#228;dagogik</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 14:21:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Beim Weitergehen finde ich ein Schild mit der Aufschrift: &#8220;Man kann in ein Kind nichts hineinpr&#252;geln, aber vieles herausstreicheln.&#8221; (Astrid Lindgren) So viele T&#252;ren mit so vielen Botschaften&#8230; Sehr gerne m&#246;chte ich mich unterhalten mit den Menschen, die dahinter wohnen. Nun frage ich euch: Welche Botschaft k&#246;nnte an eurer T&#252;r zu lesen sein&#8230;?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Weitergehen finde ich ein Schild mit der Aufschrift:</p>
<p>&#8220;Man kann in ein Kind nichts hineinpr&#252;geln, aber vieles herausstreicheln.&#8221; (Astrid Lindgren)</p>
<p>So viele T&#252;ren mit so vielen Botschaften&#8230; Sehr gerne m&#246;chte ich mich unterhalten mit den Menschen, die dahinter wohnen. Nun frage ich euch: Welche Botschaft k&#246;nnte an eurer T&#252;r zu lesen sein&#8230;?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Das Z&#246;libat</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 21:41:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Geschichte vom Z&#246;libat habe ich gestern im Zusammenhang eines Mannes erw&#228;hnt, der eine l&#228;ngere Zeit der Depression durchlitten hatte und sich davon in relativ kurzer Zeit erholt hatte. Ich habe die Geschichte zuerst im &#8220;Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens&#8221; aufgeschrieben. Als Anwendung f&#252;r die Geschichten habe ich dort notiert: Die Therapie von Zwangshandlungen oder Wahnvorstellungen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Geschichte vom Z&#246;libat habe ich gestern im Zusammenhang eines Mannes erw&#228;hnt, der eine l&#228;ngere Zeit der Depression durchlitten hatte und sich davon in relativ kurzer Zeit erholt hatte. Ich habe die Geschichte zuerst im &#8220;Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens&#8221; aufgeschrieben. Als Anwendung f&#252;r die Geschichten habe ich dort notiert:</p>
<p>Die Therapie von Zwangshandlungen oder Wahnvorstellungen, die f&#252;r die Biographie eines Menschen bereits pr&#228;gend sind, weil sie &#252;ber eine l&#228;ngere Zeit unter Einbeziehung der Familie und der &#214;ffentlichkeit ausgelebt wurden, oder weil sie mit gro&#223;en Opfern verbunden waren, kann erschwert werden durch die Notwendigkeit, die Vergangenheit  neu zu interpretieren. Es ist eine gro&#223;e Leistung, die Vergangenheit umzuschreiben und pers&#246;nlich und &#246;ffentlich hinter der neu gefundenen Lebensdeutung und Lebensgestaltung zu stehen. Um dem Klienten den Schritt in ein solches neues Leben zu erm&#246;glichen, kann es sinnvoll sein, auf den Preis hinzuweisen, der daf&#252;r zu zahlen ist. Zu diesem Preis geh&#246;rt oft auch die Trauer verpasste Chancen in der Vergangenheit. Wer einen solchen Schritt tut, hat Respekt und Bewunderung verdient.</p>
<p>Hier also &#8220;Das Z&#246;libat&#8221;&#8230;</p>
<p>Es war irgendwann in der Zukunft. Eines Morgens erwachte ein Papst mit einem seltsamen Traum. Im Traum hatte er vor Tausenden von Priestern gesprochen. Aus einer Eingebung heraus hatte er gerufen: „Mit dem heutigen Tag ist das Z&#246;libat aufgehoben. Priester d&#252;rfen ab jetzt wieder heiraten.“ Die Priester aber jubelten nicht. Sie schauten ihn an und schwiegen still. Da h&#246;rte er hinter sich eine Stimme: „So viele Jahre lang habe ich mir viele Freuden versagt und mein Leben nach der rechten Lehre ausgerichtet. Soll das alles umsonst gewesen sein?“ Er drehte sich um und sah in einen Spiegel. Da h&#246;rte er einen Chor von Priestern, die sangen in Psalm und Antiphon: „Soll das umsonst gewesen sein?“ „Bitte nicht, bitte nicht, bitte nicht!“ Sp&#228;ter an jenem Morgen traf der Papst einen Kardinal und fragte ihn: „Was w&#252;rde passieren, wenn ich das Z&#246;libat aufh&#246;be?“ „Du h&#228;ttest ein Leben lang vieles umsonst getan und unterlassen. Du w&#228;rest umgeben von Menschen, die ein Leben lang vieles umsonst getan und unterlassen haben. Wir m&#252;ssten unser Leben neu ausrichten. Es g&#228;be eine Krise. Bedenke, was du tust.“ „Ja“, sagte der Papst, „das ist ein wirklich mutiger Schritt“</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wertvolle Beratung: Vergebung</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2009/04/26/1047/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 17:42:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach einer Pause, bedingt durch meinen Umzug, melde ich mich wieder zur&#252;ck. Und mache da weiter, wo ich aufgeh&#246;rt habe., bei Wertbegriffen, die f&#252;r die Beratung und Therapie wichtig sind, obwohl es auf den ersten Blick gar nicht so scheinen mag. Vergebung ist ein altes Wort, das nicht mehr oft verwendet wird. Auch in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einer Pause, bedingt durch meinen Umzug, melde ich mich wieder zur&#252;ck. Und mache da weiter, wo ich aufgeh&#246;rt habe., bei Wertbegriffen, die f&#252;r die Beratung und Therapie wichtig sind, obwohl es auf den ersten Blick gar nicht so scheinen mag. Vergebung ist ein altes Wort, das nicht mehr oft verwendet wird. Auch in der Therapie ist der Begriff eher in Vergessenheit geraten. Ich gebracuche den Begriff auch eher selten, weil er etwas gro&#223; und pathetisch klingen mag, und manchmal ist leichter, mit den Klienten viele kleine, vielleicht gar unscheinbare, Schritte aneinander zu reihen, bis man sich unversehens gemeinsam am Ziel findet.</p>
<p>Oftmals, so denke ich, geht es in der Therapie darum, zu lernen, das Recht auf Zorn und Groll, das Recht auf Wiedergutmachung, das Recht auf eine Entschuldigung oder S&#252;hne loszulassen und darauf zu verzichten, Gerechtigkeit (wie jeder selber sie versteht, wieder einzufordern. Vergebung kann auch bedeuten, nicht in der Vergangenheit, die niemand &#228;ndern kann, zu kreisen und Forderungen zu stellen, die sich nur durch eine Zeitreise in fr&#252;here Tage einl&#246;sen lie&#223;en. Oftmals geht es gar nicht um die moralische Frage, dass es &#8220;gut&#8221; sei, anderen zu vergeben. Oftmals ist das wichtigste an der Vergebung, einen selbstzerst&#246;rerischen Prozess zu beenden; denn derjenige, dem vergeben werden soll, hat m&#246;glicherweise mit der behaupteten Schuld gar kein Problem &#8211; oder ist wom&#246;glich selbst gar nicht mehr am Leben. Mit der Vergebung hat es aus therapeutischer Sicht aber die folgende Bewandnis:<span id="more-1047"></span></p>
<p>Als wir S&#228;uglinge waren, haben wir in uns unwillk&#252;rlich Abbilder aller Dinge und Personen geschaffen, die wir wahrgenommen haben. Und die Personen, die f&#252;r uns wichtig waren, bekamen ein Abbild von besonderer Intensit&#228;t. Man k&#246;nnte auch sagen, dass unsere Wirklichkeit bis heute nur aus diesen Abbildern besteht. Denn alles, was wir sagen k&#246;nnen &#252;ber die Welt ist, dass wir reden &#252;ber da, was die Welt in uns an Bildern und Gedanken erschaffen hat.</p>
<p>Die Abbilder wichtiger Menschen jedenfalls haben sich in uns eingepr&#228;gt mitsamt dem Verhalten dieser Menschen untereinander und uns gegen&#252;ber. Und aus ihrem Verhalten haben wir nach und nach geschlossen, wer wir sind. Identit&#228;t nennt man das, wenn ich ein Bild von mir habe, das mit dem Bild das andere von mir haben zu einem hohen Grad zur Deckung kommt &#8211; oder auch, wenn mein Bild von mir gestern und heute in etwa dasselbe ist, relativ unabh&#228;ngig davon, wer und was mir gerade begegnet. Die Bilder der Personen, die in meinem Leben wichtig sind, nennt man auch Introjekte, das hei&#223;t &#8220;hineingeworfene&#8221; Teilpers&#246;nlichkeiten. Denn meine Identit&#228;t besteht zun&#228;chst aus dem innerlich abgebildeten Sozialsystem der &#8220;inneren Leute&#8221;, die die &#228;u&#223;eren Leute widerspiegeln. Eine stabile Identit&#228;t bedeutet eine hohe Identit&#228;t (also ein hoher Deckungsgrad) im Bereich der Ideen, die meine inneren Figuren dar&#252;ber haben, wer ich bin.  Nat&#252;rlich bilden sich irgendwann auch Pers&#246;nlichkeitsanteile (oder Teilpers&#246;nlichkeiten) aus, die nicht genau einer bestimmten &#228;u&#223;eren Person entsprechen. Sie sind entsprungen als neue Pers&#246;nlichkeitsaspekte aus der gedanklichen Diskussion zwischen verschiedenen Introjekten oder aus Einfl&#252;ssen wie biographischen Erlebnissen, Medien und schwer fassbaren Zeitstr&#246;mungen. Es entstehen also synthetische neue Figuren, die zu dem inneren Team meiner Pers&#246;nlichkeitsaspekte mit eigenen &#8220;inneren Stimmen&#8221; beitragen.</p>
<p>Wenn ich nun einem Menschen nicht vergebe, bedeutet das auch, dass einige der Pers&#246;nlichkeitsanteile einander bek&#228;mpfen. Das ist ganz offensichtlich ein Schaden f&#252;r die Identit&#228;t der Person &#8211; und oftmals nur f&#252;r sie, wie etwa dann, wenn der Mensch, dem ich nicht verzeihen will (oder, wie &#246;fter zu h&#246;ren ist, &#8220;nicht kann&#8221;), l&#228;ngst verstorben ist und sich mutma&#223;lich an meinem Groll gar nicht mehr st&#246;rt. Aus Nachsicht und Verst&#228;ndnis eine Person im Nicht-Vergeben zu unterst&#252;tzen, scheint mir fahrl&#228;ssig &#8211; und zwar nicht, weil ich den vermeintlichen T&#228;ter schonen wollte, sondern weil das Opfer erst dann aufh&#246;rt, Opfer zu sein, wenn es aufh&#246;rt, sich als Opfer zu sehen.</p>
<p>Sinnvoll ist es, nach M&#246;glichkeiten eines inneren (und gelegentlich auch &#228;u&#223;eren) T&#228;ter-Opfer-Ausgleichs zu suchen, also zu ringen um den h&#246;chstm&#246;glichen Grad an gegenseitiger Anerkennung, an Respekt, an Vergebung, Vers&#246;hnung, schiedlich-friedlichem Auseinandergehen oder was immer in die Richtung zielen mag, dass die verfeindeten Pers&#246;nlichkeitsanteile keine Forderungen mehr aneinander stellen &#8211; weil die Personen es auch nicht mehr tun.</p>
<p>Was immer dazu beitr&#228;gt, dass der innere &#8220;T&#228;ter&#8221; nutzbar gemacht werden kann, ist n&#252;tzlich, weil ein gr&#246;&#223;erer Teil der Pers&#246;nlichkeit aktiv sein kann und ein m&#246;glichst kleiner Teil ausgegrenzt oder eingesperrt wird. Was immer dazu beitr&#228;gt, dass das innere &#8220;Opfer&#8221; t&#228;tig werden kann, ist wertvoll, weil es ebenfalls dazu beitr&#228;gt, dass ein m&#246;glichst gro&#223;er Teil der Pers&#246;nlichkeit gestaltend sein kann.</p>
<p>Was immer dazu beitr&#228;gt, dass es im Inneren Team m&#246;glichst keine &#8220;T&#228;ter&#8221; und &#8220;Opfer&#8221; mehr gibt, also, dass keine destruktiven inneren Dialoge mehr gef&#252;hrt werden, ist gut f&#252;r die Identit&#228;t. Manchmal ist dieses Ziel kaum zu erreichen. Oftmals darf es niemand fordern, weil der Weg so schwierig ist und jede Forderung eines anderen Menschen hier eine Anma&#223;ung w&#228;re. Trotzdem, ich bleibe dabei: Wenn m&#246;glichst alle biographisch und synthetisch entwickelten Personen in mir an einem Tisch sitzen und vertrauensvoll miteinander im Gespr&#228;ch sind und alle gemeinsam handlungsf&#228;hig sind, dann ist das Ziel der Vergebung in mir erreicht.</p>
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