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	<title>HYPS &#187; Träume</title>
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	<description>Hypno-Systemischer Blog von Stefan Hammel</description>
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		<title>Das Myom I</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Aug 2011 15:11:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei einer befreundeten jungen Frau in meinem Bekanntenkreis wurde ein Myom im Au&#223;enbereich des Uterus mit einer Gr&#246;&#223;e von 67 mm x 52 mm x 58 mm gefunden. Aus verschiedenen Gr&#252;nden war eine Operation erst viereinhalb Monate sp&#228;ter m&#246;glich, und so nutzten wir die Zeit, um suggestiv auf den Tumor einzuwirken. Die Frau verstand den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei einer befreundeten jungen Frau in meinem Bekanntenkreis wurde ein Myom im Au&#223;enbereich des Uterus mit einer Gr&#246;&#223;e von 67 mm x 52 mm x 58 mm gefunden. Aus verschiedenen Gr&#252;nden war eine Operation erst viereinhalb Monate sp&#228;ter m&#246;glich, und so nutzten wir die Zeit, um suggestiv auf den Tumor einzuwirken.</p>
<p>Die Frau verstand den Tumor unter anderem psychosomatisch in Verbindung mit einem unerf&#252;llten Kinderwunsch oder einem ambivalenten Umgang mit dem Thema der Familiengr&#252;ndung. Ich erz&#228;hlte ihr, wie Therapeuten bei anderen Geschwulsten vorgegangen sind, und schlug ihr vor, sich aus den Berichten das f&#252;r sie Passende herauszusuchen und ihre individuellen Suggestionen daraus zu formulieren. Ich erz&#228;hlte von den Erfahrungen anderer Patienten mit Visualisierungs&#252;bungen, etwa bei der hypnotherapeutischen Unterst&#252;tzung der Behandlung von Brustkrebs und Karzinomen im Bauchbereich und von Methoden, mit denen auf Warzen und Lipome Einfluss genommen werden kann. Ich erz&#228;hlte ihr, dass fortlaufende Zellteilung prinzipiell eine wunderbare Sache sein k&#246;nne, aber wohlgeordnet und zielgerichtet, zu passender Zeit an passendem Ort, sprich, in einer Geb&#228;rmutter, nicht au&#223;erhalb. Letzteres fasste ich als ein Missverst&#228;ndnis des K&#246;rpers in bester Absicht auf, das im Gespr&#228;ch oder Selbstgespr&#228;ch mit dem K&#246;rper aufzukl&#228;ren sei. Ich schlug ihr vor, den K&#246;rper, die Geb&#228;rmutter und das Myom direkt anzusprechen und ihnen zu sagen, was sie von ihnen w&#252;nsche. Sie tat das auf ihre Art, indem sie sich im Internet einen Film anschaute, in dem gezeigt wurde, wie ein Myom w&#228;hrend einer Operation in Scheiben geschnitten und in kleinen Portionen entfernt wird. Anschlie&#223;end bat sie ihren K&#246;rper, diesen Film als Vorbild zu nehmen und das Myom Scheibe f&#252;r Scheibe zu entfernen.</p>
<p>Sechs Wochen sp&#228;ter &#228;u&#223;erte sie, das in den vorangegangenen Wochen sp&#252;rbare Druckgef&#252;hl im Bauch sei verschwunden, und das Erleben, h&#228;ufig und dringend Wasser lassen zu m&#252;ssen, sei nicht mehr vorhanden. Getr&#228;umt habe sie, sie h&#228;tte das Myom in der Gr&#246;&#223;e eines kleinen Fingernagels gesehen. Eine neue Messung des Myoms vor der Operation, knapp viereinhalb Monate nach der Diagnosestellung, ergab eine Gr&#246;&#223;e von 58 mm x 52 mm x 54 mm. Der Unterschied k&#246;nnte als Messungenauigkeit gedeutet werden oder als Hinweis darauf, dass sich der Tumor in L&#228;nge und H&#246;he reduziert hat. Die Frau selbst ging davon aus, dass sich das Myom in Folge der Autosuggestion verkleinert hatte, entschied sich aber dennoch f&#252;r die Operation als einen relativ kurzen und sicheren Weg der Problembehebung.</p>
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		<title>Der Osterhasenengel</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 08:32:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie gelingt uns der Umgang mit Verlusten? Was ist Trost? Was ist Vertr&#246;stung? Wie k&#246;nnen wir Kindern helfen, Verlorenes auch innerlich loszulassen, und wie uns selbst? Auf der Suche nach Antworten f&#228;llt mir diese Geschichte ein&#8230; Zu Ostern hatten uns die Gro&#223;eltern zwei gasgef&#252;llte Ballons gekauft, in Form von Hasenk&#246;pfen mit langen Ohren. Es waren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie gelingt uns der Umgang mit Verlusten? Was ist Trost? Was ist Vertr&#246;stung? Wie k&#246;nnen wir Kindern helfen, Verlorenes auch innerlich loszulassen, und wie uns selbst? Auf der Suche nach Antworten f&#228;llt mir diese Geschichte ein&#8230;</p>
<p>Zu Ostern hatten uns die Gro&#223;eltern zwei gasgef&#252;llte Ballons gekauft, in Form von Hasenk&#246;pfen mit langen Ohren. Es waren Gesichter darauf gedruckt; Jeder Hase hatte zwei lange Knabberz&#228;hne und frech blinzelnde Augen. Ich war drei Jahre alt und hatte noch nie so einen Ballon gehabt. Meine Schwester hatte mehr Erfahrung, sie war schon f&#252;nf. „Pass auf, dass du deinen Hasen nicht losl&#228;sst. Sonst fliegt er fort! Wir machen die Schlinge von dem Faden um dein Handgelenk. Halte ihn gut fest!“ Ich ballte eine Faust, w&#228;hrend sie mir die Schlinge &#252;ber die Hand streifte. Ihr Hase war gr&#252;n und meiner war blau. Wir standen mit meinem Gro&#223;vater vor seinem Haus und bewunderten die bunten Hasen, die an unseren Armen in der Luft tanzten. Ich muss eine falsche Bewegung gemacht haben: Pl&#246;tzlich schob sich die Schlinge &#252;ber mein Handgelenk, vorbei an der Hand, an den Fingern – zuerst war der Hase noch dicht &#252;ber uns und fast noch erreichbar, dann stieg er h&#246;her und h&#246;her. Mir wurde klar, dass niemand auf der Welt diesen Hasen zur&#252;ckbringen konnte. Ich konnte ihn sehen, wie er kleiner und kleiner wurde, aber ich w&#252;rde ihn niemals wieder bekommen. Mir kamen die Tr&#228;nen. „Schau mal, wie sch&#246;n er aussieht da oben“, sagte mein Gro&#223;vater. Das &#252;berzeugte mich nicht so ganz. „Der Luftballon geht auf eine Reise“, sagte meine Schwester. „Er fliegt in den Himmel.“ Wir stellten uns vor, dass er dort Gott treffen w&#252;rde und die Engel. Wie es wohl w&#228;re, mit ihm zu reisen? Was er von da oben wohl sah? Ganz klein wurde der Hase, bis wir ihn kaum noch sehen konnten. Einen Augenblick verlor ich ihn aus den Augen, dann sah ich ihn wieder, und dann war er weg. Ich konnte ihn nicht mehr finden. Wahrscheinlich war er schon im Himmel. Vielleicht als Osterhasenengel. Noch etwas traurig ging ich mit den anderen ins Haus. „Stefans Luftballon ist zu den Engeln in den Himmel gekommen“, verk&#252;ndete meine Schwester dort der Gro&#223;mutter. „Ja, wirklich? Das ist ja interessant! Erz&#228;hlt doch mal!“</p>
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		<title>Ein Baum ist ein Baum&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jun 2011 20:24:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Reutlinger Paar- und Einzeltherapeutin Ulrike Dauenhauer hat mir eine Geschichte geschickt, die ich mit ihrer Erlaubnis gerne mit euch teilen m&#246;chte&#8230; Ich sa&#223; auf der Alb vor einem Baum, und dachte &#252;ber mich nach, &#252;ber mein Leben und meine Aufgaben. Da begann der Baum mit mir zu sprechen: &#8220;Schau&#8221;, sagte er, &#8220;ich bin ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Reutlinger Paar- und Einzeltherapeutin <a title="Zur Praxis Doppelpunkt" href="http://www.doppelpunkt-praxis.de/therapeuten.php">Ulrike Dauenhauer </a>hat mir eine Geschichte geschickt, die ich mit ihrer Erlaubnis gerne mit euch teilen m&#246;chte&#8230;</p>
<blockquote><p>Ich sa&#223; auf der Alb vor einem Baum, und dachte &#252;ber mich nach, &#252;ber mein Leben und meine Aufgaben. Da begann der Baum mit mir zu sprechen: &#8220;Schau&#8221;, sagte er, &#8220;ich bin ein Baum, einfach ein Baum, und ich versuche, Baum zu sein so gut ich kann. Noch nie in meinem langen Leben kam mir der Gedanke, ob ich wohl Baum genug sei, um eine Berechtigung zu haben, in diesem Wald zu stehen. Ich bin einfach Baum, so gut, wie ich Baum sein kann. Noch nie habe ich mich gefragt, warum ich gerade in diesem Wald stehe. Ich bin einfach Baum, so gut, wie ich Baum sein kann. Auch habe ich mir bisher keine Gedanken dar&#252;ber gemacht, ob die B&#228;ume neben mir wohl mehr oder weniger Biomasse produzieren als ich. Ich bin einfach Baum, so gut, wie ich Baum sein kann. Ich &#252;berlege nicht, ob die anderen B&#228;ume sch&#246;nere Bl&#228;tter haben oder besser gewachsen sind als ich. Ich bin einfach Baum, so gut, wie ich Baum sein kann. Die Zeiten sind sehr verschieden und damit auch die Bedingungen hier im Wald. Mal hat es viel Regen im Jahr, mal wenig. Mal hat es ganz viele K&#228;fer, die meine Bl&#228;tter fressen, mal wenig. Immer &#228;ndern sich die Bedingungen. Die Forscher k&#246;nnen das alles an meinen Jahresringen ablesen. Aber ich mache mir dar&#252;ber keine Gedanken. Wie immer die Bedingungen auch sind: Ich bin einfach Baum, so gut, wie ich Baum sein kann. Auch habe ich festgestellt, dass ich eine Buche bin und ich h&#246;rte von Mammutb&#228;umen. Ich w&#252;rde nie auf die Idee kommen, ein Mammutbaum sein zu wollen. Ich bin Buche so gut ich eine Buche sein kann. Sei Baum, einfach Baum, und das sei so gut es Dir m&#246;glich ist.&#8221; Dies sprach er und lie&#223; dazu sanft seine &#196;ste schwingen.</p></blockquote>
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		<title>Gespr&#228;che am Sterbebett</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 09:43:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie spricht man mit Menschen im Koma? Und was kann man zu einem sterbenden Menschen sagen? Grunds&#228;tzlich Dinge, deren positive Ausrichtung sofort sp&#252;rbar ist und die zugleich ehrlich sind. Grunds&#228;tzlich Dinge, die den Sterbenden als Lebenden respektieren. Grunds&#228;tzlich m&#246;chte ich weder so tun, als g&#228;be es kein Sterben, noch so, als w&#228;re der andere schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie spricht man mit Menschen im Koma? Und was kann man zu einem sterbenden Menschen sagen? Grunds&#228;tzlich Dinge, deren positive Ausrichtung sofort sp&#252;rbar ist und die zugleich ehrlich sind. Grunds&#228;tzlich Dinge, die den Sterbenden als Lebenden respektieren. Grunds&#228;tzlich m&#246;chte ich weder so tun, als g&#228;be es kein Sterben, noch so, als w&#228;re der andere schon nicht mehr da. Grunds&#228;tzlich m&#246;chte ich so reden, dass es das Mitdenken nicht schwerf&#228;llt: Ganz anschaulich, in Bildern, in Tagtr&#228;umen, und m&#246;glichst in Worten, die dem anderen Menschen schon l&#228;ngst etwas bedeuten. Einige Gedanken aus meiner Arbeit als Pfarrer m&#246;chte ich hier anf&#252;gen.</p>
<p>Vor kurzem wurde ich ins Krankenhaus gerufen, zu einem schwer kranken Mann. Die &#196;rzte sagten, dass er in den n&#228;chsten Tagen oder Wochen sterben werde. Seine Frau, die sehr gl&#228;ubig war, hatte mich gebeten, zu kommen. Als ich mit den beiden sprach, wurde bald deutlich: Er wollte kein Gebet, das Abschied bedeuten k&#246;nnte. Er wollte leben. „Verstehen Sie“, sagte er, „Beten ist gut, aber jetzt geht es nicht. Jetzt ist nicht die Zeit. Vielleicht sp&#228;ter“, sagte er. Ob ich aus der Ferne um Leben, um ein Wunder f&#252;r ihn beten sollte, fragte ich. „Das ist gut“, antwortete er.<br />
Am anderen Tag lag er im Koma. Es atmete in kurzen St&#246;&#223;en, und es war zu sehen, dass er im Sterben lag. Ich las ihm den Psalm vom guten Hirten vor, sprach ein Gebet, das Vaterunser und einen Segen. Wenn ich den Eindruck hatte, dass ihm eine Zeile des Psalms gut tat, las ich die Zeile zweimal oder dreimal. Ich las die Zeilen ruhig und mit Pausen vor, und wir hatten den Eindruck, dass dar&#252;ber auch sein Atem immer ruhiger wurde. Sein Atem folgte meinem, und wenn ich sehr langsam sprach, setzte der Atem manchmal f&#252;r eine Weile aus, um danach doch wieder ruhig weiterzuflie&#223;en. Alles, was ihm Kummer oder Angst machen k&#246;nnte, m&#246;ge er ablegen, so bat ich ihn, wie an einer Garderobe Gottes. Was mit Schuld oder Vorw&#252;rfen zu tun h&#228;tte, alle Gedanken, die was ihm nicht gut t&#228;ten und alles, was er nicht braucht, m&#246;ge er wie Kleider ablegen bei Gott. Nach diesen Worten von meiner Seite sprach auch seine Frau mit ihm &#252;ber das Loslassen: Davon, dass Sie ihn nicht festhalte, dass er loslassen d&#252;rfe und davon, dass er seine Liebe zu ihr auch von der anderen Seite aus ausdr&#252;cken kann. Es scheint mir ganz deutlich so, dass er das h&#246;ren und f&#252;r sich annehmen konnte. Etwa eine viertel Stunde sp&#228;ter starb er ruhig, ohne Kampf.</p>
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		<title>Der Grashalm in der W&#252;ste</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2010/11/12/1610/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2010 15:30:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern war ich in der Kinderpsychiatrie und habe den Kindern eine Geschichte erz&#228;hlt. Wir vergessen so oft, dass Menschen, die sich selbst und anderen M&#252;he bereiten, nicht nur aus ihren Problemen bestehen, sondern auch aus dem, was heil ist.Und wenn wir das Gesunde, Kraftvolle, Gl&#252;ckspendende im Leben der Kinder oder auch von uns selber pflegen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern war ich in der Kinderpsychiatrie und habe den Kindern eine Geschichte erz&#228;hlt. Wir vergessen so oft, dass Menschen, die sich selbst und anderen M&#252;he bereiten, nicht nur aus ihren Problemen bestehen, sondern auch aus dem, was heil ist.Und wenn wir das Gesunde, Kraftvolle, Gl&#252;ckspendende im Leben der Kinder oder auch von uns selber pflegen, k&#246;nnte es sein, dass wir mehr erreichen, als wenn wir immer mehr Zeit auf die Behandlung des St&#246;renden verwenden. Nat&#252;rlich muss man zuweilen bei dem, was st&#246;rt, ankn&#252;pfen. Wenn man allerdings bei der Behandlung der St&#246;rung h&#228;ngen bleibt, ist man wahrscheinlich schon selbst ein Teil der St&#246;rung geworden. Denn wer sagt uns, dass die Reaktionen der Menschen auf das Problem nicht zu dem Problem ma&#223;geblich beitragen? Vielleicht kommen wir schneller zum Ziel, wenn wir das Unauff&#228;llige, Gesunde, Normale in den Vordergrund unserer Betrachtung stellen. Ich habe jedenfalls den Kindern die folgende Geschichte erz&#228;hlt.</p>
<p>Ein Mann durchquerte eine W&#252;ste. Rings um ihn her gab es nur Sand, Steine und Felsen, den leuchtend blauen Himmel und &#252;ber ihm die gl&#252;hend hei&#223;e Sonne. Auf der H&#228;lfte seines Weges geschah es, dass er Rast machen wollte und sich nach einem geeigneten Platz umsah.<span id="more-1610"></span> Etwas abseits des Weges fand er einen &#252;berh&#228;ngenden Felsen, der ihm Schatten bieten konnte f&#252;r die Zeit seiner Rast. Der Mann ging dorthin. Als er ankam, sah er etwas Ungew&#246;hnliches: Im Schatten dieses Felsens wuchs tats&#228;chlich ein Grashalm. „Nanu, wo kommst du denn her?“ fragte der Mann, und dann lachte er &#252;ber sich selbst: „In meiner Einsamkeit rede ich schon mit dem Gras. Es wird besser sein, ich untersuche einmal, wo der Grashalm herkommt.“ Er scharrte das Pfl&#228;nzchen aus dem Sand und legte es behutsam zur Seite. Dann grub er tiefer und tiefer. Auch wenn er nicht gerade auf eine sprudelnde Quelle traf, so war die Erde hier tats&#228;chlich etwas feucht. Als der Mann sich wieder auf den Weg machte, verga&#223; er nicht, den Grashalm wieder auf die feuchte Erde zu setzen. Mit ein paar Steinen baute er eine kleine Mauer davor, um die Pflanze vor dem Austrocknen durch den hei&#223;en W&#252;stenwind zu sch&#252;tzen. Dann setzte er seine Reise fort. Auf seinem R&#252;ckweg kam er wieder an der Stelle vorbei. Nat&#252;rlich schaute er nach, ob sein Pfl&#228;nzchen noch lebte. Er war sehr erfreut: Aus dem Grashalm war ein richtiges kleines Grasb&#252;schel geworden. Der Mann grub noch etwas tiefer in die Erde und drang in noch feuchteres Erdreich vor. Mit einem Tuch, zwei Pf&#228;hlen und ein paar Schn&#252;ren, die er f&#252;r die R&#252;ckreise mitgenommen hatte, verbesserte er den Windschutz f&#252;r seine Pflanze. Viele Jahre sp&#228;ter musste ein Freund dieses Mannes dieselbe W&#252;ste durchqueren. Da bat er den Freund: „Schau’ doch einmal nach, was aus meiner Pflanze geworden ist – ob sie noch da ist!“ Der Freund versprach es ihm. Als er von der Reise zur&#252;ckkehrte, berichtete er: „Aus deinem Grasb&#252;schel ist ein kleines St&#252;ck Wiese geworden. Andere Reisende haben die Stelle entdeckt. Sie haben die Mauer vergr&#246;&#223;ert und noch mehr Pf&#228;hle mit T&#252;chern dort aufgestellt. Jemand hat dort einen Brunnen gegraben und mit einem St&#252;ck Leder abgedeckt. Neben dem Brunnen w&#228;chst ein sch&#246;ner Feigenbaum. In seinen Bl&#228;ttern zirpte eine Grille.</p>
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		<title>An&#228;sthesie, kinderleicht</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2010/07/27/1545/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 18:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor einiger Zeit habe ich erz&#228;hlt von einem Jungen, der mit fremden Leuten nicht spricht (&#8220;Der stille Gregor&#8221;, 29.12.09, 14.1. und 16.1.10, selektiver Mutismus). Wir schicken uns manchmal E-mails, mal ernsthafte, mal verr&#252;ckte, und mal beides zugleich. Neulich habe ich von ihm die folgende E-mail erhalten. Hallo Stefan, wir mussten zu einer Podologin wegen meiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einiger Zeit habe ich erz&#228;hlt von einem Jungen, der mit fremden Leuten nicht spricht (&#8220;Der stille Gregor&#8221;, 29.12.09, 14.1. und 16.1.10, selektiver Mutismus). Wir schicken uns manchmal E-mails, mal ernsthafte, mal verr&#252;ckte, und mal beides zugleich. Neulich habe ich von ihm die folgende E-mail erhalten.</p>
<p>Hallo Stefan,</p>
<p>wir mussten zu einer Podologin wegen meiner Mama.Sie kam mit Angst herein. Die Podiologin &#228;h, Podologin hat gesehen, dass sie Angst hat und hat sofort gesagt: „ Sie sind die Frau Xxxxxxxxxxxl“. Das sieht man auf ihrer Stirn.&#8221; Da hat meine Mama gesagt: „Ja“. Meine Mama hat gesagt: „Das ist so &#228;hnlich wie beim Zahnarzt“. Da hat ein Mann gesagt: „Ja, wir bohren auch“. Meine Mama war an der Reihe und ich guckte zu. Die Po. musste etwas aus dem Zeh enfernen. Meine Mama musste an was Lustiges denken. Meine Mama und ich, verzeihuing, &#228;h hoppka, hopppla &#228;h ,hi,hi,hi…………… Also den Satz noch mal von vorne. Meine Mama und ich haben an die Schiffbahn gedacht. Meine Mama erz&#228;hlte: Die dreht sich, man f&#228;hrt vorf&#228;&#246;rts hoppppppppppppkkkkkkkkkkaaaaaaaaaa vorf&#228;hrts und r&#252;ckw&#228;rts und seiotlich hoppppppppppplloooooooooooooo seitlich. Die Schiffbahn dreht siuch &#228;hhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh sich. Da sind viele Lichter und ein Sringbrunnen  &#228;hh&#228;h&#228;h&#228;h&#228;h&#228;h&#228;h&#228;h&#228;&#228;hh&#228;h&#228;&#228;h Springbrunnen. Mama fragt mich: Gregor, siehst du die Schiffbahn auch??? Ja, nickte ich. Pl&#246;tzlich sagt die Podologin: Fertig!!! Das war so schade. So schnell war die Schifffahrt zu Ende und es war so sch&#246;n daran zu denken. Es hat Mama &#252;berhaupt nicht weh getan. Die anschlie&#223;ende Behandlung war weiterhin lustig. Mama geht in zwei Wochen wieder hin, dann aber ohne Angst.</p>
<p>VLG</p>
<p>Gregor</p>
<p>F&#252;r eine sch&#246;ne hypnotische An&#228;sthesie braucht man nichts als ein Kind mit viel Fantasie und einem guten Sinn f&#252;r Quatsch. Im Ernst!</p>
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		<title>Ich gehe eine Stra&#223;e entlang</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 21:48:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute ist er mir wieder begegnet. Diesen Text liebe ich sehr. Ich gehe eine Stra&#223;e entlang. Da ist ein tiefes Loch. Ich falle hinein. Ich bin verloren. Ich bin ohne Hoffnung. Es ist nicht meine Schuld. Es dauert endlos, wieder hinauszukommen. Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang. Da ist ein tiefes Loch. Ich falle wieder hinein. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist er mir wieder begegnet. Diesen Text liebe ich sehr.</p>
<p>Ich gehe eine Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich falle hinein.<br />
Ich bin verloren.<br />
Ich bin ohne Hoffnung.<br />
Es ist nicht meine Schuld.<br />
Es dauert endlos, wieder hinauszukommen.</p>
<p>Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich falle wieder hinein.<br />
Ich kann nicht glauben,<br />
schon wieder am gleichen Ort zu sein.<br />
Aber es ist nicht meine Schuld.<br />
Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.</p>
<p>Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich falle schon wieder hinein&#8230;<br />
aus Gewohnheit.<br />
Meine Augen sind offen.<br />
Ich wei&#223;, wo ich bin.<br />
Es ist meine Schuld.<br />
Ich komme auch sofort wieder heraus.</p>
<p>Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich gehe darum herum.</p>
<p>Ich gehe eine andere Stra&#223;e.</p>
<p>(Sogyal Rinpoche)</p>
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		<title>Schatzsuche</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 23:41:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Adoption]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich hatte einmal erw&#228;hnt, dass beinahe alle Geschichten mit einer Pointe therapeutisch wertvoll eingesetzt werden k&#246;nnen, allerdings auch einige ohne eine Pointe. Hier ist ein Beispiel aus der zweiten Kategorie. In einem Land in deinem Herzen lebte einst ein Volk, das so gl&#252;cklich oder ungl&#252;cklich war wie viele V&#246;lker und so reich oder arm wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte einmal erw&#228;hnt, dass beinahe alle Geschichten mit einer Pointe therapeutisch wertvoll eingesetzt werden k&#246;nnen, allerdings auch einige ohne eine Pointe. Hier ist ein Beispiel aus der zweiten Kategorie.</p>
<p>In einem Land in deinem Herzen lebte einst ein Volk, das so gl&#252;cklich oder ungl&#252;cklich war wie viele V&#246;lker und so reich oder arm wie viele, und so satt oder sehns&#252;chtig wie viele. In diesem Volk aber gab es einen Jungen, der einen Traum hatte, wie ihn viele Jungen haben: Er wollte sich auf die Suche machen nach einem verborgenen Schatz. Nun w&#228;re das an sich nichts Besonderes. Doch hatte dieser Junge das Gl&#252;ck – oder war das etwa keines? – nicht nur einen Traum von einem Schatz zu haben. Sondern er hatte tats&#228;chlich in einem Versteck im Garten den Schl&#252;ssel zu einem solchen Schatz gefunden. Er hatte den Schl&#252;ssel, ihm geh&#246;rte der Schatz! Doch wie sollte er nun diesen Schatz auch finden? Er wusste ja nicht, wo er verborgen war. So setzte sich der Junge hin und begann nachzudenken.</p>
<p>(S. Hammel, <a href="http://www.stefanhammel.de/das-halmbuch.html">Der Grashalm in der W&#252;ste</a>, S. 35)</p>
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		<title>Die Expedition (Der stille Gregor, Fortsetzung)</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 00:22:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe euch neulich vom stillen Gregor erz&#228;hlt. In der letzten Therapiestunde lie&#223; ich ihn auch einer Spielzeugkiste einige Gegenst&#228;nde heraussuchen. Er w&#228;hlte sich ein Gel&#228;ndeauto und einen gr&#252;nen Edelstein. Ich w&#228;hlte ihm noch einen kleinen Vogel aus, der sang, wenn man ihn anfasste. Dann bat ich ihn, die drei Dinge vor sich hinzustellen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe euch neulich vom stillen Gregor erz&#228;hlt. In der letzten Therapiestunde lie&#223; ich ihn auch einer Spielzeugkiste einige Gegenst&#228;nde heraussuchen. Er w&#228;hlte sich ein Gel&#228;ndeauto und einen gr&#252;nen Edelstein. Ich w&#228;hlte ihm noch einen kleinen Vogel aus, der sang, wenn man ihn anfasste. Dann bat ich ihn, die drei Dinge vor sich hinzustellen und sie anzuschauen. Dann erz&#228;hlte ich ihm das Folgende:</p>
<p>In Afrika lebte ein Mann, der war ein Forscher, ein Biologe. Er war beliebt bei seinen Freunden und in seiner Familie, aber er hatte etwas schlimmes erlebt, und seitdem hatte es ihm die Stimme verschlagen. Er redete fast gar nicht mehr und mit fast niemandem. Das machte den anderen Sorge, aber sie konnten nichts dagegen tun. Er war eben still. Einmal wollte er sich auf eine gro&#223;e Reise machen mit seinem Gel&#228;ndefahrzeug. Er wollte einen seltenen Vogel entdecken, die einen wunderbaren Gesang haben sollte, und er wollte dessen Sprache lernen. Dieser Vogel war den Wissenschaftlern noch fast unbekannt, kaum jemand hatte ihn je gesehen. Da besuchte ihn ein Freund, um ihm alle Gute f&#252;r die Reise zu w&#252;nschen. Der Freund gab ihm einen seltsamen gr&#252;nen Stein und sagte: &#8220;Dieser Stein soll dich begleiten und eine gute Kraft auf dich aus&#252;ben. Du wirst die Sprache der anderen lernen.&#8221; Der Mann verstand nicht,was sein Freund meinte, doch fragte er nicht nach, sondern bestieg sein Fahrzeug und machte sich auf die Reise.</p>
<p>Immer unwegsamer wurden die Stra&#223;en, die er befuhr. Bald waren es nur noch Lehmpfade, und immer weiter f&#252;hrte sein Weg. Er &#252;bernachtete in afrikanischen D&#246;rfern. Mit dunkelh&#228;utigen M&#228;nnern und Frauen sa&#223; er abends um das Lagerfeuer. Er lernte ihre Geschichten. Er lernte ihre Lieder zu singen und ihre Sprache zu sprechen.Manchmal sah er den Stein an, den sein Freund ihm gegeben hatte und fragte sich, was er wohl gemeint hatte, als er ihm sagte: &#8220;Du wirst die Sprache der anderen lernen&#8221;.</p>
<p>Manche gaben ihm Hinweise zu dem Vogel, den er suchte, und dessen Sprache er erlernen wollte. Doch nirgends fand er das Tier. Lange, lange suchte er. Bis er eines Abends etwas h&#246;rte, einen wunderbaren Klang, den er noch nie vernommen hatte&#8230;</p>
<p>Es dauerte eine Zeit, bis er die Sprache des Vogels ein wenig verstand, und noch eine Zeit, bis er sie anfing, auch selbst sprechen zu k&#246;nnen. Nach und nach antwortete ihm der Vogel, und er antwortete ihm. Es war wie ein Gespr&#228;ch, wie eine Freundschaft, die sie geschlossen hatten. Immer wieder auch fiel ihm der Stein in die Hand, den der Freund ihm gegeben hatte, und er dachte an dessen Worte: &#8220;Du wirst die Sprache der anderen lernen&#8221;.</p>
<p>Der Mann machte viele Notizen und Tonaufnahmen f&#252;r einen wissenschaftlichen Bericht &#252;ber seine Reise. Dann nahm er Abschied von dem Vogel und machte er sich wieder auf den Weg. Wieder kam er zu den H&#252;tten der Eingeborenen, und wieder sa&#223;en sie an den Lagerfeuern. Er erz&#228;hlte ihnen von dem Vogel. Er erz&#228;hlte davon, wie er seine Sprache gelernt hatte. Die dunklen M&#228;nner und Frauen h&#246;rten ihm zu. Und er dachte an die Worte des Freundes, als ihm dieser den wunderbaren Stein gegeben hatte: &#8220;Du wirst die Sprache der anderen lernen&#8221;.</p>
<p>Weiter und weiter fuhr er &#252;ber die Lehmpisten. Er dachte nach &#252;ber den wissenschaftlichen Bericht, den er ver&#246;ffentlichen wollte. Da bemerkte er, dass ihm dieser Bericht gar nicht mehr so wichtig war. Er war weggefahren, um einen Vogel zu entdecken, und er hatte gelernt, die Sprache von Tieren und von anderen Menschen zu sprechen. Er hatte gelernt anstatt in seiner Sprache in deren Sprache zu denken und zu reden. Ihm wurde bewusst, dass das die eigentliche Entdeckung dieser Reise war und sein Bericht nur ein Nebenergebnis.</p>
<p>Als er zuhause ankam, fragten ihn seine Freunde: &#8220;Hast du den Vogel gefunden? Hast du ihn singen geh&#246;rt? Hast du seine Sprache gelernt?&#8221; Und er erz&#228;hlte ihnen eine lange Geschichte&#8230;</p>
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		<title>Englisch</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2009/12/13/1271/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 12:59:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute f&#228;llt mir keine Geschichte ein. Aber ich habe Gl&#252;ck, und ihr auch. Es sind einige Engel in der N&#228;he, die sich unterhalten. Ich h&#246;re es ganz genau und will euch Wort f&#252;r Wort davon berichten. Engel 1: Wie lange fliegen wir noch bis Bethlehem? Engel 2: Nicht mehr lang. Von hier aus sind es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute f&#228;llt mir keine Geschichte ein. Aber ich habe Gl&#252;ck, und ihr auch. Es sind einige Engel in der N&#228;he, die sich unterhalten. Ich h&#246;re es ganz genau und will euch Wort f&#252;r Wort davon berichten.<span id="more-1271"></span></p>
<p>Engel 1: Wie lange fliegen wir noch bis Bethlehem?<br />
Engel 2: Nicht mehr lang. Von hier aus sind es nur noch 2009 Jahre. Aber lass uns doch<br />
hier gerade kurz Rast machen.<br />
Engel 1: Du sagst immer: „Nicht mehr lange“. Und dann ist es doch noch so lang…<br />
Engel 2: Aber jetzt ist es wirklich nicht mehr so lang…<br />
Engel 1: Warum m&#252;ssen wir denn &#252;berhaupt da hin?<br />
Engel 2: Weil Jesus da geboren wird, den man Christus nennt oder auch „Sohn Gottes“. Das<br />
ist der Ur-ur-ur-ur-ur-enkel des K&#246;nigs David. Er soll selbst ein K&#246;nig werden. Jesus Christus, das ist der, in dem Gott und Mensch so nahe zusammen kommen, dass man sagt: In Bethlehem ist Gott Mensch geworden. Also fliegen wir nach Bethlehem, um Gott zu loben f&#252;r die Geburt seines Sohnes. Wir wollen seine Ehre verk&#252;nden und den Menschen ein Lied singen vom Frieden auf Erden. Da fliegen alle Engel hin. Es hei&#223;t „die Menge der himmlischen Heerscharen“ soll kommen, also auch wir!<br />
Engel 1: Aber muss das denn sein?<br />
Engel 2: Schluss jetzt der Diskussion! K&#246;nnen wir mal &#252;ber was anderes reden?<br />
Engel 1: Na gut. Mich w&#252;rde zum Beispiel interessieren, was das hier f&#252;r Leute sind. [zeigt in<br />
den Raum] Was machen die denn alle hier?<br />
Engel 2: Ich glaube, die sind auch hier, um Gott wegen des Kindes zu loben.<br />
Engel 1: Ah! Sind das vielleicht die Hirten – von denen du erz&#228;hlt hast, dass sie auch<br />
kommen?<br />
Engel 2: Na ja, nicht gerade Hirten. Das hier sind so &#228;hnliche Leute. Sie kommen nur etwas<br />
sp&#228;ter als die Hirten. Aber wenn ich es recht sehe, kommen sie auch wegen des<br />
Kindes.<br />
Engel 1: Du meinst, diese Leute sind auch hier, um zu erfahren, dass Jesus geboren ist? Und<br />
wenn sie es erfahren haben, dann werden sie es auch ihren Kindern und Enkeln weitersagen und ihren Geschwistern und Freunden, so wie die Hirten? Von denen hast  du mir ja erz&#228;hlt: „Als sie das Kind aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das ihnen von diesem Kinde gesagt war.“<br />
Engel 2: Also, soweit ich es verstehe, ist es im Jahr 2004 nicht mehr so &#252;blich, den Kindern<br />
und Enkeln etwas &#252;ber das neu geborene Kind zu erz&#228;hlen. Aber manche machen das nat&#252;rlich: Sie erz&#228;hlen den Kindern die Weihnachtsgeschichte oder sie lesen sie aus einer Kinderbibel vor. Einige besprechen beim Abendessen, warum sie die Geburt dieses Kindes an Weihnachten feiern. Aber das ist doch eher selten. Halt, jetzt f&#228;llt mir ein: Indem diese Leute ihre ganze Familie mitgebracht haben – hierher, wo von dem Kind erz&#228;hlt wird – da haben sie ja l&#228;ngst begonnen, die gute Nachricht von dem Kind zu verbreiten. Wer wei&#223; – vielleicht machen sie ja weiter so?<br />
Engel 1: Hm. Wenn du also sagst, dass diese Leute so etwas &#196;hnliches sind wie die Hirten,<br />
nur in einer sp&#228;teren Zeit – meinst du, dass sie dann auch nachher auf dem Heimweg Gott loben und preisen werden? Das hast du mir doch von den Hirten erz&#228;hlt: „Die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott f&#252;r alles, was sie geh&#246;rt und gesehen hatten…“?<br />
Engel 2: Du meinst, ob die Leute aus diesem Haus gehen werden und Gott aus voller Kehle<br />
loben und preisen werden? Hm. Also, ich glaube, es ist im Jahr 2009 nicht so &#252;blich, Gott auf der Stra&#223;e zu loben und zu preisen. Daf&#252;r gibt es aber Leute, die singen zuhause Weihnachtslieder oder sie spielen sie, auf der Blockfl&#246;te zum Beispiel. Und da f&#228;llt mir ein: Nat&#252;rlich loben sie Gott hier, in diesem Haus. Sie singen Lieder zu seiner Ehre, sie beten zu ihm und sie danken ihm f&#252;r seinen Sohn Jesus, der in Bethlehem zur Welt gekommen ist.<br />
Engel 1: Wei&#223;t du, wenn ich ehrlich bin, hatte ich f&#252;r einen Augenblick Zweifel, ob die Leute<br />
hier wirklich so eine Art Hirten sind. Ich meine, ob sie wirklich da sind wegen dem<br />
Kind. Ob sie da sind, um Gott zu loben und um es allen weiter zu sagen, dass durch dieses Kind Gott die Menschen erl&#246;st! Aber allm&#228;hlich glaube ich, du hast Recht. Sag mal, k&#246;nnen wir denn diese Leute nicht einfach mitnehmen auf unserer Reise zu dem Kind nach Bethlehem?<br />
Engel 2: Ich f&#252;rchte, meine Liebe, das hier sind Menschen, und Menschen sind leider an die<br />
Zeit gebunden. Sie k&#246;nnen nicht einfach in der Zeit herumreisen. Aber sei gewiss: Wenn sie das Kind in der Krippe suchen werden, dann werden sie es trotzdem finden. Denn zu denen, die das Kind finden wollen, so wie die Hirten – zu denen, die nach dem Kind fragen, kommt das Kind selbst, um mit ihnen Weihnachten zu feiern.<br />
Engel 1: Du meinst, sie werden das Kind finden, so wie die Hirten?<br />
Engel 2: Ich meine, das Kind wird sie finden. Und alle, die das Kind gefunden hat, die werden<br />
mit den Hirten und mit uns Gott loben und die gute Nachricht weitersagen.<br />
Aber lass uns jetzt weiterfliegen. Wir m&#252;ssen bald in Bethlehem sein, um das Kind zu sehen, um zu lobpreisen und um zu singen:<br />
Beide: „Ehre sei Gott in der H&#246;he und Friede auf Erden, und den Menschen seines<br />
Wohlgefallens.“</p>
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