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	<title>HYPS &#187; Angst und Zwang</title>
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	<description>Hypno-Systemischer Blog von Stefan Hammel</description>
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		<title>Friedensschluss mit einem Zahn</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 13:52:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Geschichte, die ich gestern erz&#228;hlt habe, hat noch eine Vorgeschichte&#8230; Nach einer Zahnbehandlung war mein Backenzahn empfindlich geworden. Noch nach Wochen gen&#252;gte der kleinste Windhauch, die kleinste Ber&#252;hrung – schon meldete er sich schmerzhaft zu Wort. Dabei war die Behandlung so positiv verlaufen! Die An&#228;sthesie hatte gut gewirkt, die Zeit auf dem Behandlungsstuhl war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Geschichte, die ich gestern erz&#228;hlt habe, hat noch eine Vorgeschichte&#8230;</p>
<p>Nach einer Zahnbehandlung war mein Backenzahn empfindlich geworden. Noch nach Wochen gen&#252;gte der kleinste Windhauch, die kleinste Ber&#252;hrung – schon meldete er sich schmerzhaft zu Wort. Dabei war die Behandlung so positiv verlaufen! Die An&#228;sthesie hatte gut gewirkt, die Zeit auf dem Behandlungsstuhl war fast ohne Schmerzen vergangen. „Wahrscheinlich musst du dir den Nerv ziehen lassen. Bei mir war das auch so“, erkl&#228;rte mir eine Freundin. „Nein“, war meine Antwort. Aber was tun? „Lieber Backenzahn“, sprach ich den Zahn an. „Ich m&#246;chte dir gerne eine Geschichte erz&#228;hlen. Und ich erz&#228;hlte ihm die Geschichte vom schlafenden Hund und dem Einbrecher. Dann fuhr ich fort: „Lieber Backenzahn, du hast Recht, dass du dich meldest. Denn deine Aufgabe ist es, zu schmerzen, wenn du verletzt wirst. Aber die Missgef&#252;hle, die du jetzt erzeugst, geh&#246;ren in eine fr&#252;here Zeit. Erinnere dich noch einmal intensiv an jene Zahnbehandlung. Bringe die Schmerzen, die du jetzt hast, dort hin. Erlebe sie dort in der Erinnerung noch einmal intensiv, und dann lass sie dort, in jener Situation, die einmal war und jetzt vor&#252;ber ist.“ Der Zahn tat, wie ich sagte und verhielt sich von da an ruhig.</p>
<p>(<a href="http://www.amazon.de/Handbuch-therapeutischen-Erz%C3%A4hlens-Psychotherapie-Familientherapie/dp/3608890815">Stefan Hammel, Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens. Geschichten und Metaphern in Psychotherapie, Kindertherapie, Hielkunde, Coaching und Supervision. Klett-Cotta 2009, S. 77f.</a>)</p>
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		<title>Schlafende Hunde</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 13:45:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aggression]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Geschichte „Schlafende Hunde“ habe ich zun&#228;chst f&#252;r die Aufl&#246;sung von Phantomschmerzen, postoperativen Schmerzen und Hypersensitivit&#228;t entwickelt. Sie kann au&#223;erdem zur Aufhebung von Schmerzen in Reaktion auf traumatische Ereignisse hilfreich sein. Bei traumatisierten Patienten kann sie auch als Suggestion daf&#252;r dienen, unpassende (getriggerte) Reaktionen auf allt&#228;gliche Situationen zu identifizieren, zu w&#252;rdigen und loszulassen. Ein Einbrecher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Geschichte „Schlafende Hunde“ habe ich zun&#228;chst f&#252;r die Aufl&#246;sung von Phantomschmerzen, postoperativen Schmerzen und Hypersensitivit&#228;t entwickelt. Sie kann au&#223;erdem zur Aufhebung von Schmerzen in Reaktion auf traumatische Ereignisse hilfreich sein. Bei traumatisierten Patienten kann sie auch als Suggestion daf&#252;r dienen, unpassende (getriggerte) Reaktionen auf allt&#228;gliche Situationen zu identifizieren, zu w&#252;rdigen und loszulassen.</p>
<p>Ein Einbrecher wollte in eine Villa eindringen. Doch neben dem Haus lag ein gro&#223;er, gef&#228;hrlicher Wachhund. Um diese Gefahr zu umgehen, warf der Einbrecher ein Fleischst&#252;ck in den Garten, das er mit einem Bet&#228;ubungsmittel getr&#228;nkt hatte. Als der Hund in einen tiefen Schlaf gefallen war, drang er in die Villa ein und nahm alles mit, was er brauchte. Als der Einbrecher fort war, erwachte der Hund. Er roch an der Spur des Entkommenen und bellte und bellte und bellte… Dabei war der Einbrecher l&#228;ngst fort. Der Hausherr h&#246;rte den Hund bellen und kam zu ihm. Er lobte seine Treue und Zuverl&#228;ssigkeit, redete freundlich mit ihm, beg&#252;tigte ihn, bis der Hund allm&#228;hlich selbst ruhiger wurde, bis der Hund immer weniger bellte, bis der Hund immer leiser bellte, bis der Hund schlie&#223;lich aufh&#246;rte, zu bellen, bis er schlie&#223;lich ganz still wurde und schwieg, bis der Hund schlie&#223;lich einschlief. Er wusste, er war ein guter Wachhund. Jetzt konnte er ruhen.</p>
<p>(<a href="http://www.amazon.de/Handbuch-therapeutischen-Erz%C3%A4hlens-Psychotherapie-Familientherapie/dp/3608890815">Stefan Hammel, Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens. Geschichten und Metaphern in Psychotherapie, Kinder- und Familientherapie, Heilkunde, Coaching und Supervision, S. 77f.</a>)</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Erektionsst&#246;rung</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2012/02/05/1963/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 13:14:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der n&#228;chsten Zeit m&#246;chte ich gerne ein paar der Situationen beschreiben, die in der Therapie auftauchen. Ein Mann kam beispielsweise zu mir mit dem Wunsch, eine Erektionsst&#246;rung zu beheben. Das Problem sei erstmals aufgetreten, nachdem er mit seiner jetzigen Freundin zusammen sei. Er finde sie &#228;u&#223;erst attraktiv, sie allerdings beziehe das Problem auf sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der n&#228;chsten Zeit m&#246;chte ich gerne ein paar der Situationen beschreiben, die in der Therapie auftauchen.</p>
<p>Ein Mann kam beispielsweise zu mir mit dem Wunsch, eine Erektionsst&#246;rung zu beheben. Das Problem sei erstmals aufgetreten, nachdem er mit seiner jetzigen Freundin zusammen sei. Er finde sie &#228;u&#223;erst attraktiv, sie allerdings beziehe das Problem auf sich und f&#252;hle sich sehr gekr&#228;nkt. Dadurch werde die Beziehung belastet.<br />
Nachfragen nach weiteren Problemen in der Partnerschaft und nach besonderen Ereignissen, die ausl&#246;send gewirkt haben k&#246;nnten, blieben ergebnislos. So erkl&#228;rte ich dem Mann, es w&#228;re m&#246;glich, dass die Schwierigkeit gewisserma&#223;en aus dem Nichts entstanden sei, sich selbst aufrechterhalte und nur eine einmalige Unterbrechung der kreisf&#246;rmigen Dynamik des Problems notwendig sei, um es zu beheben. Ich &#228;u&#223;erte die Gewissheit, dass das Symptom, wenngleich mit ung&#252;nstigem Ergebnis, eine gute Absicht verfolge und fragte ihn:<br />
Wenn der Pers&#246;nlichkeitsanteil, der das Symptom erzeugt, etwas Gutes f&#252;r ihn erreichen wolle, was w&#228;re dies? Welche Angst oder Bef&#252;rchtung dr&#252;ckt er aus, und wovor m&#246;chte er Sie folglich sch&#252;tzen?<br />
Ich bat ihn, mir die f&#252;nf ersten Impulse zu nennen, die ihm dazu einfielen. Der Mann erkl&#228;rte, das Erektionsproblem k&#246;nne die Angst ausdr&#252;cken, nicht m&#228;nnlich genug zu sein, seine Freundin zu kr&#228;nken, von ihr verlassen zu werden, dass seine Angst den Austausch von Z&#228;rtlichkeiten unm&#246;glich mache und dass er ein sexuelles Problem habe, das er nicht l&#246;sen k&#246;nnen werde.<br />
Ich notierte seine Antworten und las sie ihm einzeln nochmals vor.<br />
Nach dem Verlesen der ersten Antwort teilte ich ihm mit, ich spr&#228;che nun mit dem Pers&#246;nlichkeitsanteil, der diesen Satz hervorgebracht habe und lobte diesen Anteil f&#252;r sein Engagement zum Schutz des Klienten. Ich erkl&#228;rte, es best&#252;nde trotz bester Absicht von seiner Seite ein Missverst&#228;ndnis und seine Methode erbringe nicht das gew&#252;nschte Ergebnis und fragte ihn, ob er bereit w&#228;re, probeweise f&#252;r eine Woche still zu sein und zuzuschauen oder auch f&#252;r diese Zeit zum Wohl des Klienten probeweise das Gegenteil des Bisherigen zu tun. Wenn das Verhalten sich bew&#228;hrte, solle er anschlie&#223;end mehr desselben tun, wenn nicht, d&#252;rfe er zum bisherigen Muster zur&#252;ckkehren oder etwas Neues probieren. Er m&#246;ge sich des Kopfes des Klienten bedienen und seine Antwort durch Nicken oder Kopfsch&#252;tteln mitteilen. Der Pers&#246;nlichkeitsanteil stimmte dem zu.<br />
Dieselbe Vereinbarung traf ich mit den anderen vier Anteilen, von denen mir der Mann mitgeteilt hatte, dass sie seine Sexualit&#228;t blockierten.<br />
Die Erektionsst&#246;rung verschwand innerhalb der n&#228;chsten Tage.</p>
<p>Die Fallsituation habe ich beschrieben und weiterf&#252;hrend besprochen in: <a title="Zum Handbuch der therapeutischen Utilisation" href="http://www.amazon.de/Handbuch-therapeutischen-Utilisation-Psychotherapie-Familientherapie/dp/3608891080" target="_blank">Stefan Hammel, Handbuch der therapeutischen Utilisation. Vom Nutzen des Unn&#252;tzen in Psychotherapie, Kinder- und Familientherapie, Heilkunde und Beratung. Klett-Cotta, Stuttgart 2011</a>, S. 102ff.</p>
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		<title>Geld&#8230; regiert die Welt</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2012/02/04/1947/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 00:05:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Den Beginn des Jahres und das orthodoxe Weihnachtsfest am 6. und 7. Januar haben wir in Bethlehem erlebt. Ich m&#246;chte einige Gespr&#228;che wiedergeben, die mich bis jetzt immer wieder besch&#228;ftigen. An einem der Tage kurz nach Weihnachten kam ich mit einem aram&#228;ischen Souvenirh&#228;ndler ins Gespr&#228;ch. Sein Gro&#223;vater sei 1917 hierher gekommen. Die Aram&#228;er seien wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den Beginn des Jahres und das orthodoxe Weihnachtsfest am 6. und 7. Januar haben wir in Bethlehem erlebt. Ich m&#246;chte einige Gespr&#228;che wiedergeben, die mich bis jetzt immer wieder besch&#228;ftigen.</p>
<p>An einem der Tage kurz nach Weihnachten kam ich mit einem aram&#228;ischen Souvenirh&#228;ndler ins Gespr&#228;ch. Sein Gro&#223;vater sei 1917 hierher gekommen. Die Aram&#228;er seien wie die Armenier im Osmanischen Reich verfolgt gewes; hier h&#228;tte seine Familie eine Zuflucht gefunden, und so sei er hier zuhause. Auf das Verh&#228;ltnis zwischen Pal&#228;stina und Israle sowie die Arabischen Staaten und die USA angesprochen, sagte er:</p>
<p>Ich hatte hier einen amerikanischen Kunden, der sich erstaunlich gut mit den Verh&#228;ltnissen hier in Pal&#228;stina auskannte. &#8220;Was machen Sie beruflich?&#8221;, fragte ich ihn. &#8220;Ich bin im Ruhestand.&#8221; &#8220;Das habe ich mir schon gedacht, aber was haben Sie fr&#252;her gemacht?&#8221; &#8220;Ich&#8230; war amerikanischer Senator.&#8221; &#8220;Und was machen Sie jetzt hier?&#8221; &#8220;Ich m&#246;chte versuchen, etwas f&#252;r Pal&#228;stina zu tun und m&#246;chte herausfinden wie ich hier etwas f&#252;r die Bev&#246;lkerung tun kann.&#8221; &#8220;H&#228;tten Sie das so auch gesagt, als Sie noch Senator waren?&#8221; &#8220;Das war schwierig.&#8221; &#8220;Jetzt haben Sie viel weniger Einfluss als fr&#252;her. Warum haben Sie damals nichts f&#252;r Pal&#228;stina getan?&#8221; &#8220;Sehen Sie, wenn beispielsweise ein j&#252;discher Gesch&#228;ftsmann Ihnen 40 Millionen Dollar f&#252;r Ihren Wahlkampf bezahlt hat, dann m&#246;chten Sie im Senat nicht gegen seine Interessen arbeiten. Und wenn die Legislaturperiode dem Ende entgegen geht, dann werden Sie umso mehr bem&#252;ht sein, sich in seinem Interesse zu verhalten, damit Sie die 40 Millionen Dollar beim n&#228;chsten Mal wieder bekommen&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Hat der Senator das<em> so</em> zu Ihnen gesagt, oder enth&#228;lt das eine Interpretation von Ihnen?&#8221;, fragte ich. &#8220;Er hat das so gesagt.&#8221;</p>
<p>&#8220;Der Konflikt zwischen Israel und Pal&#228;stina ist weniger eine Frage der lokalen Interessen als eine Frage weltweiter wirtschaftlicher Interessen. Und das Gleichgewicht der M&#228;chte in der Welt ver&#228;ndert sich&#8221;, sagte er auch. &#8220;Die Amerikaner haben kein Geld mehr, und China hat kein Interesse an Israel sondern am Handel mit der Arabischen Welt&#8230; Diese Mauer, die Sie hier sehen, die Israelis und Pal&#228;stinenser trennt, die wird nicht so lange stehen. Sie wird fallen, wie die Mauer bei Ihnen gefallen ist. Wir werden es erleben.&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Spielend III</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2011/10/14/1893/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 13:04:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ambivalenz]]></category>
		<category><![CDATA[Angst und Zwang]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Blutdruck]]></category>
		<category><![CDATA[Verspannungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn du ein Musikst&#252;ck schnell spielst, kannst du jede Schlamperei verstecken. Jeder zu kurze, zu lange, schlecht gespielte oder falsche Ton wird sofort von einem anderen abgel&#246;st. Darum ist es schwieriger, ein St&#252;ck langsam zu spielen als schnell. Wer langsam spielen kann, kann spielen! (S. Hammel, Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens, S. 235)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn du ein Musikst&#252;ck schnell spielst, kannst du jede Schlamperei verstecken. Jeder zu kurze, zu lange, schlecht gespielte oder falsche Ton wird sofort von einem anderen abgel&#246;st. Darum ist es schwieriger, ein St&#252;ck langsam zu spielen als schnell. Wer langsam spielen kann, kann spielen!</p>
<p>(<a title="Zum Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens" href="http://www.klett-cotta.de/buch/Kinder-_und_Jugendliche/Handbuch_des_therapeutischen_Erzaehlens/5767" target="_blank">S. Hammel, Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens</a>, S. 235)</p>
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		<title>Occupy Wall Street, oder: Aufkl&#228;rung heute</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2011/10/10/1879/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 22:58:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst und Zwang]]></category>
		<category><![CDATA[Auswege]]></category>
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		<category><![CDATA[Identität]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Der Grund, warum wir hier sind, ist, weil wir genug haben von der Welt, &#8230; in der 1 % an die verhungernden Kinder geht. Das reicht, um uns ein gutes Gef&#252;hl zu geben. Nachdem wir die Arbeit und die Folter outgesourct haben. Und die Partneragenturen outsourcen unser Liebesleben t&#228;glich. Wir erkennen, dass wir f&#252;r eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Der Grund, warum wir hier sind, ist, weil wir genug haben von der Welt, &#8230; in der 1 % an die verhungernden Kinder geht. Das reicht, um uns ein gutes Gef&#252;hl zu geben. Nachdem wir die Arbeit und die Folter outgesourct haben. Und die Partneragenturen outsourcen unser Liebesleben t&#228;glich. Wir erkennen, dass wir f&#252;r eine lange Zeit unser politisches Engagement outgesourced haben. Wir wollen es zur&#252;ck.&#8221;</p>
<p>Das hat am Wochenende der Philosoph und Psychoanalytiker Slavoj Zizek in einer <a href="http://occupywallst.org/">Rede in Wall Street </a>ge&#228;u&#223;ert. Sehr bemerkenswert an dieser Occupy-Wall-Street-Bewegung scheint mir, dass diese Leute die Ursache der &#246;konomischen Misere vieler Amerikaner und vieler Menschen in anderen L&#228;ndern nicht ausschlie&#223;lich in einem Fehlverhalten von Politikern und Spekulanten sehen. Sie sehen die Ursache in einem System, von dem sie selbst ein Teil sind. Sie wollen dieses System ver&#228;ndern und dabei offenbar bei sich selbst anfangen.</p>
<p>Wer auf die <a href="http://occupywallst.org/">Website von Occupy Wall Street </a>schaut, findet dort auch deren Veranstaltungskalender. Am Wochenende gab es neben der Vorlesung des Philosophen und Kulturkritikers Zizek dort eine Vorlesung eines Philosophieprophessors aus der Schweiz &#252;ber &#8220;das Ende des Finanzdenkens und die transformation der globalen Klassenstruktur&#8221;. Gestern gab es eine Gedenkveranstaltung zum Genozid an den Eingeborenen Amerikas, eine &#8220;Einf&#252;hrung in Basisdemokratie&#8221;, heute vermittelt eine Professorin &#8220;Grundlagen des Aktienmarktes&#8221;, danach gibt es einen Vortrag &#8220;Warum soziale Ungleichheit die Wirtschaft destabilisiert (und was wir dagegen tun k&#246;nnen)&#8221;.</p>
<p>Es ist bemerkenswert, dass diese Leute sich selbst als Teil des Systems, das sie unterdr&#252;ckt hat, wahrnehmen und daran arbeiten, sich ihre politische M&#252;ndigkeit von diesem Standpunkt aus aktiv zur&#252;ckerobern.</p>
<p>Das erinnert an die Gedanken, die Immanuel Kant vor langer Zeit ge&#228;u&#223;ert hat:</p>
<blockquote><p>Aufkl&#228;rung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unm&#252;ndigkeit. Unm&#252;ndigkeit ist das Unverm&#246;gen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unm&#252;ndigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschlie&#223;ung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufkl&#228;rung.</p>
<p>Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so gro&#223;er Teil der Menschen, nachdem sie die Natur l&#228;ngst von fremder Leitung freigesprochen &#8230;, dennoch gerne zeitlebens unm&#252;ndig bleiben; und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vorm&#252;ndern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unm&#252;ndig zu sein. Habe ich ein Buch, das f&#252;r mich Verstand hat, einen Seelsorger, der f&#252;r mich Gewissen hat, einen Arzt, der f&#252;r mich die Di&#228;t beurteilt usw., so brauche ich mich ja nicht selbst zu bem&#252;hen. Ich habe nicht n&#246;tig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrie&#223;liche Gesch&#228;ft schon f&#252;r mich &#252;bernehmen.</p></blockquote>
<p>In der Medizin und Psychotherapie w&#252;nschen viele Patienten und Klienten weiterhin, dass der Fachmann oder die Fachfrau f&#252;r sie wissen m&#246;ge, was richtig ist. Ich werde nicht m&#252;de, meinen Klienten zu sagen: &#8220;Sie sind die K&#246;nigin! Sie sind der K&#246;nig. Die &#196;rzte und Berater und aucIhrychotherapeut &#8211; wir sind nur Ihre Minister.&#8221; Manchmalf&#252;ge ich noch hinzu: &#8220;Wir haben spezielle Erfahrung, die Ihre Erfahrung wertvoll erg&#228;nzt. Aber wir machen nur Vorschl&#228;ge, und Sie entscheiden, was Sie annehmen und was Sie verwerfen. Sie k&#246;nnen mich jederzeit entlassen.&#8221; Ich habe den Eindruck, manche Klienten verwundert das, und viele wollen das auch gar nicht. Sie wollen, dass ich f&#252;r sie entscheide, was gut ist.</p>
<p>Zum Gl&#252;ck scheint die Zahl derer mehr zu werden, die nicht behandelt werden m&#246;chte, sondern beraten. Und die dann selbst entscheiden, was sie w&#228;hlen und was sie verwerfen. Indessen &#8211; sicher bin ich mir dar&#252;ber nicht. Ich wei&#223; nur, dass ich es mir w&#252;nsche.</p>
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		<title>Das Myom II</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2011/08/12/1871/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 15:16:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Ambivalenz]]></category>
		<category><![CDATA[Angst und Zwang]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Wenn du heute Nachmittag aufwachst&#8221;, so sagte ich zu der Freundin, &#8220;ist die Operation vor&#252;ber, und das Myom ist weg. Du hast dich gefragt, ob es einen Ausl&#246;ser f&#252;r seine Entstehung gab. Eigentlich ist es egal, was der Ausl&#246;ser war. Was du tun kannst, ist dies: Erinnere dich an belastende und vielleicht traumatische Erlebnisse und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wenn du heute Nachmittag aufwachst&#8221;, so sagte ich zu der Freundin, &#8220;ist die Operation vor&#252;ber, und das Myom ist weg. Du hast dich gefragt, ob es einen Ausl&#246;ser f&#252;r seine Entstehung gab. Eigentlich ist es egal, was der Ausl&#246;ser war. Was du tun kannst, ist dies: Erinnere dich an belastende und vielleicht traumatische Erlebnisse und an andere Dinge, die du loslassen und loswerden m&#246;chtest. Packe alles, was du nicht mehr brauchst, in Gedanken in das Myom. Und wenn du heute Nachmittag aufwachst, hast du sie mit auf den Weg geschickt.&#8221;</p>
<p>Die Freundin &#228;u&#223;erte sp&#228;ter, sie habe den Vorschlag umgesetzt und ihre Reaktionen auf verschiedene belastende Erlebnisse ihrer Vergangenheit in das Myom verlagert. Sie habe das Vorgehen als befreiend erlebt. Nach der Operation habe sie sich sehr schnell erholt und habe sich kraftvoller und aktiver als in den Monaten zuvor gef&#252;hlt.</p>
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		<title>Loslassen</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 22:49:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst und Zwang]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Sehnsucht]]></category>
		<category><![CDATA[Sterben]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich wurde als Pfarrer ins Krankenhaus zu einem Sterbenden gerufen. Die ganze Familie war um den Mann versammelt: Seine Frau, seine Kinder und Schwiegerkinder, Geschwister und Enkel. Einige der Angeh&#246;rigen weinten sehr heftig. Der Mann atmete sto&#223;artig, mit langen Pausen. Er sah aus, als ob er schliefe. Wahrscheinlich bekam er Morphium wie viele sterbende Patienten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wurde als Pfarrer ins Krankenhaus zu einem Sterbenden gerufen. Die ganze Familie war um den Mann versammelt: Seine Frau, seine Kinder und Schwiegerkinder, Geschwister und Enkel. Einige der Angeh&#246;rigen weinten sehr heftig. Der Mann atmete sto&#223;artig, mit langen Pausen. Er sah aus, als ob er schliefe. Wahrscheinlich bekam er Morphium wie viele sterbende Patienten. Was er wohl verstehen mochte, von dem, was da um ihn vorging? In seinem Gesicht konnte ich keine Reaktion erkennen. In das Gebet am Sterbebett f&#252;gte ich die Bitte ein, Gott m&#246;ge dem Sterbenden oder seiner Familie die F&#228;higkeit schenken, einander loszulassen und Abschied zu nehmen im Wissen um all das Gute, das bleiben wird. Ich sprach einen Segen f&#252;r den Sterbenden und die Umstehenden. &#8220;Loslassen ist so schwer&#8221;, ergriff die Tochter des Mannes nach einer kurzen Stille das Wort. &#8220;Ich habe geh&#246;rt, wenn man losl&#228;sst, was man liebt, erst dann geh&#246;rt es einem wirklich&#8221;, f&#252;gte sie hinzu. Dann schaute sie hin&#252;ber zu ihrem Vater und sagte: &#8220;Er atmet nicht mehr.&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der Weg zur Wiese</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Jun 2011 15:28:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allergie]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst und Zwang]]></category>
		<category><![CDATA[Asthma / Atem]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Geschichte ist &#8211; jeweils f&#252;r  die aktuelle Situation angepasst &#8211; n&#252;tzlich, um Allergien und deren Symptome wirkungsvoll zu &#252;berwinden. Stell dir vor, es ist ein Wintertag, und du befindest dich an einem kalten klaren Ort. Du atmest tief und ruhig, und du genie&#223;t diese gute Luft. Lass die Zeit fortschreiten. Lass es Fr&#252;hling werden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Geschichte ist &#8211; jeweils f&#252;r  die aktuelle Situation angepasst &#8211; n&#252;tzlich, um Allergien und deren Symptome wirkungsvoll zu &#252;berwinden.</p>
<p>Stell dir vor, es ist ein Wintertag, und du befindest dich an einem kalten klaren Ort. Du atmest tief und ruhig, und du genie&#223;t diese gute Luft. Lass die Zeit fortschreiten. Lass es Fr&#252;hling werden, und nimm diesen guten Atem und diese angenehme Ruhe mit! Stell dir vor, du atmest tief und ruhig und gen&#252;sslich, denn du wei&#223;t, du bist sicher, und du bleibst es auch. Es tut gut, so entspannt und gel&#246;st zu atmen. Stell dir vor, es ist Fr&#252;hling, und du gehst mit dieser Ruhe und mit diesem guten Atem – und vielleicht wundert es dich sogar, dass das so gut geht – auf eine Wiese mit bl&#252;henden Birken. Du atmest tief und gut. Du bist frei von jeder Angst, und du genie&#223;t es. Stell dir vor, du gehst zu einer Birke, und du hast diesen wundersch&#246;nen Impuls: Du umarmst sie, und es ist sehr gut.</p>
<p>Quelle: Stefan Hammel, <a title="Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens" href="http://www.stefanhammel.de/das-1-handbuch.html" target="_blank"> Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens</a>, S.58</p>
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		<title>Alle Zellen leben lassen!</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2011/06/20/1763/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 10:12:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anästhesie]]></category>
		<category><![CDATA[Angst und Zwang]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Haut & Haar]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Positives Denken]]></category>

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		<description><![CDATA[Die folgende Intervention kann verwendet werden um Verbrennungen und Erfrierungen zu reeduzieren bzw. zu verhindern. Dass der geschmolzene K&#228;se so hei&#223; war, hatte er nicht gedacht. Zu sp&#228;t kam sein Versuch, die viel zu hei&#223;e Speise auszuspucken. Der Schmerz breitete sich im Mundraum aus und wurde st&#228;rker. „Alle Zellen leben lassen! Alle Zellen leben lassen!“, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die folgende Intervention kann verwendet werden um Verbrennungen und Erfrierungen zu reeduzieren bzw. zu verhindern.</p>
<p>Dass der geschmolzene K&#228;se so hei&#223; war, hatte er nicht gedacht. Zu sp&#228;t kam sein Versuch, die viel zu hei&#223;e Speise auszuspucken. Der Schmerz breitete sich im Mundraum aus und wurde st&#228;rker. „Alle Zellen leben lassen! Alle Zellen leben lassen!“, dachte er pl&#246;tzlich, in den Schmerz hinein, gerade so, als ob er es laut seinem Gaumen zuriefe. Immer wieder rief er in seinen Gedanken „Alle Zellen leben lassen!“ Der Schmerz lie&#223; endlich nach. Mit der Zunge f&#252;hlte er seinen Mundraum ab. Alles war dort wie vorher, weich und geschmeidig. Der K&#246;rper war seiner Anweisung gefolgt.</p>
<p>Diese Geschichte ist in der abgewandelten Form mit: ,,Alles Gesunde leben lassen!&#8221; auch f&#252;r Bestrahlungen n&#252;tzlich.</p>
<p>Quelle: <a title="Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens" href="http://www.stefanhammel.de/das-1-handbuch.html" target="_blank">Handbuch des therapeutischen Erz&#228;hlens</a>, S.65,  Stefan Hammel</p>
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