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Archiv der Kategorie ‘Gewohnheiten‘

Schlafende Hunde

Dienstag, den 7. Februar 2012

Die Geschichte „Schlafende Hunde“ habe ich zunächst für die Auflösung von Phantomschmerzen, postoperativen Schmerzen und Hypersensitivität entwickelt. Sie kann außerdem zur Aufhebung von Schmerzen in Reaktion auf traumatische Ereignisse hilfreich sein. Bei traumatisierten Patienten kann sie auch als Suggestion dafür dienen, unpassende (getriggerte) Reaktionen auf alltägliche Situationen zu identifizieren, zu würdigen und loszulassen. Ein Einbrecher [...]

Der Eimer ist leer

Dienstag, den 11. Oktober 2011

Der Eimer ist leer! Der Eimer muss neu befüllt werden! Das ist seltsam. Ich könnte schwören, wir hätten gestern noch Wasser nachgefüllt.  Es muss an der natürlichen Verdunstung liegen, dass über Nacht so viel von dem kostbaren Nass verloren gegangen ist. Woran sonst könnte es liegen? “Die Banken sind leer! Sie müssen dringend rekapitalisiert werden!” [...]

Aus dem Maul des Krokodils

Sonntag, den 16. Januar 2011

Diese Geschichte verwende ich bei einigen Gruppenkonflikten, bei widersprüchlicher Kommunikation (Doppelbotschaften), im Zusammenhang mit Borderlinestörungen und komplizierten Ambivalenzen in Beziehungen und bei einer widersprüchlichen und teilweise destruktiven Autokommunikation der Klienten. Man kann solche Geschichten sehr unterschiedlich verwenden, je nachdem, ob man alle Protagonisten als Teile eines “inneren Teams” im Klienten sieht (also als verschiedene Persönlichkeitsanteile), [...]

Noch einmal Schnarchen

Freitag, den 7. Januar 2011

Heute hatte ich eine Frau in der Beratung, die es nervt, dass ihr Mann schnarcht. Es fällt ihr schwer, dabei zu schlafen, während er nicht von ihr geweckt werden möchte. So schlafen sie meistens in getrennten Betten, was sie aber auch bedauern. Beim letzten Mal hatte ich ihr einige Methoden gezeigt, wie man dafür sorgen [...]

Vorankommen

Dienstag, den 22. Juni 2010

Diese Geschichte habe ich vor vielen Jahren entwickelt, als ich frustriert war, dass ein Projekt sich nicht voran, sondern, wie es schien, sogar rückwärts entwickelte. Das lag wohl daran, dass ich vor lauter anderen Beschäftigungen nicht die Zeit und Energie fand, daran konsequent zu arbeiten. Aber je mehr das Projekt vor sich hin stagnierte, desto [...]

Schleuderkurs

Dienstag, den 27. April 2010

Meine Schweizer Kollegin Catherine Iseli hat in einem Forum erzählt von einer Schweizer Radiosendung mit dem Titel “Schleudern ohne ins Schleudern zu geraten” über “Autofahren unter erschwerten Bedingungen” (Radio DRS1, 12.4.2010, 9-11 Uhr). Catherine berichtete: Eine Abteilung der Zürcher Polizei musste einen Auffrischungskurs besuchen, und der Polizeiinstruktor gab dann im Interview Auskunft darüber, welches die [...]

Gedanken vorlesen

Dienstag, den 9. Februar 2010

Eine Klientin hat mir heute eine Mail geschickt mit dem Titel  “Spruch von meinem Sohn”: “Ich sag immer, was ich denke, damit ich besser höre, was ich weiß.”

Ich gehe eine Straße entlang

Samstag, den 30. Januar 2010

Heute ist er mir wieder begegnet. Diesen Text liebe ich sehr. Ich gehe eine Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch. Ich falle hinein. Ich bin verloren. Ich bin ohne Hoffnung. Es ist nicht meine Schuld. Es dauert endlos, wieder hinauszukommen. Ich gehe dieselbe Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch. Ich falle wieder hinein. [...]

Störungsfrei

Freitag, den 29. Januar 2010

Ein Freund hat mich eben angerufen. Er erzählte, dass seine Frau gerade mit ihrem Sohn skypte. “Setz dich nicht wieder auf mein Strickzeug”, sagte sie. Er setzte sich auf den Sofaplatz nebendran. Unter ihm zerbrach ihre Brille. “Du bist scheiße…” sagte sie. Um die Wogen zu glätten zog er sich einen Gummihandschuh über den Kopf [...]

Schreien und Brüllen

Dienstag, den 12. Januar 2010

Eben habe ich mich mit einer Familienhelferin unterhalten. Sie erzählte mir: “Ich hatte mit einem dreijährigen Jungen zu tun, der anhaltend laut schrie und brüllte und gar nicht mehr aufhören wollte. Ich habe zu ihm gesagt: ‘Du darfst schreien. Der Schreiplatz ist da drüben in deinem Kinderbett. Geh dahin und schreie so lang und viel [...]