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	<title>HYPS &#187; Älter werden</title>
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	<description>Hypno-Systemischer Blog von Stefan Hammel</description>
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		<title>Der laute Junge</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 17:46:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[ADS / ADHS]]></category>
		<category><![CDATA[Älter werden]]></category>
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		<description><![CDATA[Es kam einmal ein Junge und erz&#228;hlte mir: „Meine Eltern h&#246;ren mir nie zu. Sie bemerken mich nicht einmal.“ „Er redet st&#228;ndig und ununterbrochen. Er redet oft und viel. Er unterbricht andere im Gespr&#228;ch und will selbst nie unterbrochen werden“, erz&#228;hlten die Eltern. „Je lauter ich war, desto weniger haben sie zugeh&#246;rt“, sagte der Junge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es kam einmal ein Junge und erz&#228;hlte mir:</p>
<p>„Meine Eltern h&#246;ren mir nie zu. Sie bemerken mich nicht einmal.“</p>
<p>„Er redet st&#228;ndig und ununterbrochen. Er redet oft und viel. Er unterbricht andere im Gespr&#228;ch und will selbst nie unterbrochen werden“, erz&#228;hlten die Eltern.</p>
<p>„Je lauter ich war, desto weniger haben sie zugeh&#246;rt“, sagte der Junge sp&#228;ter. „Und je weniger sie zuh&#246;rten, desto lauter wurde ich.“ Dann wurde er leise und seine Eltern h&#246;rten ihm zu.</p>
<p>Die Wirkung der Sichtweisen und V erhaltensweisen innerhalb einer Familie verst&#228;rkt und erh&#228;lt sich oft kreisf&#246;rmig. In der Familientherapie spricht man von &#8220;zirk&#252;l&#228;rer Kausalit&#228;t&#8221; und &#252;berlegt, wie eine &#8220;Musterunterbrechung&#8221; in der Interaktion der Familie aussehen kann. Was k&#246;nnte ein Therapeut dazu beitragen, dass entweder der Junge oder seine Eltern oder beide sich f&#252;r eine kleine Weile derart anders verhalten, dass die jeweils andere Partei nicht mehr gleich wie bisher reagieren kann&#8230; so dass am Ende keiner mehr das Verhalten des anderen wie bisher deuten kann und keiner mehr wie bisher reagiert&#8230; weil jeder findet, der andere habe angefangen, mit seinem unguten Verhalten aufzuh&#246;ren&#8230;?</p>
<p>Quelle:<a title="Der Grashalm in der W&#252;ste" href="http://www.stefanhammel.de/das-halmbuch.html" target="_blank"> Der Grashalm in der W&#252;ste</a>, S.126, Stefan Hammel</p>
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		<title>Ein Baum ist ein Baum&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jun 2011 20:24:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[ADS / ADHS]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Reutlinger Paar- und Einzeltherapeutin Ulrike Dauenhauer hat mir eine Geschichte geschickt, die ich mit ihrer Erlaubnis gerne mit euch teilen m&#246;chte&#8230; Ich sa&#223; auf der Alb vor einem Baum, und dachte &#252;ber mich nach, &#252;ber mein Leben und meine Aufgaben. Da begann der Baum mit mir zu sprechen: &#8220;Schau&#8221;, sagte er, &#8220;ich bin ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Reutlinger Paar- und Einzeltherapeutin <a title="Zur Praxis Doppelpunkt" href="http://www.doppelpunkt-praxis.de/therapeuten.php">Ulrike Dauenhauer </a>hat mir eine Geschichte geschickt, die ich mit ihrer Erlaubnis gerne mit euch teilen m&#246;chte&#8230;</p>
<blockquote><p>Ich sa&#223; auf der Alb vor einem Baum, und dachte &#252;ber mich nach, &#252;ber mein Leben und meine Aufgaben. Da begann der Baum mit mir zu sprechen: &#8220;Schau&#8221;, sagte er, &#8220;ich bin ein Baum, einfach ein Baum, und ich versuche, Baum zu sein so gut ich kann. Noch nie in meinem langen Leben kam mir der Gedanke, ob ich wohl Baum genug sei, um eine Berechtigung zu haben, in diesem Wald zu stehen. Ich bin einfach Baum, so gut, wie ich Baum sein kann. Noch nie habe ich mich gefragt, warum ich gerade in diesem Wald stehe. Ich bin einfach Baum, so gut, wie ich Baum sein kann. Auch habe ich mir bisher keine Gedanken dar&#252;ber gemacht, ob die B&#228;ume neben mir wohl mehr oder weniger Biomasse produzieren als ich. Ich bin einfach Baum, so gut, wie ich Baum sein kann. Ich &#252;berlege nicht, ob die anderen B&#228;ume sch&#246;nere Bl&#228;tter haben oder besser gewachsen sind als ich. Ich bin einfach Baum, so gut, wie ich Baum sein kann. Die Zeiten sind sehr verschieden und damit auch die Bedingungen hier im Wald. Mal hat es viel Regen im Jahr, mal wenig. Mal hat es ganz viele K&#228;fer, die meine Bl&#228;tter fressen, mal wenig. Immer &#228;ndern sich die Bedingungen. Die Forscher k&#246;nnen das alles an meinen Jahresringen ablesen. Aber ich mache mir dar&#252;ber keine Gedanken. Wie immer die Bedingungen auch sind: Ich bin einfach Baum, so gut, wie ich Baum sein kann. Auch habe ich festgestellt, dass ich eine Buche bin und ich h&#246;rte von Mammutb&#228;umen. Ich w&#252;rde nie auf die Idee kommen, ein Mammutbaum sein zu wollen. Ich bin Buche so gut ich eine Buche sein kann. Sei Baum, einfach Baum, und das sei so gut es Dir m&#246;glich ist.&#8221; Dies sprach er und lie&#223; dazu sanft seine &#196;ste schwingen.</p></blockquote>
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		<title>Die Zirbelkiefer (Wachstumsst&#246;rung)</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2010/01/28/1425/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 19:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allergie]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Wie geht es eigentlich deiner Freundin Lara?&#8221;, habe ich eben meine Nichte gefragt. &#8220;Hat sie noch Allergieprobleme?&#8221; &#8220;Sie behauptet noch welche zu haben, aber bei unserem gemeinsamen Urlaub vor ein paar Wochen haben wir Katzen gestreichelt, und sie hat nicht darauf reagiert. Dabei war sie fr&#252;her schlimm allergisch&#8221;. &#8220;Und ihr Asthma?&#8221; &#8220;Ich glaube, das ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wie geht es eigentlich deiner Freundin Lara?&#8221;, habe ich eben meine Nichte gefragt. &#8220;Hat sie noch Allergieprobleme?&#8221; &#8220;Sie behauptet noch welche zu haben, aber bei unserem gemeinsamen Urlaub vor ein paar Wochen haben wir Katzen gestreichelt, und sie hat nicht darauf reagiert. Dabei war sie fr&#252;her schlimm allergisch&#8221;. &#8220;Und ihr Asthma?&#8221; &#8220;Ich glaube, das ist ziemlich weg. Ich h&#246;re nichts mehr von Asthmaanf&#228;llen. Und ich erlebe keine, wenn ich bei ihr bin.&#8221;</p>
<p>Lara hatte eine Wachstumsst&#246;rung gehabt. Die St&#246;rung war wohl eine Nebenwirkung von Asthmamedikamenten, die sie regelm&#228;&#223;ig nehmen musste. So jedenfalls stand es auf dem Beipackzettel und so erkl&#228;rten es ihr die behandelnden &#196;rzte. Lara war mit zw&#246;lf auff&#228;llig klein. Das Asthma wiederum stand wohl in einem Zusammenhang mit ihren Allergien.</p>
<p>&#8220;Und ist sie gewachsen?&#8221;, habe ich weiter gefragt.&#8221;Sie behauptet immer, sie w&#228;chst nicht&#8221;, sagte meine Nichte. Aber ich habe noch nie in meinem Leben jemanden so schnell wachsen gesehen. Sie ist schon fast so gro&#223; wie ihre Mutter. Sie hat ja damals gesagt, sie wollte so gro&#223; wie ihre Mutter werden.&#8221; &#8220;Was habe ich eigentlich damals mit ihr gemacht?&#8221;, habe ich weiter gefragt. Ich hatte sie vor einem F&#252;nfvierteljahr und vor einem Dreivierteljahr zweimal hypnotisiert mit dem Ziel, ihre Allergien und ihr Asthma zu reduzieren und ihr Wachstum zu beschleunigen. &#8220;Du hattest etwas &#252;ber einen Baum erz&#228;hlt in ihrer Heimat, wie er w&#228;chst, und etwas &#252;ber Pollen&#8230;&#8221;</p>
<p>Jetzt ist es mir wieder eingefallen: Ich habe Lara gefragt, ob sie in der Schweiz, wo sie herkommt, solche Kiefern kennt, hoch oben in den Bergen, die ganz klein sind. Sie hat mir dann etwas von diesen B&#228;umen erz&#228;hlt. Ich habe sie dann gebeten, sich genau vorzustellen, sie sei eine solche Kiefer, eine Zirbelkiefer, so hei&#223;t diese besondere Sorte &#8211; das erinnerte mich daran, so erz&#228;hlte ich ihr, dass im Gehirn die Zirbeldr&#252;se sitze, die f&#252;r das Wachstum zust&#228;ndig sei, und diese Zirbelkiefern, die sind manchmal ganz klein, weil es dort oben in den Bergen so kalt ist. Aber jetzt gibt es ja diese Klimaver&#228;nderung, und die Forscher haben festgestellt, dass diese Kiefern jetzt viel schneller wachsen als vorher, und gr&#246;&#223;er werden als man das bisher kannte und von diesen B&#228;umen erwartet hat&#8230; das ist eine faszinierende Sache: Die wachsen jetzt schneller und werden gr&#246;&#223;er. Und ich glaube, dass diese Zirbelkiefer bestimmt so gro&#223; wird wie deine Mutter, sagte ich, und bin gespannt, wie gro&#223; sie noch wird&#8230;</p>
<p>Ich habe dann viel &#252;ber das Wachstum dieser Kiefern geredet.Dann erz&#228;hlte ich noch etwas dar&#252;ber, wie gut die Luft dort oben ist, und wie geschmeidig der Atem dort ist, und wie tief und gut man da atmen kann, und wie angenehm sich die Haut und die Atemwege dort anf&#252;hlen, und dass es dort zwar auch Pollen gibt, aber dass die einem gar nichts machen, weil die Luft so gut ist, und die Zirbelkiefer hat sowieso nichts gegen Pollen, sie hat ja selber welche und f&#252;hlt sich gut da oben, und in der Weise redete ich noch eine Weile weiter und lie&#223; sie dann auftauchen. (Hypnotherapeutisch fundierte Herangehensweisen bei Allergien und Asthma sind in diesem Blog unter den betreffenden Kategorien beschrieben.)</p>
<p>Interessanterweise hat meine Nichte mit Lara in den letzten Jahren Gr&#246;&#223;enmessungen mit Lara gemacht und Striche mit Daten an ihrer Zimmert&#252;re angebracht. So ergibt sich im R&#252;ckblick folgende Entwicklung:</p>
<p>Feb. 2008  dreizehnter Geburtstag<br />
27.4.2008  1,40 m<br />
14.8.2008  1,43 m<br />
3.1.2009   1. Hypnotherapie<br />
Feb. 2009  vierzehnter Geburtstag<br />
29.3.2009  1,455 m<br />
26.5.2009  1,465 m<br />
9.6.2009   1,47 m<br />
13.6.2009  2. Hypnotherapie (wovon ich oben erz&#228;hlte)<br />
9.8.2009   1,48 m<br />
14.9.2009  1,49 m<br />
18.12.2009 1,50 m</p>
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		<title>Rache</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2009/10/03/1199/</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 17:53:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Beim Herausgehen finde ich neben dem Ausgang einen Zettel, dessen Botschaft mich auf dem Heimweg begleitet: &#8220;Die beste Rache ist ein gutes Leben.&#8221; (Milton H. Erickson)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Herausgehen finde ich neben dem Ausgang einen Zettel, dessen Botschaft mich auf dem Heimweg begleitet:</p>
<p>&#8220;Die beste Rache ist ein gutes Leben.&#8221; (Milton H. Erickson)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Liebe</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2009/03/18/997/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 08:04:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchmal denke ich, die Zeiten f&#252;r &#8220;gro&#223;e Liebe&#8221; sind vorbei. Dann wiederum denke ich, Liebe ist keine Frage der &#8220;Zeiten&#8221;. Und dann schlie&#223;lich f&#228;llt mir wieder diese eine Szene ein&#8230; Das ist jetzt &#252;ber 20 Jahre her. Aber ich denke immer wieder daran. Eine Zugfahrt irgendwo in S&#252;ddeutschland. Ich sa&#223; mit ihnen im gleichen Abteil. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal denke ich, die Zeiten f&#252;r &#8220;gro&#223;e Liebe&#8221; sind vorbei. Dann wiederum denke ich, Liebe ist keine Frage der &#8220;Zeiten&#8221;. Und dann schlie&#223;lich f&#228;llt mir wieder diese eine Szene ein&#8230;</p>
<p>Das ist jetzt &#252;ber 20 Jahre her. Aber ich denke immer wieder daran. Eine Zugfahrt irgendwo in S&#252;ddeutschland. Ich sa&#223; mit ihnen im gleichen Abteil. Ich hatte Termine, sie hatten Zeit. Zwei verliebte Menschen. Sie schaute ihm in die Augen und l&#228;chelte. Er l&#228;chelte zur&#252;ck. „H&#228;ttest du mich nicht auf der Parkbank angesprochen“, so sagte er, „dann s&#228;&#223;e ich jetzt immer noch allein in meinem Altenheim.“</p>
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		<title>Die kleine Torte</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2009/03/11/984/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 08:06:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern habe ich in der Klinik eine Frau getroffen, die zeigte mir nach der Begr&#252;&#223;ung einen Butterkeks auf ihrem Nachttisch. &#8220;Das ist meine Torte. Ich habe eine Torte bestellt und habe das hier bekommen. Jetzt habe ich beschlossen: Das ist meine Torte.&#8221; Ich war von diesen S&#228;tzen merkw&#252;rdig ber&#252;hrt. Mir gefiel die Torte der Frau. Vor meinem inneren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern habe ich in der Klinik eine Frau getroffen, die zeigte mir nach der Begr&#252;&#223;ung einen Butterkeks auf ihrem Nachttisch. &#8220;Das ist meine Torte. Ich habe eine Torte bestellt und habe das hier bekommen. Jetzt habe ich beschlossen: Das ist meine Torte.&#8221; Ich war von diesen S&#228;tzen merkw&#252;rdig ber&#252;hrt. Mir gefiel die Torte der Frau. Vor meinem inneren Auge sah ich eine kleine Kerze darauf brennen. Erst zuhause fiel mir ein, was mir die Frau danach an erlittenem Unrecht berichtet hatte, und ich verstand, dass sie nicht &#252;ber das Geb&#228;ck, sondern &#252;ber ihr Leben gesprochen hatte.</p>
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		<title>Die Fremde</title>
		<link>http://www.stefanhammel.de/blog/2009/01/26/876/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 08:42:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Adoption]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Geschichte vom &#8220;Antidepressivum&#8221;, die ich am Wochenende erz&#228;hlt habe, hat eine Vorgeschichte, die ich euch nicht vorenthalten m&#246;chte. Ich denke nicht, dass ich mit der Frau aus dem Tessin, mit Gott oder dem Schicksal schon quitt w&#228;re. Ich schulde der Menschheit noch einen Gefallen. Aber ich habe versucht, einen Anfang zu machen&#8230; Im vergangenen Sommer machte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Geschichte vom &#8220;Antidepressivum&#8221;, die ich am Wochenende erz&#228;hlt habe, hat eine Vorgeschichte, die ich euch nicht vorenthalten m&#246;chte. Ich denke nicht, dass ich mit der Frau aus dem Tessin, mit Gott oder dem Schicksal schon quitt w&#228;re. Ich schulde der Menschheit noch einen Gefallen. Aber ich habe versucht, einen Anfang zu machen&#8230;</p>
<p>Im vergangenen Sommer machte ich eine Reise rheinaufw&#228;rts durch die Schweiz. Ich war allein und war noch nie in der Gegend gewesen. Ich kannte hier keinen Menschen. An einem sp&#228;ten Abend &#8211; es war dunkel, regnerisch und sehr neblig &#8211; da fuhr ich, vom Norden her kommend, &#252;ber den Berninapass. Ich hatte Hunger und hoffte, das Gasthaus auf der Passh&#246;he w&#252;rde ge&#246;ffnet sein. Doch dem war nicht so. Nun fuhr ich in unz&#228;hligen Kehrwenden auf der anderen Seite die Passstra&#223;e hinunter auf der Suche nach einem gastlichen Pl&#228;tzchen. Tats&#228;chlich fand ich, noch vor der ersten Ortschaft, ein Gasthaus am Stra&#223;enrand. Ich trat ein. Das Personal sprach nur italienisch und wir hatten M&#252;he, uns zu verst&#228;ndigen. Eine Frau um die F&#252;nfzig bot sich als &#220;bersetzerin an. Sie fragte mich, wer ich sei und woher ich komme, und was mich bei Nacht und Nebel hierher f&#252;hrte. &#8220;Sie m&#252;ssen mit mir einen Sekt trinken&#8230; Sie m&#252;ssen diesen Wein hier probieren&#8230; die Rechnung bezahle ich&#8230;&#8221; Ich verwies auf den Nebel und die ungesicherte Stra&#223;e. &#8220;Sie sind &#252;ber den Pass gekommen? Das ist zu gef&#228;hrlich. Es gibt doch einen Tunnel. Ich erkl&#228;re Ihnen, wie Sie fahren. Und jetzt trinken Sie mit mir.&#8221; Nach einer Weile des Gespr&#228;chs fragte sie: &#8220;M&#246;chten Sie nicht etwas essen?&#8221; Und sie bestellte mir ein dreig&#228;ngiges Men&#252;. &#8220;M&#246;chten Sie noch einen Wein dazu?&#8221; &#8220;Vielleicht lieber ein Wasser.&#8221; &#8220;Un aqua, per favore.&#8221; Die Wirtsleute diskutierten mit ihr, sie schienen sich in irgendeiner Sache uneinig zu sein. Die Frau bestand darauf, auch das Essen und das Wasser f&#252;r mich zu bezahlen, und zwar noch, bevor es serviert wurde.</p>
<p>&#8220;Sehen Sie&#8221;, sagte sie dann zu mir. &#8220;Ich will nichts von Ihnen. Sie sind ein sympatischer Mensch. Ich mag Sie. Sie kennen meinen Namen nicht und wissen nicht, wo ich wohne. Ich habe Ihnen keine Karte von mir gegeben. Sie wissen nicht, wer ich bin. Ich werde jetzt gehen. Alles was ich von Ihnen m&#246;chte, ist, dass Sie im n&#228;chsten Jahr einem Menschen das tun, was ich jetzt getan habe.&#8221; Mit diesen Worten verabschiedete sie sich und verlie&#223; das Lokal. &#8220;Ist Architektin vom Meraner See, sehr reich&#8221;, sagten die Wirtsleute mit absch&#228;tziger Miene. &#8220;Ihr irrt euch&#8221;, dachte ich bei mir. &#8220;Das Geld ist euer Thema und nicht ihres. Diese Frau hat andere Gr&#252;nde.&#8221;</p>
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		<title>Antidepressivum</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jan 2009 17:17:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Frage und Antwort]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Langeweile]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Klinik erz&#228;hlte mir gestern eine &#228;ltere Frau, dass sie immerzu Schmerzen habe, dass sie mutterseelenallein sei und dass sie sterben wolle. Ihr Mann und ihr sp&#228;terer Lebensgef&#228;hrte seien verstorben. Sie habe keine Geschwister, keine Kinder und auch sonst niemanden, der sich f&#252;r sie interessiere. Sie lebe in einem Altenheim und k&#246;nne das Bett [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Klinik erz&#228;hlte mir gestern eine &#228;ltere Frau, dass sie immerzu Schmerzen habe, dass sie mutterseelenallein sei und dass sie sterben wolle. Ihr Mann und ihr sp&#228;terer Lebensgef&#228;hrte seien verstorben. Sie habe keine Geschwister, keine Kinder und auch sonst niemanden, der sich f&#252;r sie interessiere. Sie lebe in einem Altenheim und k&#246;nne das Bett nicht verlassen. Sie sehe keinen Sinn in ihrem Leben mehr. Sie fragte mich, ob ich etwa noch einen Sinn darin s&#228;he.<br />
„Ihr Leben hat auf diese Art wirklich keinen Sinn mehr“, sagte ich. „Sie k&#246;nnen ihm aber m&#246;glicherweise einen geben. Da drau&#223;en sind noch mehr Menschen, die so einsam und ungl&#252;cklich sind wie Sie. Diese anderen Menschen haben das ebenso wenig verdient. Sie k&#246;nnen sich Papier, Schere, Klebstoff, Blumenprospekte und Stifte geben lassen und k&#246;nnen Geburtstagskarten basteln und verschicken f&#252;r diese Leute, denen es genauso geht, wie Ihnen.&#8221; „Wozu?“ war die Antwort. „Das bringt doch nichts. Mir hat noch nie jemand Blumen geschenkt.“ „Sie m&#246;gen Blumen gerne, ja?“ fragte ich, und wir unterhielten uns &#252;ber Blumen. Wenigstens jetzt leuchteten ihre Augen.<br />
Nach einer Weile verabschiedete ich mich. Ich ging zum Blumenladen und kam wieder mit einem Strau&#223; von orangenroten Rosen in verschiedenen Farbt&#246;nen. „Das Kraut hier mit den roten Fr&#252;chten ist Johanniskraut“, erkl&#228;rte ich. „Das ist ja eigentlich ein Antidepressivum. Die Verk&#228;uferin hat gemeint, vielleicht wirkt es auch, wenn man es anschaut. Wer kann das wissen?“ „Haben Sie mir diese Blumen gekauft?“, fragte die Frau. Ihre Augen leuchten immer mehr. „Sie haben jetzt einen Auftrag“, sage ich. „Z&#228;hlen Sie die Rosen in diesem Strau&#223;. Wenn Sie zur&#252;ckkommen in Ihr Altenheim, dann schenken Sie so vielen Menschen eine Rose, wie Rosen in diesem Strau&#223; sind.“ Die Frau wandte ein, sie wisse nicht, wer die Blumen f&#252;r sie besorgen sollte. „Sie werden einen Weg finden“, sagte ich. „Sie k&#246;nnen aber auch Folgendes tun: Wenn Sie sich an den Rosen satt gesehen haben – aber erst, wenn Sie sie lange genug gesehen haben – dann l&#246;sen Sie diesen Strau&#223; auf und geben Sie jeder Krankenschwester, der Sie begegnen, eine Rose.“ „Das tue ich“, sagte die Frau und strahlte.</p>
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		<title>Das eigentliche Leben</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 10:34:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst und Zwang]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Auswege]]></category>
		<category><![CDATA[Älter werden]]></category>
		<category><![CDATA[Erwachsen werden]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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		<description><![CDATA[Immer wieder habe ich darauf gewartet, dass das eigentliche Leben losgeht. Ich habe gedacht, es w&#252;rde dann kommen, wenn die aktuellen Probleme und Unfertigkeiten &#252;berstanden w&#228;ren. Manchmal dauerten die Schwierigkeiten l&#228;nger als erwartet, und ansonsten wurden sie von neuen Herausforderungen abgel&#246;st. Irgendwann ist mir klar geworden: Noch eigentlicher wird&#8217;s nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder habe ich darauf gewartet, dass das eigentliche Leben losgeht. Ich habe gedacht, es w&#252;rde dann kommen, wenn die aktuellen Probleme und Unfertigkeiten &#252;berstanden w&#228;ren. Manchmal dauerten die Schwierigkeiten l&#228;nger als erwartet, und ansonsten wurden sie von neuen Herausforderungen abgel&#246;st. Irgendwann ist mir klar geworden: Noch eigentlicher wird&#8217;s nicht.</p>
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		<title>Alter</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jul 2008 06:11:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Hammel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Älter werden]]></category>
		<category><![CDATA[Erwachsen werden]]></category>
		<category><![CDATA[Positives Denken]]></category>

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		<description><![CDATA[„Ich bin jetzt schon vierzig Jahre alt, ein alter Mann“, sagte er und wiegte den Kopf. Er kam aus Kenia, aus dem Umland von Mombasa. „Ich bitte dich – du bist doch nicht alt!“, wandte ich ein. „Doch, ich bin alt! Und wage nicht, mir das Gegenteil zu behaupten! In Kenia ist es gut, ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Ich bin jetzt schon vierzig Jahre alt, ein alter Mann“, sagte er und wiegte den Kopf. Er kam aus Kenia, aus dem Umland von Mombasa. „Ich bitte dich – du bist doch nicht alt!“, wandte ich ein. „Doch, ich bin alt! Und wage nicht, mir das Gegenteil zu behaupten! In Kenia ist es gut, ein alter Mann zu sein! Je &#228;lter, je besser!“</p>
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