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	<title>HYPS &#187; Suggestive Geschichten</title>
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	<description>Hypno-Systemischer Blog von Stefan Hammel</description>
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		<title>Das Myom I</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Aug 2011 15:11:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Bei einer befreundeten jungen Frau in meinem Bekanntenkreis wurde ein Myom im Au&#223;enbereich des Uterus mit einer Gr&#246;&#223;e von 67 mm x 52 mm x 58 mm gefunden. Aus verschiedenen Gr&#252;nden war eine Operation erst viereinhalb Monate sp&#228;ter m&#246;glich, und so nutzten wir die Zeit, um suggestiv auf den Tumor einzuwirken. Die Frau verstand den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei einer befreundeten jungen Frau in meinem Bekanntenkreis wurde ein Myom im Au&#223;enbereich des Uterus mit einer Gr&#246;&#223;e von 67 mm x 52 mm x 58 mm gefunden. Aus verschiedenen Gr&#252;nden war eine Operation erst viereinhalb Monate sp&#228;ter m&#246;glich, und so nutzten wir die Zeit, um suggestiv auf den Tumor einzuwirken.</p>
<p>Die Frau verstand den Tumor unter anderem psychosomatisch in Verbindung mit einem unerf&#252;llten Kinderwunsch oder einem ambivalenten Umgang mit dem Thema der Familiengr&#252;ndung. Ich erz&#228;hlte ihr, wie Therapeuten bei anderen Geschwulsten vorgegangen sind, und schlug ihr vor, sich aus den Berichten das f&#252;r sie Passende herauszusuchen und ihre individuellen Suggestionen daraus zu formulieren. Ich erz&#228;hlte von den Erfahrungen anderer Patienten mit Visualisierungs&#252;bungen, etwa bei der hypnotherapeutischen Unterst&#252;tzung der Behandlung von Brustkrebs und Karzinomen im Bauchbereich und von Methoden, mit denen auf Warzen und Lipome Einfluss genommen werden kann. Ich erz&#228;hlte ihr, dass fortlaufende Zellteilung prinzipiell eine wunderbare Sache sein k&#246;nne, aber wohlgeordnet und zielgerichtet, zu passender Zeit an passendem Ort, sprich, in einer Geb&#228;rmutter, nicht au&#223;erhalb. Letzteres fasste ich als ein Missverst&#228;ndnis des K&#246;rpers in bester Absicht auf, das im Gespr&#228;ch oder Selbstgespr&#228;ch mit dem K&#246;rper aufzukl&#228;ren sei. Ich schlug ihr vor, den K&#246;rper, die Geb&#228;rmutter und das Myom direkt anzusprechen und ihnen zu sagen, was sie von ihnen w&#252;nsche. Sie tat das auf ihre Art, indem sie sich im Internet einen Film anschaute, in dem gezeigt wurde, wie ein Myom w&#228;hrend einer Operation in Scheiben geschnitten und in kleinen Portionen entfernt wird. Anschlie&#223;end bat sie ihren K&#246;rper, diesen Film als Vorbild zu nehmen und das Myom Scheibe f&#252;r Scheibe zu entfernen.</p>
<p>Sechs Wochen sp&#228;ter &#228;u&#223;erte sie, das in den vorangegangenen Wochen sp&#252;rbare Druckgef&#252;hl im Bauch sei verschwunden, und das Erleben, h&#228;ufig und dringend Wasser lassen zu m&#252;ssen, sei nicht mehr vorhanden. Getr&#228;umt habe sie, sie h&#228;tte das Myom in der Gr&#246;&#223;e eines kleinen Fingernagels gesehen. Eine neue Messung des Myoms vor der Operation, knapp viereinhalb Monate nach der Diagnosestellung, ergab eine Gr&#246;&#223;e von 58 mm x 52 mm x 54 mm. Der Unterschied k&#246;nnte als Messungenauigkeit gedeutet werden oder als Hinweis darauf, dass sich der Tumor in L&#228;nge und H&#246;he reduziert hat. Die Frau selbst ging davon aus, dass sich das Myom in Folge der Autosuggestion verkleinert hatte, entschied sich aber dennoch f&#252;r die Operation als einen relativ kurzen und sicheren Weg der Problembehebung.</p>
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		<title>Der doppelte Geburtstag</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2011/06/28/1817/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 09:08:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Frau berichtete k&#252;rzlich in der Beratung &#252;ber verschiedene Todesf&#228;lle, die sie im Verlauf ihres Lebens zu bew&#228;ltigen hatte: Ihre Urgro&#223;eltern, weitere Verwandte, mehrere Freunde und Bekannte und ihr Gro&#223;vater, an dem sie sehr gehangen hatte. &#8220;Und dann ist mein Gro&#223;vater auch noch an meinem Geburtstag gestorben! Jedes Jahr an meinem Geburtstag bin ich traurig.&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Frau berichtete k&#252;rzlich in der Beratung &#252;ber verschiedene Todesf&#228;lle, die sie im Verlauf ihres Lebens zu bew&#228;ltigen hatte: Ihre Urgro&#223;eltern, weitere Verwandte, mehrere Freunde und Bekannte und ihr Gro&#223;vater, an dem sie sehr gehangen hatte. &#8220;Und dann ist mein Gro&#223;vater auch noch an meinem Geburtstag gestorben! Jedes Jahr an meinem Geburtstag bin ich traurig.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich war einmal auf einem Friedhof in Warschau&#8221;, sagte ich. &#8220;Dort habe ich eine Gruppe von Roma gesehen, die um ein Grab versammelt waren und dort den Geburtstag des Verstorbenen gefeiert haben. &#220;ber die Grabplatte hatten sie ein Tischtuch gelegt. Darauf standen Teller, Gl&#228;ser, Besteck und Kerzenleuchter. Sie hatten alle m&#246;glichen Delikatessen dabei, und nat&#252;rlich auch etwas zu trinken. Ich nehme an, dass sie auch ein Gedeck f&#252;r den Verstorbenen gerichtet haben. Und ich stelle mir vor, dass auch er ein Glas Wodka bekam und sie mit ihm angesto&#223;en haben. Es war eine Gruppe fr&#246;hlicher Leute, die dort auf dem Grab getafelt haben. Wenn die ersten Christen ihre Toten beerdigt haben, haben sie ihnen einen Siegerkranz auf das Grab gelegt und haben mit ihm gefeiert. F&#252;r sie war es eine Siegesfeier, aber auch so etwas wie ein Geburtstag &#8211; der Geburtstag eines neuen Lebens, des ewigen Lebens. Wenn Ihr Opa an Ihrem Geburtsag gestorben ist, dann deutet nicht sein Todestag Ihren Geburtstag, sondern Ihr Geburtstag erkl&#228;rt seinen Todestag. Ihr Geburtstag ist sein Todestag, das hei&#223;t, der Tag seiner Geburt in ein neues Leben. Ic h m&#246;chte Sie daher bitten, dass Sie an Ihrem Geburtstag auch seinen Geburtstag feiern!&#8221;</p>
<p>&#8220;So habe ich das noch nie gesehen&#8221;, sagte die Frau.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ein Baum ist ein Baum&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jun 2011 20:24:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[ADS / ADHS]]></category>
		<category><![CDATA[Angst und Zwang]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Reutlinger Paar- und Einzeltherapeutin Ulrike Dauenhauer hat mir eine Geschichte geschickt, die ich mit ihrer Erlaubnis gerne mit euch teilen m&#246;chte&#8230; Ich sa&#223; auf der Alb vor einem Baum, und dachte &#252;ber mich nach, &#252;ber mein Leben und meine Aufgaben. Da begann der Baum mit mir zu sprechen: &#8220;Schau&#8221;, sagte er, &#8220;ich bin ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Reutlinger Paar- und Einzeltherapeutin <a title="Zur Praxis Doppelpunkt" href="http://www.doppelpunkt-praxis.de/therapeuten.php">Ulrike Dauenhauer </a>hat mir eine Geschichte geschickt, die ich mit ihrer Erlaubnis gerne mit euch teilen m&#246;chte&#8230;</p>
<blockquote><p>Ich sa&#223; auf der Alb vor einem Baum, und dachte &#252;ber mich nach, &#252;ber mein Leben und meine Aufgaben. Da begann der Baum mit mir zu sprechen: &#8220;Schau&#8221;, sagte er, &#8220;ich bin ein Baum, einfach ein Baum, und ich versuche, Baum zu sein so gut ich kann. Noch nie in meinem langen Leben kam mir der Gedanke, ob ich wohl Baum genug sei, um eine Berechtigung zu haben, in diesem Wald zu stehen. Ich bin einfach Baum, so gut, wie ich Baum sein kann. Noch nie habe ich mich gefragt, warum ich gerade in diesem Wald stehe. Ich bin einfach Baum, so gut, wie ich Baum sein kann. Auch habe ich mir bisher keine Gedanken dar&#252;ber gemacht, ob die B&#228;ume neben mir wohl mehr oder weniger Biomasse produzieren als ich. Ich bin einfach Baum, so gut, wie ich Baum sein kann. Ich &#252;berlege nicht, ob die anderen B&#228;ume sch&#246;nere Bl&#228;tter haben oder besser gewachsen sind als ich. Ich bin einfach Baum, so gut, wie ich Baum sein kann. Die Zeiten sind sehr verschieden und damit auch die Bedingungen hier im Wald. Mal hat es viel Regen im Jahr, mal wenig. Mal hat es ganz viele K&#228;fer, die meine Bl&#228;tter fressen, mal wenig. Immer &#228;ndern sich die Bedingungen. Die Forscher k&#246;nnen das alles an meinen Jahresringen ablesen. Aber ich mache mir dar&#252;ber keine Gedanken. Wie immer die Bedingungen auch sind: Ich bin einfach Baum, so gut, wie ich Baum sein kann. Auch habe ich festgestellt, dass ich eine Buche bin und ich h&#246;rte von Mammutb&#228;umen. Ich w&#252;rde nie auf die Idee kommen, ein Mammutbaum sein zu wollen. Ich bin Buche so gut ich eine Buche sein kann. Sei Baum, einfach Baum, und das sei so gut es Dir m&#246;glich ist.&#8221; Dies sprach er und lie&#223; dazu sanft seine &#196;ste schwingen.</p></blockquote>
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		<title>Symptome in den Urlaub schicken</title>
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		<pubDate>Thu, 19 May 2011 16:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Allergie]]></category>
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		<description><![CDATA[Manchmal schlage ich Klienten vor, mit ihren K&#246;rperteilen oder auch mit ihren Symptomen zu sprechen, mit ihrer Angst, ihrem Schwindel, ihren Schmerzen oder ihrem Ohrgeklingel. Manchmal bitte ich sie, ihnen etwas auszurichten, zum Beispiel, dass wir ihre positive Absicht sehen, den Klienten zu sch&#252;tzen und ihnen jetzt zeigen, wie die Symptome &#8220;ihrem Menschen&#8221; noch besser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal schlage ich Klienten vor, mit ihren K&#246;rperteilen oder auch mit ihren Symptomen zu sprechen, mit ihrer Angst, ihrem Schwindel, ihren Schmerzen oder ihrem Ohrgeklingel. Manchmal bitte ich sie, ihnen etwas auszurichten, zum Beispiel, dass wir ihre positive Absicht sehen, den Klienten zu sch&#252;tzen und ihnen jetzt zeigen, wie die Symptome &#8220;ihrem Menschen&#8221; noch besser als bisher helfen k&#246;nnen. Manchmal schlage ich ihnen vor, ihre Symptome mit einer neuen Aufgabe zu betrauen, zum Beispiel einen bisher eher hinderlichen &#196;rger oder Gr&#252;belzwang zu bitten, zuk&#252;nftig die Abwehr von Krankheitserregern zu unterst&#252;tzen und sich somit beim Immunsystem n&#252;tzlich zu machen. Manchmal schlage ich den Klienten auch vor, ihre Symptome als Dank f&#252;r ihren unerm&#252;dlichen Einsatz in Urlaub zu schicken oder sie ehrenvoll in den Ruhestand zu versetzen &#8211; zuweilen auch verbunden mit der Bitte, in ganz besonderen F&#228;llen noch einmal auf ihren Rat und ihre langj&#228;hrige Lebenserfahrung zur&#252;ckgreifen zu d&#252;rfen. Johannes Conzelmann, ein Kollege von mir aus G&#246;rlitz, den ich vor einigen Jahren im Bereich Hypnotherapie ausgebildet habe, nutzt diese Art, mit dem K&#246;rper und seinen Symptomen umzugehen, ebenfalls. Ich glaube, sein Sohn hat sich das von ihm abgeguckt. Der Kollege hat mir diese Woche jedenfalls Folgendes berichtet:</p>
<blockquote><p>Mein Sohnemann Vincent (5) sollte gestern Abend, wie jeden Abend, ins Bett gehen und wie jeden Abend wollte er noch nicht. Ich versuchte also ihn davon zu &#252;berzeugen, dass er doch M&#252;de sei, schlie&#223;lich habe er sich schon die Augen gerieben.<br />
Vincent &#252;berlegte kurz, guckte erst auf die Seite, dann wieder zu mir, grinste von einem Ohr bis zum anderen und sagte:<br />
&#8220;Meine M&#252;digkeit ist gerade in Urlaub gefahren, da kann sie sich von dem bl&#246;den Augenreiben erholen. Komm jetzt, wir spielen noch ein bisschen!&#8221;<br />
Tats&#228;chlich war er f&#252;r die n&#228;chste Dreiviertelstunde nochmal so munter, dass an schlafen gehen nicht zu denken war <img src='http://www.stefanhammel.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p></blockquote>
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		<title>Das Leben entschlammen</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2011/03/10/1675/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 14:56:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst und Zwang]]></category>
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		<description><![CDATA[Letzte Woche hatte ich eine Frau in Therapie, mit der ich im letzten Jahr an der Aufl&#246;sung ihrer Depressionen gearbeitet hatte. Die letzen Monate war es ihr ausgezeichnet gegangen. Jetzt hatten famili&#228;re und berufliche Belastungen dazu gef&#252;hrt, dass sie wieder ganz im Sumpf des Ungl&#252;cklichseins steckte. Sie sa&#223; vor mir als ein H&#228;ufchen Elend, bewegte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche hatte ich eine Frau in Therapie, mit der ich im letzten Jahr an der Aufl&#246;sung ihrer Depressionen gearbeitet hatte. Die letzen Monate war es ihr ausgezeichnet gegangen. Jetzt hatten famili&#228;re und berufliche Belastungen dazu gef&#252;hrt, dass sie wieder ganz im Sumpf des Ungl&#252;cklichseins steckte. Sie sa&#223; vor mir als ein H&#228;ufchen Elend, bewegte sich kaum und sprach ganz leise. Ihr Partner, der sie hergebracht hatte, sa&#223; ratlos neben ihr. &#8220;Wie kam denn das?&#8221; fragte ich. Sie erz&#228;hlte von ihrer Mutter, die nicht mehr mit ihr sprechen wollte, von Schwierigkeiten mit ihrer Tochter und davon, dass zuletzt der Hinweis eines Kunden, dass ihr Angebot &#8220;nicht das Richtige&#8221; f&#252;r ihn sei, gen&#252;gt habe, um sie ganz zusammenbrechen zu lassen. Die Kritik, die sie darin empfunden habe, erinnere sie an die Art, wie ihr Vater sie fr&#252;her kritisiert habe&#8230; Ich fragte die Frau, was ich f&#252;r Sie tun k&#246;nne, und sie antwortete, sie wisse es nicht. Was ihr Ziel sei? Das wisse sie auch nicht. Ob sie m&#246;chte, dass ich tue, was ich f&#252;r sie f&#252;r richtig halte? Ja, das sei gut, antwortete die Frau.</p>
<p>So sagte ich zu ihr: <span id="more-1675"></span>&#8220;Mir scheint, da ist etwas aus Ihrer Kindheit in Ihre aktuelle Zeit hereingeschwappt. Als erstes machen wir mal einen Korken auf das Loch, wo dieser Schlamm herausgeschwappt ist. Wissen Sie, in der Schweiz gibt es manchmal solche Erdrutsche, oft am Ende des Winters, wenn der Schnee schmilzt und alles ganz matschig ist. Manchmal gibt es auch hochwasser, und die Fl&#252;sse tragen den Schlamm durch ein ganzes Tal. Wenn dann der Erdrutsch oder die Schlammflut zu Ende ist, machen sich die Schweizer an die Arbeit. Die sind f&#252;r sowas ausgef&#252;stet, die haben Ger&#228;tschaften und Aufr&#228;umtrupps, um ihr Land wieder in Ordnung zu bringen. Stellen Sie sich einmal vor, wie das aussieht, wenn Ihr Aufr&#228;umtrupp den ganzen Schlamm, der da in Ihren Alltag geschwappt ist, beseitigt. Wie machen die das? Haben die Wasserschl&#228;uche oder leiten die einen Bach um?&#8221; &#8220;Ja, die haben Schl&#228;uche. Damit machen die das sauber.&#8221; &#8220;Gucken Sie mal, wie sorgf&#228;ltig und akkurat die arbeiten. Wo sp&#252;len die denn den ganzen Schlamm hin?&#8221; &#8220;Da hinten ist ein Loch, wie so eine H&#246;hle, da sp&#252;len die das rein.&#8221; &#8220;Ja, und da flie&#223;t das auch alles ab, und ist weg, oder?&#8221;`&#8221;Ja.&#8221; &#8220;Ich glaube, da gibt es zwei Trupps: Einen f&#252;r das Entschlammen und den anderen f&#252;r die Feinheiten. Damit das wieder richtig gl&#228;nzt. Gucken Sie mal, wie der zweite Trupp arbeitet, der da hinterherkommt. Wie der die Farben wieder rausbringt.&#8221; &#8220;Das ist sch&#246;n.&#8221; &#8220;Das wird wieder richtig bunt hier. Die machen das gut!&#8221; &#8220;Wie weit ist denn der erste Trupp mit seiner Arbeit?&#8221; &#8220;Na, die haben schon noch was zu tun. Die haben jetzt vielleicht drei Viertel entschlammt.&#8221; &#8220;Ja, die arbeiten jetzt weiter, w&#228;hrend wir uns etwas anderem zuwenden, und nachher gucken wir wieder, wie weit die inzwischen sind.&#8221;</p>
<p>Ich machte einige andere &#220;bungen mit ihr. Zum Beispiel lie&#223; ich sie sich vorstellen, dass sie alles, was sie belastete, in einem Korb sammelte. &#8220;Wie voll ist der jetzt?&#8221; &#8220;Der quillt &#252;ber. Das passt gar nicht alles rein.&#8221; &#8220;Machen Sie den Korb so gro&#223;, bis es reinpasst. Das hier ist Kopfkino. Was machen wir jetzt damit? Bringen wir es zum Wertstoffhof oder in die Vergangenheit, aus der es stammt?&#8221; &#8220;Nein.&#8221; &#8220;Wo m&#246;chten Sie es denn gerne hintun?&#8221; &#8220;In das Loch.&#8221; &#8220;Ah, Sie meinen, wo der Schlamm reingesp&#252;lt wird?&#8221; &#8220;Ja, dahin.&#8221; &#8220;Das ist eine gute Idee. Da passt das ja ausgezeichnet hin. Schauen Sie mal, wie die Einsatzkr&#228;fte das wegsp&#252;len.&#8221;</p>
<p>Ich spielte dann noch <a title="Zu &quot;Der Platz neben dir&quot;" href="http://www.stefanhammel.de/blog/2008/12/18/778/" target="_blank">&#8220;Der Platz neben dir&#8221;</a> mit ihr, nur dass ich als Zweit-Pers&#246;nlichkeit von ihr die Frau auf den Platz neben sie setzte, die sie sein wird, wenn sie in einiger Zeit gl&#252;cklicher sein wird, als sie es jetzt noch f&#252;r m&#246;glich h&#228;lt. Ich bat sie, mir die Frau, die sie dann ist, genau zu beschreiben, ihren Atem, ihre Muskelspannung,  ihre K&#246;rperhaltung, ihre Stimme und ihre Emotionen zu beschreiben. Danach setzte ich sie auf den Platz, wo die von ihr beschriebene Zweit-Pers&#246;nlichkeit von sich gesessen hatte und lie&#223; sie nochmals beschreiben, wie es ist, auf deren Platz zu sitzen. Alles Positive verst&#228;rkte ich, alles eher Schw&#228;chende erkl&#228;rte ich als Einwurf von der Frau, als die sie eben noch auf einem anderen Platz gesessen hatte.</p>
<p>&#8220;Wie weit sind denn jetzt die Einsatzkr&#228;fte?&#8221;, fragte ich. &#8220;Ziemlich weit. Die machen jetzt den Rest noch sauber.&#8221; &#8220;Dann kann ich Sie ja jetzt gehen lassen, oder?&#8221; &#8220;Ja, das k&#246;nnen sie.&#8221; Fr&#246;hlich lachend verlie&#223; sie mit ihrem Partner die Praxis.</p>
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		<title>Gespr&#228;che am Sterbebett</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2011/02/04/1667/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 09:43:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Asthma / Atem]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie spricht man mit Menschen im Koma? Und was kann man zu einem sterbenden Menschen sagen? Grunds&#228;tzlich Dinge, deren positive Ausrichtung sofort sp&#252;rbar ist und die zugleich ehrlich sind. Grunds&#228;tzlich Dinge, die den Sterbenden als Lebenden respektieren. Grunds&#228;tzlich m&#246;chte ich weder so tun, als g&#228;be es kein Sterben, noch so, als w&#228;re der andere schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie spricht man mit Menschen im Koma? Und was kann man zu einem sterbenden Menschen sagen? Grunds&#228;tzlich Dinge, deren positive Ausrichtung sofort sp&#252;rbar ist und die zugleich ehrlich sind. Grunds&#228;tzlich Dinge, die den Sterbenden als Lebenden respektieren. Grunds&#228;tzlich m&#246;chte ich weder so tun, als g&#228;be es kein Sterben, noch so, als w&#228;re der andere schon nicht mehr da. Grunds&#228;tzlich m&#246;chte ich so reden, dass es das Mitdenken nicht schwerf&#228;llt: Ganz anschaulich, in Bildern, in Tagtr&#228;umen, und m&#246;glichst in Worten, die dem anderen Menschen schon l&#228;ngst etwas bedeuten. Einige Gedanken aus meiner Arbeit als Pfarrer m&#246;chte ich hier anf&#252;gen.</p>
<p>Vor kurzem wurde ich ins Krankenhaus gerufen, zu einem schwer kranken Mann. Die &#196;rzte sagten, dass er in den n&#228;chsten Tagen oder Wochen sterben werde. Seine Frau, die sehr gl&#228;ubig war, hatte mich gebeten, zu kommen. Als ich mit den beiden sprach, wurde bald deutlich: Er wollte kein Gebet, das Abschied bedeuten k&#246;nnte. Er wollte leben. „Verstehen Sie“, sagte er, „Beten ist gut, aber jetzt geht es nicht. Jetzt ist nicht die Zeit. Vielleicht sp&#228;ter“, sagte er. Ob ich aus der Ferne um Leben, um ein Wunder f&#252;r ihn beten sollte, fragte ich. „Das ist gut“, antwortete er.<br />
Am anderen Tag lag er im Koma. Es atmete in kurzen St&#246;&#223;en, und es war zu sehen, dass er im Sterben lag. Ich las ihm den Psalm vom guten Hirten vor, sprach ein Gebet, das Vaterunser und einen Segen. Wenn ich den Eindruck hatte, dass ihm eine Zeile des Psalms gut tat, las ich die Zeile zweimal oder dreimal. Ich las die Zeilen ruhig und mit Pausen vor, und wir hatten den Eindruck, dass dar&#252;ber auch sein Atem immer ruhiger wurde. Sein Atem folgte meinem, und wenn ich sehr langsam sprach, setzte der Atem manchmal f&#252;r eine Weile aus, um danach doch wieder ruhig weiterzuflie&#223;en. Alles, was ihm Kummer oder Angst machen k&#246;nnte, m&#246;ge er ablegen, so bat ich ihn, wie an einer Garderobe Gottes. Was mit Schuld oder Vorw&#252;rfen zu tun h&#228;tte, alle Gedanken, die was ihm nicht gut t&#228;ten und alles, was er nicht braucht, m&#246;ge er wie Kleider ablegen bei Gott. Nach diesen Worten von meiner Seite sprach auch seine Frau mit ihm &#252;ber das Loslassen: Davon, dass Sie ihn nicht festhalte, dass er loslassen d&#252;rfe und davon, dass er seine Liebe zu ihr auch von der anderen Seite aus ausdr&#252;cken kann. Es scheint mir ganz deutlich so, dass er das h&#246;ren und f&#252;r sich annehmen konnte. Etwa eine viertel Stunde sp&#228;ter starb er ruhig, ohne Kampf.</p>
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		<title>Seminar: Die Kraft von Metaphern</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Jan 2011 22:56:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Für Helfer]]></category>
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		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
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		<description><![CDATA[In gut zwei Wochen, am 5.2. und 6.2. halte ich beim Milton-Erickson-Institut Heidelberg ein Seminar zu therapeutischem Geschichtenerz&#228;hlen. Kurzentschlossene k&#246;nnen noch dazukommen. Anmeldeschluss ist jetzt am Wochenende (f&#252;r Anmeldungen per E-mail: Sonntag, 23.1.2011, per Telefon: Montag, 24.1., 9.30 h). Das Seminar steht unter dem Titel &#8220;Die Kraft von Metaphern im System und mit System&#8221;. Hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In gut zwei Wochen, am 5.2. und 6.2. halte ich beim Milton-Erickson-Institut Heidelberg ein Seminar zu therapeutischem Geschichtenerz&#228;hlen. Kurzentschlossene k&#246;nnen noch dazukommen. <strong>Anmeldeschluss ist jetzt am Wochenende</strong> (f&#252;r Anmeldungen per E-mail: Sonntag, 23.1.2011, per Telefon: Montag, 24.1., 9.30 h). Das Seminar steht unter dem Titel &#8220;Die Kraft von Metaphern im System und mit System&#8221;. Hier der Ausschreibungstext:</p>
<p>&#8220;Therapeutisches Erz&#228;hlen ist seit jeher ein zentraler Bestandteil von Hypnotherapie, Systemik und vielen anderen Beratungsformen. Der Einsatz von Metaphern- und Beispielgeschichten ist aus dem alten Orient bekannt und ist bis heute eine der wirksamsten Beratungsformen. Die Geschichten werden vom Berater erz&#228;hlt oder vom Klienten eingebracht und vom Berater reframed, oder sie werden von den Gespr&#228;chspartnern gemeinsam entwickelt. Nur, wie entdecke ich eine n&#252;tzliche Geschichte und wie erz&#228;hle ich sie? Per Musenku&#223;? Das Seminar vermittelt die Techniken, um individuelle Geschichten in der Beratung spontan zu entwickeln und sie therapeutisch wirksam zu erz&#228;hlen.</p>
<p>Ziel des Seminars ist es also, zu lernen, wie man…</p>
<p>* therapeutische Geschichten f&#252;r Klientinnen und Klienten findet<br />
* jederzeit Geschichten f&#252;r einzigartige Lebenssituationen erfindet<br />
* Erz&#228;hlungen therapeutisch wirksam formuliert und einbettet<br />
* Problemmetaphern von Klienten in L&#246;sungsmetaphern zu transformiert, die diese unwillk&#252;rlich in ihre Wirklichkeit reintegrieren<br />
* motivierende, warnende, Such- und Lernhaltungen aktivierende Geschichten aufbaut.&#8221;</p>
<p>Ich freue mich &#252;ber Anmeldungen beim <a title="Zum Anmeldeformular beim Milton-Erickson-Institut Heidelberg" href="http://www.meihei.de/dateien/start1.html." target="_blank">Milton-Erickson-Institut Heidelberg</a>!</p>
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		<title>Aus dem Maul des Krokodils</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Jan 2011 08:41:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Allergie]]></category>
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		<description><![CDATA[Diese Geschichte verwende ich bei einigen Gruppenkonflikten, bei widerspr&#252;chlicher Kommunikation (Doppelbotschaften), im Zusammenhang mit Borderlinest&#246;rungen und komplizierten Ambivalenzen in Beziehungen und bei einer widerspr&#252;chlichen und teilweise destruktiven Autokommunikation der Klienten. Man kann solche Geschichten sehr unterschiedlich verwenden, je nachdem, ob man alle Protagonisten als Teile eines &#8220;inneren Teams&#8221; im Klienten sieht (also als verschiedene Pers&#246;nlichkeitsanteile), [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Geschichte verwende ich bei einigen Gruppenkonflikten, bei widerspr&#252;chlicher Kommunikation (Doppelbotschaften), im Zusammenhang mit Borderlinest&#246;rungen und komplizierten Ambivalenzen in Beziehungen und bei einer widerspr&#252;chlichen und teilweise destruktiven Autokommunikation der Klienten. Man kann solche Geschichten sehr unterschiedlich verwenden, je nachdem, ob man alle Protagonisten als Teile eines &#8220;inneren Teams&#8221; im Klienten sieht (also als verschiedene Pers&#246;nlichkeitsanteile), ob man sie alle als &#228;u&#223;ere Figuren sieht (Konflikt zwischen Familien- oder Teammitgliedern, Konflikt zwischen verschiedenen Teams oder Teilen einer Gesellschaft) oder ob man sie teils als innere und Teils als &#228;u&#223;ere Figuren sieht (Doppelbindungs-Kommunikation).</p>
<p>„Guten Morgen, liebes Zebra!“ Der kleine Vogel sa&#223; in Alis aufgesperrtem Rachen und pickte die Essensreste aus den Krokodilsz&#228;hnen. Freundlich begr&#252;&#223;te er den alten Freund. Doch das Zebra starrte ihn aus gro&#223;en Augen an, tat einen Satz zur&#252;ck und nahm Rei&#223;aus. „Aber Zebra, du brauchst doch keine Angst vor mir zu haben. Wir haben uns doch immer…“ Der Vogel schaute nach dem Krokodil. „Was hat er nur? Verstehst du das?“ Ali sch&#252;ttelte den Kopf. „Zebras sind komisch. Keine Ahnung.“</p>
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		<title>Therapeutisches Geschichtenerz&#228;hlen im Radio</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 14:23:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Frage und Antwort]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute abend kommt beim Freiburger Sender Radio Dreyeckland (rdl) zwischen 19 und 20 Uhr ein 20-30-min&#252;tiges Liveinterview mit mir &#252;ber das therapeutische Geschichtenerz&#228;hlen. Das Interview wird morgen vormittag um etwa 11 Uhr noch einmal ausgestrahlt. Den Ankn&#252;pfungspunkt bildet das &#8220;Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens&#8221;, das im letzten Jahr von mir beim Klett-Cotta-Verlag erschienen ist. Ich bin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute abend kommt beim Freiburger Sender Radio Dreyeckland (rdl) zwischen 19 und 20 Uhr ein 20-30-min&#252;tiges Liveinterview mit mir &#252;ber das therapeutische Geschichtenerz&#228;hlen. Das Interview wird morgen vormittag um etwa 11 Uhr noch einmal ausgestrahlt. Den Ankn&#252;pfungspunkt bildet das &#8220;Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens&#8221;, das im letzten Jahr von mir beim Klett-Cotta-Verlag erschienen ist. Ich bin gespannt, wie das Interview verl&#228;uft. Wer es gerne mitverfolgen will, kann das im Radio auf 102,3 MHZ oder im Internetradio unter www.rdl.de tun. (Internetradio: Rotes Lautsprechersymbol oben rechts auf der Seite anklicken).</p>
<p>Allen Mith&#246;rerinnen und Mith&#246;rern viel Spa&#223;&#8230;!</p>
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		<title>Der Grashalm in der W&#252;ste</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2010 15:30:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern war ich in der Kinderpsychiatrie und habe den Kindern eine Geschichte erz&#228;hlt. Wir vergessen so oft, dass Menschen, die sich selbst und anderen M&#252;he bereiten, nicht nur aus ihren Problemen bestehen, sondern auch aus dem, was heil ist.Und wenn wir das Gesunde, Kraftvolle, Gl&#252;ckspendende im Leben der Kinder oder auch von uns selber pflegen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern war ich in der Kinderpsychiatrie und habe den Kindern eine Geschichte erz&#228;hlt. Wir vergessen so oft, dass Menschen, die sich selbst und anderen M&#252;he bereiten, nicht nur aus ihren Problemen bestehen, sondern auch aus dem, was heil ist.Und wenn wir das Gesunde, Kraftvolle, Gl&#252;ckspendende im Leben der Kinder oder auch von uns selber pflegen, k&#246;nnte es sein, dass wir mehr erreichen, als wenn wir immer mehr Zeit auf die Behandlung des St&#246;renden verwenden. Nat&#252;rlich muss man zuweilen bei dem, was st&#246;rt, ankn&#252;pfen. Wenn man allerdings bei der Behandlung der St&#246;rung h&#228;ngen bleibt, ist man wahrscheinlich schon selbst ein Teil der St&#246;rung geworden. Denn wer sagt uns, dass die Reaktionen der Menschen auf das Problem nicht zu dem Problem ma&#223;geblich beitragen? Vielleicht kommen wir schneller zum Ziel, wenn wir das Unauff&#228;llige, Gesunde, Normale in den Vordergrund unserer Betrachtung stellen. Ich habe jedenfalls den Kindern die folgende Geschichte erz&#228;hlt.</p>
<p>Ein Mann durchquerte eine W&#252;ste. Rings um ihn her gab es nur Sand, Steine und Felsen, den leuchtend blauen Himmel und &#252;ber ihm die gl&#252;hend hei&#223;e Sonne. Auf der H&#228;lfte seines Weges geschah es, dass er Rast machen wollte und sich nach einem geeigneten Platz umsah.<span id="more-1610"></span> Etwas abseits des Weges fand er einen &#252;berh&#228;ngenden Felsen, der ihm Schatten bieten konnte f&#252;r die Zeit seiner Rast. Der Mann ging dorthin. Als er ankam, sah er etwas Ungew&#246;hnliches: Im Schatten dieses Felsens wuchs tats&#228;chlich ein Grashalm. „Nanu, wo kommst du denn her?“ fragte der Mann, und dann lachte er &#252;ber sich selbst: „In meiner Einsamkeit rede ich schon mit dem Gras. Es wird besser sein, ich untersuche einmal, wo der Grashalm herkommt.“ Er scharrte das Pfl&#228;nzchen aus dem Sand und legte es behutsam zur Seite. Dann grub er tiefer und tiefer. Auch wenn er nicht gerade auf eine sprudelnde Quelle traf, so war die Erde hier tats&#228;chlich etwas feucht. Als der Mann sich wieder auf den Weg machte, verga&#223; er nicht, den Grashalm wieder auf die feuchte Erde zu setzen. Mit ein paar Steinen baute er eine kleine Mauer davor, um die Pflanze vor dem Austrocknen durch den hei&#223;en W&#252;stenwind zu sch&#252;tzen. Dann setzte er seine Reise fort. Auf seinem R&#252;ckweg kam er wieder an der Stelle vorbei. Nat&#252;rlich schaute er nach, ob sein Pfl&#228;nzchen noch lebte. Er war sehr erfreut: Aus dem Grashalm war ein richtiges kleines Grasb&#252;schel geworden. Der Mann grub noch etwas tiefer in die Erde und drang in noch feuchteres Erdreich vor. Mit einem Tuch, zwei Pf&#228;hlen und ein paar Schn&#252;ren, die er f&#252;r die R&#252;ckreise mitgenommen hatte, verbesserte er den Windschutz f&#252;r seine Pflanze. Viele Jahre sp&#228;ter musste ein Freund dieses Mannes dieselbe W&#252;ste durchqueren. Da bat er den Freund: „Schau’ doch einmal nach, was aus meiner Pflanze geworden ist – ob sie noch da ist!“ Der Freund versprach es ihm. Als er von der Reise zur&#252;ckkehrte, berichtete er: „Aus deinem Grasb&#252;schel ist ein kleines St&#252;ck Wiese geworden. Andere Reisende haben die Stelle entdeckt. Sie haben die Mauer vergr&#246;&#223;ert und noch mehr Pf&#228;hle mit T&#252;chern dort aufgestellt. Jemand hat dort einen Brunnen gegraben und mit einem St&#252;ck Leder abgedeckt. Neben dem Brunnen w&#228;chst ein sch&#246;ner Feigenbaum. In seinen Bl&#228;ttern zirpte eine Grille.</p>
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