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Archiv der Kategorie ‘Paradoxie‘

Der Eimer ist leer

Dienstag, den 11. Oktober 2011

Der Eimer ist leer! Der Eimer muss neu befüllt werden! Das ist seltsam. Ich könnte schwören, wir hätten gestern noch Wasser nachgefüllt.  Es muss an der natürlichen Verdunstung liegen, dass über Nacht so viel von dem kostbaren Nass verloren gegangen ist. Woran sonst könnte es liegen? “Die Banken sind leer! Sie müssen dringend rekapitalisiert werden!” [...]

Fast zu spät und nicht zu früh

Donnerstag, den 1. April 2010

Aus dem Artikel “Dringend” vom 17. Februar hat sich ein Gespräch darüber ergeben, wie man jemandem helfen kann, dem scheinbar nicht zu helfen ist, und wie man dabei verhindern kann, selbst immer tiefer in das Problem hinein gezogen zu werden. Aus diesem Grund schreibe ich in den nächsten Tagen ein paar Gedanken dazu. Ich fange [...]

Schwer hypnotisierbar

Montag, den 1. Februar 2010

Ich habe einen Klienten hier gehabt, der mich bat, ihn in Hypnose zu versetzen. Er denke allerdings, er sei schwierig hypnotisierbar. “Das denke ich nicht”, habe ich gesagt und habe mit der Arbeit angefangen. Beim ersten Versuch (Augenfixation und Augenschlussinduktion) hat er nur den Kopf geschüttelt: “So geht das nicht.” Beim zweiten Anlauf (verbale Verwirrungsinduktion) [...]

Seminar über therapeutische Utilisation

Dienstag, den 26. Januar 2010

In der kommenden Woche, vom 1.2. bis 3.2.2010 (Montag bis Mittwoch), halte ich beim Institut für Systemische Arbeiten (isa) in Chemnitz (siehe Menüpunkt Fortbildung Seminare / Utilisation) ein Seminar über therapeutische Utilisation, also darüber, wie man die Symptome und Probleme von Menschen wertschätzt und gerade sie nutzt, um Veränderungen hervorzubringen. Soweit ich höre, sind noch [...]

Nussallergie

Samstag, den 23. Januar 2010

Letzte Woche war ich bei Freunden zu Besuch, um mit ihnen und ihrem vierjährigen Sohn Tim Schlitten fahren zu gehen. Wir saßen gerade beim Abendessen, als Tatjana und Markus von den Nuss- und Pollenallergien ihres Sohnes Tim erzählten. “Man kann das hypnotherapeutisch gut behandeln”, sagte ich. “Ich habe das schonmal mit einem Vierjährigen probiert, und [...]

Schreien und Brüllen

Dienstag, den 12. Januar 2010

Eben habe ich mich mit einer Familienhelferin unterhalten. Sie erzählte mir: “Ich hatte mit einem dreijährigen Jungen zu tun, der anhaltend laut schrie und brüllte und gar nicht mehr aufhören wollte. Ich habe zu ihm gesagt: ‘Du darfst schreien. Der Schreiplatz ist da drüben in deinem Kinderbett. Geh dahin und schreie so lang und viel [...]

Das Symptom wegsingen

Freitag, den 25. September 2009

Neulich hat mir ein Freund die folgende Geschichte erzählt… „Wir gingen spazieren. Meine Frau Carola hatte einen starken Schluckauf. Ich fing an, im Rhythmus zu unseren Schritten zu singen und bat sie darum, ihren Schluckauf in das Lied einzubringen, indem sie ihn rhythmisch zwischen den Liedzeilen einfügte. Beim ersten Mal kam der Schluckauf genau an [...]

Die Ahnungslosen

Samstag, den 29. August 2009

“Ich habe oft Jugendliche vor mir sitzen, die auf jede Frage, die ich ihnen stelle, antworten: ‘Keine Ahnung’. Was kann man mit denen machen?” fragte mich eine Beraterin. “Erzähle ihnen vom Stamm der Ahnungslosen”, sagte ich. “Sie leben im Dschungel der Unwissenheit und haben echt keine Ahnung. Als sie sich Hütten bauen wollten, haben sie [...]

Frage und Antwort

Mittwoch, den 12. August 2009

Im Buch Milindapanha findet sich der folgende Dialog. Für Therapeuten zeigt er, wie man in der Therapie mit Doppelbindungen umgeht. Für alle anderen ist er einfach nur schön… König Milinda zu Meister Nagasena: „Ich würde gerne eine Frage stellen, würdest du sie beantworten?“ Nagasena: „Stell deine Frage!“ König: „Ich habe sie schon gestellt.“ Nagasena: „Ich [...]

Das Zölibat

Montag, den 20. Juli 2009

Die Geschichte vom Zölibat habe ich gestern im Zusammenhang eines Mannes erwähnt, der eine längere Zeit der Depression durchlitten hatte und sich davon in relativ kurzer Zeit erholt hatte. Ich habe die Geschichte zuerst im “Handbuch des therapeutischen Erzählens” aufgeschrieben. Als Anwendung für die Geschichten habe ich dort notiert: Die Therapie von Zwangshandlungen oder Wahnvorstellungen, [...]