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	<title>HYPS &#187; Coaching</title>
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	<description>Hypno-Systemischer Blog von Stefan Hammel</description>
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		<title>Spielend II</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 12:58:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Resonanz im Saxophon erzeugt die zweite H&#228;lfte des Klanges, die Resonanz im Musiker die erste. (S. Hammel, Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens, S. 234.)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Resonanz im Saxophon erzeugt die zweite H&#228;lfte des Klanges, die Resonanz im Musiker die erste.</p>
<p>(<a title="Zum Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens" href="http://www.klett-cotta.de/buch/Kinder-_und_Jugendliche/Handbuch_des_therapeutischen_Erzaehlens/5767" target="_blank">S. Hammel, Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens</a>, S. 234.)</p>
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		<title>Spielend I</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 12:51:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Saxophonlehrer fragte seinen Sch&#252;ler: „Welche Kraft brauchst du, um eine Klappe zu schlie&#223;en? Nimm diese Kraft, mehr nicht.&#8221; (S. Hammel, Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens. Geschichten und Metaphern in Psychotherapie, Kind- und Familientherapie, Heilkunde, Coaching und Supervision. Klett-Cotta, Stuttgart 2009)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Saxophonlehrer fragte seinen Sch&#252;ler: „Welche Kraft brauchst du, um eine Klappe zu schlie&#223;en? Nimm diese Kraft, mehr nicht.&#8221;</p>
<p>(<a title="Zum Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens" href="http://www.klett-cotta.de/buch/Kinder-_und_Jugendliche/Handbuch_des_therapeutischen_Erzaehlens/5767" target="_blank">S. Hammel, Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens. Geschichten und Metaphern in Psychotherapie, Kind- und Familientherapie, Heilkunde, Coaching und Supervision. Klett-Cotta, Stuttgart 2009</a>)</p>
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		<title>Der Eimer ist leer</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 14:03:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Eimer ist leer! Der Eimer muss neu bef&#252;llt werden! Das ist seltsam. Ich k&#246;nnte schw&#246;ren, wir h&#228;tten gestern noch Wasser nachgef&#252;llt.  Es muss an der nat&#252;rlichen Verdunstung liegen, dass &#252;ber Nacht so viel von dem kostbaren Nass verloren gegangen ist. Woran sonst k&#246;nnte es liegen? &#8220;Die Banken sind leer! Sie m&#252;ssen dringend rekapitalisiert werden!&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Eimer ist leer! Der Eimer muss neu bef&#252;llt werden! Das ist seltsam. Ich k&#246;nnte schw&#246;ren, wir h&#228;tten gestern noch Wasser nachgef&#252;llt.  Es muss an der nat&#252;rlichen Verdunstung liegen, dass &#252;ber Nacht so viel von dem kostbaren Nass verloren gegangen ist. Woran sonst k&#246;nnte es liegen?</p>
<p>&#8220;Die Banken sind leer! Sie m&#252;ssen dringend rekapitalisiert werden!&#8221; So hat jetzt der scheidende EZB-Pr&#228;sident Trichet in einem dramatischen Appell ausgerufen. Das mag sein, dass die Eimer und T&#246;pfe dort Niedrigwasser f&#252;hren. Es mag auch sein, dass sie bef&#252;llt werden m&#252;ssen. Aber haben die Regierungen Amerikas und Europas nicht gerade vor 3 Jahren mit riesigen B&#252;rgschaften und Krediten die Banken bef&#252;llt? Von 500 Milliarden Euro war damals die Rede, mit denen die Bundesregierung die Banken damals gest&#252;tzt hat. Eine halbe Billion. W&#228;re es am Ende m&#246;glich, dass wir einen Eimer bef&#252;llen, der l&#246;chrig ist? W&#228;re es m&#246;glich, dass aus Bankeigentum unter der Hand im Laufe weniger Jahre Privateigentum wird? Wenn die Banken so schnell arm geworden sind, m&#252;sste es doch jemanden geben, der an den armen Banken reich wird? Kann es sein, dass ein Staat Banken unterst&#252;tzt, ohne Prozesse zu unterbinden, die dazu f&#252;hren, dass deren Kapital unter der Hand privatisiert wird oder auf andere Art gebunden wird und f&#252;r die Bank keine Sicherheit mehr darstellt?</p>
<p>Das ist ein bisschen so, als ob ich einem &#252;berschuldeten Menschen in therapeutischer Absicht seine Rechnungen bezahlte, und &#252;bersehe, dass er das Verhalten, das zu seinem finanziellen Ruin gef&#252;hrt hat, weiter f&#252;hrt. Und, nachdem ich bemerkt habe, dass er wieder in Geldn&#246;ten ist, seine n&#228;chsten Rechnungen ebenso bezahle. Wie lange kann ich einen solchen Menschen st&#252;tzen und mich weiterhin professionell nennen? Und nat&#252;rlich auch: Wie lange kann ich mir das selbst leisten? Es ist auch ein bisschen so, als ob man eine Alkoholtherapie mit einem Klienten macht, w&#228;hrend dieser zwischen den Therapiepausen weitertrinkt. Oder eine Paartherapie mit einem Paar, w&#228;hrend ein Partner fortgesetzt fremdgeht. Oder eine Therapie mit einem Gewaltt&#228;ter, der stetig weiter Gewalt ver&#252;bt. Und der Therapeut therapiert weiter in dem Gedanken: Ich muss dem Menschen doch helfen. Ich kann doch nicht tatenlos zusehen&#8230;</p>
<p>Wenn man als Therapeut Energie in ein System investiert, dem stetig Energie entzogen wird, ohne die Quelle des Energieverlusts zu stopfen, dann  ist das unprofessionell. Ich m&#246;chte so nicht arbeiten.</p>
<p>Ich frage mich: Wie lange kann man ein System stabilisieren, das sich selbst unabl&#228;ssig destabilisiert &#8211; ohne das System so zu ver&#228;ndern, dass die Unterst&#252;tzung nicht alle paar Jahre wiederholt werden muss? Und wer profitiert im Zeitraum bis zum n&#228;chsten Zusammenbruch von der Unterst&#252;tzung?</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Seminar: Die Kraft von Metaphern</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Jan 2011 22:56:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In gut zwei Wochen, am 5.2. und 6.2. halte ich beim Milton-Erickson-Institut Heidelberg ein Seminar zu therapeutischem Geschichtenerz&#228;hlen. Kurzentschlossene k&#246;nnen noch dazukommen. Anmeldeschluss ist jetzt am Wochenende (f&#252;r Anmeldungen per E-mail: Sonntag, 23.1.2011, per Telefon: Montag, 24.1., 9.30 h). Das Seminar steht unter dem Titel &#8220;Die Kraft von Metaphern im System und mit System&#8221;. Hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In gut zwei Wochen, am 5.2. und 6.2. halte ich beim Milton-Erickson-Institut Heidelberg ein Seminar zu therapeutischem Geschichtenerz&#228;hlen. Kurzentschlossene k&#246;nnen noch dazukommen. <strong>Anmeldeschluss ist jetzt am Wochenende</strong> (f&#252;r Anmeldungen per E-mail: Sonntag, 23.1.2011, per Telefon: Montag, 24.1., 9.30 h). Das Seminar steht unter dem Titel &#8220;Die Kraft von Metaphern im System und mit System&#8221;. Hier der Ausschreibungstext:</p>
<p>&#8220;Therapeutisches Erz&#228;hlen ist seit jeher ein zentraler Bestandteil von Hypnotherapie, Systemik und vielen anderen Beratungsformen. Der Einsatz von Metaphern- und Beispielgeschichten ist aus dem alten Orient bekannt und ist bis heute eine der wirksamsten Beratungsformen. Die Geschichten werden vom Berater erz&#228;hlt oder vom Klienten eingebracht und vom Berater reframed, oder sie werden von den Gespr&#228;chspartnern gemeinsam entwickelt. Nur, wie entdecke ich eine n&#252;tzliche Geschichte und wie erz&#228;hle ich sie? Per Musenku&#223;? Das Seminar vermittelt die Techniken, um individuelle Geschichten in der Beratung spontan zu entwickeln und sie therapeutisch wirksam zu erz&#228;hlen.</p>
<p>Ziel des Seminars ist es also, zu lernen, wie man…</p>
<p>* therapeutische Geschichten f&#252;r Klientinnen und Klienten findet<br />
* jederzeit Geschichten f&#252;r einzigartige Lebenssituationen erfindet<br />
* Erz&#228;hlungen therapeutisch wirksam formuliert und einbettet<br />
* Problemmetaphern von Klienten in L&#246;sungsmetaphern zu transformiert, die diese unwillk&#252;rlich in ihre Wirklichkeit reintegrieren<br />
* motivierende, warnende, Such- und Lernhaltungen aktivierende Geschichten aufbaut.&#8221;</p>
<p>Ich freue mich &#252;ber Anmeldungen beim <a title="Zum Anmeldeformular beim Milton-Erickson-Institut Heidelberg" href="http://www.meihei.de/dateien/start1.html." target="_blank">Milton-Erickson-Institut Heidelberg</a>!</p>
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		<title>Aus dem Maul des Krokodils</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Jan 2011 08:41:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Geschichte verwende ich bei einigen Gruppenkonflikten, bei widerspr&#252;chlicher Kommunikation (Doppelbotschaften), im Zusammenhang mit Borderlinest&#246;rungen und komplizierten Ambivalenzen in Beziehungen und bei einer widerspr&#252;chlichen und teilweise destruktiven Autokommunikation der Klienten. Man kann solche Geschichten sehr unterschiedlich verwenden, je nachdem, ob man alle Protagonisten als Teile eines &#8220;inneren Teams&#8221; im Klienten sieht (also als verschiedene Pers&#246;nlichkeitsanteile), [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Geschichte verwende ich bei einigen Gruppenkonflikten, bei widerspr&#252;chlicher Kommunikation (Doppelbotschaften), im Zusammenhang mit Borderlinest&#246;rungen und komplizierten Ambivalenzen in Beziehungen und bei einer widerspr&#252;chlichen und teilweise destruktiven Autokommunikation der Klienten. Man kann solche Geschichten sehr unterschiedlich verwenden, je nachdem, ob man alle Protagonisten als Teile eines &#8220;inneren Teams&#8221; im Klienten sieht (also als verschiedene Pers&#246;nlichkeitsanteile), ob man sie alle als &#228;u&#223;ere Figuren sieht (Konflikt zwischen Familien- oder Teammitgliedern, Konflikt zwischen verschiedenen Teams oder Teilen einer Gesellschaft) oder ob man sie teils als innere und Teils als &#228;u&#223;ere Figuren sieht (Doppelbindungs-Kommunikation).</p>
<p>„Guten Morgen, liebes Zebra!“ Der kleine Vogel sa&#223; in Alis aufgesperrtem Rachen und pickte die Essensreste aus den Krokodilsz&#228;hnen. Freundlich begr&#252;&#223;te er den alten Freund. Doch das Zebra starrte ihn aus gro&#223;en Augen an, tat einen Satz zur&#252;ck und nahm Rei&#223;aus. „Aber Zebra, du brauchst doch keine Angst vor mir zu haben. Wir haben uns doch immer…“ Der Vogel schaute nach dem Krokodil. „Was hat er nur? Verstehst du das?“ Ali sch&#252;ttelte den Kopf. „Zebras sind komisch. Keine Ahnung.“</p>
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		<title>Die Seefrau an Land</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Jan 2011 08:41:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Geschichte habe ich in der Therapie verwendet bei Leuten, die einen organisch nicht erkl&#228;rbaren Schwindel hatten.(Anhaltenden Schwindel immer &#228;rztlich abkl&#228;ren lassen!) Das Bild ist auch geeignet f&#252;r die Therapie von Menschen in manchen Mobbing- oder Verlustsituationen und in anderen Therapien zum Thema Identit&#228;tsfindung (etwa im Umfeld von Beratungen zu Selbstsicherheit, Traumaerfahrungen und bei Borderline-Diagnosen). [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Geschichte habe ich in der Therapie verwendet bei Leuten, die einen organisch nicht erkl&#228;rbaren Schwindel hatten.(Anhaltenden Schwindel immer &#228;rztlich abkl&#228;ren lassen!) Das Bild ist auch geeignet f&#252;r die Therapie von Menschen in manchen Mobbing- oder Verlustsituationen und in anderen Therapien zum Thema Identit&#228;tsfindung (etwa im Umfeld von Beratungen zu Selbstsicherheit, Traumaerfahrungen und bei Borderline-Diagnosen).</p>
<p>„Ich komme gerade von einem f&#252;nft&#228;gigen Segelt&#246;rn“, erz&#228;hlte die Frau. „Mein Kopf gaukelt mir vor, ich w&#228;re noch auf dem Schiff. Alles hier schaukelt und schwankt.“ „Ich war einmal in einem Schiffsmuseum“, antwortete der Mann. „Sie hatten dort eine Halterung f&#252;r Kerzen, so dass sie selbst auf hoher See stets aufrecht stehen bleiben. Die Halterung besteht aus drei ineinander gef&#252;gten Ringen, die miteinander verbunden sind, so dass jeder innerhalb des anderen frei drehbar ist. Der &#228;u&#223;ere Ring, der an einer Kette h&#228;ngt, ist senkrecht befestigt, der mittlere des gleichen, jedoch in rechtem Winkel quer zu ihm. Der innere Ring darin liegt waagerecht. In ihm befindet sich der Kerzenhalter, mit seinem Schwerpunkt unterhalb des Rings. Gleich, wie das Schiff nun schwankt, bewegen  sich die Ringe so, dass ihre Kerze aufrecht bleibt.“ „Jetzt ist der Schwindel weg“, sagte die Frau.</p>
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		<title>Good Vibrations</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Nov 2010 09:07:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gerade bin ich mit den Korrekturen zum &#8220;Handbuch der therapeutischen Utilisation&#8221; besch&#228;ftigt, das im April bei Klett-Cotta erscheint. Das Buch enth&#228;ltFallbeispiele und Erkl&#228;rungen dazu, wie man in der Therapie gerade die Dinge f&#252;r die Ziele der Klienten nutzen kann, die auf den ersten Blick unn&#252;tz, l&#228;stig oder geradezu sch&#228;dlich erscheinen. Dazu geh&#246;ren nat&#252;rlich die Erfahrungen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade bin ich mit den Korrekturen zum &#8220;Handbuch der therapeutischen Utilisation&#8221; besch&#228;ftigt, das im April bei Klett-Cotta erscheint. Das Buch enth&#228;ltFallbeispiele und Erkl&#228;rungen dazu, wie man  in der Therapie gerade die Dinge f&#252;r die Ziele der Klienten nutzen kann, die auf den ersten Blick unn&#252;tz, l&#228;stig oder geradezu sch&#228;dlich erscheinen. Dazu geh&#246;ren nat&#252;rlich die Erfahrungen, deretwegen die Leute in Therapie gekommen sind, zum anderen aber auch ganz allt&#228;gliche St&#246;rungen. Ich gebe einmal ein Beispiel.</p>
<p>Eine Frau wollte gerne hypnotisiert werden, weil sie sich nur schwer konzentrieren k&#246;nne, Ged&#228;chtnisprobleme habe und sich meistens verwirrt f&#252;hle. Die ersten Therapiestunden ergaben, dass es gen&#252;gend famili&#228;re Probleme gab, um diese Schwierigkeiten zu erkl&#228;ren. Die Frau w&#252;nschte sich jedoch eine Therapie, die die ihre Familiensituation unber&#252;cksichtigt lassen sollte. Ich erkl&#228;rte ihr, ich hielte zwar grunds&#228;tzlich ein anderes Vorgehen f&#252;r angezeigt, ihrem ausdr&#252;cklichen Wunsch entsprechend werde ich aber mit ihr daran arbeiten, ihre mentalen Prozesse so weit als m&#246;glich zu optimieren, ohne ihre Familienbeziehungen und die sich daraus ergebenden Probleme zu bearbeiten.<br />
Nach einigen S&#228;tzen der Hypnoseinduktion begann, f&#252;r mich unvorhergesehen, im Keller ein Handwerker mit einer Schlagbohrmaschine eine Wand zu durchbohren. Minutenlang vibrierte das Haus, und der L&#228;rm war so gewaltig, dass ich sehr laut reden musste, um f&#252;r die Klientin h&#246;rbar zu bleiben. Ich sagte:<br />
„Manchmal geschieht es, dass etwas Unvorgesehenes unser Leben ersch&#252;ttert, und wir merken erst einen Augenblick sp&#228;ter, dass es etwas Gutes ist, was mit uns geschieht. Es ist, als ob in uns etwas zurecht ger&#252;ttelt wird, so dass in unserem K&#246;rper und Geist etwas vibriert und unsere geistigen F&#228;higkeiten aktiviert. In uns kommt etwas zum Schwingen und eine gute Resonanz bringt in uns alle Gedanken an den richtigen Platz, alle Erinnerungen und all unser Wissen werden dadurch aufger&#228;umt, werden neu geordnet und dadurch neu auffindbar.“<br />
Einige Tage sp&#228;ter sagte eine andere Frau, die mit dieser Klientin befreundet war, zu mir: „Meine Freundin hat gesagt, Sie hatten einen Handwerker im Haus, der mit einer Maschine gearbeitet hat, und das sei so wohltuend gewesen.“</p>
<p>(Aus: Stefan Hammel, Handbuch der therapeutischen Utilisation. Vom Nutzen des Unn&#252;tzen in Psychotherapie, Kinder- und Familientherapie, Heilkunde und Beratung. Stuttgart, Klett-Cotta 2011)</p>
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		<title>Der Grashalm in der W&#252;ste</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2010 15:30:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern war ich in der Kinderpsychiatrie und habe den Kindern eine Geschichte erz&#228;hlt. Wir vergessen so oft, dass Menschen, die sich selbst und anderen M&#252;he bereiten, nicht nur aus ihren Problemen bestehen, sondern auch aus dem, was heil ist.Und wenn wir das Gesunde, Kraftvolle, Gl&#252;ckspendende im Leben der Kinder oder auch von uns selber pflegen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern war ich in der Kinderpsychiatrie und habe den Kindern eine Geschichte erz&#228;hlt. Wir vergessen so oft, dass Menschen, die sich selbst und anderen M&#252;he bereiten, nicht nur aus ihren Problemen bestehen, sondern auch aus dem, was heil ist.Und wenn wir das Gesunde, Kraftvolle, Gl&#252;ckspendende im Leben der Kinder oder auch von uns selber pflegen, k&#246;nnte es sein, dass wir mehr erreichen, als wenn wir immer mehr Zeit auf die Behandlung des St&#246;renden verwenden. Nat&#252;rlich muss man zuweilen bei dem, was st&#246;rt, ankn&#252;pfen. Wenn man allerdings bei der Behandlung der St&#246;rung h&#228;ngen bleibt, ist man wahrscheinlich schon selbst ein Teil der St&#246;rung geworden. Denn wer sagt uns, dass die Reaktionen der Menschen auf das Problem nicht zu dem Problem ma&#223;geblich beitragen? Vielleicht kommen wir schneller zum Ziel, wenn wir das Unauff&#228;llige, Gesunde, Normale in den Vordergrund unserer Betrachtung stellen. Ich habe jedenfalls den Kindern die folgende Geschichte erz&#228;hlt.</p>
<p>Ein Mann durchquerte eine W&#252;ste. Rings um ihn her gab es nur Sand, Steine und Felsen, den leuchtend blauen Himmel und &#252;ber ihm die gl&#252;hend hei&#223;e Sonne. Auf der H&#228;lfte seines Weges geschah es, dass er Rast machen wollte und sich nach einem geeigneten Platz umsah.<span id="more-1610"></span> Etwas abseits des Weges fand er einen &#252;berh&#228;ngenden Felsen, der ihm Schatten bieten konnte f&#252;r die Zeit seiner Rast. Der Mann ging dorthin. Als er ankam, sah er etwas Ungew&#246;hnliches: Im Schatten dieses Felsens wuchs tats&#228;chlich ein Grashalm. „Nanu, wo kommst du denn her?“ fragte der Mann, und dann lachte er &#252;ber sich selbst: „In meiner Einsamkeit rede ich schon mit dem Gras. Es wird besser sein, ich untersuche einmal, wo der Grashalm herkommt.“ Er scharrte das Pfl&#228;nzchen aus dem Sand und legte es behutsam zur Seite. Dann grub er tiefer und tiefer. Auch wenn er nicht gerade auf eine sprudelnde Quelle traf, so war die Erde hier tats&#228;chlich etwas feucht. Als der Mann sich wieder auf den Weg machte, verga&#223; er nicht, den Grashalm wieder auf die feuchte Erde zu setzen. Mit ein paar Steinen baute er eine kleine Mauer davor, um die Pflanze vor dem Austrocknen durch den hei&#223;en W&#252;stenwind zu sch&#252;tzen. Dann setzte er seine Reise fort. Auf seinem R&#252;ckweg kam er wieder an der Stelle vorbei. Nat&#252;rlich schaute er nach, ob sein Pfl&#228;nzchen noch lebte. Er war sehr erfreut: Aus dem Grashalm war ein richtiges kleines Grasb&#252;schel geworden. Der Mann grub noch etwas tiefer in die Erde und drang in noch feuchteres Erdreich vor. Mit einem Tuch, zwei Pf&#228;hlen und ein paar Schn&#252;ren, die er f&#252;r die R&#252;ckreise mitgenommen hatte, verbesserte er den Windschutz f&#252;r seine Pflanze. Viele Jahre sp&#228;ter musste ein Freund dieses Mannes dieselbe W&#252;ste durchqueren. Da bat er den Freund: „Schau’ doch einmal nach, was aus meiner Pflanze geworden ist – ob sie noch da ist!“ Der Freund versprach es ihm. Als er von der Reise zur&#252;ckkehrte, berichtete er: „Aus deinem Grasb&#252;schel ist ein kleines St&#252;ck Wiese geworden. Andere Reisende haben die Stelle entdeckt. Sie haben die Mauer vergr&#246;&#223;ert und noch mehr Pf&#228;hle mit T&#252;chern dort aufgestellt. Jemand hat dort einen Brunnen gegraben und mit einem St&#252;ck Leder abgedeckt. Neben dem Brunnen w&#228;chst ein sch&#246;ner Feigenbaum. In seinen Bl&#228;ttern zirpte eine Grille.</p>
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		<title>Recycling II</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Oct 2010 16:03:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das erinnert mich an eine Beobachtung in verschiedenen St&#228;dten in Kambodscha. Ich denke zum Beispiel an Phnom Penh. Wir gehen durch eine Einkaufsstra&#223;e. „Wick-wack, wick-wack.“ Eine Hupe, die wie eine Gummi-Badeente klingt, k&#252;ndigt eine M&#252;llsammlerin an, mit ihrem Handwagen durch die Stra&#223;e zieht. Manche dieser Sammlerinnen sind auf Glas- und Plasikflaschen spezialisiert, manche nehmen jede [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das erinnert mich an eine Beobachtung in verschiedenen St&#228;dten in Kambodscha. Ich denke zum Beispiel an Phnom Penh.</p>
<p>Wir gehen durch eine Einkaufsstra&#223;e.<br />
„Wick-wack, wick-wack.“<br />
Eine Hupe, die wie eine Gummi-Badeente klingt, k&#252;ndigt eine M&#252;llsammlerin an, mit ihrem Handwagen durch die Stra&#223;e zieht. Manche dieser Sammlerinnen sind auf Glas- und Plasikflaschen spezialisiert, manche nehmen jede Art von M&#252;ll, einige suchen Reis- und Baustoffs&#228;cke oder Dosen.<br />
Glasflaschen werden an Moped-Tankstellen verkauft, die am Stra&#223;enrand Benzin verkaufen, Plastikflaschen k&#246;nnen als Wasserbeh&#228;lter dienen oder verfeuert werden, Baustoffs&#228;cke k&#246;nnen mit Beton gef&#252;llt als formbare Mauersteine Verwendung finden und Nahrungsmittels&#228;cke mit sch&#246;nen Motiven k&#246;nnen in Taschen f&#252;r Touristen verwandelt werden. Aus Blechdosen kann man Spielzeug machen, das ebenfalls von Touristen gekauft wird.<br />
Phnom Penh hat keine geregelte M&#252;llabfuhr. Die Stra&#223;en sind weitgehend abfallfrei.</p>
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		<title>Recycling I</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Oct 2010 16:03:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Suggestive Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma]]></category>
		<category><![CDATA[Verzeihen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Leute mir von ihrem &#8220;kaputten&#8221; Leben erz&#228;hlen, von &#8220;M&#252;ll&#8221;, der sich in ihrer Ehe angesammelt hat oder davon, dass alles, was sie machen, irgendwie &#8220;Schrott&#8221; ist, dann rede ich mit ihnen &#252;ber Recycling.  Ich erz&#228;hle ihnen von Abfallsortierung, von Wertstoffh&#246;fen, von der Biotonne und vom Kompost im Garten. In den n&#228;chsten Tagen m&#246;chte ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Leute mir von ihrem &#8220;kaputten&#8221; Leben erz&#228;hlen, von &#8220;M&#252;ll&#8221;, der sich in ihrer Ehe angesammelt hat oder davon, dass alles, was sie machen, irgendwie &#8220;Schrott&#8221; ist, dann rede ich mit ihnen &#252;ber Recycling.  Ich erz&#228;hle ihnen von Abfallsortierung, von Wertstoffh&#246;fen, von der Biotonne und vom Kompost im Garten. In den n&#228;chsten Tagen m&#246;chte ich dazu ein paar Gedanken ver&#246;ffentlichen. Auch die folgende Erinnerung handelt von Recycling.</p>
<p>Kampot in Kambodscha. Wir sitzen vor einer Bambush&#252;tte.<br />
„Au!“<br />
„Moskito oder Ameise?“<br />
„Ameise.“<br />
Die Insekten sind das einzig Unangenehme an diesem Ort. Wir betrachten die Muscheln und Schnecken, die wir am Strand gesammelt haben.<br />
„Wenn wir die mitnehmen, stinken sie uns die Koffer voll, auf der ganzen Reise bis nach Hause.“<br />
Um eine geruchsfreie Nacht zu verleben, lassen wir die &#220;berreste der Schalentiere  vor der T&#252;r.<br />
Als wir am anderen Morgen vor die T&#252;r treten, sind die Schalen &#252;bers&#228;t von Ameisen.<br />
Als wir am &#252;bern&#228;chsten Morgen vor die T&#252;r treten, sind keine Ameisen mehr da.<br />
Als wir am Morgen darauf aufbrechen, nehmen wir die Schalen mit. Kein Hauch eines Geruchs geht von ihnen aus.</p>
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