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Archiv der Kategorie ‘Placeboeffekt‘

Spielend II

Donnerstag, den 13. Oktober 2011

Die Resonanz im Saxophon erzeugt die zweite Hälfte des Klanges, die Resonanz im Musiker die erste. (S. Hammel, Handbuch des therapeutischen Erzählens, S. 234.)

Good Vibrations

Freitag, den 19. November 2010

Gerade bin ich mit den Korrekturen zum “Handbuch der therapeutischen Utilisation” beschäftigt, das im April bei Klett-Cotta erscheint. Das Buch enthältFallbeispiele und Erklärungen dazu, wie man in der Therapie gerade die Dinge für die Ziele der Klienten nutzen kann, die auf den ersten Blick unnütz, lästig oder geradezu schädlich erscheinen. Dazu gehören natürlich die Erfahrungen, [...]

Nägelkauen

Montag, den 13. September 2010

Heute hatte ich eine Frau zu Besuch, die sich Gedanken machte, weil ihr Pflegesohn stark an den Nägeln kaut. Er habe von sich aus gesagt, er wolle aufhören, und sie hat ihm ein Mittel besorgt, dass bitter schmeckt und das er sich auf die Nägel streichen kann, um sich das Nägelkauen abzugewöhnen.Aber bald hat der [...]

Die Klinke ölen

Donnerstag, den 1. Juli 2010

Heute habe ich mit einem Freund telefoniert, der Arzt ist. Er hat mir folgende kleine Geschichte erzählt: “Ich hatte eine Frau in Behandlung, die Arthrose in den Daumen hatte. Nach einer homöopathischen Behandlung mit ‘Teufelskralle’ war der eine Daumen schon viel besser, der andere aber war noch recht unbeweglich und schmerzte bei jedem Bewegungsversuch. Ich [...]

Zahnbehandlung mit Spaßeffekt

Mittwoch, den 20. Januar 2010

Gerade habe ich eine sehr schöne Aufzählung gefunden, wie bestimmte Zahnärzte den Kindern, die sie behandeln, die Welt der Zahnarztpraxis erklären. Die Ideen entstammen den “Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für zahnärztlichen Hypnose”. Das rotierende Bürstchen zum Zahnreinigen ist ein “Straßenreinigungsauto mit großem runden Besen”. Karies am Zahn ist eine “schmutzige Rille in der Straße” und [...]

Warzenmittel

Samstag, den 18. Oktober 2008

Vor einiger Zeit sah ich, wie meine Nichte mit irgendeinem Kosmetikutensil ihre Finger bearbeitete. „Was machst du da?“, fragte ich. „Ich bestreiche meine Warze mit Nagellack“, erhielt ich zur Antwort. „Hilft das?“, wolle ich wissen, und sie sagte: „Beim letzten Mal hat es funktioniert. Ich stelle mir vor, es ist das Mittel aus der Apotheke, das meine Freundin [...]

Das gute Gel

Montag, den 29. September 2008

Ein befreundeter Arzt hat mir erzählt: “Früher hielt ich nichts von Placebos – bis ich in meiner Praxis einer Patientin ein Schmerzmittel geben wollte und kurz den Raum verließ, um es zu holen. Als ich zurückkehrte, war die Frau ohne Medikament verschwunden. Wochen später kam sie wieder: ‘Könnte ich noch einmal etwas von diesem fantastischen [...]

Das sich selbst auflösende Symptom

Dienstag, den 22. Juli 2008

„Ich habe eine seltsame Beobachtung gemacht“, so erzählte ich dem Mann am Telefon. „Vor einiger Zeit nämlich sagte ein Kollege zu mir: ‚Wenn ich ein telefonisches Vorgespräch wegen einer Therapie führe, dann sage ich oft zu den Leuten: Ein bekannter Therapeut hat beobachtet, dass die meisten Klienten bereits eine Verbesserung ihrer Probleme in der Zeit zwischen dem [...]

Gedachte Präparate

Montag, den 2. Juni 2008

„Manchmal kommt es vor“, erzählte ein Arzt, „dass ich einem Patienten ein Medikament, das er braucht, nicht geben kann, weil es zu teuer ist oder zu schwer zu beschaffen.  Wie, bitte, kommt man an ein homöopathisches Präparat aus Löwenmilch? In solchen Fällen lasse ich manchmal den Patienten den Namen des Mittels auf einen Zettel schreiben [...]

Die Römische Regel

Mittwoch, den 23. April 2008

Derjenige, der sagt: “Es geht nicht”, soll den nicht stören, der’s gerade tut. (Abgeleitet von Murphy’s Gesetz)