webseite| blog| impressum

Archiv der Kategorie ‘Trauma‘

Das Leben entschlammen

Donnerstag, den 10. März 2011

Letzte Woche hatte ich eine Frau in Therapie, mit der ich im letzten Jahr an der Auflösung ihrer Depressionen gearbeitet hatte. Die letzen Monate war es ihr ausgezeichnet gegangen. Jetzt hatten familiäre und berufliche Belastungen dazu geführt, dass sie wieder ganz im Sumpf des Unglücklichseins steckte. Sie saß vor mir als ein Häufchen Elend, bewegte [...]

Aus dem Maul des Krokodils

Sonntag, den 16. Januar 2011

Diese Geschichte verwende ich bei einigen Gruppenkonflikten, bei widersprüchlicher Kommunikation (Doppelbotschaften), im Zusammenhang mit Borderlinestörungen und komplizierten Ambivalenzen in Beziehungen und bei einer widersprüchlichen und teilweise destruktiven Autokommunikation der Klienten. Man kann solche Geschichten sehr unterschiedlich verwenden, je nachdem, ob man alle Protagonisten als Teile eines “inneren Teams” im Klienten sieht (also als verschiedene Persönlichkeitsanteile), [...]

Die Seefrau an Land

Freitag, den 14. Januar 2011

Diese Geschichte habe ich in der Therapie verwendet bei Leuten, die einen organisch nicht erklärbaren Schwindel hatten.(Anhaltenden Schwindel immer ärztlich abklären lassen!) Das Bild ist auch geeignet für die Therapie von Menschen in manchen Mobbing- oder Verlustsituationen und in anderen Therapien zum Thema Identitätsfindung (etwa im Umfeld von Beratungen zu Selbstsicherheit, Traumaerfahrungen und bei Borderline-Diagnosen). [...]

Der Grashalm in der Wüste

Freitag, den 12. November 2010

Gestern war ich in der Kinderpsychiatrie und habe den Kindern eine Geschichte erzählt. Wir vergessen so oft, dass Menschen, die sich selbst und anderen Mühe bereiten, nicht nur aus ihren Problemen bestehen, sondern auch aus dem, was heil ist.Und wenn wir das Gesunde, Kraftvolle, Glückspendende im Leben der Kinder oder auch von uns selber pflegen, [...]

Recycling II

Samstag, den 9. Oktober 2010

Das erinnert mich an eine Beobachtung in verschiedenen Städten in Kambodscha. Ich denke zum Beispiel an Phnom Penh. Wir gehen durch eine Einkaufsstraße. „Wick-wack, wick-wack.“ Eine Hupe, die wie eine Gummi-Badeente klingt, kündigt eine Müllsammlerin an, mit ihrem Handwagen durch die Straße zieht. Manche dieser Sammlerinnen sind auf Glas- und Plasikflaschen spezialisiert, manche nehmen jede [...]

Recycling I

Freitag, den 8. Oktober 2010

Wenn Leute mir von ihrem “kaputten” Leben erzählen, von “Müll”, der sich in ihrer Ehe angesammelt hat oder davon, dass alles, was sie machen, irgendwie “Schrott” ist, dann rede ich mit ihnen über Recycling.  Ich erzähle ihnen von Abfallsortierung, von Wertstoffhöfen, von der Biotonne und vom Kompost im Garten. In den nächsten Tagen möchte ich [...]

Fast zu spät und nicht zu früh

Donnerstag, den 1. April 2010

Aus dem Artikel “Dringend” vom 17. Februar hat sich ein Gespräch darüber ergeben, wie man jemandem helfen kann, dem scheinbar nicht zu helfen ist, und wie man dabei verhindern kann, selbst immer tiefer in das Problem hinein gezogen zu werden. Aus diesem Grund schreibe ich in den nächsten Tagen ein paar Gedanken dazu. Ich fange [...]

Ich gehe eine Straße entlang

Samstag, den 30. Januar 2010

Heute ist er mir wieder begegnet. Diesen Text liebe ich sehr. Ich gehe eine Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch. Ich falle hinein. Ich bin verloren. Ich bin ohne Hoffnung. Es ist nicht meine Schuld. Es dauert endlos, wieder hinauszukommen. Ich gehe dieselbe Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch. Ich falle wieder hinein. [...]

Sinngebung

Mittwoch, den 6. Januar 2010

Vor kurzem hatte ich eine Klientin hier zur Hypnose, der es neben einigen körperlichen Beschwerden um die Aufarbeitung verschiedener Verlusterfahrungen ging. Während sie in Trance war, begannen die Glocken der Kirche nebenan zu läuten. Ich erzählte ihr, es seien Abschiedsglocken, die sie dazu riefen, in einem inneren Ritual alte Dinge, die nicht mehr in ihr [...]

Kein Platz in der Herberge

Sonntag, den 20. Dezember 2009

„Die Leute hatten kein Geld. Wie konnte ich wissen, dass das Kind etwas Besonderes werden sollte… ein König oder so… es stand den Eltern ja nicht auf die Stirn geschrieben… Seien Sie mal ehrlich, das ist doch bei Ihnen nicht anders: Geschäft ist Geschäft. Klar hatte ich Räume. Ich wollte das dann aber auch nicht [...]