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	<title>HYPS &#187; Trauma</title>
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	<description>Hypno-Systemischer Blog von Stefan Hammel</description>
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		<title>Das Leben entschlammen</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 14:56:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche hatte ich eine Frau in Therapie, mit der ich im letzten Jahr an der Aufl&#246;sung ihrer Depressionen gearbeitet hatte. Die letzen Monate war es ihr ausgezeichnet gegangen. Jetzt hatten famili&#228;re und berufliche Belastungen dazu gef&#252;hrt, dass sie wieder ganz im Sumpf des Ungl&#252;cklichseins steckte. Sie sa&#223; vor mir als ein H&#228;ufchen Elend, bewegte sich kaum und sprach ganz leise. Ihr Partner, der sie hergebracht hatte, sa&#223; ratlos neben ihr. &#8220;Wie kam denn das?&#8221; fragte ich. Sie erz&#228;hlte von ihrer Mutter, die nicht mehr mit ihr sprechen wollte, von Schwierigkeiten mit ihrer Tochter und davon, dass zuletzt der Hinweis eines Kunden, dass ihr Angebot &#8220;nicht das Richtige&#8221; f&#252;r ihn sei, gen&#252;gt habe, um sie ganz zusammenbrechen zu lassen. Die Kritik, die sie darin empfunden habe, erinnere sie an die Art, wie ihr Vater sie fr&#252;her kritisiert habe&#8230; Ich fragte die Frau, was ich f&#252;r Sie tun k&#246;nne, und sie antwortete, sie wisse es nicht. Was ihr Ziel sei? Das wisse sie auch nicht. Ob sie m&#246;chte, dass ich tue, was ich f&#252;r sie f&#252;r richtig halte? Ja, das sei gut, antwortete die Frau.</p>
<p>So sagte ich zu ihr: <span id="more-1675"></span>&#8220;Mir scheint, da ist etwas aus Ihrer Kindheit in Ihre aktuelle Zeit hereingeschwappt. Als erstes machen wir mal einen Korken auf das Loch, wo dieser Schlamm herausgeschwappt ist. Wissen Sie, in der Schweiz gibt es manchmal solche Erdrutsche, oft am Ende des Winters, wenn der Schnee schmilzt und alles ganz matschig ist. Manchmal gibt es auch hochwasser, und die Fl&#252;sse tragen den Schlamm durch ein ganzes Tal. Wenn dann der Erdrutsch oder die Schlammflut zu Ende ist, machen sich die Schweizer an die Arbeit. Die sind f&#252;r sowas ausgef&#252;stet, die haben Ger&#228;tschaften und Aufr&#228;umtrupps, um ihr Land wieder in Ordnung zu bringen. Stellen Sie sich einmal vor, wie das aussieht, wenn Ihr Aufr&#228;umtrupp den ganzen Schlamm, der da in Ihren Alltag geschwappt ist, beseitigt. Wie machen die das? Haben die Wasserschl&#228;uche oder leiten die einen Bach um?&#8221; &#8220;Ja, die haben Schl&#228;uche. Damit machen die das sauber.&#8221; &#8220;Gucken Sie mal, wie sorgf&#228;ltig und akkurat die arbeiten. Wo sp&#252;len die denn den ganzen Schlamm hin?&#8221; &#8220;Da hinten ist ein Loch, wie so eine H&#246;hle, da sp&#252;len die das rein.&#8221; &#8220;Ja, und da flie&#223;t das auch alles ab, und ist weg, oder?&#8221;`&#8221;Ja.&#8221; &#8220;Ich glaube, da gibt es zwei Trupps: Einen f&#252;r das Entschlammen und den anderen f&#252;r die Feinheiten. Damit das wieder richtig gl&#228;nzt. Gucken Sie mal, wie der zweite Trupp arbeitet, der da hinterherkommt. Wie der die Farben wieder rausbringt.&#8221; &#8220;Das ist sch&#246;n.&#8221; &#8220;Das wird wieder richtig bunt hier. Die machen das gut!&#8221; &#8220;Wie weit ist denn der erste Trupp mit seiner Arbeit?&#8221; &#8220;Na, die haben schon noch was zu tun. Die haben jetzt vielleicht drei Viertel entschlammt.&#8221; &#8220;Ja, die arbeiten jetzt weiter, w&#228;hrend wir uns etwas anderem zuwenden, und nachher gucken wir wieder, wie weit die inzwischen sind.&#8221;</p>
<p>Ich machte einige andere &#220;bungen mit ihr. Zum Beispiel lie&#223; ich sie sich vorstellen, dass sie alles, was sie belastete, in einem Korb sammelte. &#8220;Wie voll ist der jetzt?&#8221; &#8220;Der quillt &#252;ber. Das passt gar nicht alles rein.&#8221; &#8220;Machen Sie den Korb so gro&#223;, bis es reinpasst. Das hier ist Kopfkino. Was machen wir jetzt damit? Bringen wir es zum Wertstoffhof oder in die Vergangenheit, aus der es stammt?&#8221; &#8220;Nein.&#8221; &#8220;Wo m&#246;chten Sie es denn gerne hintun?&#8221; &#8220;In das Loch.&#8221; &#8220;Ah, Sie meinen, wo der Schlamm reingesp&#252;lt wird?&#8221; &#8220;Ja, dahin.&#8221; &#8220;Das ist eine gute Idee. Da passt das ja ausgezeichnet hin. Schauen Sie mal, wie die Einsatzkr&#228;fte das wegsp&#252;len.&#8221;</p>
<p>Ich spielte dann noch <a title="Zu &quot;Der Platz neben dir&quot;" href="http://www.stefanhammel.de/blog/2008/12/18/778/" target="_blank">&#8220;Der Platz neben dir&#8221;</a> mit ihr, nur dass ich als Zweit-Pers&#246;nlichkeit von ihr die Frau auf den Platz neben sie setzte, die sie sein wird, wenn sie in einiger Zeit gl&#252;cklicher sein wird, als sie es jetzt noch f&#252;r m&#246;glich h&#228;lt. Ich bat sie, mir die Frau, die sie dann ist, genau zu beschreiben, ihren Atem, ihre Muskelspannung,  ihre K&#246;rperhaltung, ihre Stimme und ihre Emotionen zu beschreiben. Danach setzte ich sie auf den Platz, wo die von ihr beschriebene Zweit-Pers&#246;nlichkeit von sich gesessen hatte und lie&#223; sie nochmals beschreiben, wie es ist, auf deren Platz zu sitzen. Alles Positive verst&#228;rkte ich, alles eher Schw&#228;chende erkl&#228;rte ich als Einwurf von der Frau, als die sie eben noch auf einem anderen Platz gesessen hatte.</p>
<p>&#8220;Wie weit sind denn jetzt die Einsatzkr&#228;fte?&#8221;, fragte ich. &#8220;Ziemlich weit. Die machen jetzt den Rest noch sauber.&#8221; &#8220;Dann kann ich Sie ja jetzt gehen lassen, oder?&#8221; &#8220;Ja, das k&#246;nnen sie.&#8221; Fr&#246;hlich lachend verlie&#223; sie mit ihrem Partner die Praxis.</p>
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		<title>Aus dem Maul des Krokodils</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Jan 2011 08:41:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Geschichte verwende ich bei einigen Gruppenkonflikten, bei widerspr&#252;chlicher Kommunikation (Doppelbotschaften), im Zusammenhang mit Borderlinest&#246;rungen und komplizierten Ambivalenzen in Beziehungen und bei einer widerspr&#252;chlichen und teilweise destruktiven Autokommunikation der Klienten. Man kann solche Geschichten sehr unterschiedlich verwenden, je nachdem, ob man alle Protagonisten als Teile eines &#8220;inneren Teams&#8221; im Klienten sieht (also als verschiedene Pers&#246;nlichkeitsanteile), [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Geschichte verwende ich bei einigen Gruppenkonflikten, bei widerspr&#252;chlicher Kommunikation (Doppelbotschaften), im Zusammenhang mit Borderlinest&#246;rungen und komplizierten Ambivalenzen in Beziehungen und bei einer widerspr&#252;chlichen und teilweise destruktiven Autokommunikation der Klienten. Man kann solche Geschichten sehr unterschiedlich verwenden, je nachdem, ob man alle Protagonisten als Teile eines &#8220;inneren Teams&#8221; im Klienten sieht (also als verschiedene Pers&#246;nlichkeitsanteile), ob man sie alle als &#228;u&#223;ere Figuren sieht (Konflikt zwischen Familien- oder Teammitgliedern, Konflikt zwischen verschiedenen Teams oder Teilen einer Gesellschaft) oder ob man sie teils als innere und Teils als &#228;u&#223;ere Figuren sieht (Doppelbindungs-Kommunikation).</p>
<p>„Guten Morgen, liebes Zebra!“ Der kleine Vogel sa&#223; in Alis aufgesperrtem Rachen und pickte die Essensreste aus den Krokodilsz&#228;hnen. Freundlich begr&#252;&#223;te er den alten Freund. Doch das Zebra starrte ihn aus gro&#223;en Augen an, tat einen Satz zur&#252;ck und nahm Rei&#223;aus. „Aber Zebra, du brauchst doch keine Angst vor mir zu haben. Wir haben uns doch immer…“ Der Vogel schaute nach dem Krokodil. „Was hat er nur? Verstehst du das?“ Ali sch&#252;ttelte den Kopf. „Zebras sind komisch. Keine Ahnung.“</p>
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		<title>Die Seefrau an Land</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Jan 2011 08:41:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Geschichte habe ich in der Therapie verwendet bei Leuten, die einen organisch nicht erkl&#228;rbaren Schwindel hatten.(Anhaltenden Schwindel immer &#228;rztlich abkl&#228;ren lassen!) Das Bild ist auch geeignet f&#252;r die Therapie von Menschen in manchen Mobbing- oder Verlustsituationen und in anderen Therapien zum Thema Identit&#228;tsfindung (etwa im Umfeld von Beratungen zu Selbstsicherheit, Traumaerfahrungen und bei Borderline-Diagnosen). [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Geschichte habe ich in der Therapie verwendet bei Leuten, die einen organisch nicht erkl&#228;rbaren Schwindel hatten.(Anhaltenden Schwindel immer &#228;rztlich abkl&#228;ren lassen!) Das Bild ist auch geeignet f&#252;r die Therapie von Menschen in manchen Mobbing- oder Verlustsituationen und in anderen Therapien zum Thema Identit&#228;tsfindung (etwa im Umfeld von Beratungen zu Selbstsicherheit, Traumaerfahrungen und bei Borderline-Diagnosen).</p>
<p>„Ich komme gerade von einem f&#252;nft&#228;gigen Segelt&#246;rn“, erz&#228;hlte die Frau. „Mein Kopf gaukelt mir vor, ich w&#228;re noch auf dem Schiff. Alles hier schaukelt und schwankt.“ „Ich war einmal in einem Schiffsmuseum“, antwortete der Mann. „Sie hatten dort eine Halterung f&#252;r Kerzen, so dass sie selbst auf hoher See stets aufrecht stehen bleiben. Die Halterung besteht aus drei ineinander gef&#252;gten Ringen, die miteinander verbunden sind, so dass jeder innerhalb des anderen frei drehbar ist. Der &#228;u&#223;ere Ring, der an einer Kette h&#228;ngt, ist senkrecht befestigt, der mittlere des gleichen, jedoch in rechtem Winkel quer zu ihm. Der innere Ring darin liegt waagerecht. In ihm befindet sich der Kerzenhalter, mit seinem Schwerpunkt unterhalb des Rings. Gleich, wie das Schiff nun schwankt, bewegen  sich die Ringe so, dass ihre Kerze aufrecht bleibt.“ „Jetzt ist der Schwindel weg“, sagte die Frau.</p>
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		<title>Der Grashalm in der W&#252;ste</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2010 15:30:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern war ich in der Kinderpsychiatrie und habe den Kindern eine Geschichte erz&#228;hlt. Wir vergessen so oft, dass Menschen, die sich selbst und anderen M&#252;he bereiten, nicht nur aus ihren Problemen bestehen, sondern auch aus dem, was heil ist.Und wenn wir das Gesunde, Kraftvolle, Gl&#252;ckspendende im Leben der Kinder oder auch von uns selber pflegen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern war ich in der Kinderpsychiatrie und habe den Kindern eine Geschichte erz&#228;hlt. Wir vergessen so oft, dass Menschen, die sich selbst und anderen M&#252;he bereiten, nicht nur aus ihren Problemen bestehen, sondern auch aus dem, was heil ist.Und wenn wir das Gesunde, Kraftvolle, Gl&#252;ckspendende im Leben der Kinder oder auch von uns selber pflegen, k&#246;nnte es sein, dass wir mehr erreichen, als wenn wir immer mehr Zeit auf die Behandlung des St&#246;renden verwenden. Nat&#252;rlich muss man zuweilen bei dem, was st&#246;rt, ankn&#252;pfen. Wenn man allerdings bei der Behandlung der St&#246;rung h&#228;ngen bleibt, ist man wahrscheinlich schon selbst ein Teil der St&#246;rung geworden. Denn wer sagt uns, dass die Reaktionen der Menschen auf das Problem nicht zu dem Problem ma&#223;geblich beitragen? Vielleicht kommen wir schneller zum Ziel, wenn wir das Unauff&#228;llige, Gesunde, Normale in den Vordergrund unserer Betrachtung stellen. Ich habe jedenfalls den Kindern die folgende Geschichte erz&#228;hlt.</p>
<p>Ein Mann durchquerte eine W&#252;ste. Rings um ihn her gab es nur Sand, Steine und Felsen, den leuchtend blauen Himmel und &#252;ber ihm die gl&#252;hend hei&#223;e Sonne. Auf der H&#228;lfte seines Weges geschah es, dass er Rast machen wollte und sich nach einem geeigneten Platz umsah.<span id="more-1610"></span> Etwas abseits des Weges fand er einen &#252;berh&#228;ngenden Felsen, der ihm Schatten bieten konnte f&#252;r die Zeit seiner Rast. Der Mann ging dorthin. Als er ankam, sah er etwas Ungew&#246;hnliches: Im Schatten dieses Felsens wuchs tats&#228;chlich ein Grashalm. „Nanu, wo kommst du denn her?“ fragte der Mann, und dann lachte er &#252;ber sich selbst: „In meiner Einsamkeit rede ich schon mit dem Gras. Es wird besser sein, ich untersuche einmal, wo der Grashalm herkommt.“ Er scharrte das Pfl&#228;nzchen aus dem Sand und legte es behutsam zur Seite. Dann grub er tiefer und tiefer. Auch wenn er nicht gerade auf eine sprudelnde Quelle traf, so war die Erde hier tats&#228;chlich etwas feucht. Als der Mann sich wieder auf den Weg machte, verga&#223; er nicht, den Grashalm wieder auf die feuchte Erde zu setzen. Mit ein paar Steinen baute er eine kleine Mauer davor, um die Pflanze vor dem Austrocknen durch den hei&#223;en W&#252;stenwind zu sch&#252;tzen. Dann setzte er seine Reise fort. Auf seinem R&#252;ckweg kam er wieder an der Stelle vorbei. Nat&#252;rlich schaute er nach, ob sein Pfl&#228;nzchen noch lebte. Er war sehr erfreut: Aus dem Grashalm war ein richtiges kleines Grasb&#252;schel geworden. Der Mann grub noch etwas tiefer in die Erde und drang in noch feuchteres Erdreich vor. Mit einem Tuch, zwei Pf&#228;hlen und ein paar Schn&#252;ren, die er f&#252;r die R&#252;ckreise mitgenommen hatte, verbesserte er den Windschutz f&#252;r seine Pflanze. Viele Jahre sp&#228;ter musste ein Freund dieses Mannes dieselbe W&#252;ste durchqueren. Da bat er den Freund: „Schau’ doch einmal nach, was aus meiner Pflanze geworden ist – ob sie noch da ist!“ Der Freund versprach es ihm. Als er von der Reise zur&#252;ckkehrte, berichtete er: „Aus deinem Grasb&#252;schel ist ein kleines St&#252;ck Wiese geworden. Andere Reisende haben die Stelle entdeckt. Sie haben die Mauer vergr&#246;&#223;ert und noch mehr Pf&#228;hle mit T&#252;chern dort aufgestellt. Jemand hat dort einen Brunnen gegraben und mit einem St&#252;ck Leder abgedeckt. Neben dem Brunnen w&#228;chst ein sch&#246;ner Feigenbaum. In seinen Bl&#228;ttern zirpte eine Grille.</p>
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		<title>Recycling II</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Oct 2010 16:03:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das erinnert mich an eine Beobachtung in verschiedenen St&#228;dten in Kambodscha. Ich denke zum Beispiel an Phnom Penh. Wir gehen durch eine Einkaufsstra&#223;e. „Wick-wack, wick-wack.“ Eine Hupe, die wie eine Gummi-Badeente klingt, k&#252;ndigt eine M&#252;llsammlerin an, mit ihrem Handwagen durch die Stra&#223;e zieht. Manche dieser Sammlerinnen sind auf Glas- und Plasikflaschen spezialisiert, manche nehmen jede [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das erinnert mich an eine Beobachtung in verschiedenen St&#228;dten in Kambodscha. Ich denke zum Beispiel an Phnom Penh.</p>
<p>Wir gehen durch eine Einkaufsstra&#223;e.<br />
„Wick-wack, wick-wack.“<br />
Eine Hupe, die wie eine Gummi-Badeente klingt, k&#252;ndigt eine M&#252;llsammlerin an, mit ihrem Handwagen durch die Stra&#223;e zieht. Manche dieser Sammlerinnen sind auf Glas- und Plasikflaschen spezialisiert, manche nehmen jede Art von M&#252;ll, einige suchen Reis- und Baustoffs&#228;cke oder Dosen.<br />
Glasflaschen werden an Moped-Tankstellen verkauft, die am Stra&#223;enrand Benzin verkaufen, Plastikflaschen k&#246;nnen als Wasserbeh&#228;lter dienen oder verfeuert werden, Baustoffs&#228;cke k&#246;nnen mit Beton gef&#252;llt als formbare Mauersteine Verwendung finden und Nahrungsmittels&#228;cke mit sch&#246;nen Motiven k&#246;nnen in Taschen f&#252;r Touristen verwandelt werden. Aus Blechdosen kann man Spielzeug machen, das ebenfalls von Touristen gekauft wird.<br />
Phnom Penh hat keine geregelte M&#252;llabfuhr. Die Stra&#223;en sind weitgehend abfallfrei.</p>
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		<title>Recycling I</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Oct 2010 16:03:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn Leute mir von ihrem &#8220;kaputten&#8221; Leben erz&#228;hlen, von &#8220;M&#252;ll&#8221;, der sich in ihrer Ehe angesammelt hat oder davon, dass alles, was sie machen, irgendwie &#8220;Schrott&#8221; ist, dann rede ich mit ihnen &#252;ber Recycling.  Ich erz&#228;hle ihnen von Abfallsortierung, von Wertstoffh&#246;fen, von der Biotonne und vom Kompost im Garten. In den n&#228;chsten Tagen m&#246;chte ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Leute mir von ihrem &#8220;kaputten&#8221; Leben erz&#228;hlen, von &#8220;M&#252;ll&#8221;, der sich in ihrer Ehe angesammelt hat oder davon, dass alles, was sie machen, irgendwie &#8220;Schrott&#8221; ist, dann rede ich mit ihnen &#252;ber Recycling.  Ich erz&#228;hle ihnen von Abfallsortierung, von Wertstoffh&#246;fen, von der Biotonne und vom Kompost im Garten. In den n&#228;chsten Tagen m&#246;chte ich dazu ein paar Gedanken ver&#246;ffentlichen. Auch die folgende Erinnerung handelt von Recycling.</p>
<p>Kampot in Kambodscha. Wir sitzen vor einer Bambush&#252;tte.<br />
„Au!“<br />
„Moskito oder Ameise?“<br />
„Ameise.“<br />
Die Insekten sind das einzig Unangenehme an diesem Ort. Wir betrachten die Muscheln und Schnecken, die wir am Strand gesammelt haben.<br />
„Wenn wir die mitnehmen, stinken sie uns die Koffer voll, auf der ganzen Reise bis nach Hause.“<br />
Um eine geruchsfreie Nacht zu verleben, lassen wir die &#220;berreste der Schalentiere  vor der T&#252;r.<br />
Als wir am anderen Morgen vor die T&#252;r treten, sind die Schalen &#252;bers&#228;t von Ameisen.<br />
Als wir am &#252;bern&#228;chsten Morgen vor die T&#252;r treten, sind keine Ameisen mehr da.<br />
Als wir am Morgen darauf aufbrechen, nehmen wir die Schalen mit. Kein Hauch eines Geruchs geht von ihnen aus.</p>
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		<title>Fast zu sp&#228;t und nicht zu fr&#252;h</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 07:58:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst und Zwang]]></category>
		<category><![CDATA[Auswege]]></category>
		<category><![CDATA[Für Helfer]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Paradoxie]]></category>
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		<description><![CDATA[Aus dem Artikel &#8220;Dringend&#8221; vom 17. Februar hat sich ein Gespr&#228;ch dar&#252;ber ergeben, wie man jemandem helfen kann, dem scheinbar nicht zu helfen ist, und wie man dabei verhindern kann, selbst immer tiefer in das Problem hinein gezogen zu werden. Aus diesem Grund schreibe ich in den n&#228;chsten Tagen ein paar Gedanken dazu. Ich fange [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus dem Artikel &#8220;Dringend&#8221; vom 17. Februar hat sich ein Gespr&#228;ch dar&#252;ber ergeben, wie man jemandem helfen kann, dem scheinbar nicht zu helfen ist, und wie man dabei verhindern kann, selbst immer tiefer in das Problem hinein gezogen zu werden. Aus diesem Grund schreibe ich in den n&#228;chsten Tagen ein paar Gedanken dazu. Ich fange schon mal an.</p>
<p>Ein Rettungsschwimmer sagte zu mir: „Wenn ein Ertrinkender in Panik um sich schl&#228;gt, kannst du ihn nicht ans Ufer bringen. Du musst warten, bis er nicht mehr schl&#228;gt. Dann kannst du ihn retten.&#8221;</p>
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		<title>Ich gehe eine Stra&#223;e entlang</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 21:48:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Angst und Zwang]]></category>
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		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute ist er mir wieder begegnet. Diesen Text liebe ich sehr. Ich gehe eine Stra&#223;e entlang. Da ist ein tiefes Loch. Ich falle hinein. Ich bin verloren. Ich bin ohne Hoffnung. Es ist nicht meine Schuld. Es dauert endlos, wieder hinauszukommen. Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang. Da ist ein tiefes Loch. Ich falle wieder hinein. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist er mir wieder begegnet. Diesen Text liebe ich sehr.</p>
<p>Ich gehe eine Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich falle hinein.<br />
Ich bin verloren.<br />
Ich bin ohne Hoffnung.<br />
Es ist nicht meine Schuld.<br />
Es dauert endlos, wieder hinauszukommen.</p>
<p>Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich falle wieder hinein.<br />
Ich kann nicht glauben,<br />
schon wieder am gleichen Ort zu sein.<br />
Aber es ist nicht meine Schuld.<br />
Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.</p>
<p>Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich falle schon wieder hinein&#8230;<br />
aus Gewohnheit.<br />
Meine Augen sind offen.<br />
Ich wei&#223;, wo ich bin.<br />
Es ist meine Schuld.<br />
Ich komme auch sofort wieder heraus.</p>
<p>Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich gehe darum herum.</p>
<p>Ich gehe eine andere Stra&#223;e.</p>
<p>(Sogyal Rinpoche)</p>
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		<title>Sinngebung</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2010/01/06/1305/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 15:34:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Adoption]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
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		<category><![CDATA[Suggestive Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor kurzem hatte ich eine Klientin hier zur Hypnose, der es neben einigen k&#246;rperlichen Beschwerden um die Aufarbeitung verschiedener Verlusterfahrungen ging. W&#228;hrend sie in Trance war, begannen die Glocken der Kirche nebenan zu l&#228;uten. Ich erz&#228;hlte ihr, es seien Abschiedsglocken, die sie dazu riefen, in einem inneren Ritual alte Dinge, die nicht mehr in ihr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor kurzem hatte ich eine Klientin hier zur Hypnose, der es neben einigen k&#246;rperlichen Beschwerden um die Aufarbeitung verschiedener Verlusterfahrungen ging. W&#228;hrend sie in Trance war, begannen die Glocken der Kirche nebenan zu l&#228;uten. Ich erz&#228;hlte ihr, es seien Abschiedsglocken, die sie dazu riefen, in einem inneren Ritual alte Dinge, die nicht mehr in ihr jetziges Leben passten, loszulassen.</p>
<p>Gleich darauf begannen die Glocken der anderen Konfession zu l&#228;uten. Was konnte das nun wiederum bedeuten? &#8220;Das sind die Glocken des Neubeginns&#8221;, erkl&#228;rte ich, &#8220;die wie bei einer Taufe oder Hochzeit den Anfang ihres neuen Lebens verk&#252;nden. Feiern Sie, dass Sie das Alte hinter sich gelassen haben und nun etwas Neues beginnt!&#8221;</p>
<p>Ich glaube fest daran, dass alles, was uns begegnet, f&#252;r etwas Gutes genutzt werden kann. Man braucht nur best&#228;ndig sein Ziel im Auge haben, w&#228;hrend man den vergangenen und aktuellen Ereignissen ihre Bedeutung gibt &#8211; die diesem Ziel dient.</p>
<p>Vielleicht ist es wichtig, sich bewusst zu machen: Wir verleihen den Dingen die Bedeutung, die sie dann f&#252;r uns haben, und wir k&#246;nnen uns entscheiden, welche Bedeutung wir ihnen geben. Und wenn wir diese Bedeutung als proklamieren, dann sind wir die Sinngeber f&#252;r dieses kleine oder gro&#223;e Ereignis, f&#252;r alle, die die dabei sind.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kein Platz in der Herberge</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2009/12/20/1269/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 12:55:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Ambivalenz]]></category>
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		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
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		<category><![CDATA[Reise & Verkehr]]></category>
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		<description><![CDATA[„Die Leute hatten kein Geld. Wie konnte ich wissen, dass das Kind etwas Besonderes werden sollte&#8230; ein K&#246;nig oder so&#8230; es stand den Eltern ja nicht auf die Stirn geschrieben&#8230; Seien Sie mal ehrlich, das ist doch bei Ihnen nicht anders: Gesch&#228;ft ist Gesch&#228;ft. Klar hatte ich R&#228;ume. Ich wollte das dann aber auch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Die Leute hatten kein Geld. Wie konnte ich wissen, dass das Kind etwas Besonderes werden sollte&#8230; ein K&#246;nig oder so&#8230; es stand den Eltern ja nicht auf die Stirn geschrieben&#8230;<br />
Seien Sie mal ehrlich, das ist doch bei Ihnen nicht anders: Gesch&#228;ft ist Gesch&#228;ft. Klar hatte ich R&#228;ume. Ich wollte das dann aber auch nicht so sagen: „Wir wollen Sie nicht!“ Da sagt man dann lieber: „Wir sind leider belegt.“ Jetzt gucken Sie mich nicht so an. Als w&#228;re das bei Ihnen anders. Was w&#252;rden Sie denn machen, wenn so ein paar zerlumpte Gestalten zu Ihnen an die Rezeption kommen und ihnen sagen: „Wir m&#246;chten ein Zimmer, aber wir haben kein Geld.“ W&#252;rden Sie die nehmen? Die orts&#252;blichen Preise konnten sie jedenfalls nicht zahlen. Das waren auch Ausl&#228;nder, oder jedenfalls kamen sie nicht hier aus der Gegend. Irgendwie haben sie mir ja dann auch leid getan. Die waren fertig.<br />
Ich hab dann gesagt: „F&#252;r den halben Denar kann ich Ihnen h&#246;chstens mal den Stall anbieten.“ Jetzt gucken Sie schon wieder so. Bei Ihnen ist das auch nicht anders. Schauen Sie sich doch mal um&#8230;<br />
Lesen Sie eigentlich Zeitung? Da m&#252;ssen Sie doch wissen, was los ist. Die Bahnhofsmissionen werden geschlossen, die Aussiedlerwohnheime sind schon lange zu, ein Asylrecht gibt’s nicht mehr. F&#252;r Frauenh&#228;user ist kein Geld mehr da&#8230; meinen Sie denn, die Armen und Wohnsitzlosen h&#228;tten irgendwo etwas zu lachen?<span id="more-1269"></span><br />
Aber jetzt werde ich daf&#252;r schlecht gemacht. Jahr f&#252;r Jahr, in allen Krippenspielen, in tausend Varianten. Wie stehen wir denn nun da, meine Frau und ich? Wie Monster werden wir hingestellt: Hochschwangere Frau trifft niedertr&#228;chtige Wirtsleute. Der Erl&#246;ser der Welt schl&#228;ft auf pieksendem Stroh. Was meinen Sie denn, was h&#228;tten Sie gemacht? Ich sag’ Ihnen, die waren dreckig. H&#228;tten Sie die genommen? Die haben gestunken! Wahrscheinlich hatten sie noch Fl&#246;he.<br />
Das mit den Engeln konnten wir nicht wissen. Dass die dann kamen und sagten, der Christus sei geboren worden, der Frieden bringt f&#252;r die Welt. Was f&#252;r einen Frieden eigentlich?<br />
Ich bin auch f&#252;r den Frieden. Aber Frieden muss sich auch rechnen. Wir k&#246;nnen nicht jeden Dahergelaufenen bei uns aufnehmen. Da sage ich lieber: Die Herberge ist voll. Man kann das ja auch ganz h&#246;flich sagen.<br />
Und das mit den Engeln noch mal: Werbem&#228;&#223;ig war das auch schlecht gemacht. Insgesamt, meine ich. Zum Beispiel, dass die den Hirten erschienen sind, die genauso verlumpt daherkamen, wie dieses Paar. Wenn die Frieden ank&#252;ndigen wollten, h&#228;tten sie das ganz anders aufziehen m&#252;ssen. Frieden kommt von oben oder gar nicht. Wenn die das vorher mal angek&#252;ndigt h&#228;tten, dass da der Retter der Welt kommt! Wir Leute von Bethlehem sind ja auch keine Unmenschen. Wir sind Leute wie du und ich. Wenn wir das mal gewusst h&#228;tten, so wie Sie das jetzt wissen, dass da der K&#246;nig der Welt kommt – wir h&#228;tten die schon recht empfangen wie eine k&#246;nigliche Familie. Wir h&#228;tten uns nicht lumpen lassen. Als erstes h&#228;tten wir ihnen mal ordentliche Kleider angezogen. Nicht diese komische galil&#228;ische Tracht mit den Kopft&#252;chern, was die da hatten. So l&#228;uft ja hier keiner rum. Ein K&#246;nig, der Frieden bringt, das muss anders r&#252;bergebracht werden. Da muss auch das Umfeld stimmen. Das muss einer sein wie du und ich. Einer, mit dem die Leute sich identifizieren. Dem sie zujubeln k&#246;nnen.<br />
Wahrscheinlich war es sowieso ein Riesenfehler, dass er bei diesen &#228;rmlichen Leuten zur Welt gekommen ist. Wer glaubt denn denen?<br />
Aber darauf wollte ich noch mal zur&#252;ckkommen; das verstehe ich immer noch nicht: Was f&#252;r einen Frieden die Engel meinten. Ich sehe n&#228;mlich keinen. Da w&#252;rde mich mal Ihre Meinung interessieren: Was f&#252;r einen Frieden sollte dieser Jesus denn bringen?“</p>
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