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	<title>HYPS &#187; Asthma / Atem</title>
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	<description>Hypno-Systemischer Blog von Stefan Hammel</description>
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		<title>Spielend II</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 12:58:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Resonanz im Saxophon erzeugt die zweite H&#228;lfte des Klanges, die Resonanz im Musiker die erste. (S. Hammel, Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens, S. 234.)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Resonanz im Saxophon erzeugt die zweite H&#228;lfte des Klanges, die Resonanz im Musiker die erste.</p>
<p>(<a title="Zum Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens" href="http://www.klett-cotta.de/buch/Kinder-_und_Jugendliche/Handbuch_des_therapeutischen_Erzaehlens/5767" target="_blank">S. Hammel, Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens</a>, S. 234.)</p>
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		<title>Der Weg zur Wiese</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Jun 2011 15:28:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Geschichte ist &#8211; jeweils f&#252;r  die aktuelle Situation angepasst &#8211; n&#252;tzlich, um Allergien und deren Symptome wirkungsvoll zu &#252;berwinden. Stell dir vor, es ist ein Wintertag, und du befindest dich an einem kalten klaren Ort. Du atmest tief und ruhig, und du genie&#223;t diese gute Luft. Lass die Zeit fortschreiten. Lass es Fr&#252;hling werden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Geschichte ist &#8211; jeweils f&#252;r  die aktuelle Situation angepasst &#8211; n&#252;tzlich, um Allergien und deren Symptome wirkungsvoll zu &#252;berwinden.</p>
<p>Stell dir vor, es ist ein Wintertag, und du befindest dich an einem kalten klaren Ort. Du atmest tief und ruhig, und du genie&#223;t diese gute Luft. Lass die Zeit fortschreiten. Lass es Fr&#252;hling werden, und nimm diesen guten Atem und diese angenehme Ruhe mit! Stell dir vor, du atmest tief und ruhig und gen&#252;sslich, denn du wei&#223;t, du bist sicher, und du bleibst es auch. Es tut gut, so entspannt und gel&#246;st zu atmen. Stell dir vor, es ist Fr&#252;hling, und du gehst mit dieser Ruhe und mit diesem guten Atem – und vielleicht wundert es dich sogar, dass das so gut geht – auf eine Wiese mit bl&#252;henden Birken. Du atmest tief und gut. Du bist frei von jeder Angst, und du genie&#223;t es. Stell dir vor, du gehst zu einer Birke, und du hast diesen wundersch&#246;nen Impuls: Du umarmst sie, und es ist sehr gut.</p>
<p>Quelle: Stefan Hammel, <a title="Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens" href="http://www.stefanhammel.de/das-1-handbuch.html" target="_blank"> Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens</a>, S.58</p>
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		<title>Gespr&#228;che am Sterbebett</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 09:43:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie spricht man mit Menschen im Koma? Und was kann man zu einem sterbenden Menschen sagen? Grunds&#228;tzlich Dinge, deren positive Ausrichtung sofort sp&#252;rbar ist und die zugleich ehrlich sind. Grunds&#228;tzlich Dinge, die den Sterbenden als Lebenden respektieren. Grunds&#228;tzlich m&#246;chte ich weder so tun, als g&#228;be es kein Sterben, noch so, als w&#228;re der andere schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie spricht man mit Menschen im Koma? Und was kann man zu einem sterbenden Menschen sagen? Grunds&#228;tzlich Dinge, deren positive Ausrichtung sofort sp&#252;rbar ist und die zugleich ehrlich sind. Grunds&#228;tzlich Dinge, die den Sterbenden als Lebenden respektieren. Grunds&#228;tzlich m&#246;chte ich weder so tun, als g&#228;be es kein Sterben, noch so, als w&#228;re der andere schon nicht mehr da. Grunds&#228;tzlich m&#246;chte ich so reden, dass es das Mitdenken nicht schwerf&#228;llt: Ganz anschaulich, in Bildern, in Tagtr&#228;umen, und m&#246;glichst in Worten, die dem anderen Menschen schon l&#228;ngst etwas bedeuten. Einige Gedanken aus meiner Arbeit als Pfarrer m&#246;chte ich hier anf&#252;gen.</p>
<p>Vor kurzem wurde ich ins Krankenhaus gerufen, zu einem schwer kranken Mann. Die &#196;rzte sagten, dass er in den n&#228;chsten Tagen oder Wochen sterben werde. Seine Frau, die sehr gl&#228;ubig war, hatte mich gebeten, zu kommen. Als ich mit den beiden sprach, wurde bald deutlich: Er wollte kein Gebet, das Abschied bedeuten k&#246;nnte. Er wollte leben. „Verstehen Sie“, sagte er, „Beten ist gut, aber jetzt geht es nicht. Jetzt ist nicht die Zeit. Vielleicht sp&#228;ter“, sagte er. Ob ich aus der Ferne um Leben, um ein Wunder f&#252;r ihn beten sollte, fragte ich. „Das ist gut“, antwortete er.<br />
Am anderen Tag lag er im Koma. Es atmete in kurzen St&#246;&#223;en, und es war zu sehen, dass er im Sterben lag. Ich las ihm den Psalm vom guten Hirten vor, sprach ein Gebet, das Vaterunser und einen Segen. Wenn ich den Eindruck hatte, dass ihm eine Zeile des Psalms gut tat, las ich die Zeile zweimal oder dreimal. Ich las die Zeilen ruhig und mit Pausen vor, und wir hatten den Eindruck, dass dar&#252;ber auch sein Atem immer ruhiger wurde. Sein Atem folgte meinem, und wenn ich sehr langsam sprach, setzte der Atem manchmal f&#252;r eine Weile aus, um danach doch wieder ruhig weiterzuflie&#223;en. Alles, was ihm Kummer oder Angst machen k&#246;nnte, m&#246;ge er ablegen, so bat ich ihn, wie an einer Garderobe Gottes. Was mit Schuld oder Vorw&#252;rfen zu tun h&#228;tte, alle Gedanken, die was ihm nicht gut t&#228;ten und alles, was er nicht braucht, m&#246;ge er wie Kleider ablegen bei Gott. Nach diesen Worten von meiner Seite sprach auch seine Frau mit ihm &#252;ber das Loslassen: Davon, dass Sie ihn nicht festhalte, dass er loslassen d&#252;rfe und davon, dass er seine Liebe zu ihr auch von der anderen Seite aus ausdr&#252;cken kann. Es scheint mir ganz deutlich so, dass er das h&#246;ren und f&#252;r sich annehmen konnte. Etwa eine viertel Stunde sp&#228;ter starb er ruhig, ohne Kampf.</p>
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		<title>Die Zirbelkiefer (Wachstumsst&#246;rung)</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 19:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Wie geht es eigentlich deiner Freundin Lara?&#8221;, habe ich eben meine Nichte gefragt. &#8220;Hat sie noch Allergieprobleme?&#8221; &#8220;Sie behauptet noch welche zu haben, aber bei unserem gemeinsamen Urlaub vor ein paar Wochen haben wir Katzen gestreichelt, und sie hat nicht darauf reagiert. Dabei war sie fr&#252;her schlimm allergisch&#8221;. &#8220;Und ihr Asthma?&#8221; &#8220;Ich glaube, das ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wie geht es eigentlich deiner Freundin Lara?&#8221;, habe ich eben meine Nichte gefragt. &#8220;Hat sie noch Allergieprobleme?&#8221; &#8220;Sie behauptet noch welche zu haben, aber bei unserem gemeinsamen Urlaub vor ein paar Wochen haben wir Katzen gestreichelt, und sie hat nicht darauf reagiert. Dabei war sie fr&#252;her schlimm allergisch&#8221;. &#8220;Und ihr Asthma?&#8221; &#8220;Ich glaube, das ist ziemlich weg. Ich h&#246;re nichts mehr von Asthmaanf&#228;llen. Und ich erlebe keine, wenn ich bei ihr bin.&#8221;</p>
<p>Lara hatte eine Wachstumsst&#246;rung gehabt. Die St&#246;rung war wohl eine Nebenwirkung von Asthmamedikamenten, die sie regelm&#228;&#223;ig nehmen musste. So jedenfalls stand es auf dem Beipackzettel und so erkl&#228;rten es ihr die behandelnden &#196;rzte. Lara war mit zw&#246;lf auff&#228;llig klein. Das Asthma wiederum stand wohl in einem Zusammenhang mit ihren Allergien.</p>
<p>&#8220;Und ist sie gewachsen?&#8221;, habe ich weiter gefragt.&#8221;Sie behauptet immer, sie w&#228;chst nicht&#8221;, sagte meine Nichte. Aber ich habe noch nie in meinem Leben jemanden so schnell wachsen gesehen. Sie ist schon fast so gro&#223; wie ihre Mutter. Sie hat ja damals gesagt, sie wollte so gro&#223; wie ihre Mutter werden.&#8221; &#8220;Was habe ich eigentlich damals mit ihr gemacht?&#8221;, habe ich weiter gefragt. Ich hatte sie vor einem F&#252;nfvierteljahr und vor einem Dreivierteljahr zweimal hypnotisiert mit dem Ziel, ihre Allergien und ihr Asthma zu reduzieren und ihr Wachstum zu beschleunigen. &#8220;Du hattest etwas &#252;ber einen Baum erz&#228;hlt in ihrer Heimat, wie er w&#228;chst, und etwas &#252;ber Pollen&#8230;&#8221;</p>
<p>Jetzt ist es mir wieder eingefallen: Ich habe Lara gefragt, ob sie in der Schweiz, wo sie herkommt, solche Kiefern kennt, hoch oben in den Bergen, die ganz klein sind. Sie hat mir dann etwas von diesen B&#228;umen erz&#228;hlt. Ich habe sie dann gebeten, sich genau vorzustellen, sie sei eine solche Kiefer, eine Zirbelkiefer, so hei&#223;t diese besondere Sorte &#8211; das erinnerte mich daran, so erz&#228;hlte ich ihr, dass im Gehirn die Zirbeldr&#252;se sitze, die f&#252;r das Wachstum zust&#228;ndig sei, und diese Zirbelkiefern, die sind manchmal ganz klein, weil es dort oben in den Bergen so kalt ist. Aber jetzt gibt es ja diese Klimaver&#228;nderung, und die Forscher haben festgestellt, dass diese Kiefern jetzt viel schneller wachsen als vorher, und gr&#246;&#223;er werden als man das bisher kannte und von diesen B&#228;umen erwartet hat&#8230; das ist eine faszinierende Sache: Die wachsen jetzt schneller und werden gr&#246;&#223;er. Und ich glaube, dass diese Zirbelkiefer bestimmt so gro&#223; wird wie deine Mutter, sagte ich, und bin gespannt, wie gro&#223; sie noch wird&#8230;</p>
<p>Ich habe dann viel &#252;ber das Wachstum dieser Kiefern geredet.Dann erz&#228;hlte ich noch etwas dar&#252;ber, wie gut die Luft dort oben ist, und wie geschmeidig der Atem dort ist, und wie tief und gut man da atmen kann, und wie angenehm sich die Haut und die Atemwege dort anf&#252;hlen, und dass es dort zwar auch Pollen gibt, aber dass die einem gar nichts machen, weil die Luft so gut ist, und die Zirbelkiefer hat sowieso nichts gegen Pollen, sie hat ja selber welche und f&#252;hlt sich gut da oben, und in der Weise redete ich noch eine Weile weiter und lie&#223; sie dann auftauchen. (Hypnotherapeutisch fundierte Herangehensweisen bei Allergien und Asthma sind in diesem Blog unter den betreffenden Kategorien beschrieben.)</p>
<p>Interessanterweise hat meine Nichte mit Lara in den letzten Jahren Gr&#246;&#223;enmessungen mit Lara gemacht und Striche mit Daten an ihrer Zimmert&#252;re angebracht. So ergibt sich im R&#252;ckblick folgende Entwicklung:</p>
<p>Feb. 2008  dreizehnter Geburtstag<br />
27.4.2008  1,40 m<br />
14.8.2008  1,43 m<br />
3.1.2009   1. Hypnotherapie<br />
Feb. 2009  vierzehnter Geburtstag<br />
29.3.2009  1,455 m<br />
26.5.2009  1,465 m<br />
9.6.2009   1,47 m<br />
13.6.2009  2. Hypnotherapie (wovon ich oben erz&#228;hlte)<br />
9.8.2009   1,48 m<br />
14.9.2009  1,49 m<br />
18.12.2009 1,50 m</p>
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		<title>Nussallergie</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2010/01/23/1410/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 13:20:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Letzte Woche war ich bei Freunden zu Besuch, um mit ihnen und ihrem vierj&#228;hrigen Sohn Tim Schlitten fahren zu gehen. Wir sa&#223;en gerade beim Abendessen, als Tatjana und Markus von den Nuss- und Pollenallergien ihres Sohnes Tim erz&#228;hlten. &#8220;Man kann das hypnotherapeutisch gut behandeln&#8221;, sagte ich. &#8220;Ich habe das schonmal mit einem Vierj&#228;hrigen probiert, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche war ich bei Freunden zu Besuch, um mit ihnen und ihrem vierj&#228;hrigen Sohn Tim Schlitten fahren zu gehen. Wir sa&#223;en gerade beim Abendessen, als Tatjana und Markus von den Nuss- und Pollenallergien ihres Sohnes Tim erz&#228;hlten. &#8220;Man kann das hypnotherapeutisch gut behandeln&#8221;, sagte ich. &#8220;Ich habe das schonmal mit einem Vierj&#228;hrigen probiert, und es hat gut geklappt.&#8221; &#8220;Wie geht das?&#8221; Wenn ich es ihr erkl&#228;re, kann ich es auch gleich tun, dachte ich.</p>
<p>&#8220;Also&#8221;, sagte ich und wandte mich an ihren Sohn, &#8220;Tim, du wei&#223;t doch, dass der K&#246;rper sich gegen Feinde wehrt, also gegen Bakterien und solche B&#246;sewichte. Aber manchmal erwischt er auch Leute, die gar nichts B&#246;ses vorhaben, also Freunde und ganz harmlose Besucher. Das ist wie auf einer Burg, wo die Ritter auf der Burgmauer stehen und alle B&#246;sen Feinde bek&#228;mpfen. Aber weil sie so eifrig sind und keinen Feind &#252;bersehen m&#246;chten, greifen sie auch noch G&#228;ste und Freunde an, die nur friedlich die Burg besuchen m&#246;chten. D kommen zum Beispiel N&#252;sse, die gar nichts B&#246;ses vorhaben, und sie greifen sie an, und da kommen Blumen, die lieb sind, und die machen sie kaputt. Die Ritter meinen das nicht b&#246;s, sie haben nur etwas falsch verstanden. Und wenn die richtigen Feinde kommen, sind die Ritter auch noch m&#252;de, weil sie die ganze Zeit gegen normale Besucher gek&#228;mpft haben. Das ist nicht gut. Darum ruft der K&#246;nig die Ritter zusammen und sagt zu ihnen. &#8216;H&#246;rt mal, ihr macht das schon toll mit den Feinden, aber ihr braucht doch nicht die Freunde anzugreifen, und die Besucher, die sich nur mal umschauen wollen und dann wieder gehen. Die sind uns doch willkommen! Die d&#252;rfen reinkommen! Das sind doch unsere G&#228;ste! Jetzt guckt nochmal genau hin, wer die Feinde sind und wer harmlose G&#228;ste sind. Und greift nur die an, die Waffen tragen, und die Unbewaffneten lasst reinkommen. Mit denen k&#246;nnen wir feiern und es uns gut gehen lassen!&#8217; Und ich glaube, danach sind sie Schlitten fahren gegangen.&#8221; &#8220;Das letzte war geflunkert&#8221;, hat Tim gesagt und hat gekichert. &#8220;Ich gebe es zu&#8221;, habe ich geantwortet, &#8220;aber der Rest ist wirklich wahr.&#8221;</p>
<p>Jetzt hat mich Tatjana nochmal angerufen. Sie hat gesagt: &#8220;Tim hat im Kindergarten ein Nutellabrot gegessen, und keiner hat es bemerkt. Die Erzieherinnen passen da eigentlich gut auf, und sie halten den Spray immer in Reichweite, damit man Tim bei einem Erstickungsanfall schnell behhandeln kann, wenn er doch einmal N&#252;sse essen sollte. Jetzt ist ihnen das aber entgangen. Tim hat &#252;berhaupt keine Symptome gezeigt und hat weiter gespielt, als ob nichts Besonderes passiert w&#228;re.&#8221;</p>
<p>Hinweis: Vorsicht bei schweren Allergien! Die &#220;berpr&#252;fung, ob eine Allergie verschwunden ist, kann au&#223;erhalb &#228;rztlicher Behandlungen lebensgef&#228;hrlich sein.</p>
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		<title>Rache</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2009/10/03/1199/</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 17:53:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Beim Herausgehen finde ich neben dem Ausgang einen Zettel, dessen Botschaft mich auf dem Heimweg begleitet: &#8220;Die beste Rache ist ein gutes Leben.&#8221; (Milton H. Erickson)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Herausgehen finde ich neben dem Ausgang einen Zettel, dessen Botschaft mich auf dem Heimweg begleitet:</p>
<p>&#8220;Die beste Rache ist ein gutes Leben.&#8221; (Milton H. Erickson)</p>
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		<title>Narben heilen</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2009/07/08/1105/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 10:24:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anästhesie]]></category>
		<category><![CDATA[Asthma / Atem]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein befreundeter Arzt hat mich eben angerufen und gefragt: &#8220;Ich habe einen Patienten, dem muss ich eine Spritze in eine Narbe geben, aber es tut ihm so schrecklich weh. Das Ziel ist, die Narbe wieder geschmeidig und schmerzfrei zu kriegen. Narkotika m&#246;chte ich ihm aus verschiedenen Gr&#252;nden nicht geben. Hast du eine Idee?&#8221; Ich lie&#223; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein befreundeter Arzt hat mich eben angerufen und gefragt: &#8220;Ich habe einen Patienten, dem muss ich eine Spritze in eine Narbe geben, aber es tut ihm so schrecklich weh. Das Ziel ist, die Narbe wieder geschmeidig und schmerzfrei zu kriegen. Narkotika m&#246;chte ich ihm aus verschiedenen Gr&#252;nden nicht geben. Hast du eine Idee?&#8221; Ich lie&#223; mir von seinen Hobbies und Interessen erz&#228;hlen. &#8220;Er i&#223;t gerne, au&#223;erdem hat er sich selbst einen Bogen angefertigt, er ist Bogensch&#252;tze.&#8221;</p>
<p>&#8220;Frag ihn, ob er gerne Pizza i&#223;t&#8221;, sagte ich, &#8220;und andernfalls frag ihn nach Quiche Lorraine, Flammkuchen oder amerikanischen Pie. Irgendwas zum Ausrollen halt. Lass ihn sich vorstellen, wie das duftet, und lass ihn den Geruch tief und gen&#252;sslich einatmen. Dann hat er eine Art zu atmen, die mit Schmerzen nicht vereinbar ist. Au&#223;erdem fokussiert er dann auf eine optische, geruchliche und geschmackliche Halluzination, so dass er das Kin&#228;sthetische ausblendet. W&#228;hrend er damit besch&#228;ftigt ist, kannst du ihm erz&#228;hlen, wie man den Teig ausrollt. Manchmal hat er nicht die passende Form, die er f&#252;r das Blech braucht. Dann setzt man am Rand ein St&#252;ck dran. Beim Pie macht man das so: Man besprenkelt die Nahtstelle mit kaltem Wasser, am besten Eiswasser. Dann gl&#228;ttet man die Verbindungsstelle mit einem Nudelholz, bis es ganz glatt und geschmeidig ist. Da ist dann nicht einmal mehr eine Naht zu sehen. Es ist ein St&#252;ck geworden. Du kannst auch erz&#228;hlen, wie ihr als Kinder Knetmasse geformt habt, oder wie ein T&#246;pfer aus lauter runden Tonw&#252;rsten, die er miteinander verstreicht, ein Gef&#228;&#223; macht, das dann aus einem St&#252;ck besteht. Auch die T&#246;pfer verwenden &#252;brigens k&#252;hles Wasser.&#8221;</p>
<p>&#8220;Der Mann hat auch ein Problem, dass er einen Finger nicht mehr richtig bewegen kann. Daf&#252;r w&#228;re doch die Sache mit dem Bogen gut. So ein gut gemachter Bogen ist ja extrem biegsam&#8221;, sagte der Freund.</p>
<p>&#8220;Ja, und wenn du mit ihm dar&#252;ber sprichst, wie er als Bogensch&#252;tze sein Auge auf das Ziel richtet, es genau in den Blick nimmt, noch ein winzig kleines bisschen schwankt und dann genau im richtigen Augenblick den Pfeil losl&#228;sst, dann ist er so extrem auf einen kleinen Punkt ausgerichtet, dass er alles andere ausgeblendet hat &#8211; von der Narbe ganz zu schweigen.&#8221;</p>
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		<title>Wertvolle Beratung: Vergebung</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 17:42:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einer Pause, bedingt durch meinen Umzug, melde ich mich wieder zur&#252;ck. Und mache da weiter, wo ich aufgeh&#246;rt habe., bei Wertbegriffen, die f&#252;r die Beratung und Therapie wichtig sind, obwohl es auf den ersten Blick gar nicht so scheinen mag. Vergebung ist ein altes Wort, das nicht mehr oft verwendet wird. Auch in der Therapie ist der Begriff eher in Vergessenheit geraten. Ich gebracuche den Begriff auch eher selten, weil er etwas gro&#223; und pathetisch klingen mag, und manchmal ist leichter, mit den Klienten viele kleine, vielleicht gar unscheinbare, Schritte aneinander zu reihen, bis man sich unversehens gemeinsam am Ziel findet.</p>
<p>Oftmals, so denke ich, geht es in der Therapie darum, zu lernen, das Recht auf Zorn und Groll, das Recht auf Wiedergutmachung, das Recht auf eine Entschuldigung oder S&#252;hne loszulassen und darauf zu verzichten, Gerechtigkeit (wie jeder selber sie versteht, wieder einzufordern. Vergebung kann auch bedeuten, nicht in der Vergangenheit, die niemand &#228;ndern kann, zu kreisen und Forderungen zu stellen, die sich nur durch eine Zeitreise in fr&#252;here Tage einl&#246;sen lie&#223;en. Oftmals geht es gar nicht um die moralische Frage, dass es &#8220;gut&#8221; sei, anderen zu vergeben. Oftmals ist das wichtigste an der Vergebung, einen selbstzerst&#246;rerischen Prozess zu beenden; denn derjenige, dem vergeben werden soll, hat m&#246;glicherweise mit der behaupteten Schuld gar kein Problem &#8211; oder ist wom&#246;glich selbst gar nicht mehr am Leben. Mit der Vergebung hat es aus therapeutischer Sicht aber die folgende Bewandnis:<span id="more-1047"></span></p>
<p>Als wir S&#228;uglinge waren, haben wir in uns unwillk&#252;rlich Abbilder aller Dinge und Personen geschaffen, die wir wahrgenommen haben. Und die Personen, die f&#252;r uns wichtig waren, bekamen ein Abbild von besonderer Intensit&#228;t. Man k&#246;nnte auch sagen, dass unsere Wirklichkeit bis heute nur aus diesen Abbildern besteht. Denn alles, was wir sagen k&#246;nnen &#252;ber die Welt ist, dass wir reden &#252;ber da, was die Welt in uns an Bildern und Gedanken erschaffen hat.</p>
<p>Die Abbilder wichtiger Menschen jedenfalls haben sich in uns eingepr&#228;gt mitsamt dem Verhalten dieser Menschen untereinander und uns gegen&#252;ber. Und aus ihrem Verhalten haben wir nach und nach geschlossen, wer wir sind. Identit&#228;t nennt man das, wenn ich ein Bild von mir habe, das mit dem Bild das andere von mir haben zu einem hohen Grad zur Deckung kommt &#8211; oder auch, wenn mein Bild von mir gestern und heute in etwa dasselbe ist, relativ unabh&#228;ngig davon, wer und was mir gerade begegnet. Die Bilder der Personen, die in meinem Leben wichtig sind, nennt man auch Introjekte, das hei&#223;t &#8220;hineingeworfene&#8221; Teilpers&#246;nlichkeiten. Denn meine Identit&#228;t besteht zun&#228;chst aus dem innerlich abgebildeten Sozialsystem der &#8220;inneren Leute&#8221;, die die &#228;u&#223;eren Leute widerspiegeln. Eine stabile Identit&#228;t bedeutet eine hohe Identit&#228;t (also ein hoher Deckungsgrad) im Bereich der Ideen, die meine inneren Figuren dar&#252;ber haben, wer ich bin.  Nat&#252;rlich bilden sich irgendwann auch Pers&#246;nlichkeitsanteile (oder Teilpers&#246;nlichkeiten) aus, die nicht genau einer bestimmten &#228;u&#223;eren Person entsprechen. Sie sind entsprungen als neue Pers&#246;nlichkeitsaspekte aus der gedanklichen Diskussion zwischen verschiedenen Introjekten oder aus Einfl&#252;ssen wie biographischen Erlebnissen, Medien und schwer fassbaren Zeitstr&#246;mungen. Es entstehen also synthetische neue Figuren, die zu dem inneren Team meiner Pers&#246;nlichkeitsaspekte mit eigenen &#8220;inneren Stimmen&#8221; beitragen.</p>
<p>Wenn ich nun einem Menschen nicht vergebe, bedeutet das auch, dass einige der Pers&#246;nlichkeitsanteile einander bek&#228;mpfen. Das ist ganz offensichtlich ein Schaden f&#252;r die Identit&#228;t der Person &#8211; und oftmals nur f&#252;r sie, wie etwa dann, wenn der Mensch, dem ich nicht verzeihen will (oder, wie &#246;fter zu h&#246;ren ist, &#8220;nicht kann&#8221;), l&#228;ngst verstorben ist und sich mutma&#223;lich an meinem Groll gar nicht mehr st&#246;rt. Aus Nachsicht und Verst&#228;ndnis eine Person im Nicht-Vergeben zu unterst&#252;tzen, scheint mir fahrl&#228;ssig &#8211; und zwar nicht, weil ich den vermeintlichen T&#228;ter schonen wollte, sondern weil das Opfer erst dann aufh&#246;rt, Opfer zu sein, wenn es aufh&#246;rt, sich als Opfer zu sehen.</p>
<p>Sinnvoll ist es, nach M&#246;glichkeiten eines inneren (und gelegentlich auch &#228;u&#223;eren) T&#228;ter-Opfer-Ausgleichs zu suchen, also zu ringen um den h&#246;chstm&#246;glichen Grad an gegenseitiger Anerkennung, an Respekt, an Vergebung, Vers&#246;hnung, schiedlich-friedlichem Auseinandergehen oder was immer in die Richtung zielen mag, dass die verfeindeten Pers&#246;nlichkeitsanteile keine Forderungen mehr aneinander stellen &#8211; weil die Personen es auch nicht mehr tun.</p>
<p>Was immer dazu beitr&#228;gt, dass der innere &#8220;T&#228;ter&#8221; nutzbar gemacht werden kann, ist n&#252;tzlich, weil ein gr&#246;&#223;erer Teil der Pers&#246;nlichkeit aktiv sein kann und ein m&#246;glichst kleiner Teil ausgegrenzt oder eingesperrt wird. Was immer dazu beitr&#228;gt, dass das innere &#8220;Opfer&#8221; t&#228;tig werden kann, ist wertvoll, weil es ebenfalls dazu beitr&#228;gt, dass ein m&#246;glichst gro&#223;er Teil der Pers&#246;nlichkeit gestaltend sein kann.</p>
<p>Was immer dazu beitr&#228;gt, dass es im Inneren Team m&#246;glichst keine &#8220;T&#228;ter&#8221; und &#8220;Opfer&#8221; mehr gibt, also, dass keine destruktiven inneren Dialoge mehr gef&#252;hrt werden, ist gut f&#252;r die Identit&#228;t. Manchmal ist dieses Ziel kaum zu erreichen. Oftmals darf es niemand fordern, weil der Weg so schwierig ist und jede Forderung eines anderen Menschen hier eine Anma&#223;ung w&#228;re. Trotzdem, ich bleibe dabei: Wenn m&#246;glichst alle biographisch und synthetisch entwickelten Personen in mir an einem Tisch sitzen und vertrauensvoll miteinander im Gespr&#228;ch sind und alle gemeinsam handlungsf&#228;hig sind, dann ist das Ziel der Vergebung in mir erreicht.</p>
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		<title>Perspektive im R&#252;ckblick</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 10:34:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Arzt an meinem Krankenhaus sagte zu mir vor einiger Zeit: &#8220;Wenn einige von uns mit zwanzig w&#252;ssten, was sie mit vierzig erreicht haben werden&#8230;&#8221; seine Schlussfolgerungen waren wenig lebensbejahend. Einige von uns ahnen sehr wohl, dass sie neben Begabung auch Gl&#252;ck und Gesundheit brauchen werden, wenn sie denn ihre Ziele erreichen wollen. Meine Schweizer Kollegin Irmgard Federer sagte: &#8220;Nicht mal seinem Feind w&#252;nscht man, dass alle seine W&#252;nsche wahr werden&#8221;. Auch das ist nachdenkenswert: Sind unsere Ziele geeignet, um unsere Sehnsucht zu erf&#252;llen? Was ist, wenn wir sie erreichen? Und was, wenn wir sie nicht erreichen? War dann unser Leben umsonst?  Am besten gef&#228;llt mir, was Sebastian Schwank unter der &#220;berschrift &#8220;Perspektive im R&#252;ckblick&#8221; dazu geschrieben hat:</p>
<blockquote><p>Nach kurzem &#220;berlegen sagte er zu mir: &#8220;Ich werde zur&#252;ckblicken k&#246;nnen und werde zwar nicht sagen k&#246;nnen, dass ich das geschafft habe, was ich mir damals ertr&#228;umt hatte, aber ich habe geschafft, das zu wollen, was ich jetzt erreicht habe. &#8220;Was wolltest du denn&#8221;, fragte ich neugierig. &#8220;Genau das!&#8221;</p></blockquote>
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		<title>Ich komme wieder</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 10:13:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neulich habe ich in der Klinik eine Frau getroffen, die ich kannte. Ich wusste nicht, dass sie im Krankenhaus war und war &#252;berrascht, ihr zu begegnen. „Gehen Sie doch einmal zu Frau Seiberth“, hatte die Schwester gesagt. „Sie ist gestern somnolent hier eingeliefert worden. Sie liegt im Sterben.“ Mehrere Male hatte ich die Frau zuvor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich habe ich in der Klinik eine Frau getroffen, die ich kannte. Ich wusste nicht, dass sie im Krankenhaus war und war &#252;berrascht, ihr zu begegnen. „Gehen Sie doch einmal zu Frau Seiberth“, hatte die Schwester gesagt. „Sie ist gestern somnolent hier eingeliefert worden. Sie liegt im Sterben.“ Mehrere Male hatte ich die Frau zuvor getroffen. Wir hatten uns gemocht. Als ich diesmal an ihr Bett kam, reagierte sie nicht. Sie lag im Koma, ihr Blick ging ins Leere. Jeder Atemzug war begleitet von einem hustenden Ger&#228;usch. Ich wusste, dass Frau Seiberth ein religi&#246;ser Mensch war. Ich legte die H&#228;nde auf ihren Arm. Langsam und ruhig, mit langen Pausen im Rhythmus ihres Atems, trug ich den Psalm vom „Guten Hirten“ vor. Ihr Atem wurde ruhiger, und das hustende Ger&#228;usch verstummte. Doch bei den Worten „tr&#246;sten mich“ kam das Husten wieder. Ich wiederholte diese Worte so lange in ruhigem Tonfall, bis das Husten wieder aufh&#246;rte. Dann setzte ich den Psalm fort. Als es hie&#223;: „im Angesicht meiner Feinde“ wiederholte sich der Vorgang: Ich sprach die Zeile so lange mit weicher, ruhiger Stimme, bis das Husten verschwand und sie wieder ruhig atmete. Bei der Zeile: „Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang“ wurde ihr Atem noch ruhiger. Ich wiederholte auch diese Stelle viele Male, bis ihr Atem sehr ruhig ging. Schlie&#223;lich beendete ich den Psalm. „Ich m&#246;chte mich  von Ihnen verabschieden“, sagte ich, und Frau Seiberth hustete wieder. „Ich komme wieder, ich komme wieder, ich komme wieder, ich komme wieder, ich komme wieder“, sagte ich, bis ihr Atem wieder ganz ruhig war. Am n&#228;chsten Tag wiederholte ich das Ritual. Diesmal ging ihr Atem die ganze Zeit ruhig. Nur bei der Ank&#252;ndigung des Abschieds kam wieder das hustende Ger&#228;usch. „Ich komme wieder, ich komme wieder, ich komme wieder“, sagte ich, und ihr Atem wurde sanft und geschmeidig. Als ich Frau Seiberth am dritten Tag besuchte, kam ich etwas sp&#228;ter als sonst. Am Krankenbett traf ich ihren Sohn. Er sagte: „Vor einer Stunde ist sie verstorben“.</p>
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