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	<title>HYPS &#187; Ritual</title>
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	<description>Hypno-Systemischer Blog von Stefan Hammel</description>
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		<title>N&#228;gelkauen</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Sep 2010 19:38:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute hatte ich eine Frau zu Besuch, die sich Gedanken machte, weil ihr Pflegesohn stark an den N&#228;geln kaut. Er habe von sich aus gesagt, er wolle aufh&#246;ren, und sie hat ihm ein Mittel besorgt, dass bitter schmeckt und das er sich auf die N&#228;gel streichen kann, um sich das N&#228;gelkauen abzugew&#246;hnen.Aber bald hat der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute hatte ich eine Frau zu Besuch, die sich Gedanken machte, weil ihr Pflegesohn stark an den N&#228;geln kaut. Er habe von sich aus gesagt, er wolle aufh&#246;ren, und sie hat ihm ein Mittel besorgt, dass bitter schmeckt und das er sich auf die N&#228;gel streichen kann, um sich das N&#228;gelkauen abzugew&#246;hnen.Aber bald hat der Junge sich an den Geschmack gew&#246;hnt, und er hat weiter gekaut. Sie wollte wissen, was man da machen k&#246;nne.</p>
<p>Sie erz&#228;hlte weiter, der Junge lasse sich eher Unrecht tun, als sich zu wehren, und ziehe sich bei jeder Kritik still in sich zur&#252;ck. Allerdings tue er oft das Gegenteil dessen, was man ihm auftrage. Vielleicht habe es damit zu tun, dass er in seiner Herkunftsfamilie viel beschimpft und schlecht gemacht wurde und oft verpr&#252;gelt wurde, wenn er sich gegen Vorw&#252;rfe oder eine unfreundliche Behandlung wehrte.</p>
<p>Ich habe zu der Frau gesagt, sie solle ihm in der Apotheke ein anderes Fabrikat eines solchen Mittels kaufen und ihm sagen, dass dieses &#8220;st&#228;rker&#8221; sei. Dann solle sie ihm sagen, sie habe mit einem Therapeuten gesprochen, und der habe ihr gesagt, beide H&#228;nde gleichzeitig abgew&#246;hnen sei zu viel auf einmal. Es sei kla gewesenr, dass das nicht klappen konnte. Eine Hand auf ewinmal sei genug.</p>
<p>Dann solle sie ihn ausw&#228;hlen lassen, an welcher Hand er als erstes aufh&#246;rt, N&#228;gel zu kauen. Sie solle mehrmals fragen, ob er sicher sei, dass dies die Hand ist,  bei der er zuerst aufh&#246;ren will und sich das versichern lassen. Danach soll sie ihm mitteilen, dass er niocht aufh&#246;ren d&#252;rfe, N&#228;gel zu kauen, sondern jedesmal, wenn er an den N&#228;geln dieser Hand kaue, m&#252;sse er stattdessen auf die andere Hand wechsel und dort kauen. Das sei wichtig. Auf keinen Fall d&#252;rfe er schon aufh&#246;ren, die N&#228;gel der anderen Hand zu kauen, sondern er m&#252;sse das Kauen dort noch um die Male vermehren, die er sonst an der anderen Hand gekaut habe.</p>
<p>Wenn er versehentlich doch einmal an die Hand gerate, deren N&#228;gel wachsen sollen,sollte er zum Ausgleich umso mehr die an den N&#228;geln der anderen Hand kauen.</p>
<p>Ich sagte zu der Frau: Wenn er die N&#228;gel der einen Hand auf diese Weise zum Wachsen bekommt, gehen wir anschlie&#223;end mit der anderen Hand fingerweise vor: In der ersten Woche kaut er nur noch an vier Fingern, und an den anderen umso mehr,  in der zweiten an drei Fingern, und so weiter.</p>
<p>Wenn der Erfolg an der &#8220;sch&#246;nen&#8221; Hand dagegen zu w&#252;nschen &#252;brig l&#228;sst, stellen wir fest, die Aufgabe sei noch zu gro&#223;, arbeiten daran, dass er zun&#228;chst einen Finger ungekaut lassen kann und arbeiten uns von hier aus fingerweise vor.</p>
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		<title>Ich gehe eine Stra&#223;e entlang</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 21:48:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute ist er mir wieder begegnet. Diesen Text liebe ich sehr. Ich gehe eine Stra&#223;e entlang. Da ist ein tiefes Loch. Ich falle hinein. Ich bin verloren. Ich bin ohne Hoffnung. Es ist nicht meine Schuld. Es dauert endlos, wieder hinauszukommen. Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang. Da ist ein tiefes Loch. Ich falle wieder hinein. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist er mir wieder begegnet. Diesen Text liebe ich sehr.</p>
<p>Ich gehe eine Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich falle hinein.<br />
Ich bin verloren.<br />
Ich bin ohne Hoffnung.<br />
Es ist nicht meine Schuld.<br />
Es dauert endlos, wieder hinauszukommen.</p>
<p>Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich falle wieder hinein.<br />
Ich kann nicht glauben,<br />
schon wieder am gleichen Ort zu sein.<br />
Aber es ist nicht meine Schuld.<br />
Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.</p>
<p>Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich falle schon wieder hinein&#8230;<br />
aus Gewohnheit.<br />
Meine Augen sind offen.<br />
Ich wei&#223;, wo ich bin.<br />
Es ist meine Schuld.<br />
Ich komme auch sofort wieder heraus.</p>
<p>Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich gehe darum herum.</p>
<p>Ich gehe eine andere Stra&#223;e.</p>
<p>(Sogyal Rinpoche)</p>
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		<title>Fersensporn</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2010/01/22/1397/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 12:11:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anästhesie]]></category>
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		<description><![CDATA[Eben habe ich mit einem befreundeten Arzt telefoniert. &#8220;Ich habe deine Methode verwendet mit den K&#246;rperteilen, die miteinander kommunizieren&#8221;, hat er gesagt, &#8220;das war sehr sch&#246;n&#8221;. &#8220;Welche Methode mit den K&#246;rperteilen?&#8221; &#8220;Ich hatte eine Patientin mit einem schmerzhaften Fersensporn auf beiden Seiten. Sie ist Trainering f&#252;r Marketingseminare oder so etwas &#228;hnliches. Nachdem ich sie behandelt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eben habe ich mit einem befreundeten Arzt telefoniert. &#8220;Ich habe deine Methode verwendet mit den K&#246;rperteilen, die miteinander kommunizieren&#8221;, hat er gesagt, &#8220;das war sehr sch&#246;n&#8221;. &#8220;Welche Methode mit den K&#246;rperteilen?&#8221; &#8220;Ich hatte eine Patientin mit einem schmerzhaften Fersensporn auf beiden Seiten. Sie ist Trainering f&#252;r Marketingseminare oder so etwas &#228;hnliches. Nachdem ich sie behandelt habe, hat nur noch die eine Seite weh getan. Ich habe ihr gesagt: &#8216;Wenn der Fu&#223;, dem es gut geht, der Ausbilder w&#228;re und der andere der Sch&#252;ler, was w&#252;rden Sie miteinander besprechen?&#8217; Lassen Sie die beiden doch mal miteinander dar&#252;ber sprechen, wie der eine Fu&#223; das hingekriegt hat, dass es nicht mehr wehtut und wie der andere Fu&#223; das von ihm lernen kann!&#8221; Die Frau fand das sehr merkw&#252;rdig von  mir. Heute kam sie wieder und hat gesagt: &#8216;Ich muss sagen, ich fand Ihren Vorschlag schon sehr eigenartig. habe das beim Spazierengehen ausprobiert, die beiden F&#252;&#223;e sich miteinander unterhalten zu lassen. Danach ist es tats&#228;chlich besser geworden. Ich fand das komisch, es hat funktioniert.&#8217; &#8220;.</p>
<p>Die Methode stammt allerdings auch nicht von mir. Ich habe sie von Rosemarie Dypka aus Hamburg, und wo sie sie gelernt hat, oder ob sie sie selber entwickelt hat, wei&#223; ich nicht. Ich wei&#223; nur, dass sie sinngem&#228;&#223; gesagt hat: &#8220;Bei halbseitigen Symptomen kann es sich lohnen, die K&#246;rperh&#228;lften miteinander sprechen zu lassen, damit die Seite, der es besser geht, der anderen etwas beibringt!&#8221;</p>
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		<title>Schreien und Br&#252;llen</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 14:42:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[ADS / ADHS]]></category>
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		<description><![CDATA[Eben habe ich mich mit einer Familienhelferin unterhalten. Sie erz&#228;hlte mir: &#8220;Ich hatte mit einem dreij&#228;hrigen Jungen zu tun, der anhaltend laut schrie und br&#252;llte und gar nicht mehr aufh&#246;ren wollte. Ich habe zu ihm gesagt: &#8216;Du darfst schreien. Der Schreiplatz ist da dr&#252;ben in deinem Kinderbett. Geh dahin und schreie so lang und viel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eben habe ich mich mit einer Familienhelferin unterhalten. Sie erz&#228;hlte mir: &#8220;Ich hatte mit einem dreij&#228;hrigen Jungen zu tun, der anhaltend laut schrie und br&#252;llte und gar nicht mehr aufh&#246;ren wollte. Ich habe zu ihm gesagt: &#8216;Du darfst schreien. Der Schreiplatz ist da dr&#252;ben in deinem Kinderbett. Geh dahin und schreie so lang und viel und laut, wie du m&#246;chtest. Wenn du fertig bist, dann komm wieder.&#8217; Der Junge hat mich angeschaut, ist ins andere Zimmer gegangen, stand eine Weile still auf seinem Bett und kam wieder. &#8216;Hast du dich ausgeschrien?&#8217;, habe ich ihn gefragt. &#8216;Ja&#8217;, hat er gesagt.&#8221;</p>
<p>Die Frau hat das Schreien erlaubt und nur den Ort des Schreiens ver&#228;ndert. Was h&#228;tte der Junge getan, wenn sie ihm das Schreien verboten h&#228;tte?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Englisch</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2009/12/13/1271/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 12:59:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute f&#228;llt mir keine Geschichte ein. Aber ich habe Gl&#252;ck, und ihr auch. Es sind einige Engel in der N&#228;he, die sich unterhalten. Ich h&#246;re es ganz genau und will euch Wort f&#252;r Wort davon berichten. Engel 1: Wie lange fliegen wir noch bis Bethlehem? Engel 2: Nicht mehr lang. Von hier aus sind es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute f&#228;llt mir keine Geschichte ein. Aber ich habe Gl&#252;ck, und ihr auch. Es sind einige Engel in der N&#228;he, die sich unterhalten. Ich h&#246;re es ganz genau und will euch Wort f&#252;r Wort davon berichten.<span id="more-1271"></span></p>
<p>Engel 1: Wie lange fliegen wir noch bis Bethlehem?<br />
Engel 2: Nicht mehr lang. Von hier aus sind es nur noch 2009 Jahre. Aber lass uns doch<br />
hier gerade kurz Rast machen.<br />
Engel 1: Du sagst immer: „Nicht mehr lange“. Und dann ist es doch noch so lang…<br />
Engel 2: Aber jetzt ist es wirklich nicht mehr so lang…<br />
Engel 1: Warum m&#252;ssen wir denn &#252;berhaupt da hin?<br />
Engel 2: Weil Jesus da geboren wird, den man Christus nennt oder auch „Sohn Gottes“. Das<br />
ist der Ur-ur-ur-ur-ur-enkel des K&#246;nigs David. Er soll selbst ein K&#246;nig werden. Jesus Christus, das ist der, in dem Gott und Mensch so nahe zusammen kommen, dass man sagt: In Bethlehem ist Gott Mensch geworden. Also fliegen wir nach Bethlehem, um Gott zu loben f&#252;r die Geburt seines Sohnes. Wir wollen seine Ehre verk&#252;nden und den Menschen ein Lied singen vom Frieden auf Erden. Da fliegen alle Engel hin. Es hei&#223;t „die Menge der himmlischen Heerscharen“ soll kommen, also auch wir!<br />
Engel 1: Aber muss das denn sein?<br />
Engel 2: Schluss jetzt der Diskussion! K&#246;nnen wir mal &#252;ber was anderes reden?<br />
Engel 1: Na gut. Mich w&#252;rde zum Beispiel interessieren, was das hier f&#252;r Leute sind. [zeigt in<br />
den Raum] Was machen die denn alle hier?<br />
Engel 2: Ich glaube, die sind auch hier, um Gott wegen des Kindes zu loben.<br />
Engel 1: Ah! Sind das vielleicht die Hirten – von denen du erz&#228;hlt hast, dass sie auch<br />
kommen?<br />
Engel 2: Na ja, nicht gerade Hirten. Das hier sind so &#228;hnliche Leute. Sie kommen nur etwas<br />
sp&#228;ter als die Hirten. Aber wenn ich es recht sehe, kommen sie auch wegen des<br />
Kindes.<br />
Engel 1: Du meinst, diese Leute sind auch hier, um zu erfahren, dass Jesus geboren ist? Und<br />
wenn sie es erfahren haben, dann werden sie es auch ihren Kindern und Enkeln weitersagen und ihren Geschwistern und Freunden, so wie die Hirten? Von denen hast  du mir ja erz&#228;hlt: „Als sie das Kind aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das ihnen von diesem Kinde gesagt war.“<br />
Engel 2: Also, soweit ich es verstehe, ist es im Jahr 2004 nicht mehr so &#252;blich, den Kindern<br />
und Enkeln etwas &#252;ber das neu geborene Kind zu erz&#228;hlen. Aber manche machen das nat&#252;rlich: Sie erz&#228;hlen den Kindern die Weihnachtsgeschichte oder sie lesen sie aus einer Kinderbibel vor. Einige besprechen beim Abendessen, warum sie die Geburt dieses Kindes an Weihnachten feiern. Aber das ist doch eher selten. Halt, jetzt f&#228;llt mir ein: Indem diese Leute ihre ganze Familie mitgebracht haben – hierher, wo von dem Kind erz&#228;hlt wird – da haben sie ja l&#228;ngst begonnen, die gute Nachricht von dem Kind zu verbreiten. Wer wei&#223; – vielleicht machen sie ja weiter so?<br />
Engel 1: Hm. Wenn du also sagst, dass diese Leute so etwas &#196;hnliches sind wie die Hirten,<br />
nur in einer sp&#228;teren Zeit – meinst du, dass sie dann auch nachher auf dem Heimweg Gott loben und preisen werden? Das hast du mir doch von den Hirten erz&#228;hlt: „Die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott f&#252;r alles, was sie geh&#246;rt und gesehen hatten…“?<br />
Engel 2: Du meinst, ob die Leute aus diesem Haus gehen werden und Gott aus voller Kehle<br />
loben und preisen werden? Hm. Also, ich glaube, es ist im Jahr 2009 nicht so &#252;blich, Gott auf der Stra&#223;e zu loben und zu preisen. Daf&#252;r gibt es aber Leute, die singen zuhause Weihnachtslieder oder sie spielen sie, auf der Blockfl&#246;te zum Beispiel. Und da f&#228;llt mir ein: Nat&#252;rlich loben sie Gott hier, in diesem Haus. Sie singen Lieder zu seiner Ehre, sie beten zu ihm und sie danken ihm f&#252;r seinen Sohn Jesus, der in Bethlehem zur Welt gekommen ist.<br />
Engel 1: Wei&#223;t du, wenn ich ehrlich bin, hatte ich f&#252;r einen Augenblick Zweifel, ob die Leute<br />
hier wirklich so eine Art Hirten sind. Ich meine, ob sie wirklich da sind wegen dem<br />
Kind. Ob sie da sind, um Gott zu loben und um es allen weiter zu sagen, dass durch dieses Kind Gott die Menschen erl&#246;st! Aber allm&#228;hlich glaube ich, du hast Recht. Sag mal, k&#246;nnen wir denn diese Leute nicht einfach mitnehmen auf unserer Reise zu dem Kind nach Bethlehem?<br />
Engel 2: Ich f&#252;rchte, meine Liebe, das hier sind Menschen, und Menschen sind leider an die<br />
Zeit gebunden. Sie k&#246;nnen nicht einfach in der Zeit herumreisen. Aber sei gewiss: Wenn sie das Kind in der Krippe suchen werden, dann werden sie es trotzdem finden. Denn zu denen, die das Kind finden wollen, so wie die Hirten – zu denen, die nach dem Kind fragen, kommt das Kind selbst, um mit ihnen Weihnachten zu feiern.<br />
Engel 1: Du meinst, sie werden das Kind finden, so wie die Hirten?<br />
Engel 2: Ich meine, das Kind wird sie finden. Und alle, die das Kind gefunden hat, die werden<br />
mit den Hirten und mit uns Gott loben und die gute Nachricht weitersagen.<br />
Aber lass uns jetzt weiterfliegen. Wir m&#252;ssen bald in Bethlehem sein, um das Kind zu sehen, um zu lobpreisen und um zu singen:<br />
Beide: „Ehre sei Gott in der H&#246;he und Friede auf Erden, und den Menschen seines<br />
Wohlgefallens.“</p>
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		<title>Die Randlinie</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 06:29:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern fragte mich jemand nach einer Geschichte f&#252;r eine Borderline-Patientin, die sich ritzt und sich oftmals sch&#228;mt, weil die Haut ihrer Arme so rau und vernarbt ist. Ich sagte zu ihr: &#8220;Vielleicht ist es dir auch schon passiert, dass du auf der Autobahn auf die Randlinie gefahren bist. Fr&#252;her hat man zum Zeichnen dieser Randlinien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern fragte mich jemand nach einer Geschichte f&#252;r eine Borderline-Patientin, die sich ritzt und sich oftmals sch&#228;mt, weil die Haut ihrer Arme so rau und vernarbt ist. Ich sagte zu ihr:</p>
<p>&#8220;Vielleicht ist es dir auch schon passiert, dass du auf der Autobahn auf die Randlinie gefahren bist. Fr&#252;her hat man zum Zeichnen dieser Randlinien einfach Farbe verwendet. Man hatte aber das Problem, dass manchmal Leute auf der Strecke eingeschlafen sind und von der Spur abgekommen sind. Dann hatte jemand eine gute Idee. &#8216;Wenn die Randlinie aus einem Material mit Querrillen ist, dann gibt es ein lautes Ger&#228;usch, sobald jemand mit seinem Auto die Rille ber&#252;hrt. Man wacht sofort auf und kommt zur&#252;ck auf die richtige Spur.&#8217; Sie haben das ausprobiert, und schon nach den ersten Versuchen hat es immer besser geklappt: jedesmal, wenn jemand diese Grenzlinie schnitt oder sie &#252;berhaupt auch nur am Rande mit seinem Reifen ber&#252;hrte, gab es ein so lautes Signal, dass die Leute sofort zur&#252;cklenkten und weiterfuhren auf der daf&#252;r vorgesehenen Spur. Seit sie dieses Warnsignal beim Ber&#252;hren derRandlinie eingef&#252;hrt haben, sind Unf&#228;lle dieser Art weit zur&#252;ckgegangen. Man kennt die Methode inzwischen auch bei Mittellinien und anderen in Frage kommenden Markierungen.&#8221;</p>
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		<title>Das Symptom wegsingen</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2009/09/25/1180/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 20:20:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neulich hat mir ein Freund die folgende Geschichte erz&#228;hlt&#8230; „Wir gingen spazieren. Meine Frau Carola hatte einen starken Schluckauf. Ich fing an, im Rhythmus zu unseren Schritten zu singen und bat sie darum, ihren Schluckauf in das Lied einzubringen, indem sie ihn rhythmisch zwischen den Liedzeilen einf&#252;gte. Beim ersten Mal kam der Schluckauf genau an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich hat mir ein Freund die folgende Geschichte erz&#228;hlt&#8230;</p>
<p>„Wir gingen spazieren. Meine Frau Carola hatte einen starken Schluckauf. Ich fing an, im Rhythmus zu unseren Schritten zu singen und bat sie darum, ihren Schluckauf in das Lied einzubringen, indem sie ihn rhythmisch zwischen den Liedzeilen einf&#252;gte. Beim ersten Mal kam der Schluckauf genau an der richtigen Stelle. Ich lobte sie und forderte sie auf, so weiter zu machen. Beim zweiten Mal musste ich warten, bis sie ihren Schluckauf eingef&#252;gt hatte. Ich bat sie um eine korrekte Beachtung des Taktes. Innerhalb von weniger als einer Minute verschwand der Schluckauf.“</p>
<p>Die Geschichte illustriert eine  Interventionsform aus der systemischen Therapie (wie auch aus der Hypnotherapie Milton Ericksons), die Symptomverschreibung. In diesem Beispiel wird das Symptom nicht nur gefordert, sondern au&#223;erdem noch instrumentalisiert und ritualisiert. Dabei wird das zun&#228;chst unwillk&#252;rlich auftretende Symptom in den Dienst absichtsvollen Handelns gestellt. Weil es nicht m&#246;glich ist, einen Schluckauf bewusst zu gestalten, kollabiert das Symptom.</p>
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		<title>Warzenmittel</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Oct 2008 10:51:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor einiger Zeit sah ich, wie meine Nichte mit irgendeinem Kosmetikutensil ihre Finger bearbeitete. „Was machst du da?“, fragte ich. „Ich bestreiche meine Warze mit Nagellack“, erhielt ich zur Antwort. „Hilft das?“, wolle ich wissen, und sie sagte: „Beim letzten Mal hat es funktioniert. Ich stelle mir vor, es ist das Mittel aus der Apotheke, das meine Freundin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial; mso-fareast-font-family: 'Lucida Sans Unicode'; mso-font-kerning: .5pt; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: #00FF; mso-bidi-language: AR-SA;"><span style="mso-spacerun: yes;">Vor einiger Zeit sah ich, wie meine Nichte mit irgendeinem Kosmetikutensil ihre Finger bearbeitete. </span></span><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial; mso-fareast-font-family: 'Lucida Sans Unicode'; mso-font-kerning: .5pt; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: #00FF; mso-bidi-language: AR-SA;"><span style="mso-spacerun: yes;">„Was machst du da?“, fragte ich. „Ich bestreiche meine Warze mit Nagellack“, erhielt ich zur Antwort. „Hilft das?“, wolle ich wissen, und sie sagte: „Beim letzten Mal hat es funktioniert. Ich stelle mir vor, es ist das Mittel aus der Apotheke, das meine Freundin benutzt.“ Zwei Monate sp&#228;ter fragte ich, was denn aus ihrer Warze geworden sei. &#8220;Welche Warze?&#8221;, fragte sie zur&#252;ck.</span></span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial; mso-fareast-font-family: 'Lucida Sans Unicode'; mso-font-kerning: .5pt; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: #00FF; mso-bidi-language: AR-SA;"><span style="mso-spacerun: yes;">Einige &#196;rzte, die ich befragte, meinen, es handele es sich um einen suggestiven Effekt, und nicht um eine pharmakologische oder physikalische Wirkung. Ich stimme dieser Auffassung zu, da &#228;hnliche Methoden auch ohne Anwendung eines realen Mittels die selbe Wirkung haben k&#246;nnen. Bei dieser Behandlungsweise beg&#252;nstigt ein Placeboeffekt sowie das &#8220;Analoge Markieren&#8221; (Priorisieren, nonverbal als Vorrangig festlegen) der Zielsetzung das Eintreten der suggerierten Wirkung zus&#228;tzlich.</span></span></p>
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		<title>Realmetaphern: K&#252;hlschr&#228;nke und Jericho-Rosen</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jul 2007 10:36:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Ritual]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Sucht]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute habe ich eine Anfrage zum Thema Sexualtherapie bekommen. Diese Frau hatte es beeindruckt, dass Erickson &#8220;einer Frau zum Orgasmus verhalf, indem er sie einen K&#252;hlschrank abtauen lie&#223;&#8221;. Klienten, die in ihrem Leben eine Wende zu vollziehen hatten, schickte Erickson auf einen nahen Berg, den Squaw Peak, sie sollten sich dort den Sonnenaufgang anschauen. Einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute habe ich eine Anfrage zum Thema Sexualtherapie bekommen. Diese Frau hatte es beeindruckt, dass Erickson &#8220;einer Frau zum Orgasmus verhalf, indem er sie einen K&#252;hlschrank abtauen lie&#223;&#8221;.</p>
<p>Klienten, die in ihrem Leben eine Wende zu vollziehen hatten, schickte Erickson auf einen nahen Berg, den Squaw Peak, sie sollten sich dort den Sonnenaufgang anschauen. Einen chronischen Alkoholiker schickte er in den Botanischen Garten von Phoenix, Arizona, er solle sich dort &#8220;Pflanzen anschauen, die 50 Jahre ohne Wasser auskommen&#8221;. Zehn Jahre h&#246;rte er nichts mehr von dem Mann; dann rief dessen Tochter an, sie wolle gerne einmal denjenigen kennenlernen, der ihren Vater vom Alkohol befreit habe, indem er ihn Kakteen-gucken geschickt habe.</p>
<p>Ich habe diese Methodik ausprobiert; sie braucht nat&#252;rlich einen Klienten, der tats&#228;chlich trocken werden will und der bereit ist, etwas daf&#252;r zu tun. Ich habe dem Klienten zum Abschied eine vertrocknete Pflanze in die Hand gedr&#252;ckt und ihm gesagt:<span id="more-80"></span></p>
<p>„Nehmen Sie diese W&#252;stenpflanze. Das ist eine Rose von Jericho. Sie kann 50 Jahre und l&#228;nger ohne einen einzigen Tropfen Wasser auskommen und bleibt am Leben, unversehrt. Bringen Sie sie mir irgendwann wieder. Dann sagen Sie mir, was diese Pflanze mit Ihrem Leben gemeinsam hat. Ich gebe Ihnen noch eine Hausaufgabe. Ich m&#246;chte, dass Sie eine Pilgerreise machen, zur S&#252;hne f&#252;r das Unrecht, das Sie im Rausch ver&#252;bt haben. In den fr&#252;heren Zeiten haben die M&#246;chsv&#228;ter den Beichtenden nach einem Vergehen eine Strafe auferlegt, etwa eine barf&#252;&#223;ige Reise nach Santiago de Compostella. Verstehen Sie mich genauso, nur entscheiden Sie selber, wohin Sie gehen! Sagen Sie mir zu gegebener Zeit, wohin Sie pilgern werden.“ Der Mann nickte. Als ich ihn wiedersah, hatte er seit einigen Monaten das Trinken aufgegeben. „Ich habe jetzt eine Reise gebucht, sagte er. „Zwei Wochen meditieren, in der Sahara.&#8221;</p>
<p>Das ist nun zweieinhalb Jahre her. Ich habe gelegentlich weiterhin Kontakt und stelle fest, dass der Mann bei seinem Entschluss, trocken zu leben, geblieben ist.</p>
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