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	<title>HYPS &#187; Doublebind</title>
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	<description>Hypno-Systemischer Blog von Stefan Hammel</description>
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		<title>Geld&#8230; regiert die Welt</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 00:05:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Den Beginn des Jahres und das orthodoxe Weihnachtsfest am 6. und 7. Januar haben wir in Bethlehem erlebt. Ich m&#246;chte einige Gespr&#228;che wiedergeben, die mich bis jetzt immer wieder besch&#228;ftigen. An einem der Tage kurz nach Weihnachten kam ich mit einem aram&#228;ischen Souvenirh&#228;ndler ins Gespr&#228;ch. Sein Gro&#223;vater sei 1917 hierher gekommen. Die Aram&#228;er seien wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den Beginn des Jahres und das orthodoxe Weihnachtsfest am 6. und 7. Januar haben wir in Bethlehem erlebt. Ich m&#246;chte einige Gespr&#228;che wiedergeben, die mich bis jetzt immer wieder besch&#228;ftigen.</p>
<p>An einem der Tage kurz nach Weihnachten kam ich mit einem aram&#228;ischen Souvenirh&#228;ndler ins Gespr&#228;ch. Sein Gro&#223;vater sei 1917 hierher gekommen. Die Aram&#228;er seien wie die Armenier im Osmanischen Reich verfolgt gewes; hier h&#228;tte seine Familie eine Zuflucht gefunden, und so sei er hier zuhause. Auf das Verh&#228;ltnis zwischen Pal&#228;stina und Israle sowie die Arabischen Staaten und die USA angesprochen, sagte er:</p>
<p>Ich hatte hier einen amerikanischen Kunden, der sich erstaunlich gut mit den Verh&#228;ltnissen hier in Pal&#228;stina auskannte. &#8220;Was machen Sie beruflich?&#8221;, fragte ich ihn. &#8220;Ich bin im Ruhestand.&#8221; &#8220;Das habe ich mir schon gedacht, aber was haben Sie fr&#252;her gemacht?&#8221; &#8220;Ich&#8230; war amerikanischer Senator.&#8221; &#8220;Und was machen Sie jetzt hier?&#8221; &#8220;Ich m&#246;chte versuchen, etwas f&#252;r Pal&#228;stina zu tun und m&#246;chte herausfinden wie ich hier etwas f&#252;r die Bev&#246;lkerung tun kann.&#8221; &#8220;H&#228;tten Sie das so auch gesagt, als Sie noch Senator waren?&#8221; &#8220;Das war schwierig.&#8221; &#8220;Jetzt haben Sie viel weniger Einfluss als fr&#252;her. Warum haben Sie damals nichts f&#252;r Pal&#228;stina getan?&#8221; &#8220;Sehen Sie, wenn beispielsweise ein j&#252;discher Gesch&#228;ftsmann Ihnen 40 Millionen Dollar f&#252;r Ihren Wahlkampf bezahlt hat, dann m&#246;chten Sie im Senat nicht gegen seine Interessen arbeiten. Und wenn die Legislaturperiode dem Ende entgegen geht, dann werden Sie umso mehr bem&#252;ht sein, sich in seinem Interesse zu verhalten, damit Sie die 40 Millionen Dollar beim n&#228;chsten Mal wieder bekommen&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Hat der Senator das<em> so</em> zu Ihnen gesagt, oder enth&#228;lt das eine Interpretation von Ihnen?&#8221;, fragte ich. &#8220;Er hat das so gesagt.&#8221;</p>
<p>&#8220;Der Konflikt zwischen Israel und Pal&#228;stina ist weniger eine Frage der lokalen Interessen als eine Frage weltweiter wirtschaftlicher Interessen. Und das Gleichgewicht der M&#228;chte in der Welt ver&#228;ndert sich&#8221;, sagte er auch. &#8220;Die Amerikaner haben kein Geld mehr, und China hat kein Interesse an Israel sondern am Handel mit der Arabischen Welt&#8230; Diese Mauer, die Sie hier sehen, die Israelis und Pal&#228;stinenser trennt, die wird nicht so lange stehen. Sie wird fallen, wie die Mauer bei Ihnen gefallen ist. Wir werden es erleben.&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der Pavian</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 22:28:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anästhesie]]></category>
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		<description><![CDATA[Diese Geschichte hat sich bei uns in Kaiserslautern ereignet&#8230; die Namen sind nat&#252;rlich&#8230; zum Schutze der Pers&#246;nlichkeit, ihr wisst ja. In der Hypnotherapie kann man so eine Geschichte etwa einsetzen, um die Leute zu verwirren, abzulenken, eine Amnesie zu erzeugen. Im Alltag gut, um Kinder von Schmerzen abzulenken. Zum beispiel in einer Arztpraxis vor und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Geschichte hat sich bei uns in Kaiserslautern ereignet&#8230; die Namen sind nat&#252;rlich&#8230; zum Schutze der Pers&#246;nlichkeit, ihr wisst ja. In der Hypnotherapie kann man so eine Geschichte etwa einsetzen, um die Leute zu verwirren, abzulenken, eine Amnesie zu erzeugen. Im Alltag gut, um Kinder von Schmerzen abzulenken. Zum beispiel in einer Arztpraxis vor und w&#228;hrend dem Spritzengeben.</p>
<p>Eigentlich hie&#223; er Herr Albert. Aber wenn seine Sch&#252;ler von ihm redeten, dann nannten sie ihn nur „den Pavian“. Eines Morgens unterhielt er sich mit der Mutter eines Sch&#252;lers. „Guten Morgen, Herr Pavian“, sagte sie. Sie hatte es nicht anders gelernt.  „Ich hei&#223;e Albert“, erwiderte er &#228;rgerlich. „Ach so“, sagte die Frau. „Ich wollte dich nicht gleich duzen. Aber das ist in Ordnung. Ich hei&#223;e Helga.“</p>
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		<title>Der Grashalm in der W&#252;ste</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2010 15:30:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern war ich in der Kinderpsychiatrie und habe den Kindern eine Geschichte erz&#228;hlt. Wir vergessen so oft, dass Menschen, die sich selbst und anderen M&#252;he bereiten, nicht nur aus ihren Problemen bestehen, sondern auch aus dem, was heil ist.Und wenn wir das Gesunde, Kraftvolle, Gl&#252;ckspendende im Leben der Kinder oder auch von uns selber pflegen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern war ich in der Kinderpsychiatrie und habe den Kindern eine Geschichte erz&#228;hlt. Wir vergessen so oft, dass Menschen, die sich selbst und anderen M&#252;he bereiten, nicht nur aus ihren Problemen bestehen, sondern auch aus dem, was heil ist.Und wenn wir das Gesunde, Kraftvolle, Gl&#252;ckspendende im Leben der Kinder oder auch von uns selber pflegen, k&#246;nnte es sein, dass wir mehr erreichen, als wenn wir immer mehr Zeit auf die Behandlung des St&#246;renden verwenden. Nat&#252;rlich muss man zuweilen bei dem, was st&#246;rt, ankn&#252;pfen. Wenn man allerdings bei der Behandlung der St&#246;rung h&#228;ngen bleibt, ist man wahrscheinlich schon selbst ein Teil der St&#246;rung geworden. Denn wer sagt uns, dass die Reaktionen der Menschen auf das Problem nicht zu dem Problem ma&#223;geblich beitragen? Vielleicht kommen wir schneller zum Ziel, wenn wir das Unauff&#228;llige, Gesunde, Normale in den Vordergrund unserer Betrachtung stellen. Ich habe jedenfalls den Kindern die folgende Geschichte erz&#228;hlt.</p>
<p>Ein Mann durchquerte eine W&#252;ste. Rings um ihn her gab es nur Sand, Steine und Felsen, den leuchtend blauen Himmel und &#252;ber ihm die gl&#252;hend hei&#223;e Sonne. Auf der H&#228;lfte seines Weges geschah es, dass er Rast machen wollte und sich nach einem geeigneten Platz umsah.<span id="more-1610"></span> Etwas abseits des Weges fand er einen &#252;berh&#228;ngenden Felsen, der ihm Schatten bieten konnte f&#252;r die Zeit seiner Rast. Der Mann ging dorthin. Als er ankam, sah er etwas Ungew&#246;hnliches: Im Schatten dieses Felsens wuchs tats&#228;chlich ein Grashalm. „Nanu, wo kommst du denn her?“ fragte der Mann, und dann lachte er &#252;ber sich selbst: „In meiner Einsamkeit rede ich schon mit dem Gras. Es wird besser sein, ich untersuche einmal, wo der Grashalm herkommt.“ Er scharrte das Pfl&#228;nzchen aus dem Sand und legte es behutsam zur Seite. Dann grub er tiefer und tiefer. Auch wenn er nicht gerade auf eine sprudelnde Quelle traf, so war die Erde hier tats&#228;chlich etwas feucht. Als der Mann sich wieder auf den Weg machte, verga&#223; er nicht, den Grashalm wieder auf die feuchte Erde zu setzen. Mit ein paar Steinen baute er eine kleine Mauer davor, um die Pflanze vor dem Austrocknen durch den hei&#223;en W&#252;stenwind zu sch&#252;tzen. Dann setzte er seine Reise fort. Auf seinem R&#252;ckweg kam er wieder an der Stelle vorbei. Nat&#252;rlich schaute er nach, ob sein Pfl&#228;nzchen noch lebte. Er war sehr erfreut: Aus dem Grashalm war ein richtiges kleines Grasb&#252;schel geworden. Der Mann grub noch etwas tiefer in die Erde und drang in noch feuchteres Erdreich vor. Mit einem Tuch, zwei Pf&#228;hlen und ein paar Schn&#252;ren, die er f&#252;r die R&#252;ckreise mitgenommen hatte, verbesserte er den Windschutz f&#252;r seine Pflanze. Viele Jahre sp&#228;ter musste ein Freund dieses Mannes dieselbe W&#252;ste durchqueren. Da bat er den Freund: „Schau’ doch einmal nach, was aus meiner Pflanze geworden ist – ob sie noch da ist!“ Der Freund versprach es ihm. Als er von der Reise zur&#252;ckkehrte, berichtete er: „Aus deinem Grasb&#252;schel ist ein kleines St&#252;ck Wiese geworden. Andere Reisende haben die Stelle entdeckt. Sie haben die Mauer vergr&#246;&#223;ert und noch mehr Pf&#228;hle mit T&#252;chern dort aufgestellt. Jemand hat dort einen Brunnen gegraben und mit einem St&#252;ck Leder abgedeckt. Neben dem Brunnen w&#228;chst ein sch&#246;ner Feigenbaum. In seinen Bl&#228;ttern zirpte eine Grille.</p>
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		<title>Ich gehe eine Stra&#223;e entlang</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 21:48:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute ist er mir wieder begegnet. Diesen Text liebe ich sehr. Ich gehe eine Stra&#223;e entlang. Da ist ein tiefes Loch. Ich falle hinein. Ich bin verloren. Ich bin ohne Hoffnung. Es ist nicht meine Schuld. Es dauert endlos, wieder hinauszukommen. Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang. Da ist ein tiefes Loch. Ich falle wieder hinein. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist er mir wieder begegnet. Diesen Text liebe ich sehr.</p>
<p>Ich gehe eine Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich falle hinein.<br />
Ich bin verloren.<br />
Ich bin ohne Hoffnung.<br />
Es ist nicht meine Schuld.<br />
Es dauert endlos, wieder hinauszukommen.</p>
<p>Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich falle wieder hinein.<br />
Ich kann nicht glauben,<br />
schon wieder am gleichen Ort zu sein.<br />
Aber es ist nicht meine Schuld.<br />
Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.</p>
<p>Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich falle schon wieder hinein&#8230;<br />
aus Gewohnheit.<br />
Meine Augen sind offen.<br />
Ich wei&#223;, wo ich bin.<br />
Es ist meine Schuld.<br />
Ich komme auch sofort wieder heraus.</p>
<p>Ich gehe dieselbe Stra&#223;e entlang.<br />
Da ist ein tiefes Loch.<br />
Ich gehe darum herum.</p>
<p>Ich gehe eine andere Stra&#223;e.</p>
<p>(Sogyal Rinpoche)</p>
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		<title>Kein Platz in der Herberge</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2009/12/20/1269/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 12:55:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Die Leute hatten kein Geld. Wie konnte ich wissen, dass das Kind etwas Besonderes werden sollte&#8230; ein K&#246;nig oder so&#8230; es stand den Eltern ja nicht auf die Stirn geschrieben&#8230; Seien Sie mal ehrlich, das ist doch bei Ihnen nicht anders: Gesch&#228;ft ist Gesch&#228;ft. Klar hatte ich R&#228;ume. Ich wollte das dann aber auch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Die Leute hatten kein Geld. Wie konnte ich wissen, dass das Kind etwas Besonderes werden sollte&#8230; ein K&#246;nig oder so&#8230; es stand den Eltern ja nicht auf die Stirn geschrieben&#8230;<br />
Seien Sie mal ehrlich, das ist doch bei Ihnen nicht anders: Gesch&#228;ft ist Gesch&#228;ft. Klar hatte ich R&#228;ume. Ich wollte das dann aber auch nicht so sagen: „Wir wollen Sie nicht!“ Da sagt man dann lieber: „Wir sind leider belegt.“ Jetzt gucken Sie mich nicht so an. Als w&#228;re das bei Ihnen anders. Was w&#252;rden Sie denn machen, wenn so ein paar zerlumpte Gestalten zu Ihnen an die Rezeption kommen und ihnen sagen: „Wir m&#246;chten ein Zimmer, aber wir haben kein Geld.“ W&#252;rden Sie die nehmen? Die orts&#252;blichen Preise konnten sie jedenfalls nicht zahlen. Das waren auch Ausl&#228;nder, oder jedenfalls kamen sie nicht hier aus der Gegend. Irgendwie haben sie mir ja dann auch leid getan. Die waren fertig.<br />
Ich hab dann gesagt: „F&#252;r den halben Denar kann ich Ihnen h&#246;chstens mal den Stall anbieten.“ Jetzt gucken Sie schon wieder so. Bei Ihnen ist das auch nicht anders. Schauen Sie sich doch mal um&#8230;<br />
Lesen Sie eigentlich Zeitung? Da m&#252;ssen Sie doch wissen, was los ist. Die Bahnhofsmissionen werden geschlossen, die Aussiedlerwohnheime sind schon lange zu, ein Asylrecht gibt’s nicht mehr. F&#252;r Frauenh&#228;user ist kein Geld mehr da&#8230; meinen Sie denn, die Armen und Wohnsitzlosen h&#228;tten irgendwo etwas zu lachen?<span id="more-1269"></span><br />
Aber jetzt werde ich daf&#252;r schlecht gemacht. Jahr f&#252;r Jahr, in allen Krippenspielen, in tausend Varianten. Wie stehen wir denn nun da, meine Frau und ich? Wie Monster werden wir hingestellt: Hochschwangere Frau trifft niedertr&#228;chtige Wirtsleute. Der Erl&#246;ser der Welt schl&#228;ft auf pieksendem Stroh. Was meinen Sie denn, was h&#228;tten Sie gemacht? Ich sag’ Ihnen, die waren dreckig. H&#228;tten Sie die genommen? Die haben gestunken! Wahrscheinlich hatten sie noch Fl&#246;he.<br />
Das mit den Engeln konnten wir nicht wissen. Dass die dann kamen und sagten, der Christus sei geboren worden, der Frieden bringt f&#252;r die Welt. Was f&#252;r einen Frieden eigentlich?<br />
Ich bin auch f&#252;r den Frieden. Aber Frieden muss sich auch rechnen. Wir k&#246;nnen nicht jeden Dahergelaufenen bei uns aufnehmen. Da sage ich lieber: Die Herberge ist voll. Man kann das ja auch ganz h&#246;flich sagen.<br />
Und das mit den Engeln noch mal: Werbem&#228;&#223;ig war das auch schlecht gemacht. Insgesamt, meine ich. Zum Beispiel, dass die den Hirten erschienen sind, die genauso verlumpt daherkamen, wie dieses Paar. Wenn die Frieden ank&#252;ndigen wollten, h&#228;tten sie das ganz anders aufziehen m&#252;ssen. Frieden kommt von oben oder gar nicht. Wenn die das vorher mal angek&#252;ndigt h&#228;tten, dass da der Retter der Welt kommt! Wir Leute von Bethlehem sind ja auch keine Unmenschen. Wir sind Leute wie du und ich. Wenn wir das mal gewusst h&#228;tten, so wie Sie das jetzt wissen, dass da der K&#246;nig der Welt kommt – wir h&#228;tten die schon recht empfangen wie eine k&#246;nigliche Familie. Wir h&#228;tten uns nicht lumpen lassen. Als erstes h&#228;tten wir ihnen mal ordentliche Kleider angezogen. Nicht diese komische galil&#228;ische Tracht mit den Kopft&#252;chern, was die da hatten. So l&#228;uft ja hier keiner rum. Ein K&#246;nig, der Frieden bringt, das muss anders r&#252;bergebracht werden. Da muss auch das Umfeld stimmen. Das muss einer sein wie du und ich. Einer, mit dem die Leute sich identifizieren. Dem sie zujubeln k&#246;nnen.<br />
Wahrscheinlich war es sowieso ein Riesenfehler, dass er bei diesen &#228;rmlichen Leuten zur Welt gekommen ist. Wer glaubt denn denen?<br />
Aber darauf wollte ich noch mal zur&#252;ckkommen; das verstehe ich immer noch nicht: Was f&#252;r einen Frieden die Engel meinten. Ich sehe n&#228;mlich keinen. Da w&#252;rde mich mal Ihre Meinung interessieren: Was f&#252;r einen Frieden sollte dieser Jesus denn bringen?“</p>
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		<title>Rache</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 17:53:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Beim Herausgehen finde ich neben dem Ausgang einen Zettel, dessen Botschaft mich auf dem Heimweg begleitet: &#8220;Die beste Rache ist ein gutes Leben.&#8221; (Milton H. Erickson)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Herausgehen finde ich neben dem Ausgang einen Zettel, dessen Botschaft mich auf dem Heimweg begleitet:</p>
<p>&#8220;Die beste Rache ist ein gutes Leben.&#8221; (Milton H. Erickson)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Frage und Antwort</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 07:25:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zirkularität]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Buch Milindapanha findet sich der folgende Dialog. F&#252;r Therapeuten zeigt er, wie man in der Therapie mit Doppelbindungen umgeht. F&#252;r alle anderen ist er einfach nur sch&#246;n&#8230; K&#246;nig Milinda zu Meister Nagasena: Ich w&#252;rde gerne eine Frage stellen, w&#252;rdest du sie beantworten? Nagasena: Stell deine Frage! K&#246;nig: Ich habe sie schon gestellt. Nagasena: Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Buch <a title="Information &#252;ber Milindapanha" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Milindapa%C3%B1ha" target="_blank">Milindapanha</a> findet sich der folgende Dialog. F&#252;r Therapeuten zeigt er, wie man in der Therapie mit Doppelbindungen umgeht. F&#252;r alle anderen ist er einfach nur sch&#246;n&#8230; <img src='http://www.stefanhammel.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>K&#246;nig Milinda zu Meister Nagasena: Ich w&#252;rde gerne eine Frage stellen, w&#252;rdest du sie beantworten?<br />
Nagasena: Stell deine Frage!<br />
K&#246;nig: Ich habe sie schon gestellt.<br />
Nagasena: Ich habe sie schon beantwortet.<br />
K&#246;nig: Was hast du geantwortet?<br />
Nagasena: Was hast du gefragt?<br />
K&#246;nig: Ich habe nichts gefragt.<br />
Nagasena: Ich habe nichts geantwortet.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Webtipp: Das Reich der M&#246;glichkeiten</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 10:05:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ambivalenz]]></category>
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		<category><![CDATA[Systemisches]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich k&#246;nnte mir vorstellen, dass diejenigen, die den Film &#8220;Validation&#8221; gemocht haben, auch das Video vom &#8220;Reich der M&#246;glichkeiten&#8221; sch&#228;tzen werden. Das ist nun ein ganz anderer Film. Es handelt sich um eine Demonstration des Bostoner Philharmonie-Dirigenten und Cellisten Benjamin Zander, der seine lebensfreundliche Weltanschauung erkl&#228;rt und sie demonstriert, indem er einen jungen Cellisten unterrichtet. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich k&#246;nnte mir vorstellen, dass diejenigen, die den Film <a title="Zum Film &quot;Validation&quot;" href="http://http://www.youtube.com/watch?v=Cbk980jV7Ao" target="_blank">&#8220;Validation&#8221; </a>gemocht haben, auch das Video vom &#8220;Reich der M&#246;glichkeiten&#8221; sch&#228;tzen werden. Das ist nun ein ganz anderer Film. Es handelt sich um eine Demonstration des Bostoner Philharmonie-Dirigenten und Cellisten Benjamin Zander, der seine lebensfreundliche Weltanschauung erkl&#228;rt und sie demonstriert, indem er einen jungen Cellisten unterrichtet. Eine Hommage nicht nur an die Musik, sondern an das Leben und an die Liebe zu den Menschen und zu sich selbst&#8230;</p>
<p>Zu finden ist das Video im <a title="Zum Reich der M&#246;glichkeiten" href="http://www.systemagazin.de/serendipity/index.php?/archives/1048-Das-Reich-der-Moeglichkeiten.html" target="_blank">Blog des systemagazin</a>, das mein gesch&#228;tzter systemischer Kollege Tom Levold herausgibt.</p>
<p>Ich w&#252;nsche euch viel Spa&#223; beim Anschauen!</p>
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		<title>Der Platz neben dir</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Dec 2008 19:57:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[ADS / ADHS]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Ambivalenz]]></category>
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		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Doublebind]]></category>
		<category><![CDATA[Ego-State-Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Für Helfer]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Woche habe ich eine neue Therapiemethode ausgedacht, die au&#223;erordentlich gut funktioniert hat. Nacheinander habe ich sie bei drei Klienten mit jeweils unterschiedlichen Problemen ausprobiert. Es war jedesmal erstaunlich&#8230;. Also, da war eine Klientin, nennen wir sie Frau Goldschmitt, die erz&#228;hlte mir, wie schlecht und unf&#228;hig sie sich f&#252;hle und dass sie kein Selbstbewusstsein habe, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche habe ich eine neue Therapiemethode ausgedacht, die au&#223;erordentlich gut funktioniert hat. Nacheinander habe ich sie bei drei Klienten mit jeweils unterschiedlichen Problemen ausprobiert. Es war jedesmal erstaunlich&#8230;.</p>
<p>Also, da war eine Klientin, nennen wir sie Frau Goldschmitt, die erz&#228;hlte mir, wie schlecht und unf&#228;hig sie sich f&#252;hle und dass sie kein Selbstbewusstsein habe, und dass sie sich selbst daf&#252;r noch Vorw&#252;rfe mache. &#8220;Ich habe Sie aber auch anders kennen gelernt&#8221;, sagte ich zu ihr. &#8220;Ich habe den Eindruck, Sie haben einen faszinierenden Beruf erlernt und Sie f&#252;llen ihr kompetent aus. Sie haben eine Tochter, die Sie offenbar gut erzogen haben und die sehr liebevoll ist, und Sie scheinen Freunde zu haben, die viel von Ihnen halten. Da scheint es zwei Frau Goldschmitts zu geben: Eine die hier sitzt und nicht viel von sich h&#228;lt, und die sich selber schlecht macht, und eine andere, die stelle ich mir neben Ihnen auf dem Sofa vor: Diese Frau Goldschmitt hat viel erreicht und wird sehr gesch&#228;tzt, und sie wei&#223; das auch.&#8221; Und wir sprachen eine Weile &#252;ber die eine und &#252;ber die andere Frau Goldschmitt. Ich fragte, welche K&#246;rperhaltung die andere Frau Goldschmitt wohl habe, was ihr wichtig sei, und wie sie mit sich und mit anderen umgehe. Wir verglichen ihr Erleben und Verhalten mit dem der unsicheren Frau Goldschmitt, die da vor mir sa&#223;. Als sie mir gen&#252;gend &#252;ber beide erz&#228;hlt hatte, sagte ich: &#8220;D&#252;rfte ich Sie bitten, sich auf den Platz neben Ihnen zu setzen, auf den Platz der anderen Frau Goldschmitt?&#8221; Meine Gespr&#228;chspartnerin war etwas verdutzt, aber sie tat es.</p>
<p>&#8220;Auf diesem Platz sind Sie ja die Frau Goldschmitt, die ihren Erfolg, ihre Freunde und den Wert ihres Lebens kennt&#8221;, fuhr ich fort. &#8220;Erz&#228;hlen Sie mir noch etwas &#252;ber Sie und die andere Frau Goldschmitt auf dem Platz neben Ihnen, die so unsicher ist.&#8221; Es war verbl&#252;ffend. Es schien, als ob ich mit einem anderen Menschen spr&#228;che. Vor mir sa&#223; eine starke Frau. &#8220;Bemerken Sie, wie sich Ihre K&#246;rperhaltung jetzt unterscheidet von derjenigen der unsicheren Frau Goldschmitt?&#8221;, fragte ich sie. &#8220;Merken Sie, dass Ihre Stimme ganz anders klingt? Haben Sie schon bemerkt, dass Sie jetzt ganz andere Worte gebrauchen?&#8221; Und ich beendete die Stunde mit der starken Frau Goldschmitt.</p>
<p>&#8220;Wann immer Sie in Ihrem Alltag der unsicheren Frau Goldschmitt begegnen, schlage ich Ihnen vor, Pl&#228;tze zu tauschen&#8221;, sagte ich zu ihr. &#8220;Sie machen das, indem Sie sich die Starke einen Schritt neben sich vorstellen, einen Schritt zur Seite treten und die Unsichere an dem vorherigen Platz lassen.&#8221;</p>
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		<title>Schaufensterkino</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2008/11/10/649/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Nov 2008 08:57:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[ADS / ADHS]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
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		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Frage und Antwort]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
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		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>

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		<description><![CDATA[Die folgende Geschichte erz&#228;hle ich manchmal Jugendlichen, die zwar klug sind, aber sehr auf sich fixiert und darum nicht so sehr sozial orientiert. N&#228;chste Woche m&#246;chte ich sie einmal bei einem sechzehnj&#228;hrigen autistischen Jungen ausprobieren. Mal sehen, was passiert&#8230; Es regnete. Keine Schule heute. Wie jeden Samstagvormittag stand sie hinter der Glastheke, in der die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die folgende Geschichte erz&#228;hle ich manchmal Jugendlichen, die zwar klug sind, aber sehr auf sich fixiert und darum nicht so sehr sozial orientiert. N&#228;chste Woche m&#246;chte ich sie einmal bei einem sechzehnj&#228;hrigen autistischen Jungen ausprobieren. Mal sehen, was passiert&#8230;</p>
<p>Es regnete. Keine Schule heute. Wie jeden Samstagvormittag stand sie hinter der Glastheke, in der die Br&#246;tchen, Kuchen und anderen Backwaren zum Verkauf auslagen. Durch das Schaufenster sah sie, wie der Wind die Bl&#228;tter von den B&#228;umen fegte und in der Stra&#223;e verwirbelte. Vor dem Laden k&#228;mpfte eine Frau mit ihrem Regenschirm. In dicken Buchstaben stand dar&#252;ber die Inschrift: ,,B&#228;ckerei M&#252;ller“. In Spiegelschrift nat&#252;rlich, f&#252;r jemanden, der drinnen stand. Wenn sie alleine war und keine Kunden zu bedienen hatte, stellte sie sich gerne vor, dieses Schaufenster sei eine Kinoleinwand und das, was sie dahinter sah, sei nur ein Film. In ihrer Fantasie ver&#228;nderte sie dann die Szene. Aus den Autos wurden Kutschen, aus den Bl&#228;ttern V&#246;gel und aus der Frau mit dem Regenschirm zum Beispiel ihre Mutter, wie sie mit einem wilden Drachen k&#228;mpfte. Dieses Bild am&#252;sierte sie jetzt ganz besonders. Ihre Mutter, die alles falsch verstand, die ihr das Wort im Mund herumdrehte, die aus Gutem B&#246;ses machen konnte und aus b&#246;se gut, sie w&#252;rde wahrscheinlich auch den Kampf gegen einen Drachen bestehen oder mindestens ein ,,Unentschieden“ erreichen. Bis zum n&#228;chsten Kampf.<br />
Die Frau mit dem Regenschirm war l&#228;ngst verschwunden. Nun stellte sie sich vor, was sie denn gerne auf diese Schaufensterscheibe schreiben w&#252;rde, anstatt des langweiligen Schriftzugs: „B&#228;ckerei M&#252;ller“. Wie w&#228;re es mit „Du bist mir wichtig“, „Ich mag dich trotzdem“, oder: „Ich &#228;rgere mich, weil ich dich liebe“? Vielleicht auch: „Ich &#228;rgere dich&#8230;“. Sie grinste ein wenig bei dem Gedanken. Sie malte sich aus, wie diese Inschriften auf der gro&#223;en Scheibe wirken w&#252;rden. Alle, die an der B&#228;ckerei vor&#252;bergingen, k&#246;nnten sie lesen, auch ihre Mutter. Sie sah vor ihrem inneren Auge die Inschrift: „Du bist mir wichtig.“ Ob ihre Mutter sie dann endlich verstehen w&#252;rde? Sie stellte sich vor, wie ihre Mutter vor dem Schaufenster stand, die Stirn runzelte und den Kopf sch&#252;ttelte. Da kam ihr der Gedanke: „Du musst deine Worte in Spiegelschrift anbringen.“</p>
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