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	<title>HYPS &#187; Liebe</title>
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	<description>Hypno-Systemischer Blog von Stefan Hammel</description>
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		<title>Methadon</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 12:15:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern hatte ich einen Chat mit einem fr&#252;heren Seminarteilnehmer. Der Dialog verlief etwa folgenderma&#223;en: „Hey Stefan, wenn du grad on bist, ‘ne kurze Frage…“ „Ja&#8230;“ „Mein Bruder wurde grad von seiner Freundin (Belgierin) verlassen. Sie waren f&#252;nf Jahre zusammen, aktuell machen beide ein Auslandssemester, sie in Bielefeld und er in Liverpool. Hast du eine Idee [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern hatte ich einen Chat mit einem fr&#252;heren Seminarteilnehmer. Der Dialog verlief etwa folgenderma&#223;en:</p>
<p>„Hey Stefan, wenn du grad on bist, ‘ne kurze Frage…“<br />
„Ja&#8230;“<br />
„Mein Bruder wurde grad von seiner Freundin (Belgierin) verlassen. Sie waren f&#252;nf Jahre zusammen, aktuell machen beide ein Auslandssemester, sie in Bielefeld und er in Liverpool. Hast du eine Idee wie ich ihm am besten helfen kann, das zu verwinden?“<br />
„Hat er Freunde da in Liverpool?“<br />
„Ja, schon.“<br />
„Also naja, er ist jetzt seit sechs Wochen dort.“<br />
„Wie lange bleibt er denn noch?“<br />
„Bis April.“<br />
„Wenn ihr euch gut versteht, ist es vielleicht eine M&#246;glichkeit, dass du ihm anbietest, immer wenn er ernsthaft &#252;berlegt, seine Exfreundin anzurufen oder ihr eine SMS zu schicken oder einen Brief zu schreiben, soll er dich stattdessen anrufen, egal um welche Tageszeit.“<br />
„Mhm“<br />
„Dann ersparst du ihm evtl. einige kommunikative Dummheiten die vergleichbar sind mit: Aufh&#246;ren zu rauchen, aber ab und zu doch eine paffen oder trocken werden, aber ab und zu mal eine Flasche Bier trinken.“<br />
„Ja,  verstehe.“<br />
„Je weniger Kontakt, je k&#252;rzer der Schmerz. Dazu braucht er aber jemanden, der als Methadon fungiert und ihn in kritischen Momenten auch ablenkt.“<br />
„Ja, das ist super. Leuchtet mir unmittelbar ein.“<br />
„Normalerweise w&#252;rde ich sagen ‚Ruf an, wenn&#8217;s dir schlecht geht‘ oder so, aber zu sagen ‚Ruf mich an, wenn du sie anrufen m&#246;chtest‘, ist viel besser <img src='http://www.stefanhammel.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> “<br />
„Ich denke schon. Und entsprechend statt ihr zu simsen oder zu mailen oder schreiben dir simsen oder dich anrufen.“<br />
„Ja, genau. Toll!“<br />
„Wenn du Lust hast, berichte mir, wie‘s funktioniert hat.“<br />
„Ja, gern… So, jetzt hab ich ihn am H&#246;rer&#8230;“</p>
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		<title>Loslassen</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 22:49:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich wurde als Pfarrer ins Krankenhaus zu einem Sterbenden gerufen. Die ganze Familie war um den Mann versammelt: Seine Frau, seine Kinder und Schwiegerkinder, Geschwister und Enkel. Einige der Angeh&#246;rigen weinten sehr heftig. Der Mann atmete sto&#223;artig, mit langen Pausen. Er sah aus, als ob er schliefe. Wahrscheinlich bekam er Morphium wie viele sterbende Patienten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wurde als Pfarrer ins Krankenhaus zu einem Sterbenden gerufen. Die ganze Familie war um den Mann versammelt: Seine Frau, seine Kinder und Schwiegerkinder, Geschwister und Enkel. Einige der Angeh&#246;rigen weinten sehr heftig. Der Mann atmete sto&#223;artig, mit langen Pausen. Er sah aus, als ob er schliefe. Wahrscheinlich bekam er Morphium wie viele sterbende Patienten. Was er wohl verstehen mochte, von dem, was da um ihn vorging? In seinem Gesicht konnte ich keine Reaktion erkennen. In das Gebet am Sterbebett f&#252;gte ich die Bitte ein, Gott m&#246;ge dem Sterbenden oder seiner Familie die F&#228;higkeit schenken, einander loszulassen und Abschied zu nehmen im Wissen um all das Gute, das bleiben wird. Ich sprach einen Segen f&#252;r den Sterbenden und die Umstehenden. &#8220;Loslassen ist so schwer&#8221;, ergriff die Tochter des Mannes nach einer kurzen Stille das Wort. &#8220;Ich habe geh&#246;rt, wenn man losl&#228;sst, was man liebt, erst dann geh&#246;rt es einem wirklich&#8221;, f&#252;gte sie hinzu. Dann schaute sie hin&#252;ber zu ihrem Vater und sagte: &#8220;Er atmet nicht mehr.&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der doppelte Geburtstag</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2011/06/28/1817/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 09:08:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Frau berichtete k&#252;rzlich in der Beratung &#252;ber verschiedene Todesf&#228;lle, die sie im Verlauf ihres Lebens zu bew&#228;ltigen hatte: Ihre Urgro&#223;eltern, weitere Verwandte, mehrere Freunde und Bekannte und ihr Gro&#223;vater, an dem sie sehr gehangen hatte. &#8220;Und dann ist mein Gro&#223;vater auch noch an meinem Geburtstag gestorben! Jedes Jahr an meinem Geburtstag bin ich traurig.&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Frau berichtete k&#252;rzlich in der Beratung &#252;ber verschiedene Todesf&#228;lle, die sie im Verlauf ihres Lebens zu bew&#228;ltigen hatte: Ihre Urgro&#223;eltern, weitere Verwandte, mehrere Freunde und Bekannte und ihr Gro&#223;vater, an dem sie sehr gehangen hatte. &#8220;Und dann ist mein Gro&#223;vater auch noch an meinem Geburtstag gestorben! Jedes Jahr an meinem Geburtstag bin ich traurig.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich war einmal auf einem Friedhof in Warschau&#8221;, sagte ich. &#8220;Dort habe ich eine Gruppe von Roma gesehen, die um ein Grab versammelt waren und dort den Geburtstag des Verstorbenen gefeiert haben. &#220;ber die Grabplatte hatten sie ein Tischtuch gelegt. Darauf standen Teller, Gl&#228;ser, Besteck und Kerzenleuchter. Sie hatten alle m&#246;glichen Delikatessen dabei, und nat&#252;rlich auch etwas zu trinken. Ich nehme an, dass sie auch ein Gedeck f&#252;r den Verstorbenen gerichtet haben. Und ich stelle mir vor, dass auch er ein Glas Wodka bekam und sie mit ihm angesto&#223;en haben. Es war eine Gruppe fr&#246;hlicher Leute, die dort auf dem Grab getafelt haben. Wenn die ersten Christen ihre Toten beerdigt haben, haben sie ihnen einen Siegerkranz auf das Grab gelegt und haben mit ihm gefeiert. F&#252;r sie war es eine Siegesfeier, aber auch so etwas wie ein Geburtstag &#8211; der Geburtstag eines neuen Lebens, des ewigen Lebens. Wenn Ihr Opa an Ihrem Geburtsag gestorben ist, dann deutet nicht sein Todestag Ihren Geburtstag, sondern Ihr Geburtstag erkl&#228;rt seinen Todestag. Ihr Geburtstag ist sein Todestag, das hei&#223;t, der Tag seiner Geburt in ein neues Leben. Ic h m&#246;chte Sie daher bitten, dass Sie an Ihrem Geburtstag auch seinen Geburtstag feiern!&#8221;</p>
<p>&#8220;So habe ich das noch nie gesehen&#8221;, sagte die Frau.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Eine Geschichte vom Himmel</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Apr 2011 14:21:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Frohe Ostern euch allen! Also, diese Geschichte habe ich mir weder ausgedacht, noch hab ich sie erlebt. Ein Freund hat sie mir geschickt. Sie stammt von einem Autor namens Tilman Haberer. Ich mag diese Geschichte sehr, und ich dachte mir, weil heute Ostern ist, &#8230; oder vielleicht auch einfach sowieso &#8230; egal, ich m&#246;chte diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frohe Ostern euch allen! Also, diese Geschichte habe ich mir weder ausgedacht, noch hab ich sie erlebt. Ein Freund hat sie mir geschickt. Sie stammt von einem Autor namens Tilman Haberer. Ich mag diese Geschichte sehr, und ich dachte mir, weil heute Ostern ist, &#8230; oder vielleicht auch einfach sowieso &#8230; egal, ich m&#246;chte diese Geschichte gerne mit euch teilen. Also&#8230;</p>
<p>Ich stell&#8217; mir vor, ich bin gestorben, und ich stehe vor der T&#252;r des Himmels. Die ist, so nehme ich an, eine ganz normale T&#252;r an einem ganz normalen Haus. Aber ich wei&#223;, hinter der T&#252;r wohnt Gott. Ich habe ein ganz sch&#246;n mulmiges Gef&#252;hl im Bauch, schlie&#223;lich habe ich ja Gott noch nie von Angesicht zu Angesicht gegen&#252;bergestanden. Trotzdem fasse ich mir ein Herz und dr&#252;cke auf die Klinke.<br />
Ich brauche nicht lange zu warten, da geht die T&#252;r auf. Ich bin als erstes sehr &#252;berrascht, denn Gott sieht anders aus als ich erwartet habe. Er ist noch recht jung, noch keine 30, er ist ganz normal gekleidet, nicht anders als ich. Als er mich sieht, strahlt er mich an und sagt: &#8220;Mensch, Tilman, sch&#246;n, dass du da bist! Komm rein!&#8221; In demselben Moment, in dem ich Gott sehe, ist mein mulmiges Gef&#252;hl fort.<br />
Gott sieht sehr sympathisch aus, und ich merke sofort, dass er mich mag. Ich folge ihm in die Wohnung. Sie ist ziemlich einfach eingerichtet, aber sehr gem&#252;tlich. Sofort f&#252;hle ich mich wohl. Ich f&#252;hle mich zu Hause. Hier geh&#246;re ich hin. Gott bietet mir einen Platz an, dann stellt er zwei Weingl&#228;ser auf den Tisch und macht einen guten Frankenwein auf. Meine urspr&#252;ngliche Spannung und Nervosit&#228;t ist wie weggeblasen, und dann fangen wir an zu reden.<br />
Wir reden &#252;ber mein ganzes Leben, &#252;ber die guten und sch&#246;nen Erfahrungen, die ich gemacht habe, aber auch &#252;ber das, was nicht gut war, wo ich etwas falsch gemacht habe, wo mich andere falsch behandelt haben, wo ich gelitten habe und anderen Leid zugef&#252;gt habe. Aber aus der Art und Weise, wie Gott mit mir dar&#252;ber redet, merke ich: Das alles steht nicht zwischen uns, es trennt mich nicht mehr von Gott; ja, ich erkenne, was f&#252;r ein miserables Leben ich teilweise gef&#252;hrt habe. Aber ich wei&#223;: Gott tr&#228;gt mir das nicht nach. Gott nimmt mich einfach so, wie ich bin. Diese Erkenntnis tut gut, sie tut aber auch sehr weh. Gott hat mich einfach gern mit all dem, was ich verbockt habe, und das tut wirklich weh.</p>
<p>Ja, und dann sagt Gott zu mir: &#8220;So, jetzt gehen wir zu den anderen.&#8221; Und er steht auf und &#246;ffnet eine T&#252;r. Da steht eine gro&#223;e Festtafel, und da sitzen alle, die mir in meinem Leben lieb waren: meine Eltern, meine Freunde, und auch die, die mir nicht lieb waren. Aber ich sp&#252;re: Auch von denen trennt mich nichts mehr. Noch einmal rei&#223;t mich ein Schmerz fast in St&#252;cke. Ich sehe die Menschen, mit denen ich zusammen war. Und mir wird klar, wie viel Dummheit und Gemeinheit und Bosheit zwischen uns lag. Aber der Schmerz vergeht, und wir k&#246;nnen uns in die Augen sehen. Und dann beginnt das Fest. Und das ist der Himmel.</p>
<p>(Quelle: Andreas Ebert, Auf Schatzsuche. 12 Expeditionen ins Innere des Christentums, Claudius Verlag 1993, S. 14f.)</p>
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		<title>Gespr&#228;che am Sterbebett</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2011/02/04/1667/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 09:43:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie spricht man mit Menschen im Koma? Und was kann man zu einem sterbenden Menschen sagen? Grunds&#228;tzlich Dinge, deren positive Ausrichtung sofort sp&#252;rbar ist und die zugleich ehrlich sind. Grunds&#228;tzlich Dinge, die den Sterbenden als Lebenden respektieren. Grunds&#228;tzlich m&#246;chte ich weder so tun, als g&#228;be es kein Sterben, noch so, als w&#228;re der andere schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie spricht man mit Menschen im Koma? Und was kann man zu einem sterbenden Menschen sagen? Grunds&#228;tzlich Dinge, deren positive Ausrichtung sofort sp&#252;rbar ist und die zugleich ehrlich sind. Grunds&#228;tzlich Dinge, die den Sterbenden als Lebenden respektieren. Grunds&#228;tzlich m&#246;chte ich weder so tun, als g&#228;be es kein Sterben, noch so, als w&#228;re der andere schon nicht mehr da. Grunds&#228;tzlich m&#246;chte ich so reden, dass es das Mitdenken nicht schwerf&#228;llt: Ganz anschaulich, in Bildern, in Tagtr&#228;umen, und m&#246;glichst in Worten, die dem anderen Menschen schon l&#228;ngst etwas bedeuten. Einige Gedanken aus meiner Arbeit als Pfarrer m&#246;chte ich hier anf&#252;gen.</p>
<p>Vor kurzem wurde ich ins Krankenhaus gerufen, zu einem schwer kranken Mann. Die &#196;rzte sagten, dass er in den n&#228;chsten Tagen oder Wochen sterben werde. Seine Frau, die sehr gl&#228;ubig war, hatte mich gebeten, zu kommen. Als ich mit den beiden sprach, wurde bald deutlich: Er wollte kein Gebet, das Abschied bedeuten k&#246;nnte. Er wollte leben. „Verstehen Sie“, sagte er, „Beten ist gut, aber jetzt geht es nicht. Jetzt ist nicht die Zeit. Vielleicht sp&#228;ter“, sagte er. Ob ich aus der Ferne um Leben, um ein Wunder f&#252;r ihn beten sollte, fragte ich. „Das ist gut“, antwortete er.<br />
Am anderen Tag lag er im Koma. Es atmete in kurzen St&#246;&#223;en, und es war zu sehen, dass er im Sterben lag. Ich las ihm den Psalm vom guten Hirten vor, sprach ein Gebet, das Vaterunser und einen Segen. Wenn ich den Eindruck hatte, dass ihm eine Zeile des Psalms gut tat, las ich die Zeile zweimal oder dreimal. Ich las die Zeilen ruhig und mit Pausen vor, und wir hatten den Eindruck, dass dar&#252;ber auch sein Atem immer ruhiger wurde. Sein Atem folgte meinem, und wenn ich sehr langsam sprach, setzte der Atem manchmal f&#252;r eine Weile aus, um danach doch wieder ruhig weiterzuflie&#223;en. Alles, was ihm Kummer oder Angst machen k&#246;nnte, m&#246;ge er ablegen, so bat ich ihn, wie an einer Garderobe Gottes. Was mit Schuld oder Vorw&#252;rfen zu tun h&#228;tte, alle Gedanken, die was ihm nicht gut t&#228;ten und alles, was er nicht braucht, m&#246;ge er wie Kleider ablegen bei Gott. Nach diesen Worten von meiner Seite sprach auch seine Frau mit ihm &#252;ber das Loslassen: Davon, dass Sie ihn nicht festhalte, dass er loslassen d&#252;rfe und davon, dass er seine Liebe zu ihr auch von der anderen Seite aus ausdr&#252;cken kann. Es scheint mir ganz deutlich so, dass er das h&#246;ren und f&#252;r sich annehmen konnte. Etwa eine viertel Stunde sp&#228;ter starb er ruhig, ohne Kampf.</p>
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		<title>Der Grashalm in der W&#252;ste</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2010/11/12/1610/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2010 15:30:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern war ich in der Kinderpsychiatrie und habe den Kindern eine Geschichte erz&#228;hlt. Wir vergessen so oft, dass Menschen, die sich selbst und anderen M&#252;he bereiten, nicht nur aus ihren Problemen bestehen, sondern auch aus dem, was heil ist.Und wenn wir das Gesunde, Kraftvolle, Gl&#252;ckspendende im Leben der Kinder oder auch von uns selber pflegen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern war ich in der Kinderpsychiatrie und habe den Kindern eine Geschichte erz&#228;hlt. Wir vergessen so oft, dass Menschen, die sich selbst und anderen M&#252;he bereiten, nicht nur aus ihren Problemen bestehen, sondern auch aus dem, was heil ist.Und wenn wir das Gesunde, Kraftvolle, Gl&#252;ckspendende im Leben der Kinder oder auch von uns selber pflegen, k&#246;nnte es sein, dass wir mehr erreichen, als wenn wir immer mehr Zeit auf die Behandlung des St&#246;renden verwenden. Nat&#252;rlich muss man zuweilen bei dem, was st&#246;rt, ankn&#252;pfen. Wenn man allerdings bei der Behandlung der St&#246;rung h&#228;ngen bleibt, ist man wahrscheinlich schon selbst ein Teil der St&#246;rung geworden. Denn wer sagt uns, dass die Reaktionen der Menschen auf das Problem nicht zu dem Problem ma&#223;geblich beitragen? Vielleicht kommen wir schneller zum Ziel, wenn wir das Unauff&#228;llige, Gesunde, Normale in den Vordergrund unserer Betrachtung stellen. Ich habe jedenfalls den Kindern die folgende Geschichte erz&#228;hlt.</p>
<p>Ein Mann durchquerte eine W&#252;ste. Rings um ihn her gab es nur Sand, Steine und Felsen, den leuchtend blauen Himmel und &#252;ber ihm die gl&#252;hend hei&#223;e Sonne. Auf der H&#228;lfte seines Weges geschah es, dass er Rast machen wollte und sich nach einem geeigneten Platz umsah.<span id="more-1610"></span> Etwas abseits des Weges fand er einen &#252;berh&#228;ngenden Felsen, der ihm Schatten bieten konnte f&#252;r die Zeit seiner Rast. Der Mann ging dorthin. Als er ankam, sah er etwas Ungew&#246;hnliches: Im Schatten dieses Felsens wuchs tats&#228;chlich ein Grashalm. „Nanu, wo kommst du denn her?“ fragte der Mann, und dann lachte er &#252;ber sich selbst: „In meiner Einsamkeit rede ich schon mit dem Gras. Es wird besser sein, ich untersuche einmal, wo der Grashalm herkommt.“ Er scharrte das Pfl&#228;nzchen aus dem Sand und legte es behutsam zur Seite. Dann grub er tiefer und tiefer. Auch wenn er nicht gerade auf eine sprudelnde Quelle traf, so war die Erde hier tats&#228;chlich etwas feucht. Als der Mann sich wieder auf den Weg machte, verga&#223; er nicht, den Grashalm wieder auf die feuchte Erde zu setzen. Mit ein paar Steinen baute er eine kleine Mauer davor, um die Pflanze vor dem Austrocknen durch den hei&#223;en W&#252;stenwind zu sch&#252;tzen. Dann setzte er seine Reise fort. Auf seinem R&#252;ckweg kam er wieder an der Stelle vorbei. Nat&#252;rlich schaute er nach, ob sein Pfl&#228;nzchen noch lebte. Er war sehr erfreut: Aus dem Grashalm war ein richtiges kleines Grasb&#252;schel geworden. Der Mann grub noch etwas tiefer in die Erde und drang in noch feuchteres Erdreich vor. Mit einem Tuch, zwei Pf&#228;hlen und ein paar Schn&#252;ren, die er f&#252;r die R&#252;ckreise mitgenommen hatte, verbesserte er den Windschutz f&#252;r seine Pflanze. Viele Jahre sp&#228;ter musste ein Freund dieses Mannes dieselbe W&#252;ste durchqueren. Da bat er den Freund: „Schau’ doch einmal nach, was aus meiner Pflanze geworden ist – ob sie noch da ist!“ Der Freund versprach es ihm. Als er von der Reise zur&#252;ckkehrte, berichtete er: „Aus deinem Grasb&#252;schel ist ein kleines St&#252;ck Wiese geworden. Andere Reisende haben die Stelle entdeckt. Sie haben die Mauer vergr&#246;&#223;ert und noch mehr Pf&#228;hle mit T&#252;chern dort aufgestellt. Jemand hat dort einen Brunnen gegraben und mit einem St&#252;ck Leder abgedeckt. Neben dem Brunnen w&#228;chst ein sch&#246;ner Feigenbaum. In seinen Bl&#228;ttern zirpte eine Grille.</p>
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		<title>Schleuderkurs</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 06:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Meine Schweizer Kollegin Catherine Iseli hat in einem Forum erz&#228;hlt von einer Schweizer Radiosendung mit dem Titel &#8220;Schleudern ohne ins Schleudern zu geraten&#8221; &#252;ber &#8220;Autofahren unter erschwerten Bedingungen&#8221; (Radio DRS1, 12.4.2010, 9-11 Uhr). Catherine berichtete: Eine Abteilung der Z&#252;rcher Polizei musste einen Auffrischungskurs besuchen, und der Polizeiinstruktor gab dann im Interview Auskunft dar&#252;ber, welches die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Schweizer Kollegin Catherine Iseli hat in einem Forum erz&#228;hlt von einer Schweizer Radiosendung mit dem Titel <a title="Zur Radiosendung" href="http://www.drs.ch/www/de/drs1/sendungen/treffpunkt/2785.sh10130488.html" target="_blank">&#8220;Schleudern ohne ins Schleudern zu geraten&#8221;</a> &#252;ber &#8220;Autofahren unter erschwerten Bedingungen&#8221; (Radio DRS1, 12.4.2010, 9-11 Uhr).</p>
<p>Catherine berichtete:</p>
<blockquote><p>Eine Abteilung der Z&#252;rcher Polizei musste einen Auffrischungskurs besuchen, und der Polizeiinstruktor gab dann im Interview Auskunft dar&#252;ber, welches die entscheidenden Dinge seien, die man trainieren m&#252;sse, um in einer  Extremsituation mit seinem Wagen nicht ins Schleudern zu geraten. Der  Instruktor sagte sinngem&#228;ss:</p>
<p>&#8220;Das Wichtigste, was man trainieren muss, ist <strong>der Blick</strong>. Menschen tendieren in einer Gefahrensituation dazu, in Panik zu geraten, die &#220;bersicht zu verlieren. Der Blick geht dann dorthin, wo das Hindernis  ist und die Gefahr droht. Die H&#228;nde lenken das Fahrzeug in die Richtung, in die der Blick geht. Das erkl&#228;rt auch, weshalb viele  Schleuderfahrten an einem Baum, einem Laternenpfahl, Pfosten etc. enden,  auch wenn sonst weit und breit kein Hindernis ist.<br />
Es gilt also, zu trainieren, den Blick und die Aufmerksamkeit in die  Richtung zu richten, wo keine Gefahr droht, wo freie Fahrt m&#246;glich ist, also in die gew&#252;nschte Richtung. Wenn der Blick dorthin geht, dann folgen die H&#228;nde automatisch und tun das Richtige, um den Wagen aus der Gefahrenzone zu bringen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Sie sagt:</p>
<p>Psychotherapie ist wie Autofahren unter erschwerten Bedingungen;  unsere Klienten brauchen einen Antischleuderkurs, und sie m&#252;ssen  lernen, &#8220;<strong>den Blick</strong>&#8221; zu trainieren&#8230;</p>
<p>Danke, Catherine!</p>
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		<title>Geschichten mit Langzeitwirkung</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2010/02/14/1462/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 19:57:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als wir Kinder waren, hatten meine Schwester und ich eine bestimmte Gewohnheit. Wenn wir bei Gro&#223;elternbesuchen morgens erwachten, meistens zwischen f&#252;nf und sechs Uhr, stiegen wir zu meinem Gro&#223;vater ins Bett und dr&#252;ckten mit dem Finger auf einen Knopf seines Schlafanzugs. Dort befand sich n&#228;mlich der Schalter f&#252;r die Geschichten. Einige dieser Geschichten hatte er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als wir Kinder waren, hatten meine Schwester und ich eine bestimmte Gewohnheit. Wenn wir bei Gro&#223;elternbesuchen morgens erwachten, meistens zwischen f&#252;nf und sechs Uhr, stiegen wir zu meinem Gro&#223;vater ins Bett und dr&#252;ckten mit dem Finger auf einen Knopf seines Schlafanzugs. Dort befand sich n&#228;mlich der Schalter f&#252;r die Geschichten. Einige dieser Geschichten hatte er geh&#246;rt und einige gelesen, manche waren selbst erlebt und andere frisch erfunden. Eine Erz&#228;hlung gab es, die ich wieder und wieder von ihm h&#246;ren wollte. Das war die Geschichte vom verlorenen und wieder gefundenen Schaf aus dem f&#252;nfzehnten Kapitel des Lukasevangeliums. Mein Gro&#223;vater mochte sich fragen, warum er mir diese Geschichte so oft erz&#228;hlen musste, aber er tat es immer wieder f&#252;r mich. Ich brauchte diese Geschichte. Es war meine Geschichte. Zwei wichtige Passagen gab es in seiner Erz&#228;hlung, die jedes Mal wiederkehrten: Wie der Hirte nach langem Suchen und Rufen die erste Antwort seines Schafs erhielt, und sich das Rufen des Hirten und das „M&#228;h“ des Schafes abwechselten, bis er sein Schaf gefunden hatte –  und wie er es fand: Das Schaf war tief in einen Dornbusch verstrickt. Es konnte nicht mehr vorw&#228;rts und nicht mehr r&#252;ckw&#228;rts gehen. Vorsichtig befreite der Hirte das Tier&#8230;<br />
Diese Geschichte hat mich durch die Kindheit begleitet. Als ich erwachsen war, hat sie mir als erste deutlich gemacht, dass Geschichten eine therapeutische Kraft haben, in einem Ma&#223;, das wir vermutlich noch oft untersch&#228;tzen. Diese Geschichte ist zweitausend Jahre alt. Sie wurde aufgeschrieben, weil sie ihren Zuh&#246;rern geholfen hat und beeinflusst noch heute das Denken und Erleben von Menschen.</p>
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		<title>Ich gehe eine Stra&#223;e entlang</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 21:48:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Angst und Zwang]]></category>
		<category><![CDATA[Auswege]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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		<category><![CDATA[Verzeihen]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ist er mir wieder begegnet. Diesen Text liebe ich sehr. Ich gehe eine Stra&#223;e entlang. Da ist ein tiefes Loch. Ich falle hinein. Ich bin verloren. Ich bin ohne Hoffnung. Es ist nicht meine Schuld. Es dauert endlos, wieder hinauszukommen. Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang. Da ist ein tiefes Loch. Ich falle wieder hinein. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist er mir wieder begegnet. Diesen Text liebe ich sehr.</p>
<p>Ich gehe eine Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich falle hinein.<br />
Ich bin verloren.<br />
Ich bin ohne Hoffnung.<br />
Es ist nicht meine Schuld.<br />
Es dauert endlos, wieder hinauszukommen.</p>
<p>Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich falle wieder hinein.<br />
Ich kann nicht glauben,<br />
schon wieder am gleichen Ort zu sein.<br />
Aber es ist nicht meine Schuld.<br />
Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.</p>
<p>Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich falle schon wieder hinein&#8230;<br />
aus Gewohnheit.<br />
Meine Augen sind offen.<br />
Ich wei&#223;, wo ich bin.<br />
Es ist meine Schuld.<br />
Ich komme auch sofort wieder heraus.</p>
<p>Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich gehe darum herum.</p>
<p>Ich gehe eine andere Stra&#223;e.</p>
<p>(Sogyal Rinpoche)</p>
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		<title>Zahnbehandlung mit Spa&#223;effekt</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2010/01/20/1392/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 20:49:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anästhesie]]></category>
		<category><![CDATA[Angst und Zwang]]></category>
		<category><![CDATA[Für Helfer]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Placeboeffekt]]></category>
		<category><![CDATA[Positives Denken]]></category>
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		<category><![CDATA[Zähne]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade habe ich eine sehr sch&#246;ne Aufz&#228;hlung gefunden, wie bestimmte Zahn&#228;rzte den Kindern, die sie behandeln, die Welt der Zahnarztpraxis erkl&#228;ren. Die Ideen entstammen den &#8220;Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft f&#252;r zahn&#228;rztlichen Hypnose&#8221;. Das rotierende B&#252;rstchen zum Zahnreinigen ist ein &#8220;Stra&#223;enreinigungsauto mit gro&#223;em runden Besen&#8221;. Karies am Zahn ist eine &#8220;schmutzige Rille in der Stra&#223;e&#8221; und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade habe ich eine sehr sch&#246;ne Aufz&#228;hlung gefunden, wie bestimmte Zahn&#228;rzte den Kindern, die sie behandeln, die Welt der Zahnarztpraxis erkl&#228;ren. Die Ideen entstammen den &#8220;Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft f&#252;r zahn&#228;rztlichen Hypnose&#8221;.</p>
<p>Das rotierende B&#252;rstchen zum Zahnreinigen ist ein &#8220;Stra&#223;enreinigungsauto mit gro&#223;em runden Besen&#8221;. Karies am Zahn ist eine &#8220;schmutzige Rille in der Stra&#223;e&#8221; und der Rosenbohrer ist der &#8220;Rillenputzer&#8221;. Der Luftpuster ist &#8220;Wind&#8221;.</p>
<p>Die Kunststoff&#252;llung ist &#8220;Zauberknete&#8221;, die Polymerisationslampe ist das &#8220;Licht der blauen Fee&#8221;. Die Behandlungsleuchte ist eine &#8220;Zauberlampe&#8221;, der Versiegelungskunststoff &#8220;Zauberlack&#8221;.</p>
<p>Der Mundspiegel ist &#8220;Frau Spiegel&#8221;, die Sonde ist &#8220;Herr F&#252;hlh&#228;kchen&#8221;, die Pinzette ist &#8220;Frau Greifer&#8221;. Die Zange ist der &#8220;Rabe&#8221; und der Tupfer sein &#8220;weiches Kissen&#8221;. Das Gummituch zum Trockenlegen des Zahns ist ein &#8220;Regenmantel&#8221;.</p>
<p>Der Rosenbohrer ist  ein L&#246;ffelbagger oder ein Hubschrauber. Die Turbine ist ein Turbojet.</p>
<p>Die Watterollen sind &#8220;Kuschelkissen&#8221;, die Matrize eine &#8220;Kuchenform&#8221;</p>
<p>Der An&#228;sthesiespray ist &#8220;Eiscreme&#8221;, die Spritze ein &#8220;Kitzelk&#252;gelchen&#8221;.</p>
<p>Der gro&#223;e Absauger ist der &#8220;Elefantenr&#252;ssel&#8221;, der kleine Absauger der &#8220;Babyelefantenr&#252;ssel&#8221;.</p>
<p>Die S&#228;ure zum An&#228;tzen ist &#8220;Orangensaft&#8221;, die Chemikalie zum Befestigen von Kunststoff &#8220;Turbokleber&#8221;. Das Gummituch zum Trockenlegen des Zahns ist ein &#8220;Regenmantel&#8221;.</p>
<p>(Signer-Fischer, Gysin, Stein: Der kleine Lederbeutel mit allem drin. Hypnose mit Kindern und Jugendlichen, S. 308)</p>
<p>So eine &#228;hnliche Behandlung w&#252;rde ich mir als Erwachsener auch w&#252;nschen. Die Frage stellt sich aber nicht nur beim Zahnarzt, sondern auch an anderen Orten und zu anderen Zeiten: Wie erkl&#228;ren wir den Kindern und dem Kind in uns die Welt schmackhaft, liebenswert und sch&#246;n?</p>
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